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    Das ist an der Realtität vorbei. Ok, ich sehe mein Kind husten sich die Lunge aus dem Leib und die Nase läuft, kein Fieber, also würde die Krippe sie noch nehmen: plötzlich klommt Fieber dazu und schon muss ich zu Hause bleiben. Dann paar Tage ausfallen und dann siehts so aus als wäre es auf dem wege der Besserung, also wieder Arbeit und Krippe und das Spiel von vorn. Dann bin ich mit ihr ne Woche zu hause geblieben, Kind top gesund wieder in der Krippe abgeliefert und zwei Tage später mit fieber zurück bekommen...

    Das ist jetzt vl übertrieben, aber ja in der Art. Sicher könnte man was mt Dienstplan machen, aber wenn sowas permanent passieren würde (Kind dauernd nur krank), wäre mir das bei aller Liebe zu viel. Oft hat man eben ein pech im Leben, jeder hat daheim irgendwelche Probleme, wo würden wir dahin kommen, wenn jeder wegen seinen problemen daheim bleibt? Dann musst du dir eben eine andere Arbeit suchen, wo die Arbeitszeiten passender sind.

    @ schnuggi:

    aber du kannst auch mit nem Krankenschein die leute einfach ausplanen... auch dann kommen die nicht eher wieder und fallen aus ;-)

    @ danae:

    richtig, aber diese Gesetze sind doch jetzt nicht erst seit gestern aktiv... grübel... und du sprichst wieder von alleinerziehenden, ne?

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    aber du kannst auch mit nem Krankenschein die leute einfach ausplanen... auch dann kommen die nicht eher wieder und fallen aus ;-)

    lustigerweise waren bei mir krankmeldungen weitaus seltener wie komische "notfälle" von teilzeitmüttern. aber das ist ein anderes thema. Ich möchte das jetzt auch nicht auf alle arbeitenden mütter beziehen, wie gesagt, vl war das nur bei mir der fall..

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    Das kannst du doch auch tun, wenn dir die Mutter mitteilt, dass sie frei nehmen wird, weil sie ihre zur Verfügung stehenden Freistellungstage nimmt?

    ja das stimmt, trotzdem ist solch ein mitarbeiter für jeden personalchef mühsamer als eine kidnerlose arbeitskraft. Die frimen müssen ee schon personal sparen und danna uch noch so ein theater

    Ich habe ausführlich dargestellt, daß ich (im Wesentlichen) Alleinverdienerin bin, daß ich noch nie wegen des Kindes gefehlt oder einen Termin nicht angenommen habe, daß ich mit Kindergartenangelegenheiten nichts zu tun habe, und daß meine Familie und ich in Kauf nehmen, daß wir halt nur am 1. Mai und 3. Oktober ins Freibad gehen oder einen Ausflug machen können. Das ist bei uns Fakt und nicht "so wäre es, wenn ich nicht die Kollegen belasten würde". Ich belaste sie ja gerade NICHT.


    Also, WO sollen wir die zeitlichen Abstriche machen? Soll ich am 1. Mai und 3. Oktober auch noch arbeiten gehen (was immer ich da machen soll, ich wäre die Einzige)? Soll ich (als Einzige) auf meinen freien Tag verzichten (aber wohin dann mit dem Kind, an meinem freien Tag arbeitet ja mein Mann)? An dem ich dann ebenfalls nichts zu tun hätte, da ich die Einzige wäre, die zur Arbeit käme.


    Ich verstehe einfach nicht, wie deine Mahnung zur Bescheidenheit zu meiner Situationsbeschreibung passen soll. Meine Arbeit und meine Kollegen müssen eben durch mich KEINE Abstriche machen, aber mein Kind muß Abstriche hinnehmen. Ich bin also genau die Kollegin, die du dir wünschst.


    Ob mein Kind das unbeschadet übersteht, wird sich dann in 20 Jahren zeigen.


    Die meisten Arbeitsausfälle entstehen heutzutage übrigens durch psychische Probleme. Woher das kommen mag?

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    ja das stimmt, trotzdem ist solch ein mitarbeiter für jeden personalchef mühsamer als eine kidnerlose arbeitskraft. Die frimen müssen ee schon personal sparen und danna uch noch so ein theater

    Sich grundsätzlich und pauschal darüber aufzuregen, dass man im gesetzlichen Rahmen bei Erkrankung der Kinder wenige Tage im Jahr frei nehmen darf, hilft jetzt aber auch nicht weiter, oder?

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    Ob mein Kind das unbeschadet übersteht, wird sich dann in 20 Jahren zeigen.

    Das unterliegt deiner Verantwortung. Wenn der Job für dich vorgeht: Okay. Aber mit den Konsequenzen musst du schon selber leben - auch ohne Lob dafür, dass Du so ein fleißiges und kollegiales Bienchen bist.

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    schnuggi, du hast immer noch nicht verstanden, daß Freizeitgestaltung etwas anderes ist als die Verantwortung für Abhängige.

    Aber kinderlose Kollegen können nichts dafür das IHR euch Kinder gewünscht habt. Muß man Kinderloser deshalb seine Freizeitpläne ändern? Haben solche Menschen kein Privatleben? :|N

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    Wenn jemand selbst erkrankt, darf es dieses Theater ebensowenig geben.

    wie weiter oben gesagt, waren für mich krankmeldungen weitaus seltener wie kinderkrankheiten.

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    schnuggi, du hast immer noch nicht verstanden, daß Freizeitgestaltung etwas anderes ist als die Verantwortung für Abhängige.

    soso, deiner Meinung nach haben solche Leute das recht immer und überall zu gehen, ganz egal wie viel arbeit ansteht, ganz egal ob ein wichtiger verkaufsleiter unterwegs ist oder nicht?


    Na dann...

    Leider gibt es dieses Theater ja auch durchaus bei eigener Erkrankung. Ich verstehe z.B durchaus sehr gut, dass es sehr belastend für Kollegen sein kann, wenn sie mit jemandem arbeiten, der sehr häufig fehlt. Allerdings habe ich es in meinen Arbeitsverhältnissen sehr selten erlebt, dass Kollegen da total auf ihre Rechte gepocht hätten. Ich habe auch mit gesundheitlich Angeschlagenen gearbeitet, die zwar oft gefehlt haben, aber in den Zeiten in denen es ihnen gut ging, haben sie auch immer versucht auch für andere einzuspringen, sehr viel Arbeit zu schaffen und möglichst kollegial zu sein.


    Trotzdem wurden sie von manchen sehr gesunden Kollegen angefeindet, weil sie ja Extrawürste bekommen.