also ich kann durchaus beide seiten verstehen.


    in meinem damaligen job hatten wir 2 schichten.


    eine von 5.00-13.00,und 12.00-18.00


    da war auch eine mutter angestellt , die meinte sie hätte immer extra würste zu bekommen.


    sie mußte schon nur von 5-11 arbeiten, aber kam dann hier mal später,ging da mal eher.


    und das nicht unbedingt weil ihr kind krank war,sondern weil sie ihrem sohn von 9 jahren nicht zutraute mal ne stunde allein nach der schule daheim zu bleiben.


    das hat mich als selbst mutter auch aufgeregt.


    wiederrum muß ich sagen das ich mir den luxus arbeiten gehen zu können,auch nur leisten kann,weil ich eben die oma und den opa vorort habe,und auch notfalls mal die nachbarin einspringt.


    nur so kann ich relativ flexibel sein im beruf.


    und bisher hab ich in 3 kindergarten jahren erst einen anruf vom kiga bekommen das mein kind fieber hat, ansonsten war mein kind da recht "anpassungsfähig" und hat diverse krankheiten gerne aufs wochenende gelegt. ;-D


    in den sommerferien nimmt mein mann 3 wochen urlaub ,ich nehme meist nur 1 woche+wochenende.


    wir sind dann 10 tage im urlaub,danach geh ich wieder arbeiten ,mein mann betreut die kinder.


    die restliche zeit verbringen die kinder die ferien mit oma +opa in holland.


    ich kann mir eigentlich kaum vorstellen wie das läuft wenn man keine großeltern hat die in den ferien mal einspringen.


    für uns würde das dann bedeuten das wir ne tagesmutter nehmen,aber da würde dann mein kompletter stundenlohn für drauf gehen,also könnte man sich das arbeiten gehen auch sparen.


    ":/


    naja auf meiner jetzigen arbeit gibts eigentlich keine probleme mit feiertagen,brückentagen,ostern,karneval.


    das wird vorher abgesprochen.


    so arbeite ich halt z.b. an altweiber,damit die kolleginnen auf pirsch gehen können, und ich bekomm dann halt den rosenmontag frei,damit ich mit den kiddies zum zug gehen kann.


    geben und nehmen, läuft bei uns aber auch so gut,weil ich wohl die einzige mama bin bei uns.

    Wenn das in Kanada so einfach ist; man nimmt in Kauf, dass man keinen Lohn bekommt und bleibt beim kranken Kind zu Hause, so lange es nötig ist: Das ist doch der Supergau für jeden Arbeitgeber?


    Die Aussage, dass er dann schneller Aushilfen einstellen kann, wird doch sicher in den wenigsten Fällen funktionieren/die Lage entschärfen?


    Gerade bei den Mitschreiberinnen hier im Faden, wo offenbar jede einen Rund-um-die-Uhr-Schichtdienstjob zu haben scheint und wo schon eine halbe Stunde Verspätung/früher gehen den Laden zusammenbrechen lässt, wird man ja wohl kaum entsprechende Aushilfen auf Abruf in der Hinterhand haben?

    Zitat

    Gerade bei den Mitschreiberinnen hier im Faden, wo offenbar jede einen Rund-um-die-Uhr-Schichtdienstjob zu haben scheint und wo schon eine halbe Stunde Verspätung/früher gehen den Laden zusammenbrechen lässt, wird man ja wohl kaum entsprechende Aushilfen auf Abruf in der Hinterhand haben?

    Stell dir vor, es gibt wirklich sehr viele solcher Jobs, auch wenn du es nicht glauben magst. Und ja, der Laden würde zusammen brechen. Man kann Kunden eben nicht einfach so stehen lassen. So ist das wenn man z.B. im IT Support arbeiten muss, der Rund um die Uhr verfügbar sein muss, weil man Kunden in der ganzen Welt hat, wo die Zeitverschiebung mitspielt.


    Und ja, das geht wirklich schwer ganz schnell Asushilfen zu finden, weil zb. dieser Job eien Einarbeitungszeit von 6 Monaten nötig macht.


    Und da gibt es noch wesentlich mehr Jobs, die in vielen Schichten gearbeitet werden müssen und man die Patienten, Kunden etc nicht einfach so stehen lassen kann.


    Nicht jeder hat einen 9 to 5 Bürojob, wo es sich gut vereinbaren lässt. Aber du scheinst ja niemanden zu glauben, dass es auch andere Jobs gibt.

    @ Schulferien

    Bei Schulkindern klappt es gut, mal eine Woche von der Familie eines Klassenkameraden mitbetreuen zu lassen. Dann gibt es von Gemeinden bzw Jugendeinrichtungen oft ein Wochenprogramm. Ferienlager gehen auch. Und in Berlin hat der Schulhort im Sommer 3 Wochen der Ferien geöffnet.


    Das Ferienbetreuungsproblem haben schon unzählige Mütter vor uns gelöst, das schaffen wir auch!

    Zitat

    Und da gibt es noch wesentlich mehr Jobs, die in vielen Schichten gearbeitet werden müssen und man die Patienten, Kunden etc nicht einfach so stehen lassen kann.

    Man kann halt erst abhauen, wenn die Ablöse auftaucht. Hilft nix, ist ja auch nicht so schlimm. Aber wenn Punkt 7.00 die Bude aufgemacht wird und der Lehrling ruft 6.45 an und sagt, ich bin krank und komme nicht – viel Spaß. Mein Telefon klingelt auch immer mal von wegen "was machsten morgen?"

    GoldenWinter,


    du hast meinen Beitrag nicht verstanden, aber das macht nichts.


    Ich habe mich gefragt, ob der Umstand, dass man in Kanada notfalls unbezahlt zu Hause bleibt, weil die Kinderbetreuungsmöglicheiten noch schlechter geregelt sind als bei uns (Nur 2 Wochen Urlaub und so) tatsächlich dazu führt, dass der Laden besser läuft, indem man halt flugs mal eben Aushilfen einstellt. Besser ist es doch, man hat verplanbaren Urlaub zur Verfügung und spricht sich mit den anderen ab, bevor man einfach so von jetzt auf gleich unbezahlten Urlaub nimmt.

    Zitat

    Die Schulpflicht geht im Normalfall sogar noch länger, weshalb man nach der "weiterführenden Schule" noch fein in die Berufsschule gehen darf, und sei es nur ins BvJ ;-)

    Das ist aber nicht mehr wirklich "Pflicht" da unterscheidet die Gesetzgebung genau. Alles ab abgeschlossener 9.Klasse ist zum gewissen Teil "freiwillig".

    Zitat

    Bei uns werden Fehltage wegen Krankheit des Kindes auch nicht bezahlt, dabei bin ich Erzieherin und man sollte eigentlich erwarten, dass da etwas mehr Verständnis herrscht

    Die Bezahlung hat nichts mit der Berufsgruppe der Mutter bzw. des Vaters zu tun, sondern hängt davon ab, wie das Kind versichert ist. Sie wird nur von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sprich das Kind muss gesetzlich versichert sein. Ist es das nicht, besteht kein Anspruch und die Eltern müssen sich entweder unbezahlt beurlauben lassen, was im Bereich Erziehung und Bildung (Kindergarten, Schule...) i.d.R. nicht bewilligt wird, sich selbst krankschreiben lassen, wozu nicht jeder Arzt bereit ist, oder kurzfristig für eine Betreuung des kranken Kindes sorgen.

    Huete Morgen holte mich mal wieder die Praxis ein (ist klar die Kleine ist ja auch schon seit knapp einer Woche wieder in der Krippe): Nach der Milch guck mich mein KInd an, legt sich auf mich und erbricht mir direkt ins Gesicht. Tjaaa, da blieb dann nur Krippe abmelden, Kinderarzt anrufen und meinen Dozenten informieren und das nachdem der nicht zuletzt für mich seine Veranstalltung eine Stunde vorgelegt hat. Juhuuu...


    Doch erstens nimmt kein Mensch bei Verstand ein Kind mit einem laut Kinderarzt zur Zeit umgehenden hoch ansteckenden Magen-Darm-Viorus bei sich auf. (Erstrecht keine andere Mutter!) und zweitens lässt Madame sich nichtmal vom Papa versorgen, wenn das Fieber steigt muss es Mama sein sonst schreit sie stundenlang... Gott sei Dank hat der selber einen kleinen Sohn und war nur dankbar das ich mich ihm mit dem Zeug nicht genähert habe. ;-D ;-D

    Zitat

    Huete Morgen holte mich mal wieder die Praxis ein (ist klar die Kleine ist ja auch schon seit knapp einer Woche wieder in der Krippe): Nach der Milch guck mich mein KInd an, legt sich auf mich und erbricht mir direkt ins Gesicht.

    Auch schön! :)=


    Ähnliches hatte ich gestern Abend, als sich meine Tochter spontan nach dem Essen auf sich selbst, den Tisch und den Boden erbrochen hat. Kommentar meines Sohnes (5): "Jetzt siehst Du, warum ich mal keine Kinder will."


    Konnte dann heute auch erst um 11.30 Uhr bei der Arbeit sein, da mein Freund heute morgen einen nicht verschiebbaren Termin hatte. Danach bin ich los und er hat die Kleine betüddelt. So etwas kommt nur ganz selten vor, aber ich wüsste wirklich nicht, wie ich es 100%ig vermeiden könnte. Wobei, meine Arbeit mache ich trotzdem, dann halt ein wenig später. Ich muss meine Fristen einhalten, ansonsten bin ich relativ flexibel (Gott sei dank).

    Zitat

    Ich PERSÖNLICH wäre mit kleinem (oder mit erwachsenem) Kind nie auf die Idee gekommen, während der Ferien fahren zu wollen. Und alle andere Kollegen halten es genauso, so dass es zu Disskusionen und Streit gar nicht erst kommt. Geben und Nehmen eben.

    das klappt halt in einem gemischten Team -und eben nicht, wenn alle, ausnahmslos alle im Team Kinder unter 12 Jahren haben. und ich muss nun mal auch innerhalb der Ferien eine Minimalbesetzung haben, um den Landen hier am Laufen zu halten. Und manchmal ist dann eben die einzige Lösung, dass der hier nicht arbeitende Elternteil Urlaub nimmt und das Kind in den Ferien bespasst und das andere Elternteil hier arbeitet. – hebt die Stimmung aber nicht gerade. Aber ich kanns nun mal nicht ändern.

    Zitat

    Aber ich kanns nun mal nicht ändern.

    Wen hältst du denn nun für verantwortlich für diese zugegebenermaßen auch für die Mitarbeiterinnen unbefriedigende Situation?


    Wir haben hier eine gemischte Truppe aus Männern und Frauen, Kinderlosen und Eltern. Unser Problem hier sind nicht die Mütter, sondern der wachsende Altersschnitt mit krankheitsbedingten Ausfällen.

    Zitat

    Wen hältst du denn nun für verantwortlich für diese zugegebenermaßen auch für die Mitarbeiterinnen unbefriedigende Situation?


    Wir haben hier eine gemischte Truppe aus Männern und Frauen, Kinderlosen und Eltern. Unser Problem hier sind nicht die Mütter, sondern der wachsende Altersschnitt mit krankheitsbedingten Ausfällen.

    Ich kann etwas doof finden, ohne den Verantwortlichen zu suchen. Es ist nun mal ein typischer Frauenjob, dass nun 2/3 des Teams im selben Jahr ein Kind bekommen haben, war halt echt ungünstig und somit ist es ein Dauerproblem der nächsten Jahre. ich rechne aber damit, dass 1-2 der Damen bald für sich Entscheidungen treffen.


    ich kann dich gut verstehen, vor 12 Jahren in einem anderen Bereich hatte ich auch ein überaltertes Team . auch nicht optimal @:)