ich kann benutzerin sehr gut verstehen. es geht darum, den anderen nicht das anzutun, was einem selber stört. vermeidbares termindruck im job zb. wenn ich genug einfluss habe, dann reproduziere ich nicht, was mir selbst angetan wurde. oder die waschmaschine in einem haus mit tramdecken, wo man jeden schritt des nachbarn hört/spürt zu zeiten betreiben, wo es enicht so störend ist. (zb. am frühen nm bis maximal 19 uhr), nicht bzw. nur das allernotwendigste zu telefonieren in der u-bahn und zug, weil da die grundgeräusche so laut sind, dass man laut sein muss...


    >Und was die Balkonschreierei angeht<


    aha, interessant: die dürfen (auch erwachsene) brüllen, ich nicht. wie ich schon schrieb, saßen die erwachsenen ebenfalls im garten und tranken - das tor wäre weniger das problem als meine unlust alleine einer gruppe von etwas angeheiterten gegenüber zu treten. da ist me. keine vernüftige diskussion möglich.


    fazit dieser diskussion: die, die mehr rücksicht und weniger lärm wollen sind wohl immer übersensible nervensägen und selber schuld.


    den ratschlag: lärm erdulden und die stille geniessen von kleio (hoffe, richtig gemerkt) finde ich gut. dennoch: woher hat man die garantie, dass der lärm dann nicht überhand nimmt?


    insofern sollte es darüber auch immer diskussionen bzw. aushandlungsprozesse geben...

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    ich kann benutzerin sehr gut verstehen. es geht darum, den anderen nicht das anzutun, was einem selber stört.

    Aber da fehlt doch einfach eine Transferleistung. ":/ ":/ Es fehlt einfach die Einsicht das es andere vielleicht gar nicht verletzt, nicht stört, die sich aber durch anderes, den ständigen Wunsch der anderen nach Ruhe zum Beispiel, genauso gestört fühlen können wie man selbst sich durch den Lärm. So wie es Menschen gibt die Termindruck brauchen um effektiv arbeiten zu können. Ist doch nicht jeder gleich. ":/ ":/

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    zu zeiten betreiben, wo es enicht so störend ist. (zb. am frühen nm bis maximal 19 uhr), nicht bzw. nur das allernotwendigste zu telefonieren in der u-bahn und zug, weil da die grundgeräusche so laut sind, dass man laut sein muss...

    Hier auch. Vielleicht arbeiten andere Menschen aber nachts und dann stört es die wenn man am Tag wäscht? Vielleicht stört andere das Schweigen in einer U-Bahn weil andere Lesen und aufs Handy schauen, fühlen sich in dem Schweigen undwohl und begegnen dem mit der Telefoniererei? Oder sie kompensieren damit, wie eine Bekannte von mir, eine ziemlich ausgeprägte Raumangst, weshalb sie nonsense am Telefon palppert um üben zu können.


    Ich kann doch nicht das was ich angenehm oder unangenehm finde als gegeben für alle Menschen nehmen. Die Anderen mögen ganz andere Bedürfnisse haben als ich.

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    aha, interessant: die dürfen (auch erwachsene) brüllen, ich nicht.

    Na, du hast ja erst runtergebrüllt, da antworten sie halt, ignorieren wäre auch unhöfflich. Aber darum geht es ja auch nicht. Ich schreibe nicht denen sondern dir. Denen hätte ich gesagt das sie sich mal fragen können ob sie wirklich sehr laut sind. Da du hier aber Adressat bist geht es halt in erster Linie um das was du tun könntest um die Situation elegant zu lösen.

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    fazit dieser diskussion: die, die mehr rücksicht und weniger lärm wollen sind wohl immer übersensible nervensägen und selber schuld.

    Nö, aber mir fehlt in diesem Fall die Einsicht das man mit seinem Bedürfnis nach Ruhe die anderen ebenso einschränkt wie die das mit dem Lärm tun. Das Ruhe eben kein alles schlagendes Bedürfnis ist, sondern anderen, gleichberechtigten Bedürfnissen, gegenüber steht.


    In einem anderen Fall würde ich einem lärmenden Menschen auch darauf hinweisen das dem eigenen Bedürfnis ein Bedürfnis nach Ruhe gegenüber steht.

    Ich bin der Meinung dass Ruhe, sofern man in einer Stadt lebt, einfach nicht der Normalzustand ist.


    Es fahren Autos, es fahren Züge, es läuten Glocken, es diskutieren Menschen, es spielen Kinder, es bellen Hunde, es schnattern Enten....


    Das ist ganz normal.


    Natürlich ist Rücksicht wichtig und gehört dazu. Ich kenne niemanden (außer unserem Nachbarn ]:D ), der sich nicht zumindest redlich um Rücksicht bemüht.


    Aber Kinderlärm gehört zum Leben einfach dazu.


    Ich toleriere lieber Kinderlärm als all die anderen Lärmquellen.

    Ich finde, Kinderlärm ist dann ok, wenn er ausblendbar ist. In meinem Fall: die Kinder der Nachbarn können im angrenzenden Garten gerne spielen, schreien, quäken oder auf nem Trampolin springen. Dann mache ich das Fenster zu, schwitze mir im Hochsommer was zusammen, aber ich habe meine Ruhe. Wenn aber die Beschaffenheit des Hauses (Schallschutz Fenster, Wände, Decken etc.) es nicht hergibt bzw. Kinder in der Wohnung gehalten werden, wo sie sich 12h/Tag via Ball & Co. bespielen können, dann ist für mich Kinderlärm nicht hinnehmbar und wird von mir in keinster Weise tolleriert. Und wer meint, dass man Kinder nicht bremsen kann, der ist einfach nur nicht gewillt, seine Kinder zu erziehen. Es muss nicht salutieren können, aber es ist machbar, frühzeitig Dinge zu vermitteln, die mit einer vernünftigen Erläuterung und Geduld durch die Eltern einhergehen. Aber bei der Geduld scheint es ja oftmals schon zu scheitern.

    Keine anderen Geräusche stören mich so sehr wie Menschengeräusche und Kindergeräusche sind dann nochmal die Krönung davon - oder anders gesagt: die Wahrscheinlichkeit, mich an ihren zu stören ist sehr viel höher, weil ich andere Geräusche weitaus besser ignorieren kann bzw. irgendwann nicht mehr höre.


    Ich denke, das ist ja auch sinnvoll und erklärlich, so im Sinne von sozialen Wesen und die Laute anderer Menschen sind eben wichtiger und werden stärker registriert als Autolärm o.ä. Ich habe in Leipzig auch direkt an einer Straßenbahnhaltestelle gewohnt, das Gebimmel und die andere Geräusche der Straßenbahn habe ich schnell nicht mehr wahrgenommen, aber ein Kinderlachen oder -schreien schießt direkt ins Hirn und schreit ACHTUNG! Da kann ich mich gar nicht gegen wehren.


    Hundebellen genauso. Katzenlaute noch mehr. Ist mMn alles eher eine Frage der naturgegebenen Verkabelung + Prägung/Gewöhnung, weniger des Willens. Man kann sich aber schon auch verrückt machen, indem man sehr viel negative Assoziationen zu einem Geräusch oder einer Geräuschquelle aufbaut und dann verstärkt sich das selber. Deswegen versuche ich möglichst irgendeine positive Erklärung/Rechtfertigung für - um beim Thema zu bleiben - Kinderlärm zu finden und mir selber vorzusagen, dann nervt er zumindest bei mir ein bisschen weniger. Also nicht "Diese unerzogenen Bratzen killen sich mal wieder gegenseitig", sondern mehr so "Ah, wie schön, aktive Kinder, die miteinander spielen, ach, das war gerade bestimmt ein Lachen, kein Todesschrei, das ist doch nett". :-X %:| Klappt super.

    a.fish


    Vielleicht fängst du noch vorher an und nennst es besser: Kindergeräusche? Mich hat hier was anderes verrückt gemacht, das asthmatische Husten meiner Nachbarin nämlich, welches mir in einer Tour signalisierte das dort jemand stirbt. Jetzt. Ich also zur Hilfe eilen muss. Immer abends wenn sie sich hinlegt, so gegen zehn, gehts los und dauert eine Stunde an. Seit ich es nicht mehr als Lärm sondern als Geräusch klassifiziere ist es erträglicher. Ich würde kein Lied daraus komponieren, aber der Notfall-Alarm springt nicht mehr an.


    Bei Kindern kommt bei mir was ganz anderes zum Tragen: Ein Schrei - ich lausche - zum Glück keines von meinen - ich lehne mich entspannt zurück. Glück gehabt, wer anders muss aufstehen und nach seiner Brut schauen. ]:D ]:D ]:D

    Zitat

    es geht darum, den anderen nicht das anzutun, was einem selber stört.

    Tja, und genau so funktioniert soziales Miteinander nicht, sondern es kommt zu Schwierigkeiten. Der Punkt ist doch genau der, bei Verhaltensweisen, die den einen stören, den anderen nicht, Kompromisse zu finden, indem man sich auch mal in die Welt des anderen reindenkt und -fühlt. Deine Einstellung ist mir da viel zu simpel.

    Kindergeräusche kann ich relativ gut wegstecken, bin ich durch die Arbeit gewöhnt, aber wo iCh nervös und aggressiv werde, ist wenn unsere Katze mich permanent anplärrt. Das ist richtig schlimm für mich. Die denkt bei jeder Bewegung, ich will ihr was zu essen machen. Ich hasse es.