• Kann nicht mehr

    Zu mir selbst: Ich bin 26 und pflege seit 2 Jahren meinen hochbetagten Großvater (89). Mein Opa, mein Vater und ich leben in einem Haus. Meine Mutter lebt nicht mehr bei uns. Nachdem ich mein Studium beim 1. Versuch mit 22 abgebrochen habe (hab 3 Jahre Jura studiert), habe ich jetzt 3 Jahre meinen Bachelor in einem anderen Studiengang durchgezogen und…
  • 94 Antworten

    Du weichst aus.


    Schaue Dir nochmals alle Tips an, die Du bekommen hast.


    Die Sache mit einem Arbeitgeber ist eine andere Baustelle.


    Falls Du da Angst hast, solch eine Pflege gilt als Fulltimejob. Dabei nebenher noch zu studieren, zeugt von großer Energie. Andere machen ein Jahr in der Pflege. Da sagt auch keiner was.


    Willst Du Erleichterung haben, dann bist DU diejenige, die was ändern muss. Andere tun es nicht, denn du machst es allen sehr bequem. Das ist sehr großzügig von Dir.

    Muss mich bzgl. Ausweichen leider Peddi anschließen (die mir auch schon gut den Kopf gewaschen hat!).

    Arbeitgeber ist nicht das Thema. Offen sagen, was Sache war. Pflege ist nichs Verwerfliches, eher im Gegenteil. Du hast nicht Party gemacht und den halben Tag gepennt, sondern erhebliche Verantwortung übernommen. Und der Fehlgriff bzgl. eines Studiums ist egal, wenn man danach einen Abschluss gemacht hat. Bei mir hat nie jemand nachgefragt, warum ich das erste Studium abgebrochen habe. Es war schlichtweg egal.


    Beim Rest musst DU klare Ansagen machen, sonst geht es so weiter. Für die anderen ist die Lösung bequem, da wird sich ohne Druck nix ändern. Also bist DU gefragt.

    Ich würde auch zweigleisig fahren: Onkel und Vater parallel bearbeiten.

    boulangerie schrieb:

    Er hat den Pflegegrad 3.

    Dafür zahlt die Pflegekasse 545 Euro im Monat.

    Wer sackt das Geld ein? Du bekommst es ja nicht.


    Wenn ihr einen Pflegedienst in Anspruch nehmen würdet, würde die Kasse 1.298 Euro im Monat zahlen.

    boulangerie schrieb:

    Das tut sich doch kein Arbeitgeber an, für ein Studium was normal 3 Jahre dauert.

    Auch wenn ich jemanden gepflegt habe.

    Ich weiß nicht, ob die da Verständnis haben.

    Ist im Moment erstmal egal, weil du die Vergangenheit nicht ändern kannst.

    Du weißt, wo du jetzt ansetzen musst, also kümmere dich darum. Alles andere wird sich zeigen. Es ich wichtig, dass du JETZT die Weichen richtig stellst für deine ZUKUNFT, denn darauf kannst du Einfluß nehmen.

    Man kann sich ja bezüglich der Pflege beraten lassen.

    Hier würde es Sinn machen wenn die Beratung im Haus stattfindet.

    Da könnte dann auch mal geklärt werden wieso die Te als Pflegekraft nicht das volle Pflege Geld erhält.

    Das kann es ja nicht sein, dass sie schuftet und der Vater das Geld erhält.

    Bekommt der Opa Rente? Die Frage hast du nicht beantwortet. Oder weisst du das nicht?


    Ganz ehrlich sehe ich ganz andere Probleme bei einer Bewerbung als eine Lücke im Lebenslauf: Du kannst nicht deutlich kommunizieren, lässt dir alles gefallen, findest Ausreden anstatt Lösungen und wirst schnell wütend.


    Du solltest erstmal ein paar Fakten sammeln und dann überlegen, wie du vorgehst. Rumjammern, wie schlimm alles ist, aber jegliche Vorschläge ablehnen wird dich einer Lösung nicht weiterbringen.

    Der Opa ist Besitzer eines Eigenheims. Sofern er es nicht geerbt hat muss er gearbeitet haben um die Raten an die Bank zahlen zu können.

    Ich vermute daher dass er eine Rente bekommt.

    Vor Einführung des Pflegegeldes war es üblich dass Angehörige die die alten Leute pflegten quasi als Lohn über die Rente verfügen konnten

    Da wurde in der Familie beratschlagt wer den Opas oder Omas Pflege übernehmen kann und dafür über die Rente verfügen kann.

    Ich bin heute echt kurz davor meine Koffer zu packen und zu gehen.

    Ich kann das nicht mehr und wie es weiter so geht, werde ich das auch machen und hier weg fahren.

    Ich ernte von meinem Umfeld nichts als Undankbarkeit für eine Aufgabe, die nicht meine ist.


    Heute war der Bruder meiner verstorbenen Oma da samt Frau.

    Fragt der mich ernstens, warum ich mein Studium nicht beendet habe und wie lange ich noch studieren will, obwohl er weiß, dass ich meinen Opa pflege.

    Hallo? Ich dachte jetzt hauts mich aus den Schuhen.


    Statt dass respektvoll mit mir umgegangen wird, ernte ich vom Umfeld nichts als Undankbarkeit.

    Der Opa könnte ja alles selbst.

    Ach ja? Kochen, ihn anziehen, den Haushalt, seine Haare schneiden, einkaufen und alles was noch ansteht macht er selbst oder wie? Ich glaub bei denen hackts.

    Sofort in die Tat umsetzen!! De haben echt nichts gerafft.

    Hast du etwas Erspartes? Dann gönn dir 2-3 Tage in einem Wellnesshotel.

    Zitat

    Dann gönn dir 2-3 Tage in einem Wellnesshotel.

    Ja, ein bisschen. Nicht viel, aber für 3 Nächte sollte es reichten. Eigentlich hätte ich da richtig Bock drauf grad. Ich werd mich mal informieren.

    Ist ne gute Idee.

    Zur Not tuts auch ein Zimmer in einem billigen Hotel Garni in der nächsten Großstadt.

    Das mit dem Opa beim Onkel abliefern meinte ich übrigens Ernsthaft.

    Soll sich doch die Schwiegertochter kümmern.

    Schreib doch mal auf, was und wieviel du jeden Tag für den Opa machst.

    Also so was wie ein Pflegetagebuch und das legst du dann deinem Vater dem Onkel.vor.

    Vielleicht öffnet ihnen dass dann die Augen.

    Die wissen gar nicht wiie viel Stunden Opas Pflege in Anspruch nimmt.

    wut kann ein sehr gutes Mittel sein um sich selbst zu helfen. Und Du siehst endlich deine Bedürfnisse.


    Der Opa sollte vorher gut untergebracht werden, da stimne ich zu. Lass dich nicht abbringen. Ich finde auch, dass deine verwandten live erleben sollten, was die Pflege bedeutet.


    Jeder Mensch hat ein Recht auf Urlaub. Und den möchtest Du nun . Gut so