• Kollege mit "komischen" Krankheiten

    Hallo ihr Lieben, diesmal hätte ich eine Frage zum Verhalten eines Kollegen. Also das ist einer den mn in Österreich als Dampfplauderer bezeichnen würde. Viel warme Luft also. 37Jahre. Hyperaktiv wie ein Kind mit ADHS. Nennt sich Projetmanager...Hust....Keine Ahnung warum der eingestellt wurde. Er bekommt einfach nichts auf die Reieh. Ich weiß er…
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    Ja, nach einem rechtzeitig gecoilten Aneurysma geht es einem so gut, dass man durchaus zwei Tage später bei der Arbeit erscheinen kann

    Kennst du jemanden, der wirklich so fit danach war? Durch eine Selbsthilfegruppe kenne ich viele mit gecoiltem A. - niemand war danach so schnell so fit. Vor allem der Psycho-Stress haut einen doch etwas um, letztendlich ist das Schlaganfallrisiko unter der OP nicht unerheblich, der Gedanke, dass da jemand in deinen Hirnaterien unterwegs ist, ist einfach gruselig, Monika Lierhaus ist eben bei genau dieser OP zu dem geworden, was sie heute ist. Also von quitsch-fidel und munter auf den Beinen kurz nach dem Eingriff war bei keinem, den ich kenne, die Rede.....

    Zitat

    Außerdem hat man sicher nicht nur den leistenzugang, sondern auch einen in der armbeuge für normale Medis und den meine ich auch.... ich krieg von den Dingern nämlich immer riesige blaue Flecken.

    natürlich hat man auch noch andere Zugänge, ein Coiling wird in Vollnarkose gemacht, und die Anästhesie geht nicht über die Leiste ;-)

    Die Kruemi

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    Kennst du jemanden, der wirklich so fit danach war?

    Ja, ich kenne jemanden so einen Patienten und war quasi dabei. Der Psychostress war schlagartig vorbei, als ein Spezialist sich ans Coiling gewagt hat und das A. vom Blutstrom abgegeschnitten hat. Das Leistenhämatom war schon ansehnlich und in den ersten Tagen hinderlich, aber im Kontext zu vernachlässigen. Kopfschmerzen und andere Nachwirkungen gab es nicht.


    Es tut mir leid, dass Du andere Erfahrungen machen musstest!


    Monika Lierhaus hatte übrigens die andere Methode, nämlich eine Clipping-OP.

    Xirain

    Zitat

    Außerdem hat man sicher nicht nur den leistenzugang, sondern auch einen in der armbeuge für normale Medis und den meine ich auch.... ich krieg von den Dingern nämlich immer riesige blaue Flecken.

    Ach, das ist doch nur ein Pieks. Durch den Zugang an der Leiste werden Stents, Katheter und die Titan-Mini-Spiralen eingeführt.

    Zitat

    Und ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich so ne aneurysma erfahrung nie machen musste.

    Und hoffentlich bleibt das auch immer so!! :)*

    Zitat

    Es tut mir leid, dass Du andere Erfahrungen machen musstest!

    Danke! Ja, mir ging es so doof danach, dass ich seitdem das 2te Cipping vor mir her schiebe.....es kommt wohl auch auf die Größe an, meines hatte einen Durchmesser von knappüber 2 cm, durch die "Coil-Füllung" hat sich das Gewicht dezent verändert und dadurch auch dezent die Position-das kam einem inneren SHT gleich.

    Zitat

    Ach, das ist doch nur ein Pieks. Durch den Zugang an der Leiste werden Stents, Katheter und die Titan-Mini-Spiralen eingeführt.

    Von diesen süßen Pieksen brauch ich meist 4 oder 5 ehe sie einen Zugang haben ;-D Letztes mal waren meine ganzen Arme blau...


    Aber ja diese andren von der Leiste kenn ich von meinem Vater...der bekam nämlich Stents wegen Herzinfarkt, aber ehrlich gesagt war der danach auch nicht sofort wieder fit ":/


    Ich weiß nicht, wenn jemand so offen über seine Erkrankung spricht, frag ich halt auch ganz offen... mich interessiert dann auch wie sowas abläuft. Bin da wohl neugierig.


    Und mir ist es auf Arbeit auch echt lieber, wenn die Leute nachfragen und mit mir reden, statt irgendwelche bekloppten Gerüchte in die Welt zu setzen a la "der simuliert doch nur" oder "der denkt sich irgendwas aus"

    Ich finde, du solltest dich schlicht professionell verhalten:


    * sein Privatleben außen vor lassen (Ehe geht auseinander)


    * seine Gesundheit eben so (nenn es einfach Fehlzeiten)


    * deine Sicht auf ihn auch weglassen ("Dampfplauderer", "Narzist", all solche Einschätzungen) - da scheint kein gutes Licht auf dich


    * seine arbeitsvertragliche Situation ebenso - Personalentscheidungen treffen andere


    * also sollte er für dich ein Mitarbeiter sein, der eben die Aufgabe eines Projektleiters hat. Mit ihm werden Absprachen getroffen über Arbeitsleistung und Termin und auch schriftlich dokumentiert. Seine Aufgaben als Projektleiter soll er den Leuten im Projekt erklären, damit klar wird, was sein Anteil ist.


    * erweist er sich als unzuverlässig, oder oft krank, machst du ein 4-Augen-Gespräch mit dem Chef und schilderst dem deine Sicht der Lage. Aber nicht das persönliche, sondern dass er seine Rolle als Projektleiter nicht erfüllt (Verhalten, Fehlzeiten) und du damit Risiken siehst: ein Risiko für den Erfüllungstermin des Projektes, ein Risiko für Gesamtbudget des Projektes. Außerdem dort neutral anbringen, dass damit eben andere derzeit die Projektleiter-Rolle ausfüllen, was aber nicht deren Aufgabe ist und dann fragst du den Chef, wie du deine Aufgaben priorisieren sollst, also was dafür ab sofort entfällt. Damit ist der Chef informiert und der Druck geht nach oben an den neuen Chef. Der Rest ist seine Chefsache, wie er das handhaben will. Am Ende bittest du darum, dass du einen Termin bekommst, bis wann die Entscheidung des Chefs gefallen sein wird, welche Aufgaben dafür bei den anderen Mitarbeitern (die nun PL-Aufgaben mit machen), zurückgestellt werden und wie der Chef neu priorisieren will. Überstunden kannst du eh nur aufbauen, wenn du einen konkreten Auftrag dazu hast, der zeitlich beschränkt sein muss und eine bestimmte Zwangslage abdeckt.


    Also eine ganz normale Eskalation. Sachlich und ohne große Emotionen. Und ohne persönliche Herabsetzungen, sondern an der Arbeitsleistung orientiert, und an den Risiken für das Unternehmen.

    Ich will euch mal ein bisschen mehr von diesem "Kollegen" erzählen. Damit ihr ein richtiges Bild bekommt. Zu den Mobbing Vorwürfen. Ihm wirft keiner etwas vor. ABER wir machen uns halt untereinander Gedanken. Also werter Kollege, war vor knapp 10 Jahren im selben Team wie die anderen Kollegen. Im IT Support. Ich bin und war wie er auch und die anderen, externer Mitarbeiter. Freelancer. Er hat damals absolut nix gemacht und wir mussten da schon immer seinen Scheiß mit machen. Das bemerkte der damalig Chef aber auch. Und irgendwann, so nach 1 Jahr, wurde er nicht mehr verlängert. Er ist gelernter Koch....


    Nix gegen Köche. Ich wünschte zu können was die drauf haben.


    Dann nach 10 Jahren wird er vom selben Chef plötzlich als, so und nun kommt es, Projektleiter eingestellt. Tagessatz 420€. Wobei er Tag teilweise mit 2-3h definiert. Er hat sich aber in dem Bereich auch nicht weiter gebildet. OK, er hat Bitcoin Mining gemacht. Aber das hat nix mit Alltags IT zu tun.Vorher Helpdesk und nix aber auch gar nix getan. Und nun Projektleiter. Leider hat er davon noch weniger Ahnung. Er hat seit einem Jahr praktisch nichts wofür er eingestellt wurde auf die Reihe bekommen. Lediglich Elektroschrott hat er erfolgreich ;-D weg gekarrt. Wenn er das könnte wofür er eingestellt worden ist wäre es uns anderen eine riesen Hilfe.


    Und nein es ist kein Neid. Wir anderen verdienen ähnlich. Und wir gönnen es ihm. Nur verarschen wollen wir uns nicht lassen. Nochmals zu den Mobbing Vorwürfen. Wir lassen ihn komplett in Ruhe. Wir müssen ihn nur manchmal bitten mit dem Geklopfe auf dem Schreibtisch aufzuhören. Es nervt. Seine Sprüche zwar auch, aber das kenne wir nicht anders.

    Übrigens habe ich das alles nur erwähnt weil es ein Anonymes Forum ist. Und natürlich werde ich dann sagen das er ein Narzist ist. Warum nicht? Ausser mir kennt ihn hier doch niemand. Und ihm gegenüber verhalten wir uns fair.

    Der Kollege kann seine Krankheiten ausschmücken so viel er will, weil er nicht verpflichtet ist, Euch die Wahrheit mitzuteilen.

    Zitat

    Ihm wirft keiner etwas vor.

    Deine Wortwahl lässt auf anderes schließen.

    Zitat

    ABER wir machen uns halt untereinander Gedanken.

    Nein ihr tratscht einfach nur.


    Wenn ihr Eure Arbeit ohne den Kollegen nicht schafft, bleibt sie liegen.


    Es ist Sache Eures Chefs, da Veränderungen herbeizuführen.

    Ich finde dein "wir" deplatziert, und deine ausführlichen Beschreibungen über deine Sicht auf sein Werden oder seine Leistung. Du beschreibst dich als Freelancer, also 1-Mann-Unternehmer. Hier brauchst du dann eben einen Weg, der sich auf die Verträge beruft. Deine Beauftragung wird ja beschreiben, was deine Aufgabe ist, wie du abrechnest und mehr machst du eben nicht, oder halt gegen gesonderte Beauftragung. Gleichzeitig ist diese Beauftragung die Grundlage, dass du deinem Auftraggeber Risiken nennen musst, die dir die Erfüllung der bei dir beauftragten Aufgaben erschweren. Und diese Risiken so früh wie möglich.


    Die Bezeichnung "Chef" oder "Kollege" ist ja dann schon an sich nicht so passend. Sondern du hast Auftraggeber und du hast weitere indirekte Geschäftspartner, die parallel beauftragt sind. Gegenüber deinem Auftraggeber nennst du halt deine Risiken und schreibst da Zahlen dran (z.B. Mehraufwände bei dir), aber nicht den ganzen persönlichen Kram. Nur so behältst du einen professionellen Fokus, und gleitest nicht ins Persönliche und Peinliche ab.


    Fremde Tagessätze oder Arbeitszeiten sind an sich nix, was irgendwo hin gehört und auch höchst subjektiv. Und bei Werkverträgen auch schnuppe, bei Dienstleistungsverträgen nicht, aber da ist die Zeiterfassung für dritte Auftragnehmer nicht dein Bier. Seine Bildung ist auch egal. Du solltest also ganz rational nennen:


    * für folgende Aufgaben ist der PL beauftragt: und dann auflisten. Das musst du wissen, weil nur in Summe die Aufgabenverteilung klar ist.


    * aber von diesen Aufgaben wird Punkt 1, 2, 3, ..., nicht erfüllt, davon ist auch die Beauftragung der anderen Freelancer betroffen


    Und wenn dich das wirklich unzufrieden macht, weil dein Auftraggeber das Projekt mit unpassenden Personen/Auftragnehmern besetzt und er das auch nachhaltig nicht ändert: naja, bringe deinen Teil gut über die Bühne, rechne die Geschichte ab, und suche dir dann andere Aufträge, wo du gleich besser drauf achtest, dass Aufgaben klarer definiert sind und deine Bedingungen auch in der Beauftragung stehen. Eine Scheinselbständigkeit (also extreme Abhängigkeit von genau einem Auftraggeber) werdet ihr ja hoffentlich nicht haben.


    Für mich klingt es einfach so, als ob du professionelles Freelancer-Dasein eben erst lernen musst. Das ist eben immer auch 10-25% Geschäftsmann und Jurist sein und sehr genau nach den Verträgen arbeiten, die eine enorme Wichtigkeit haben. Neben der eigentlichen IT-Tätigkeit. Aber dann wird nicht hinten rum rumgejammert, sondern Probleme deutlich und sachlich gegenüber deinem Vertragspartner angesprochen, wenn du sonst im direkten Kontakt mit Dritten Auftragnehmern nicht weiter kommst. Die Konsequenz wird dabei immer in Geld und Änderungen der eigenen Beauftragung beschrieben. Das - in Geld - verstehen Chefs. Nix zwingt dich, in Chaos-Projekten zu bleiben, wo du wichtige Schlüsselpersonen (hier den PL) für faul und/oder unfähig hältst. IT-Projekte gibt's genug andere.

    Zitat

    Ich will euch mal ein bisschen mehr von diesem "Kollegen" erzählen. Damit ihr ein richtiges Bild bekommt.

    Ich finde, dass deine "Erzählungen" mehr über dich aussagen als über deinen Kollegen.