• Langzeitarbeitslosigkeit und das Leben wird immer sinnloser

    Hallo, ich komme in letzter Zeit immer öfter zu der Erkenntnis, dass mein Leben immer mehr den Bach herunter geht und ich vielleicht schon gar nicht mehr zu retten bin. Ich bin schon lange arbeitslos. Seit 1,5 Jahren bin ich nun krank geschrieben, weil ich auf einen Therapieplatz beim Psychologen warte. Ehrlich gesagt glaube ich nach so langer Zeit aber…
  • 45 Antworten

    Mmhhh...auf alle Vorschläge mit kann nich, geht nicht, funktioniert nich zu antworten, lässt vermuten, dass eine Lösung, bei der die TE selbst den Hintern hochbekommt, nicht wirklich gewollt ist.


    In der Situation von50.000 EUR Schulden runterzukommen, wird schwierig, da hat man schon als Normalverdiener ein Problem, wenn man Familie hat. Weitere Schulden werden bei einem durch die Bank gekündigten Kredit ohnehin nicht drin sein, denn wenn der nicht zurückgezahlt wird, gibt's einen Schufa-Eintrag und damit sind Schulden anderswo ausgeschlossen.


    Zu der Situation mit der Psychologen-Suche...Du lässt den Hausarzt anrufen? Wie wäre es denn, selbst mal regelmäßig anzurufen? Bzw. über die Krankenkasse zu versuchen, die sind ja auch dran interessiert, dass jemand wieder arbeitsfähig ist. Und ggfs. muss man halt gucken, wie man denWeg zu einem weiter entfernten Therapeuten organisiert. Ich fahre momentan 1 Stunde einfache Fahrt zu meiner Therapeutin.


    Im Übrigen frage ich mich, wie Du ans Arbeiten denken kannst, wenn Du nicht mal eine teilstationäre Behandlung zeitlich auf die Reihe bekommst? Es würde schwierig werden, einen Job von "später Vormittag bis 15:30 Uhr" zu finden.


    Alles in allem - weniger darüber jammern,was nicht geht, mehr nach (auch mal schwierigen) Lösungen suchen.

    Ich soll Depressionen haben. Das sagt quasi jeder Arzt bei dem ich bislang war (außer halt der eine Psychiater). Die Hausärztin sagt das auch (also die Neue, der alte war anderer Meinung).


    Meine Krankenversicherung kann mir da auch nicht helfen.


    Ja ich bin alleinerziehend. Der Vater ist leider gestorben. Die Eltern meines verstorbenen Mannes kenne ich nicht. Und wenn ich sie jetzt irgendwo über Facebook auftreiben könnte dann wären es für mich ja immer noch fremde Menschen denen ich bestimmt nicht meine Kinder anvertrauen würde. Meine Eltern leben nicht mehr. Zu den Verwanden meines Mannes habe ich seit seinem Tod eigentlich keinen Kontakt mehr. Ich selbst habe an Verwandtschaft nur einen Bruder der keine Kinder mag und einen 70 jährigen Onkel, den meine Kinder vielleicht 1-2 Mal in ihrem Leben gesehen haben und der sich mit 70 als kinderloser Rentner bestimmt nicht hinstellt und Windeln wechselt.


    Und mal ehrlich: Würdest du wirklich deine Kinder wovon das Jüngste noch gestillt werden muss zum Jugendamt zu völlig fremden Menschen geben? Dann hoffe ich einfach mal, dass du keine Kinder hast, denn als Mutter kann ich dir sagen, dass es für kleine Kinder schrecklich ist aus ihrer Umgebung herausgerissen zu werden und zu völlig Fremden zu kommen.

    Edit:


    Vor allem auch, wenn die Kinder erst erleben mussten, dass der Papa aus dem Krankenhaus nicht mehr nach hause kam ist es noch mal doppelt schlimm, wenn sie dann in eine Pflegefamilie kämen, weil Mama ins Krankenhaus muss.

    Also du scheinst wirklich keine Ahnung von Kindern zu haben oder nicht fähig zu sein deren Gefühle einzuschätzen. Oder Kinder sind dir egal. Ich weiß nicht was schlimmer ist.

    Für mich stellt sich die Frage, wo Du denn Deine Kinder unterbringen würdest, wenn Du arbeitest? Wo sind sie im Moment bis zum Nachmittag? Ich denke Du hast Deine Trauer noch nicht verarbeitet, Du klingst sehr resigniert, motivationslos. Vielleicht kannst Du für den Anfang eine Trauergruppe besuchen? Damit Du aus dieser Spirale rauskommst. Und dann überlege nochmals, ob Du wirklich auf den Therapieplatz warten musst. Wieso nicht einfach ne Teilzeitstelle suchen und sehen, wie Du damit klar kommst? Zu verlieren hast Du ja nicht viel. Wenn Du unter Menschen kommst lösen sich vielleicht auch einige Probleme von selber. Ich wünsche Dir alles Gute :)*

    Wenn du ein Kind zu Hause hast das noch gestillt werden muss bist du doch sicherlich noch im Muterschutz? Ich weiß nicht wie das bei der Krankenkasse gehandhabt wird - aber dann kannst du ja derzeit ohnehin nicht arbeiten gehen.


    Erstmal tut es mir sehr Leid dass dein Mann gestorben ist. Klingt als wäre es noch nicht allzu lang her ... hat das vielleicht miteinander zu tun?


    Ich würde dir gern raten dich an eine Beratungsstelle zu wenden. In diesem Forum kann dir nur wenig geholfen werden und ich habe den Eindruck dass du diese 'Hilfe' nicht gut annimmst. ??Zumal manch einer in diesem Faden auch wieder nur profilneurotischen Scheiß schreibt ...??


    Lass dich nicht unterkriegen, aber bemühe dich wirklich um etwas mehr Eigeninitiative. Nicht weil du das musst oder das von dir erwartet wird, sondern weil du das für sich selbst und deine Kinder tust. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Erfolg!

    @ MarieCurie:

    Die Kinder sind 9 Monate, knapp 3 und der Älteste ist 9 Jahre alt.

    @ Andrejka:

    Ich habe bislang immer nur Teilzeit gearbeitet. Vormittags sind sie in der Schule bzw. im Kindergarten.


    Eine Trauergruppe hilft mir nicht weiter die Depressionen los zu werden. Ich habe in den letzten 6 Jahren insgesamt 8 Teilzeitstellen wegen den Depressionen verloren. Es hat sich nichts an meinem Gesundheitszustand geändert. Also habe ich keinen Grund anzunehmen, dass es mit der neunten Teilzeitstelle besser klappen wird. So kann ich in meinen Lebenslauf wenigstens noch Mutterschaft reinschreiben, was erheblich besser klingt als Kündigung.

    @ Eleonora:

    Nein ich bin nicht im Mutterschutz. Was soll mit dem Tod meines Mannes zu tun haben?

    @ Plüschbiest:

    Kann sein, dass ich da auch mal war. Ich war halt schon bei so vielen Stellen....

    Du hast also seit 6 Jahren Depressionen und keiner kann Dir helfen? Das ist natürlich ne Hausnummer. Und wenn Du in Mutter- Kind Kur gehen würdest für längere Zeit? Dann wären die Kids bei Dir und Du könntest Therapie machen

    Zitat

    Nun ich nehme an du hast ausreichend Geld um all deine Rechnungen zu bezahlen? Ich leider nicht.

    Ja, und wenn ich jemals in der Situation sein sollte, Rechnungen mit einem Kredit zahlen zu müssen, würde ich mich kümmern, dass die Rechnung nicht anfällt.


    Wo kommen denn diese 50.000€ her?

    Zitat

    Nein ich bin nicht im Mutterschutz. Was soll mit dem Tod meines Mannes zu tun haben?

    Ich denke sie sprach den Mutterschutz an, weil du noch ein Kind hast, das gestillt wird. Obwohl das mit 9 Monaten ja nicht mehr zwingend sein MUSS, wenn du dadurch mehr Flexibilität und die Möglichkeit auf einen Job hättest. Obwohl es ja auch genug Frauen gibt, die die Milch abpumpen, einfrieren und so einen Vorrat anlegen können.

    Schulden machen willst Du weiter...


    Tolle Vorstellung für die Zukunft.


    Der einzige Weg wird aber nur über eine Privatsolvenz möglich sein. Da würde ich mich erst einmal beraten lassen. Und k e i n e Schulden zu machen und irgendwann zu haben, ist das einzige Ziel.


    Wirkliche Bemühung für eine Therapie findet auch nicht statt.


    Wie finanzierst Du denn Miete, NAhrungsmittel, Kleidung?


    Wenn die Bank kein Geld mehr rausrückt. Wann stehst Du dann auf der Straße ?