Emma28

    Zitat

    Ich habe mal irgendwo eine Studie gelesen, dass Teilzeit arbeitende Mütter hochgerechnet deutlich gestresster sind und ausgelasteter, als Vollzeit arbeitende Kinderlose. Zuhause will dann noch das Kind bespaßt und der Haushalt gemacht werden.

    Kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.


    Morgens um 5 Uhr aufstehen, dann einen einfachen Fahrtweg per S-Bahn von einer knappen Stunde, Mittags um 14 Uhr wieder zu Hause. Mittagessen/Hausaufgaben mit Kind 1 machen, dann Kind 2 vom KiGa abholen. Haushalt machen, Abendessen, die Sachen für die Kinder für den nächsten Tag rauslegen, bzw. sich drum kümmern, dass dies Alles bereit liegt, "nebenbei" natürlich auch noch um die Kinder selber kümmern – dann ist es 21:00 Uhr....kaputt auf das Sofa gelegt oder eben ins Bett. Und dabei bleibt es dann auch oft nicht, weil eins der beiden Kinder doch noch was hat (nicht schlafen will/kann oder, oder). Dann einen Partner, der Unterstützung zugesagt hat (gerade Morgens), diese aber nicht wirklich erfüllt (sich schön Zeit lässt, Kind 1 nicht weckt (sie ist X alt, sie muß das alleine können), Kind 2 zu spät in den Kindergarten bringt (Ärger von Schule und KiGa gehen natürlich an mich als Sorgeberechtigte)......von im Haushalt helfen hielt er auch nicht viel – im Gegenteil, er war NUR am Meckern....


    Ergebnis: Zusammenbruch meinerseits – halbjährige Krankschreibung, letztendlich Kündigung meinerseits, weil sich ja nichts an den Umständen geändert hatte...


    ABER: Bis zu meiner Krankschreibung hat meine Arbeitsleistung nicht darunter gelitten, in keiner Weise. Nicht einer meiner Kollegen hat sich jemals beschweren können.


    Und ich kenne es auch aus meinem Umfeld (gerade von Müttern/Vätern!) eben weit mehr so, dass es soherum der Fall ist – also eben eher das eigene Leben, die eigene Psyche darunter leidet (Stress) als die Arbeitsstelle.

    Monika + Nandana

    Zitat

    Andererseits ist es dann schon sehr, sehr lästig, wenn immer die gleiche Leute fehlen. Wenns nicht klappt so, dann muss man eben kürzer treten oder in einem Job arbeiten, bei dem ein Fehlen keinen solchen Kollegeneinsatz verlangt.

    Ja, das sehe ich allerdings auch so.


    Wenn ich kleine Kinder habe, bzw. auf streng einzuhaltende KiGa/KiTa Zeiten habe etc., dann sollte ich schon von mir aus in bestimmten Berufen nicht arbeiten.


    Sich eben über die eigene (nicht)Flexibilität im Klaren sein.

    @ sarah87

    und warum sollte irgendjemand hier jemand anders sein?


    es gibt eben ZWEI modelle, wie ausgeführt.


    wenn man automatisch davon ausgeht, dass es nur das "ich habe keinen´" modell gibt, ist das genauso utopisch wie als wenn davon ausgeht, dass es nur das "ich habe viele" modell gibt.


    beide seiten haben ihre berechtigung, aber hier scheint es ja nur um das "ich habe keinen" modell zu gehen, oder?

    Wir leben in einer Gesellschaft und die besteht aus Menschen. Aber irgendjemand muss dafür sorgen, dass aus den Babys vernünftige Träger dieser Gesellschaft werden und wer macht Job von dem alle was haben? Die Eltern! Die Mütter gehen ja nicht früher nach Hause und feiern Party, sie gehen nach Hause um dort einen der wichtigsten Jobs überhaupt zu machen von dem jeder profitiert so lange er gut gemacht wird.

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    In-Kog Nito


    DU selbst gehst doch immer dagegen an wenn Jemand das "Model": "Ich habe aber Niemanden" anbringt.... :-/


    Im Gegensatz zu Dir bestreitet doch Keiner, dass es auch die Konstellation eines auffangenden Netzwerkes gibt – nur eben hat das nicht Jeder.

    Ich bin selbst Mutter von drei erwachsenen Kindern und war immer berufstätig.


    Zum Glück hatte ich meinen Arbeitsplatz, das Zuhause und die Kindergärten und Schulen alle nur wenige Autominuten von einander entfernt. Ich habe verschiedene Modelle gelebt. Mit einem Kind als Vollzeitarbeitende und Alleinerziehende. Ein schwerer Kraftakt.... vier Jahre. Und es kam schon sehr oft vor, dass ich das Kind wieder in den Kindergarten bringen musste, auch wenn es noch nicht wieder so wirklich fit war. Dabei hat man als Mama kein gutes Gefühl. Aber so ein Kleinkind baut sein Immunsystem eben erst auf. 12 Infekte Jahr sind normal. Und dafür reichen die Kranktage oft nicht aus. Also hab ich Urlaub genommen. Ich kann nicht beurteilen, ob andere Mütter mit Kind sich nicht genug engagieren. Ich weiss nur, dass ich mich immer sehr engagiert habe. Bei Kind Nr. zwei war ich dann nicht mehr alleinerziehend, auch wenn ich mir oft so vorkam, weil mein Partner sehr viel dienstlich verreisen musste. Da hatte ich Glück, dass ich einen familienfreundlichen Standortchef hatte. Er hat mir von sich aus einen Heimarbeitsplatz angeboten. Und als Kind Nummer drei unterwegs war und ich damit nicht gut umgehen konnte, hat er mich ermuntert, dass ich auch mit drei Kindern arbeiten könne. Er hatte leider keine Kinder. Wusste sicher nicht wirklich, wovon er sprach. Aber er hatte die Ansicht, dass Kinder wichtig sind. Irgendjemand muss sie ja bekommen und eben auch großziehen und zwar vernünftig und nicht dauergestresst.


    Ich war dann insgesamt 5 Jahre in Heimarbeit tätig bis das jüngste in den Kindergarten kam. Das ist schon 15 Jahre her. Damals gab es noch nicht sooo viele Heimarbeitsstellen. Ich hatte z.b. eine vereinbarte, entlohnte Zeit von drei stunden täglich. Die konnte ich abarbeiten, wann ich wollte und konnte. Wenn also tagsüber die Kinder mich auf Trab hielten, es Termine mit ihnen gab usw. usw., hab ich eben abends oder ganz früh morgens gearbeitet und ganz oft mehr als die bezahlten drei stunden. Ich war sehr dankbar für die Chance, für das Vertrauen und wollte mir das echt nichts nachsagen lassen. Ich habe jeden Tag die Arbeit ins Büro gebracht und neue geholt. einen Kaffee getrunken usw. Kinder mit hin geschleppt oder auch mal der ältere Sohnemann hat aufgepasst.


    Ich möchte gerne für die Mütter sprechen, die die Zwei und Dreifachbelastung auf sich nehmen.


    Es muss schon alles gut organisiert sein, die Bedingungen rundum stimmen, damit das funktioniert und alle einigermassen zufrieden sind. Für mich hat sich das alles mehr als gelohnt. Inzwischen bin ich sooo froh, dass ich drei wunderbare Kinder habe. Alle ganz gut geraten. Und ich habe mir meine ganz eigene Rente erhalten. Bin Langjährig Versicherte und habe ein lückenloses Rentenkonto. In den vielen Jahren Heimarbeit und teilzeit hat mein Chef drauf bestanden, dass ich sozialversicherungspflichtig arbeitete und eben nicht auf 400 eur basis. auch das rechne ich ihm inzwischen hoch an. inzwischen bin ich seit 8 Jahren wieder vollzeit berufstätig. Letztes Jahr war ich das zweite mal im Leben krank, für sage und schreibe 8 Wochen. Das war ich in all den Jahren der Mutterschaft mit Berufstätigkeit nicht.


    Ich bin sicher, dass ich meine Berufstätigkeit auch nicht so ohne weiteres hätte wieder aufnehmen können nach einer totalen Pause wegen Kindererziehungszeiten.


    In dem genannten Fall hier finde ich auch, dass die Abteilungsleiterin sich schon Gedanken zu machen hat, wenn sie zwei Mütter einstellt. Man kann eine Menge organisieren, damit die Dinge funktionieren.


    Ich habe übrigens seit 2 jahren auch eine Kollegin, die früher alleinerziehend war und immer arbeiten ging. Mein Chef hat damals auch gemeint, dass er keine junge mit Kind haben möchte. Ich habe ihm mutig dazu geraten. Wo kommen wir denn hin, wenn alle frauen zwischen 20 und 40 keine Jobs mehr bekommen. Er hat die Frau eingestellt und ist inzwischen komplett von ihr überzeugt. sie ist immer da, sehr zuverlässig, engagiert, gewissenhaft. Sie hat auch ein enormes Organisationstalent.


    Ohne Kinder keine Zukunft. Kinder sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das geht uns alle etwas an. Dass es welche gibt, dazu müssen alle ihren Beitrag in irgendeiner Form leisten.


    Mütter, Väter, Omas, Arbeitgeber, Kollegen, finanzielle Ausgleiche, Betreuungsmöglichkeiten

    Zitat

    Ohne Kinder keine Zukunft. Kinder sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das geht uns alle etwas an. Dass es welche gibt, dazu müssen alle ihren Beitrag in irgendeiner Form leisten.


    Mütter, Väter, Omas, Arbeitgeber, Kollegen, finanzielle Ausgleiche, Betreuungsmöglichkeiten

    :)^

    Isabell

    Zitat

    Was ist eigentlich mit den Vätern?

    Die haben einen WICHTIGEN Beruf. ;-D Nein, deine Anmerkung ist schon richtig, es sind aber eben vornehmlich noch Frauen, die diese elterlichen Aufgaben übernehmen.

    @an alle Frauen und Mütter!!!

    Der TE ist kinderlos und nicht aber auch GAR NICHT im geringsten der Rede wert, dass man auf seine Heulerei eingeht.


    Er kann selber teilzeit arbeiten wenn er so scharf darauf ist.


    Und ansonsten stelle ich ihm gerne eine Palette Tempos bereit, wenn eine Mutter ihr Kind aus der Kita abholen muss. Ist schliesslich ein Unding, Kinder ABZUHOLEN. Sollen doch die Kinder bleiben wo der Pfeffer


    wächst %-|

    @ TE:

    Schlag doch mal Deinen unkollegialen Kolleginnen vor, ihre Kinder von 6:00 bis 18:00 Uhr in der Einrichtung zu lassen. Wozu setzt man schliesslich Kinder in die Welt?


    NATÜRLICH!!! Wie konnte ich DAS nur


    vergessen. Natürlich um sie fremd zu deligieren!


    Entschuldige, lieber TE, es nervt Dich abgrundtief, dass Du Schichten schiebst und Mütter von Kleinkindern nicht. Allein diese Tatsache zeigt, was für einen verachtenden Charakter Du insgeheim hast.


    PS: Ich bin keine Mutter.


    Wenn eine Kita/ Schule anruft und die Frechheit


    besitzt ein fieberndes oder kotzendes Kind abholen zu lassen, übernehme ich gerne die Schicht meiner Kollegin oder meines Kollegen.

    Das hat nichts mit Kinderfreundlichkeit ausbaden zu tun - Du musst nur ausbaden dass Deine Arbeitgeberin nicht ausreichend Personal einstellt.


    Das hat aber erstmal nichts damit zu tun dass es völlig selbstverständlich sein sollte dass auf Alleinerziehende im Beruf Rücksicht genommen werden *muss* sonst wäre ja jede einzelne Alleinerziehende HartzIV-Empfängerin.


    Und *das* würdest Du wohl auch nicht wollen, oder??? :(v

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    wieso geht man hier automatisch davon aus, dass die situation der damen im büro (?) die ist, die sunflower hier beschreibt (die zitierte) und nicht so, wie ich sie hier beschreibe? wieso ist man gleich weltfremd, wenn man eben von DIESER situation und nicht von sunflowers ausgeht

    Vielleicht, weil diese "Ich habe keinen"-Situation einfach mehr stresst und man deutlich dieses Defizit spürt? Ständig Belastungen, Probleme etc. antizipiert, während die anderen mit "Ich habe ein Netzwerk" sich grundsätzlich entspannter zurücklehnen können?

    Zitat
    Zitat

    Und wenn ich mir mein Umfeld mit Kindern angucke... wo ER z.T. 100km eine Strecke zur Arbeit pendelt, SIE auch zwischen Wohnung/KiTa um die 20 km. Und wo alle Großeltern 100km oder mehr entfernt wohnen. Wo das Netzwerk von Eltern gleichaltriger Kinder ähnliche Konstellationen hat.

    in so eine situation hätte ich mich aus prinzip nicht gebracht.

    Tja, soll halt so sein, dass geeignete Jobs nun mal nicht vom Himmel fallen. In meinem Heimatort, d.h. in Reichweite meiner Eltern, gibt es ca. 6 Stellen für Leute mit meinem Beruf (Angestelltenverhältnis). Man geht halt dahin, wo die Arbeit nicht. Nicht, wo Großeltern & Hartz IV sind.

    Zitat

    dann sollte ich schon von mir aus in bestimmten Berufen nicht arbeiten.

    Klar, man überlegt sich ja auch schon vor dem Studium oder Ausbildung, welcher Job ggf. beser mit kinderbedingtn Fehlzeiten auszuüben ist. :|N

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    Wenn eine Kita/ Schule anruft und die Frechheit besitzt ein fieberndes oder kotzendes Kind abholen zu lassen, übernehme ich gerne die Schicht meiner Kollegin oder meines Kollegen.

    Vielleicht sollten die Kolleginnen des TE diese Kinder in Zukunft abholen und mit ins Büro bringen. ]:D Dann könnt er ja aufpassen, während sie ihre Arbeit erledigen. ;-)

    Ich gebe zu, dass ich auch eine zeitlang so gedacht habe wie der TE. Inzwischen bin ich aber vollkommen der Überzeugung, dass dies eigentlich das Problem des Arbeitgebers ist und sein sollte. Da wird ja mit zuwenig Leuten rumgepokert und ich denke inzwischen, dass ich Fehlzeiten anderer nicht um jeden Preis ausbaden muss.


    Das machen andere bei meinen Fehlzeiten auch nicht, es wird dann nur das Wichtigste gemacht und viel anderes Wichtige bleibt dann auch liegen.


    Ich halte dies für die richtige Haltung. Der AG übernimmt die Mehrarbeit ja nicht, von daher ist es dann auch nicht so schlimm, wenn nicht alles geschafft wird. ;-)