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    im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten kann man sein Kind abholen. Wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind (Kind-krank-Tage, Erholungsurlaub, Überstunden-frei) und die Mutter würde dann einen Antrag auf unbezahlte Freistellung stellen, wäre der Betriebsfrieden sicher hergestellt. aber dafür sind wohl manche Mütter zu kleinkariert.


    Was ist an der Gleichung Keine Arbeit=kein Lohn so schwer zu verstehen?

    Wenn ein Kind abgeholt werden muss, dann ist das erstmal so. Wie das dann in der Firma geregelt wird, sollte doch in Zusammenarbeit kein Problem sein. Oftmals kann man doch die Stunden nacharbeiten.


    Ach so, meinem Mann ist, nachdem er im Sommer drei Tage "kindkrank" genommen hat (wegen Noro), sofort mit der Kündigung gedroht worden, sollte er nochmal einen Tag nehmen wollen.


    viele Grüße

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    genau das ist ja das, was die mütter, die ständig wegen ihrem nachwuchs aus der firma abhauen, einfach nicht kapieren (wollen): dass das andauernde abhauen aus der firma auch auswirkungen auf das team hat, weil die übriggebliebene arbeit von anderen geschultert werden muss.

    Ja, jetzt wird wieder von ein paar Einzelfällen auf alle Mütter geschlossen. Ich habe nun auch schon ein bisschen Berufserfahrung und bin so einer Mutter nur ein einziges Mal begegnet.

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    Sind das Erfahrungswerte oder theoretische Argumentationen, wieso etwas auf keinen Fall gehen kann?

    Himmel, ich hole doch mein Kind täglich ab und sehe doch, dass andere Kinder zu unterschiedlichsten Zeiten und unterschiedlichsten Personen abgeholt werden. Und ich weiß eben auch, dass die Eltern hier alle selbst berufstätig sind, weil man mämlich sonst gar keinen Ganztagsplatz bekommt. Und nein, ich muss es nicht ausprobiert haben, um zu wissen, dass niemand einen zusätzlichen Kindersitz für 200 Euro im Auto spazieren fährt.

    Mein Statement dazu ist einfach, dass man nicht alles haben kann und abwägen muss. Ich kann nicht in meinem Schichtdienstberuf arbeiten wenn ich ein Kind hab, welches nichts davon mitkriegen soll, nicht zu komischen Zeiten in die Kita soll und nicht von Papa oder oma versorgt werden soll... wie soll das denn gehen?


    ich mein, dass das Leben eben manche vorlagen bietet, da müssen sich doch alle mit abfinden. Und ich find die 24h Kitas ne tolle Idee, ich könnte dann nämlich wieder arbeiten und ob Erzieher dann auch schichtarbeiten, sie wären dann eine Berufsgruppe von vielen, würden durch zulagen mehr verdienen und es wäre evtl auch wieder attraktiver...


    Man kann aber denke ich nicht 10 sachen utopisch herbeiwünschen und dann mit dem Fuß aufstampfen wenn es so nicht klappt. Das Kind muss versorgt sein während ich nicht da bin, wenn ich nachts nicht da bin oder bis 24uhr, dann ist das eben die Zeit wo Kind bei Oma, Tagesmutter etc sein müsste, wenn ich das meinem Kind nicht zumuten will kann ich den Job nicht machen.... das ist doch astreine Logik, es geht nun mal nicht alles.

    Ich bin auch 3,5 Tage in der Woche beruftstägig und ich muss sagen, es bedarf vorher wirklich einiger Organisation und der Arbeitgeber muss sich natürlich auch vorher bewußt sein, auf was er sich einlässt.


    Ich hab mittlerweile durch Oma und Tagesmutter alles so organisiert bekommen, dass ich, selbst wenn ein Kind krank sein sollte, dennoch fast immer arbeiten kann.


    Natürlich gibt es immer mal Situtionen, in denen das nicht geht. Das ist aber die absolute Ausnahme. Von 10 Kinderfreitagen die ich pro Kind habe, hab ich letztes Jahr 1 genommen.


    Ich muss aber dazu sagen, dass ich einen sehr verständnisvollen AG habe und echt liebe Kolleginnen und in meinem Landkreis glücklicher Weise die Tagesmütter vom Jugendamt unterstützt werden, so dass ich nur einen Anteil der Kosten zahlen muss.


    Es ist aber auch manchmal wirklich schwierig und stressig und ich habe oftmals meinen Kindern oder meinen Kolleginnen gegenüber ein schlechtes Gewissen, wenn etwas nicht klappt wie geplant.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass es sehr schwierig ist, wenn man die Optionen Tagesmutter und Oma nicht hat. Aber ich denke, man muss sich vorher einfach ein Netz schaffen.


    Natürlich, es kann immer was unvorhergesehenes kommen. Ist bei Kindern nunmal so. Ich hab mir aber doppelt und dreifach überlegt ob das klappen kann, wenn ich so viel arbeite. Denn ich wollte nicht nachher dastehen und meinen Job nicht machen können oder gar verlieren, weil die Organisation nicht klappt.

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    Es geht um eine 24-Stunden-Kita. Die ermöglicht es vielen Eltern zwar erst überhaupt zu arbeiten, aber für die Kinder? Die Szene als spätabends ein Auto vorfährt und die Kinder rästseln wer von ihnen jetzt heimgehen darf... Und den Erzieherberuf macht es auch nicht gerade attraktiker, wenn dort in Zukunft auch Schicht gearbeitet werden muss.

    ich arbeite in einer med. Einrichtung mit Betriebstagesstätte. Und die Krankenschwestern (Mütter) im Schichtdienst begrüßen die langen Öffnungszeiten. Willst du diesen Müttern nun vorhalten, dass sie falsche oder für das Kind schädliche Enscheidungen getroffen haben? Himmel, was sollen denn z.B. Alleinerziehende Krankenschwestern tun? Aus dem Schichtdienst rausgehen bedeutet deutliche finanzielle Nachteile und in der Regel auch einen Bereichswechsel. Länger zu Hause bleiben und auf staatliche Unterstützung hoffen?

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    wenn ich nachts nicht da bin oder bis 24uhr, dann ist das eben die Zeit wo Kind bei Oma, Tagesmutter etc sein müsste, wenn ich das meinem Kind nicht zumuten will kann ich den Job nicht machen.... das ist doch astreine Logik, es geht nun mal nicht alles.

    :)^

    Bei mir ist es eben so: Sicher haben viele Firmen weniger Mitarbeiter angestellt, wenn das aber mit den Müttern auch noch hinzukommt, bleiben die restlichen Teammitglieder auf der Strecke...So ist es und nicht anders. Wie gesgat ich bin schon oft solchen Müttern begegnet..bei jedem Dreck was das Kind hat, wird die Kurve gekratzt...und tut mir Leid, aber dann bleibt alles an mir hängen und für das hab ich einfach auf Dauer kein Verständnis....Flexibilität ist nunmal das a und o

    Aus diesem Grund ist die Konsequenz, dass wir keine solchen teilzeitkräfte mehr einstellen...Nur vollzeitkräfte geht auch nicht, wegen den personalkosten, aber ne unzuverlässige kraft brauchen wir auf dauer sicher nicht...und nein, ich bin nicht kinderfeindlich

    die_kruemi

    Und noch was: Wie ich ja bereits schrieb, habe ich bisher keinen Kinderkranktag beansprucht, sondern Überstunden abgebaut – die ich offensichtlich trotz meiner Mutterschaft sammle. Davon abgesehen habe ich sehr genau geschildert, was das Problem mit dem Abholem ist, denn Überstunden ergeben sich ja meist spontan. Wenn ich also um Punkt 14 Uhr weg muss, weil mein Kind um 14:30 Uhr abgeholt werden muss (da der tolle Gutschein nicht mehr Stunden hergibt) und es ergibt sich um 13:30 Uhr in der Firma eine Verzögerung, wen soll ich denn da so spontan aktivieren? Der Kindergarten ist bis 17 Uhr geöffnet und andere Kinder werden zu unterschiedlichen Zeiten abgeholt. Woher soll ich denn wissen, wer zufällig genau heute auch um 14:30 Uhr abgeholt wird und von wem? Das war manchmal ein ganz schöner Eiertanz und ich habe es manchmal nur so regeln können, dass mein Mann unseren Sohn brachte, damit ich zwei Stunden eher im Büro sein konnte, falls was Ungeplantes passiert. Ich konnte also grundsätzlich nicht davon ausgehen, dass meine vertragliche Arbeitszeit ausreicht, um alle so zufrieden zu stellen, dass sich ja niemand auf den Schlips getreten fühlt. Ist als Mutter auch ein tolles Gefühl, wenn dann die Kollegen maulen, weil man um Punkt 14 Uhr geht, obwohl man schon seit sieben statt neun Uhr dort sitzt.

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    bei jedem Dreck was das Kind hat, wird die Kurve gekratzt

    Dann sag du doch mal, was die Mütter denn SONST tun sollen?


    Wie ist das: Hast du z.B. Samstags frei? Dann mach doch mal einen Aushang: "Biete flexible Entlastung für Familien, Sie können mich samstags spontan anrufen, ich mache ganz nach Wunsch Einkäufe, Hausaufgabenhilfe, Fahrdienste, Babysitting, Treppenhausreinigung. Kosten maximal 2 Euro/Std.".

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    wenn ich das meinem Kind nicht zumuten will kann ich den Job nicht machen.... das ist doch astreine Logik, es geht nun mal nicht alles.

    Oder ich finde einen Arbeitgeber, der zu einem Kompromiss bereit ist. Aber nein, dann lehne ich natürlich das Angebot aus schlechtem Gewissen gegenüber den anderen, mir bis dato völlig unbekannten Kollegen, ab. %-|

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    um zu wissen, dass niemand einen zusätzlichen Kindersitz für 200 Euro im Auto spazieren fährt.

    es soll Kindergärten geben, da haben sich die Eltern zusammengetan und einen Kindersitz gekauft (gibts gebraucht auch billiger) und der ist für Notfälle im KiGa geparkt. Aber dafür müßte man ja wieder mit den anderen Eltern reden......

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    Du willst mit ihnen nur einfach nichts zu tun haben, weder direkt, noch indirekt. Ist doch auch ne Aussage. 8-)

    Das stimmt nicht, ich schätze es sehr wohl, wenn jemand trotz Kind arbeiten geht, aber ich sehe es nicht ein, dass (sehr oft) betreffende person sagt, sie habe einen anruf bekommen, sie muss auf der stelle ihr kind abholen. Dann bleibt alles an mir hängen..ist das den fair?? oder dass ich oftmals im juli und august auf meinen urlaub verzichten musste, weil xy doch ein kind hat und das kind ferien hat.. ne tut mir leid, ich bin ebenfalls ein mensch, ich habe genauso ein recht auf meinen sommerurlaub...


    jeder muss einstecken können, nicht nur die kinderlosen..bzw wenn das kind schon älter ust, muss man bestimmt nicht wegen jeder kleinigkeit jedesmal abhauen..meine meinung

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    Wie ist das: Hast du z.B. Samstags frei?

    hatte ich genau wegen solchen müttern mit kindern lange zeit nicht..ist das den fair? dass ich viel mehr samstage arbeiten muss, weil ich keine kinder habe? nene..

    Diekruemi

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    Mein Fazit: zu viele Mütter mit kleinen Kindern hält ein Team nicht aus. Mir graut es schon davor, wenn alle Kinder in der Schule sind.....

    Ich denke das ist tatsächlich so. So wie ein Team eben nicht zuviele alphatiere und Workaholics verträgt. Eine gute Mischung macht es, gepaart mit gegenseitiger Rücksichtnahme.


    Hast du deinen Damen mal vorgeschlagen innerhalb des Teams einen Betreuungskreisel einzurichten? Das erfordert zwar eine Mörderplanung am Anfang beim Dienstplan weil ja die Dienstpläne der Männer mit eingerechnet werden müssen, aber dann könnte es helfen das fehlende Netzwerk zu ersetzen und die Kinder hätten immer dieselben ihnen bekannten Betreuungspersonen, ein für die Kleinen nicht zu unterschätzender Faktor.


    wiener

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    dass viele firmen zuwenige leute angestellt haben, ist schon richtig. aber muss man wirklich wegen jedem dreck bezüglich kind sofort aufspringen und gehen? oder ist das für viele mütter nicht doch vielmehr ein willkommener grund, z.B nach 16 uhr nicht mehr arbeiten zu müssen?

    Wenn meine Arbeitszeit vertraglich bis 16 Uhr geht, wieso sollte ich dann danach noch arbeiten, ganz besonders wenn ichm ein Pensum geschafft habe?


    Und was schlägst du denn vor wenn das Kind abgeholt werden soll oder krank ist?


    GoldenWinter


    Dir ist aber schon klar das es für die Kinder nicht besonders tolle ist Mama (und Papa) nur noch beim Gute Nacht Kuss zu sehen oder? Deinem Modell nach kommt erst eine BEtreuung in der Kita, gefolgt von einer bei der Tagesmutter und dann kommt spätabends mal ein Elternteil reingeschneit, schnappt sich das Kind und steckt es dann zu Hause ins Bett.


    Wenn deine Kolleginnen bei der Einstellung sagte "Ich kann aber nur Frühschichten machen" und dein AG sagte "Kein Problem" wäre es sehr unfair von den Müttern hinterher zu erwarten sich dann auf etwas vorbereitet zu haben das nie abgesprochen war!


    devilindisguise


    Ich nehme an das du ausbadest was in Deutschland ienfach Fakt ist: In 90% aller Fälle sind die Frauen dafür zuständig die Kinderbetreuung zu regeln. Das liegt sicher daran das die Mütter meist TZ sind und ein Verdienstausfall hier weniger schwer wiegt.


    zu Hause bleiben


    Das muss man sich aber erstmal leisten können und hier meine ich nicht nur die akute finanzielle Lage sondern auch die Tatsache das eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nach 3 Jahren Pause sehr schwer ist. Geld für die Rente brauchen wir auch alle, also ist es oft nicht möglich zu Hause zu bleiben.


    Dazu kommt die tatsache das man zum als Alleinerziehende/Aleinerziehender verpflichtet ist nach 3 Jahren wieder Vollzeit zu arbeiten um dem Partner der ohen Kinder zurück geblieben ist nicht unnötig lange auf der Tasche zu liegen, einen Neustart zu ermöglichen. Das man selber Kinder hat und somit sicherlich keinen unbelasteten Neustart wagen kann ist bei dieser Neuregelung die in unübersehbarerweise solvente Väter bevorzugt einfach mal unter den Tisch gefallen. Hier badet der Arbeitgeber sicherlich fehlende Motivation der Mitarbeiterinnen aus. Meine Motivation wäre aber auch im Eimer wenn ich mein Kind vollzeit abgeben müsste damit mein Ex mit seiner neuen Freundin keine finanziellen Einbußen hat.

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    es soll Kindergärten geben, da haben sich die Eltern zusammengetan und einen Kindersitz gekauft (gibts gebraucht auch billiger) und der ist für Notfälle im KiGa geparkt. Aber dafür müßte man ja wieder mit den anderen Eltern reden......

    Ach Kruemi... Ja, kaufen wir doch am besten lieber drei Sitze – das deckt dann auch alle Altersstufen von null bis sechs ab.


    Ich sehe das größte Problem aber auch immer noch darin, dass alle anderen Eltern auch berufstätig sind, dieKinder zu unterschiedlichsten Zeiten abgeholt werden und mein Kind zum Beispiel nicht einfach so mit jedem mitgeht.

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    hatte ich genau wegen solchen müttern mit kindern lange zeit nicht..ist das den fair? dass ich viel mehr samstage arbeiten muss, weil ich keine kinder habe? nene..

    Da wo ich arbeitete, haben sich die Eltern um Wochenenden gerissen – eben weil da die Betreuung sichergestellt ist. ":/

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    aber ich sehe es nicht ein, dass (sehr oft) betreffende person sagt, sie habe einen anruf bekommen, sie muss auf der stelle ihr kind abholen.

    Was ist daran nicht einsehbar? Wie soll es denn sonst aussehen?