• Kindergeld - wer bekommts?

    Hallo, vielleicht kennt sich ja jemand aus. Ich bin gerade dabei den Kindergeldantrag für unser erstes Kind vorauszufüllen und hake daran, ob jemand zu dem das Kind in Kindschaftsverhältnis steht im öffentlichen Dienst arbeitet. Tatsächlich habe ich einen Minijob im öffentlichen Dienst und mein Freund ist vollbeschäftigt im öffentlichen Dienst. Wir…
  • 43 Antworten

    Warum vereinbart ihr nicht einen Betrag x, den dein Partner dir als Dauerauftrag jeden Monat fürs Kind überweist?


    Mit allen Lebensmitteln und allen Dingen fürs Kind wirst du kaum mit den 500€ auskommen. Also Kindergeld plus Elterngeld.


    Außer, du rationierst das Essen. Davon ist er dann aber gleichermaßen betroffen.

    Zitat

    Mit allen Lebensmitteln und allen Dingen fürs Kind wirst du kaum mit den 500€ auskommen. Also Kindergeld plus Elterngeld.

    Wieso sollte man mit 500 € nicht auskommen? Reicht dicke. Gruß, eine arme Kirchenmaus ;-)

    Zitat

    Sobald ich fertig studiert habe, was sich natürlich durch das Kind nun etwas verzögert, habe ich auch eigenes Geld.

    Genau. Du kümmerst dich um euer Kind und legst dafür dein Studium auf Eis. Natürlich hast du dadurch also einen finanziellen Nachteil und er nicht.


    Wenn ihr gemeinsam ein Kind bekommt und du dafür zurücksteckst, ist es seine Aufgabe, das auszugleichen, wenn es ihm möglich ist.

    Zitat

    Und ich verstehe deine Gedanken was das "auf dem Geld sitzen" angeht, allerdings sind wir schon recht lange zusammen und ich habe inzwischen akzeptiert dass es einfach viel Druck der Familie gibt, da wir aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen kommen.

    Tapfer! Ich hätte mit einem hörigen Muttersöhnchen ein Problem...

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    Natürlich kann man mit sehr wenig auskommen. Tu' ich auch. Nach Abzug der Miete bleiben mir auch noch gute 500-600€, damit kommt man sogar in einer teuren Großstadt samt Hund über die Runden. Große Sprünge sind bei so einem Budget aber nicht drin.


    Und wenn der Partner aus einer geldigen Familie kommt, wird er vermutlich einen eher teureren Lebensstandard pflegen als ich. Oder vermutlich auch als du, Springchild ;-D

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    Genau. Du kümmerst dich um euer Kind und legst dafür dein Studium auf Eis. Natürlich hast du dadurch also einen finanziellen Nachteil und er nicht.


    Wenn ihr gemeinsam ein Kind bekommt und du dafür zurücksteckst, ist es seine Aufgabe, das auszugleichen, wenn es ihm möglich ist.

    Sehe ich auch so :)z

    Zitat

    Und wenn der Partner aus einer geldigen Familie kommt, wird er vermutlich einen eher teureren Lebensstandard pflegen als ich. Oder vermutlich auch als du, Springchild ;-D

    Eben. Das meine ich.


    habt ihr schon überlegt wer dann die Kinderbetreuung zahlt wenn du wieder studierst?

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    Zitat

    Aber wenn es sowieso so ist, dass immer der besser verdienende das Kindergeld bekommt dann hat sich meine Frage ja erübrigt.

    Das stimmt so pauschal einfach nicht.


    Es erhält der das Kindergeld, der im ÖD arbeitet, weil die eine eigene Kindergeldkasse hat. Sind beide im ÖD, kann man sich das aussuchen. Aber der, der das Kindergeld bekommt, erhält auch den Kinderzuschlag zum Gehalt.


    Nachzulesen z.B. hier: Ortszuschlag

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    Ich finde es auch okay und der Anwalt meinte gerade bei solchen standesübergreifenden Hochzeiten sei ein Ehevertrag völlig normal.

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    Ich kann halt noch nicht einschätzen ob mir das Elterngeld dann reicht. Wie gesagt, er würde mir was geben wenn ich frage -

    Zitat

    In jedem Fall, aber ich bin diejenige die zuhause ist und mit 300 Euro Elterngeld einkaufen etc muss

    Wenn ich dies hier lese, wird mir ehrlich gesagt übel. Du lässt dich ja jetzt schon völlig unterbuttern.


    Ehevertrag ist ja ok, aber das er in Saus und Braus leben wird, während Du jeden Cent 3x umdrehen musst, nur weil Du aus anderen Verhältnissen stammst, geht in meinen Augen gar nicht. Was beide zum täglichen Leben zur Verfügung haben, sollte schon ausgeglichen sein. Und fragen müssen, solltest Du schon gar nicht.


    Du solltest den Vertrag unbedingt von einer unabhängigen Person mit gesundem Menschenverstand prüfen lassen. Das muss erst mal kein eigener Anwalt sein.

    Ehrlich gesagt würde ich unter solchen Umständen nicht heiraten wollen. Das klingt alles sehr lieblos in meinen Ohren. Bloß kein Risiko eingehen...


    Dass Familienvermögen geschützt wird, ist ja in Ordnung, das kann ich noch nachvollziehen. Aber solche Dinge wie "keine Unterhaltspflicht mehr, wenn das Kind 3 ist" würde ich nicht unterschreiben wollen.


    Du bist noch im Studium, hast noch keinen Job, in den Du nach der Erziehungszeit zurückkehren kannst. Du musst dann einen Job finden, der mit den Betreuungszeiten vereinbar ist. Du hast in den Jahren bis dahin beruflich auch zurückgesteckt, um für das GEMEINSAME Kind da zu sein. Du weisst nicht, wie sich das Kind entwickelt, ob das so locker machbar sein wird, es mit 3 in einer kompletten Tagesbetreuung unterzubringen. Und und und...


    Es geht nicht darum, sich auszuruhen und aushalten zu lassen, aber mit Kind und Heirat geht man eine Partnerschaft ein, die auch eine Solche dann sein sollte.


    Ich wünsche Dir alles Gute! @:)

    Zitat

    Dass Familienvermögen geschützt wird, ist ja in Ordnung, das kann ich noch nachvollziehen. Aber solche Dinge wie "keine Unterhaltspflicht mehr, wenn das Kind 3 ist" würde ich nicht unterschreiben wollen.

    Sie schrieb, dass das den gesetzlichen Regelungen entspricht... Heutzutage muss der Mann nicht mehr bis zum Sankt Nimmerleinstag seine Ex durchfüttern... Ist das Kind 3, kann man durchaus von der Frau verlangen, wieder arbeiten zu gehen... Also das wäre nun für mich der am wenigsten problematische Punkt an der ganzen Sache...

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    Das klingt alles sehr lieblos in meinen Ohren.

    Hier geht es um nunmal die finazielle Situation, wenn das Kind da ist und nicht um einen romantisches "Wie mir mein Mann jeden Tag zeigt, wie sehr er mich liebt"-Thema. Eheverträge sind von der Sache her nicht romantisch, trotzdem muss das Vorhandensein eines solchigen nicht automatisch mit einer lieblosen Beziehung einhergehen ;-)

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    Ich kann halt noch nicht einschätzen ob mir das Elterngeld dann reicht. Wie gesagt, er würde mir was geben wenn ich frage -

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    In jedem Fall, aber ich bin diejenige die zuhause ist und mit 300 Euro Elterngeld einkaufen etc muss

    Was ich nicht verstehe - wenn man eh schon zusammensitzt, die Finanzen sortiert und Regelungen festlegt - warum spricht man dann nicht auch über die derzeitige finanzielle Aufteilung?


    Das ist ja nichts unnormales (gerade wenn ein Elternteil gerade noch im Studium ist), dass derjenige, der Zuhause ist, kaum Einnahmen hat, sich aber in vielen Fällen größtenteils um Einkäufe kümmert. Warum nicht also auch besprechen, wie es finanziell laufen kann, wenn das Kind da ist? Wie der steuerliche Vorteil durch die Hochzeit genutzt wird?


    Finde es eher komisch, dass zwar mit Anwälten über den Fall der Trennung gesprochen wird, nicht aber gemeinsam über das alltägliche Zusammenleben.

    Zitat

    Wenn ich dies hier lese, wird mir ehrlich gesagt übel. Du lässt dich ja jetzt schon völlig unterbuttern.


    Ehevertrag ist ja ok, aber das er in Saus und Braus leben wird, während Du jeden Cent 3x umdrehen musst, nur weil Du aus anderen Verhältnissen stammst, geht in meinen Augen gar nicht. Was beide zum täglichen Leben zur Verfügung haben, sollte schon ausgeglichen sein. Und fragen müssen, solltest Du schon gar nicht.

    Naja, ich glaube nicht dass es ganz so sein wird. Vielleicht habe ich das etwas zu drastisch geschildert. Es ist ja jetzt schon so, dass er zB bezahlt wenn wir essen gehen, in die Therme oder sonst etwas gemeinsam machen. Einfach weil er verdient und ich nicht.


    Es ist auch mehr mein Wunsch nach einer gewissen Unabhängigkeit, dass ich gern möglichst wenig extra noch nach "ich brauch nochmal nen Hunderter zum Einkaufen" fragen möchte...ich finde das unangenehm und es wäre mir einfach lieber, wenn ich meinen Alltag ohne extra Geld von ihm bestreiten könnte. Wenn ich wollen würde, dass er mir jeden Monat etwas überweist würde er das sicher tun wenn ich darum bitte. Aber ggf wäre dann das von ihm mal vorgeschlagene Haushaltskonto noch die bessere Lösung.


    Wenn er dann in Elternzeit ist hat er ja auch weniger Geld, das Elterngeld ist ja gedeckelt. Da dreht sich der Spieß dann ja nochmal um und das Elterngeld wird gerade die Fixkosten decken und der Rest von seinem Sparkonto kommen.

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    Dass Familienvermögen geschützt wird, ist ja in Ordnung, das kann ich noch nachvollziehen. Aber solche Dinge wie "keine Unterhaltspflicht mehr, wenn das Kind 3 ist" würde ich nicht unterschreiben wollen.

    Das müsste ich auch gar nicht, denn das ist die gesetzliche Vorgabe! Sobald das Kind 3 ist bekommst du nichts mehr, wenn keine besonderen Umstände vorliegen (Behinderung des Kindes etc). Wir haben es halt so übernommen, dass wir darüber keine extra Vereinbarung treffen sondern hier der übliche gesetzliche Rahmen gilt.


    Einzig zusätzlich: mein Freund würde mir für meine daheim gebliebene Zeit aber noch 50% seiner Anwartschaftspunkte überlassen, damit mir kein Rentennachteil entseht. Das hatte der Anwalt vorgeschlagen, an sowas hatten wir beide gar nicht gedacht dass die Rente ja auch betroffen ist.

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    Was ich nicht verstehe - wenn man eh schon zusammensitzt, die Finanzen sortiert und Regelungen festlegt - warum spricht man dann nicht auch über die derzeitige finanzielle Aufteilung?

    Ich weiß nicht, ist das üblicherweise Bestandteil eines Ehevertrags? Ich dachte immer, da geht es nur darum Streit bei einer Trennung zu vermeiden und vorher alles zu klären.


    Wie gesagt, eine gewisse Aufteilung haben wir ja...wenn wir gemeinsam unterwegs sind zahlt er, genau wie Miete, Auto, unsere Versicherungen., die Tagesmutter in der Zukunft..ich zahle das, was ich alleine erledige halt logischerweise. Und würde das auch gern ohne abends zu ihm zu kommen und um eine Überweisung zu bitten.


    Er hatte auch mal vorgeschlagen einfach ein Haushaltskonto zu machen, von dem dann alles bezahlt wird. Wollte ich eigentlich nicht, aber vielleicht wäre es doch die beste Lösung bis ich selbst Geld verdiene.


    Aber meine Frage betraf ja eigentlich das Kindergeld. Den Rest werden wir schon nach und nach regeln, Stück für Stück, und ich bin sicher dass am Ende keiner von uns beiden benachteiligt ist (das betont er auch immer, dass es dem Kind auch nach Trennung nie an etwas fehlen soll). Und da rufe ich heute jetzt nochmals die Familienkasse an, vielleicht ist heute ja endlich mal ein Durchkommen möglich!

    Zitat

    Ich weiß nicht, ist das üblicherweise Bestandteil eines Ehevertrags?

    Da habe ich mich doof ausgedrückt.


    In den Ehevertrag kommt das, was ihr für die jetzige Situation plant, eher nicht rein. Aber wenn ihr eh derzeit über Finanzen redet, wäre es ja eigentlich passend, auch über die jetzige Situation zu reden.


    Haushaltskonto finde ich persönlich gut, weil es nunmal ein gemeinsamer Haushalt ist und nicht einer, nur weil er häufiger beim Supermarkt vorbei kommt, mehr zahlt als der andere.

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    Zitat

    Es ist auch mehr mein Wunsch nach einer gewissen Unabhängigkeit, dass ich gern möglichst wenig extra noch nach "ich brauch nochmal nen Hunderter zum Einkaufen" fragen möchte...

    Dann ist vielleicht die Zeit während des Studiums eh nicht die beste gewesen, um ein Kind zu bekommen? Da kann man nun mal nicht selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen und das wird deinem Freund sicher bewusst sein.

    Zitat

    Er hatte auch mal vorgeschlagen einfach ein Haushaltskonto zu machen, von dem dann alles bezahlt wird. Wollte ich eigentlich nicht, aber vielleicht wäre es doch die beste Lösung bis ich selbst Geld verdiene.

    Klingt vernünftig, finde ich. Ständig Geldsorgen zu haben und betteln zu müssen ist auf jeden Fall belastender, als sich einfach damit abzufinden, dass er eben mehr zahlt, während du mit eurem Kind zuhause bleibst.

    Für mich wäre so eine Beziehung wie ihr sie habt auch nichts. Wir sind auch nicht verheiratet hab aber gleich Ne ec Karte vom Konto meines Freundes bekommen. Eben damit ich nicht betteln muss und mit meinem elterngeld kann ich halt nicht meine "Luxusartikel" plus Sachen fürs baby und unsere Lebensmittel finanzieren. Das war aber klar und auch nie ein großes Thema.


    Kindergeld geht Auf mein Konto. Wird aber Auf Seite getan und für spätere Unternehmungen mit dem kleinen genutzt.

    Du wirst fallen, sehr tief fallen!


    Du siehst das alles sehr naiv und bist extrem verständnisvoll diese, extrem abartigen Verhalten dir gegenüber.


    Mein Tipp:


    Trennung , alleiniges Sorgerecht (was er aber beantragen kann), Kind bekommt deinen Nachnamen.


    Er zählt Unterhalt und kann sich mal Gedanken machen, ob das alles so richtig ist, wie er mit dir umgeht.


    Das ist nur der Anfang , seine Familie wir dir das Leben zur Hölle machen, wenn das Kind erstmal da ist. Ich habe das selbst alles durch.


    Und in 1-2 Jahren schreibst du hier: Mein Mann und seine Familie wollen mir mein Kind weg nehmen und haben beste Chancen, weil die alles haben und ich vor dem nichts stehe.


    Viel Erfolg .


    Meine eigene Erfahrung und Instinkt sagen: das wird noch eskalieren.

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