Langeweile, unmotiviert Lockdown

    hallo, bestimmt bin ich nicht die einzige.

    Lockdown darf nicht arbeiten....

    Das Wetter naja nicht gerade schön kalt,nass...

    Ich liege nicht nur rum, ich lese Bücher, mache Kreuzworträtsel, Sport, treffe mich 1-2x pW mit meiner Cousine zum Yoga,gehe spazieren, probiere neue Back und Kochrezepte aus nicht jeden Tag aber auch 1-2x pro Woche, Haushalt was anfällt.

    Doch so wie heute stehe auf und denke puh was mach ich heute des ist so deprimierend manchmal dauert es dann auch bis ich in die Gänge komme.

    Mein Partner fragt dann oft nah was hast heute gemacht, wieder nix, mach doch was, du bist doch den ganzen Tag Zuhause etc. Das kränkt und ich denk sag mal bin ich so faul?

  • 11 Antworten

    Sport und Haushalt/kochen/backen reicht doch. Scheint mir eher ein Einstellungsproblem zu sein.


    Dann mach doch mehr Sport, soviel dass du am Ende des Tages richtig fertig bist, keiner kann mir erzählen dass er danach immer noch nicht das Gefühl hat zu wenig getan zu haben ;)

    Mmh.... vielleicht die Wohnung mal RICHTIG ausmisten, Frühjahrsputz machen, neu streichen, wenn Balkon oder Garten vorhanden ist mal richtig ordentlich machen, online shoppen und den Einzelhandel unterstützen, ein Tier aus dem Tierheim holen, Unterlagen sortieren, Steuererklärung machen, ..........


    Dann gibt's natürlich noch die Möglichkeit einen Nebenjob anzufangen oder was ehrenamtliches: es gibt so Vereine, da kauft man für alte Leute ein zb.

    WurzelimLiebesraum schrieb:

    ich sehe hier zwei Punkte:


    1.) Erstens, was interessiert es dich, was andere denken

    Ist natürlich richtig, aber recht schwierig, wenn es um den eigenen Freund geht. Wobei ich glaube, dass er das gar nicht böse meint, sondern auch nicht wirklich weiß, wie er helfen kann.

    WurzelimLiebesraum schrieb:

    achso und Ideen:

    Seife selbst machen, Pralinen selbst machen und verschenken, online Kurs besuchen (gibt es grad en masse), Briefe schreiben oder Karten, weiterbildungen machen, für andere da sein, vergeben und loslassen, Dankbarkeit, Haarwäsche von Shampoo auf no poo umstellen, Darmsanierung machen, etc pp....

    Danke für deine Anregungen

    Danke für deine Antwort.

    Naja ich bin leider schon so daa ich mir viel vlt auch zu viel zu Herzen nehme und mir natürlich darüber nen Kopf mache.

    Danke das ist sehr lieb von dir.

    @:)

    Ich beneide dich.

    Ich wäre soooooo gerne auch zuhause, Serien schauen, entspannen, lesen.....


    Aber leider muss ich ganz normal arbeiten. :°(%:|


    Im Frühling war ich 2,5 Monate in Kurzarbeit, ich habe es sooooooo genossen x:)

    Ich fühl mich nur oft dadurch nicht entspannt leider.

    TV geht erst ab 18Uhr an damit ich mir was suche.

    Wenn wir für ne Zeit tauschen könnten ;-D:)_

    Du könntest etwas Neues erlernen (Sprache, Computerprogramm etc.). Damit hättest du längerfristig eine Beschäftigung. Ich habe mir zum Beispiel letzten Monat Inventor beigebracht.

    WurzelimLiebesraum schrieb:

    Ich habe mal jemandem gefragt, was er heute macht. Seine Antwort: staubsaugen.

    meine Standartantwort seit eh und je (was machst du am Wochenende?, was machst du Silvester? Was machst du morgen? ) : Kartoffelsalat:)z


    Ich versteh die Problematik: wir hatten Weihnachten bis ins neue Jahr Urlaub und da die Schulen schon vor Weihnachten zu waren, zog die ganze Familie mit: geschlafen wird bis 10-11 Uhr:-o%:| , dann Frühstück/Mittag bis 12 Uhr... dann mit den Hunden raus und dann war der Tag gelaufen. Besuche fielen eh aus, Geschäfte hatten zu, bissl Haushalt, Couch, Netflix, Kekse, Abendessen. Verdammt schon wieder ein Tag rum>:(


    Wir sind zum Glück systemrelevant (wie ich dieses Wort hasse!!!!), müssen Mo-Fr arbeiten2 Tage nach dem Urlaub waren wir wieder Urlaubsreif%-|%:|


    Aber: ich hatte 2019 Krebs und war da lange zu Hause. Zwar lief da rungsum normal (Kinder Schule, Geschäfte offen, Besuche erlaubt), aber was mir geholfen hat (nachdem ich im Selbstmitleid versunken war und da raus wollte) : Wecker stellen (war einfach, da die Kinder früh raus mussten). Rituale schaffen: Kinder weg, dann Kaffee und Frühstück für mich, dann Hunde raus. Check!

    Und dann für jeden Tag einen Zeitplan gemacht:

    Bsp: Montag : Fenster im ganzen Haus putzen, Haus saugen, Bad putzen

    Dienstag : Wocheneinkauf (Vormittags eh besser als abends) , Wohnzimmer putzen, so richtig mit Schränke ausräumen und staubwischen, Glasscheiben putzen.

    Mittwoch: Küche putzen%:| so richtig mit Kühlschrank ausräumen, Schränke auswischen....

    Donnerstag: Kleiderschrank ausmisten und zum Kleidercontainer bringen

    Freitag: Auto putzen ( wo ist der Kotzsmiley]:D )


    Ich habe mir Sonntags einen Plan für die ganze Woche gemacht, bra aufgeschrieben, an den Kühlschrank gepinnt und immer brav abgehakt:)z:)^ So verging Tag für Tag, Woche für Woche .....ich hatte was zu tun, war abgelenkt (was in meiner Therapie sehr wichtig war, um nicht in Depressionen zu verfallen, fühlte mich wichtig und meine Haus war halbwegs sauber:_D]:D )

    Mich hat das über viele Monate gebracht:)^ zwischendrin waren natürlich noch Treffen mit Freundinnen, Grillabende, Sportliche Betätigungen und leider auch häßliche Arztbesuche. Ich habe alles auf meinen Tages/Wochenplan geschrieben und hab mich immer gefreut, wenn ich eins abhaken konnte.


    Vielleicht hilft dir das?:)_:)_


    Wichtig war auf jeden Fall, das morgendliche Aufstehen. Das bereitete mir am Anfang große Schwierigkeiten , ich suhlte mich im Selbstmitleid und fragte mich, warum soll ich aufstehen,ich bin ja soooo soooo krank und vielleicht sterbe ich bald.....lasst mich alle in Ruhe%-|%:|

    Das legte sich schnell, dank meiner Psychologin, die mir diesen Zeitplan vorschlug. Früh aufstehen, den Tag freundig und motiviert beginnen, etwas Schaffen! Dann wieder große Pausen (ein Buch lesen, eine schöne DVD schauen, Tee trinlen)


    Jetzt steh ich wieder im Leben und hab dennoch meine Listen am KühlschrankX-\ die ich freudig abhake:)z

    und auch meine Kinder brauchen so eine Liste: Die bekommen Aufgaben von der Schule, das wars. Da muss man schon schauen, dass sie 1.morgens mal die Morgentoilette einhalten (au backe, ich kam neulich zu meiner 10 Jährigen ins Kinderzimmer, die saß vor dem Tablett (ungekämmt und im Schlafi, das Fensterbrett im Hintergrund mit leeren Flaschen und dreckigen Tellern:-o:-oX-\X-\ ich habe mich geschämt!!!!

    Dann sollen sie pünktlich den Rechner hochfahren und dem Unterricht folgen.


    Bei der Großen (14) :obenrum gestylt, Haare sitzen, Makeup auch, unten Schlafanzughose aber Bett im Hintergrund nicht gemacht%-| und alle sehen es.


    Dazu kommt dann, dass die Pupertiere das Haus (welches auf dem Dorf steht) ohne trifftigen Grund nicht verlassen.

    Also müssen wieder "Aufträge" her;: wenn mama und papa auf arbeit sind, müssen die Hunde mittags mal raus. ------ Frischluftzufuhr für Tiere und Pubertier! Und die Bitte : 10 min Seilspringen auf der Terrasse (gab es von Sport auf) uuuuund 30 min Tennis gegen die Hauswand (sie spielen eigentlich Tennis im Verein)


    Dann Mittag kochen (Ok das geht leicht:TK Pizza in den Ofen werfen. Muttern is ja nich da)


    das nächste Ritual ist dann das gemeinschaftliche Abendessen, wo alle beisammen sitzen und von ihrem Tag berichten.



    ES ist im Grunde , sich Rituale , sich Zeitfenster zu schaffen, man muss sie sich nur setzen und auch erfüllen.


    Wie gesagt, dies war meinAnke in meiner häßlichen Krebszeit, Nie hätte ich gedacht, dass ich das heute noch mal für meine Kinder brauch.


    Und vielleicht hilft es euch auch .


    Wichtig dabei; nicht nur blöde Aufgaben dabei planen, sondern auch schöne Sachen, wie "Wellnessabend daheim", Wannenbad! " 2h Buch lesen", 1h Mittagsschlaf, Essen bestellen, Filmeabend mit Chips und Popcorn!!! DVD glotzen., Netflix ....


    dem Leben wieder Inhalt geben, auch wenn man meint, das geht grade nicht. Doch es geht! Man muss nur schauen.:)*:)*:)*:)*:)*