Und ich hab dennoch festgestellt, dass Kollegen anders reagieren, wenn sie wissen, was wirklich los ist, als wenn sies nicht wissen – da fängt dann meist die Lästerei, das Interpretieren und ggf sogar irgendwann dann das Mobbing an.

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    Dann bin ich da wohl echt seltsam ;-D

    Nicht seltsam, einfach nur anders. Ich kenne auch viele Leute, die beispielsweise sogar recht gerne über ihre Verdauung reden und auch Kollegen an Details wie Farbe und Konsistenz teilhaben lassen :-X Da ist halt jeder anders gestrickt, manche haben da eine eher "offene" Natur und finden es nicht peinlich, mir hingehen ist es schon unangenehm nur allgemein zu sagen, dass ich eine Magen-Darm-Grippe hatte, weil ich einfach nicht will, dass mich Kollegen ansehen und sich vorstellen, wie ich tagelang mit Durchfall und Erbrechen über der Schüssel hing {:(

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    Aber gut, ist wohl jeder anders. Nur wird dann halt meist gelästert.

    Wer lästern will, wird lästern, das gibt es immer, auch wenn man ehrlich sagt, dass man wegen Dauerblutungen eine Ausschabung hatte, wird sich jemand finden, der munkelt es könnte auch eine Abtreibung gewesen sein oder die Magen-Darm-Grippe war gar keine, sondern man hat einfach zu viel gesoffen oder gefressen am Vorabend etc. Wer sich das Maul zerreißen will, der tut es, auch wenn man ehrlich ist und alles ganz offen sagt. Ab einem bestimmten Krankenstand wird meiner Erfahrung nach immer darüber geredet und gemutmaßt und überlegt, ob derjenige wirklich so krank ist bzw. berechtigterweise zu Hause bleibt oder nicht %-|

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    Hat doch mit Mitteilungsbedürfnis nichts zu tun...

    Äh... doch. Was hab ich jetzt davon, als deine Kollegin, wenn ich weiß, dass du an Hashimoto leidest?


    Ganz krass: warum sollte mich das interessieren?


    Mich persönlich interessiert das nicht. Ich möchte arbeiten, hab nichts gegen freundlichen Smal-Talk, aber wessen Krankheitsgeschichte ich hören möchte, will ich selbst entscheiden.


    Und umgekehrt auch nicht in Zugzwang geraten, erzählen zu müssen, was ich vielleicht habe oder nicht habe.


    Boah. Glücklicherweise bin ich selbstständig und muss mir das nicht anhören oder werde keine komischen Sachen gefragt.

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    Und ich hab dennoch festgestellt, dass Kollegen anders reagieren, wenn sie wissen, was wirklich los ist, als wenn sies nicht wissen – da fängt dann meist die Lästerei, das Interpretieren und ggf sogar irgendwann dann das Mobbing an.

    Kann ich nicht bestätigen. Gelästert wird immer und Mobbing ist recht unabhängig davon, ob ich jemandem erzähle, warum ich fehle oder eben nicht.

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    Sollte der Arbeitgeber Zweifel an der tatsächlichen Arbeitsunfähigkeit der Kollegin haben, muss er sich an die Krankenkasse wenden und dort eine Prüfung verlangen. Diese wird dann vom medizinischen Dienst übernommen, aber auch nur, wenn die Zweifel berechtigt und belegt sind.

    Genau so läuft es normalerweise ab.


    Ich musste auch schon 2 Mal zum medizinischen Dienst weil meine Cheffin vermutete, dass ich "krank feiere". Dabei war ihr Mobbing (und das der Kollegin) letztendlich erst der Grund, weshalb ich krank wurde.


    Meiner chefin damals wurde schlicht und ergreifend mitgeteilt, dass meine Krankschreibung gerechtfertigt ist.


    MICH hat sie NIE dazu bekommen zu sagen, was los war, auch wenn sie mich 3 Mnate am Stück Mo-Fr täglich 1 Mal in ihr Büro bestellte und meinte "Sie können mit mir ruhig über ihre "Krankheit" reden!"


    Wenn es den Chef was anginge, was ein Angestellter hat, würde auf dem Krankenschein für den Chef auch der Diagnoseschlüssel stehen.


    In meinen Augen kann ich das Thema, was nette Kollegin hier anschneidet, zwar schon verstehen, aber es geht WEDER Kollegen, noch Chef noch sonstwen auf Arbeit etwas an, was man hat und weshalb man krank ist!


    Ich habs 2 Jahre durch den Mist, und bin froh, dass ich da weg bin!


    Nichts ist schlimmer als Kollegen, die hinterm rücken schlecht über einen reden.


    Udn wenn die Kolleginn, die heir angeblich krank feiert, irgendwann wieder auf Arbeit ist, wird sie auch merken was los ist und das Arbeitsklima wird sich weiter verschlechtern...


    :|N

    Also ich arbeite in einer Personalverwaltung. Wir haben insgesamt ca. 1200 Mitarbeiter und bei uns wird folgendermaßen verfahren.


    Erster Grundsatz: Wir dürfen keine AU anzweifeln. Denn: Wir sind keine Ärzte, sondern Verwaltung. Wenn jemand von einem Arzt krank geschrieben wird dann wird das einen Grund haben.


    Der Mitarbeiter muss sich rechtzeitig krank melden und spätestens am 4. Tag eine Krankmeldung abgeben. Die Durchschrift für die KK muss er selber wegschicken, da diese den Arbeitgeber nichts angeht zwecks Diagnose.


    Ob man dem Chef oder den Kollegen seine Krankheit mitteilt bleibt dem Arbeitnehmer überlassen. Ist man mit den Kollegen oder Chef gut befreundet bzw. kommt man gut aus kann das natürlich gesagt werden, man MUSS aber nicht.


    Es kommt immer auf die Krankheit an ob man zu Hause bleiben sollte (Erkältung) oder das Haus verlassen kann (Beinbruch, Depression, etc.).


    Bei Kurzkrankheiten die immer wieder vorkommen (oder AU freitags oder montags gehäuft) kann man nach gewisser Zeit schon abmahnen bzw. wenn 3 Jahre lang mehr als 6 Wochen an Kurzkrankheiten zusammen kommen, kann man auch kündigen.


    Bei längeren Krankheiten kann man auch in Urlaub fahren. Allerdings müssen Arzt und Krankenkasse diesem Urlaub zustimmen. Dann muss man auch keinen Urlaub nehmen sondern die AU läuft weiter (meist eh schon nach der Lohnfortzahlung, von daher fallen dem Arbeitgeber keine großen Kosten mehr an, ggf. Krankengeldzuschuß).


    Ich persönlich finde nichts schlimmer als lästernde Kollegen wenn ein anderer krank ist. Klar übernimmt man (einen Teil) der Arbeit des kranken Kollegen. Aber man muss sich immer vor Augen führen das man selbst auch in so eine Situation kommen kann, sprich selber länger ausfällt. Man wünscht es niemanden, aber es kann ja immer passieren.


    Zum Thema segeln und BSV: Unglücklich!! Man weiß aber nicht wie es tatsächlich gelaufen ist, war sie segeln, hat sie einen BSV??? Spekulationen bringen gar nichts. Entweder man redet tacheles mit der Kollegin (wobei sie da auch nicht die Wahrheit sagen muss) oder man akzeptiert ist. Wie schon geschrieben, sie hätte überhaupt nicht mitteilen müssen was sie hat. Ob der BSV die Wahrheit ist / war werdet ihr vielleicht nie erfahren. Wenn es nicht so war kann man evtl. auch gegen das segeln nichts sagen...

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    Bei Kurzkrankheiten die immer wieder vorkommen (oder AU freitags oder montags gehäuft) kann man nach gewisser Zeit schon abmahnen bzw. wenn 3 Jahre lang mehr als 6 Wochen an Kurzkrankheiten zusammen kommen, kann man auch kündigen.

    Auch wenn immer eine AU vom Arzt vorgelegt wird? Eine Abmahnung weil man mehrfach freitags oder montags krank war? Das ist rechtens?

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    Bei Kurzkrankheiten die immer wieder vorkommen (oder AU freitags oder montags gehäuft) kann man nach gewisser Zeit schon abmahnen bzw. wenn 3 Jahre lang mehr als 6 Wochen an Kurzkrankheiten zusammen kommen, kann man auch kündigen.

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    Auch wenn immer eine AU vom Arzt vorgelegt wird? Eine Abmahnung weil man mehrfach freitags oder montags krank war? Das ist rechtens?

    nein...kommt auch vor keinem arbeitsgericht durch...der arbeitgeber kann entweder schon ab dem ersten tag eine krankschreibung verlangen, eine s.g. attestpflicht, oder den mitarbeiter zum betriebsarzt oder medizinischen dienst schicken....etwas anderes kann und darf er nicht machen....

    Es gibt hier das sog. Dämmverfahren. Natürlich ist es nicht leicht einen AN zu kündigen.


    Man muss vorher schon einige Dinge beachten. Es gibt das sog. 3-Stufen Modell, das vor dem Bundesarbeitsgericht stattgegeben werden kann.


    Man muss als AG eine Negativprognose der Gesundheit erstellen. Hier muss man die Krankmeldungen von mindestens der letzten drei Jahre (noch länger ist noch besser) hernehmen und der AG muss zwischen 25 und 40 % des Jahres gefehlt haben.


    Klar sollte der AG versuchen den AN auf einen anderen (gesundheitsfördernden) Platz zu versetzen und ein Wiedereingliederungsmanagement zu betreiben. Aber es kann schon durchgehen.

    Zitat

    Auch wenn immer eine AU vom Arzt vorgelegt wird? Eine Abmahnung weil man mehrfach freitags oder montags krank war? Das ist rechtens?

    Ich war auch öfters Montags oder Freitags krank. Die netten Kollegen dachten natürlich alle, ich will ein langes Wochenende.


    Ne, dem war nicht so: Ich hab mich entweder schon die ganze Woche geschleppt u Freitags ging garnix mehr, oder es war wirklich was am Wochenende.


    Ich hatte zB mal Nierensteine (das war bei meinem zweiten Job). Das kam Mitten in der Nacht von sonntag auf Montag, klar war ich dann Montag krank!


    Weils mir dann aber gereicht hat, dass meine Teamleiterin mich ständig angerufen hat (2 wochen lang jeden Tag 3 Mal!), und sch noch bei mir beschwert hat, ich würde nicht an Telefon gehen (wie denn, wenn ich beim arzt sitze?), hab ich es meinem Team mitgeteilt was los war, als ich wieder zur Arbeit kam.


    Danach kam auch von der Teamleiterin nix mehr.


    war aber ne einmalige sache.

    Deshalb habe ich meinen letzten Job verloren.


    Ich war mal 6 oder 7 wochen krank wegen einer Lungenetzündung, die ich verschleppt hatte (4 Wochen noch zur Arbeit trotz 39,5 Fiber und extremen Husten). Danach die Nierensteine und später nochmal 6 wochen Nierenbeckentzündung.


    Da war ich dann schnell bei 40%


    Aber was für mich am schlimmsten war: Jeder im Umkreis von 100 Meter hat mich bei der Lungentzündung keuchen und husten hören, zum schluss könnte ich nrunoch krächzen und war extrem kurzatmig...


    Und dafür krank zur Arbeit 1 Monat lang? Als dank dafür gabs die Kündigung und den Spruch meiner Teamleiterin: "Ich habe von ihrem Husten nichts mitbekommen!" Wie denn, sie saß ja nur neben mir!


    Soviel von mir zu dem

    Thema, dass Kollegen IMMER läßtern, egal ob man ihnen sagt was los ist, oder nich!


    Und genau aus diesem Grund gehts keinen was an was man hat: Man kann hinterher nämlich noch schöner gemobbt werden.


    Was glauben einige hier was passiert wäre, wenn ich meiner ersten Chefin gesagt hätte, dass mich ihr Mobbing in die Depression getrieben hätte? Aufgehört hätte die eh nich!


    Man muss den Feinden nicht noch Munition liefern, mit der sie dann auf einen schiessen können.


    alles was man sagen sollte ist:


    "Ich binam Montag 1 woche krank, muss aber am Freitag nochmal zur Nachuntersuchung, ich melde mich dann, was bei rausgekommen ist!"


    MEHR muss KEINER wissen!

    puh...klar...die möglichkeit gäbe es...aber wie du schon sagst, vorher muss ein BEM etc laufen...so leicht ist das ganze nicht und kann sich über jahre ziehen....hier ging es ja gerade um

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    Bei Kurzkrankheiten die immer wieder vorkommen (oder AU freitags oder montags gehäuft) kann man nach gewisser Zeit schon abmahnen bzw. wenn 3 Jahre lang mehr als 6 Wochen an Kurzkrankheiten zusammen kommen, kann man auch kündigen.

    und da geht es gar ned...

    Zitat

    Deshalb habe ich meinen letzten Job verloren.


    Ich war mal 6 oder 7 wochen krank wegen einer Lungenetzündung, die ich verschleppt hatte (4 Wochen noch zur Arbeit trotz 39,5 Fiber und extremen Husten). Danach die Nierensteine und später nochmal 6 wochen Nierenbeckentzündung.


    Da war ich dann schnell bei 40%

    6-7 Wochen und warst bei 40%...du hast (hattest) ein leben ;-)


    ne, aber im ernst...so ohne weiteres kann dich da der ag nicht kündigen, insofern du immer ne krankschreibung hattest...hat er dich wirklich aufgrund krankenausfalles gekündigt ? da wär ich aber vors arbeitsgericht gegangen....

    aso...sry...ned richtig gelesen...waren ja doch ein paar wochen mehr....


    der arbeitgeber hat aber die gesetzliche pflicht, mit dir ein s.g. wiedereingliederungsgespräch zu führen und zu schauen, was man machen kann....einfach kündigen geht ned....

    @ Stilgar:

    Zitat

    ne, aber im ernst...so ohne weiteres kann dich da der ag nicht kündigen, insofern du immer ne krankschreibung hattest...hat er dich wirklich aufgrund krankenausfalles gekündigt ? da wär ich aber vors arbeitsgericht gegangen....

    Ja, hat er. Mir wurden Grafiken gezeigt und mir wurde geradezu gesagt, ich sei zu oft krank und für das unternehmen nicht mehr tragbar.


    Die anfallende Arbeit müsste wohl von Kollegen erledigt werden, und das ginge nicht. und das in einem Callcenter in der bestellannahme... Ich hatte ja auch, alleine in dem Callcenter, nur 999 Kollegen, die mittelefoniert haben.