(M)ein Haushaltsmotivationsfaden

    Hallo Leute,


    ich habe Probleme Ordnung zu halten. Schon immer. Ich finde das doof. Mein Mann findet das doof. Es belastet unser Zusammenleben. Ich möchte, dass es besser wird.


    Dazu habe ich unterschiedliche Konzepte probiert. Ich muss mich immer intensiv mit Dingen auseinander setzen, bevor sie klappen.


    Ich habe Flybaby probiert aber nicht durchgehalten. Auch an Casablitzblanka habe ich mich versucht. Aber das war zu viel.


    Naja nun möchte ich es wieder angehen.


    Der Faden hier soll ein kleines Tagebuch werden.


    Ich hoffe auf Tipps von ordentlichen Leuten. Am besten von solchen, die auch mal unordentlich waren. Und ich hoffe auf Motivation und vielleicht Gleichgesinnte?


    Gruß


    Mouse

  • 163 Antworten

    Was heißt denn genau, Probleme beim Ordnung halten? Du stehst morgens auf, schmeißt deinen Schlafanzug auf den Boden, machst das Bett nicht, gehst Kaffee machen und dabei schlabberst du rum, die Tasse bleibt nach dem Trinken irgendwo rumstehen... usw. So etwas? Schlimmer, weniger schlimm? ;-)

    Und da hat Flylady nicht geholfen? Ich les da gelegentlich quer in einem anderen Forum, da arbeiten einige damit und es klappt häufig ganz gut. Ich hab jetzt da nicht so Probleme mit, aber ich hab ein Kind, und da gewöhnt man sich mit den Jahren dann doch ein paar Strategien an. Bin sicher, die hat Flylady auch, das einzige Problem ist halt nur - wenn man es nicht gewohnt ist - sich auch konsequent daran zu halten. Beispiel: Ich räum regelmässig den Krempel vom Wohnzimmertisch. Wer das aber nicht so hinkriegt, der braucht eine Art "Marker", um das zu machen - beispielsweise die Aufgabe, jeden Abend den Tisch abzuräumen und alles an seinen Platz zu bringen. Oder: Wenn man ständig das Schlafzimmer in Chaos hinterlässt und das vergisst, weil man ja die Tür zumacht und den Rest des Tages einfach nicht da drinnen ist, muss sich als ersten Schritt angewöhnen, die Tür offenzulassen und bei der Morgenroutine einen Gang einzuplanen, der zwangsläufig wieder am Zimmer vorbeiführt. Nächster Schritt: Zumindest schnell die Bettdecken sortieren. Endziel: Morgens Rolladen hoch, Fenster zum Lüften auf, dabei Betten machen. Solche Dinge halt. Kannst du dir sowas vorstellen?

    Wie wär's, wenn Du mal eine Liste schreibst mit Dingen, die Du öfters verschlampst, und dann eines davon auswählst, das Du nie mehr verschlampst? Nur eines, für den Anfang, das dafür ganz konsequent.


    ??Bin auch eher unordentlich, aber inzwischen überbordet's wenigstens nicht mehr. Sollte aber dringendst mal Staub saugen...??

    Ooh ja, geiler Faden :-DGenau das ist mein Leben. Ich lasse grundsätzlich einfach alles liegen und ich hasse es. Wenn mir irgendwas runterfällt, komme ich nicht mal auf den Gedanken, das wieder aufzuheben, ebenso wenn ich irgendwas ausziehe oder was gegessen habe. Yoghurt gegessen - Yoghurtbecher bleibt einfach liegen. Entsprechend siehts hier aus :=o Ich räum schon regelmäßig immer wieder auf, so zwei bis drei mal die Woche, aber trotzdem siehts nach ein paar Stunden wieder oll aus. Ich frag mich echt, wie manche Leute das schaffen, dass so eine selbstverständliche Ordnung herrscht.


    Mein Freund ist allerdings noch schlimmer, so dass mein Chaos unsere Beziehung meist nicht belastet.

    Hab auch schon überlegt, ob ich den falschen Mann ausgesucht habe aber ehrlich gesagt, will ich es auch ändern und wenn dann jemand noch mehr Chaos machen würde. Herrjemine. Das würde ich nicht gut finden.


    Probleme gibt es an unterschiedlichen Stellen. Es ist nicht süffig hier. Das geht. Es stapelt sich auch kein Geschirr und wir haben auch kein Ungeziefer ;-D ]:D


    Problem 1: Unordnung im alltäglichen. Ich lasse oft Sachen irgendwo liegen (Klamotten im Bad, Becher auf dem Tisch, Tasche im Eingang...)


    Problem 2: Wäsche. Ich hab das Gefühl ständig zu Waschen aber irgendwie %:|


    Problem 3: Putzen. Das betrifft vor allem Saugen und Wischen. Es steht immer so viel rum und wir wohnen auch eher etwas eng.


    Würd ja Fotos zeigen aber möchte gerne anonym bleiben.


    Flylady ist schon gut. Grundsätzlich ist das auch ein ganz passendes Konzept. Mich nervt, dass das auf englisch ist.


    Ich war mal in einem Forum, wo das immer übersetzt wurde und man hatte eine gemeinsame Gruppe. Aber die haben immer nur Teile aus den Routinen gemacht und nicht diese "Tagesaufgaben".

    Mich hat sehr genervt, die Wäsche nach Farben zu sortieren vor dem Waschen. Es gab immer einen Berg, es dauerte ewig, immer wieder haben sich falsch farbige Teile eingeschlichen. Bis ich auf die Idee kam, einen Wäscheständer mit 4 unterschiedlichen Körben jeweils in der Größe einer Waschmaschinen-Ladung anzuschaffen. So kommt das dreckige Teil direkt nach dem Ausziehen in den passenden Korb - "Weiß", schwarz, bunt und sonderwäsche/handwäsche. Glaub mir, so ist die Hemmschwelle höher, das dreckige Teil einfach in die Ecke zu schmeißen.


    So versuche ich, alle unliebsamen Dinge zu vereinfachen. Ich habe eine Küchenmaschine gekauft, einen coolen Staubsauger, viele gute Putzmittel, schicke Putz-Handschuhe... So bin ich etwas ordentlicher geworden, weil alles weniger Zeit kostet. Ansonsten streiten mein Mann und ich uns deswegen oft - er liebt Ordnung und ich kann verstehen,dass er nicht die Lust hat, mir ständig hinterher zu räumen.

    Ja, ich habe auch schon über unterschiedliche Körbe nachgedacht. Soll ja aber auch gut aussehen und wir haben nicht so viel Platz. Im Moment stapeln sich immer farbig passende Haufen.


    Ich habe einen Fenstersauger gekauft. Das hat immerhin dazu geführt, dass ich viel häufiger Fenster putze. Aber nun steht der rum. %:| %-|


    Ich glaube ich hätte gerne einen Staubsaugerroboter.

    Hallo liebe Pocketmouse! *:)


    Ich finde es toll, dass Du ordentlicher und strukturierter Leben willst bzw. Dir dies als Ziel vorgenommen hast! :)=


    Ich bin sehr ordentlich, ??habe ich mir hart erkämpft??und hatte vor einer Weile mal einen Faden zu diesem Thema hier aufgemacht.


    Schnell kam dort "Gegenwind" und ein "Lob auf das liebenswerte Chaos" auf, aber ich zitiere mal daraus, was Dir vielleicht hilfreich sein könnte! @:)


    Motivation zur Ordnung:

    "Regeln" und Kniffe:

    Für mich funktioniert dies sehr gut!


    Außer Wäsche und Geschirr (putzen macht mittlerweile eine Haushaltshilfe) haben wir somit keine Arbeit mehr im Haushalt.


    Alles Liebe und viel Wrfolg und Durchhaltevermögen wünsche ich Dir! :-)

    Ich habe Molger-Etagere von Ikea mit 4 Böden, darin die einfachsten weißen Aufbewahrungskästen gestellt, passt in jede Ecke! Es war die beste Anschaffung meines Lebens. Jede Woche ist 1-2 Kästen voll und werden gewaschen.

    Wird das denn irgendwann leichter, bezw. selbstverständlich? Also ich mein, ich weiss schon, wie man Ordnung hält - nur ich finds so verdammt anstrengend.


    Was ich allerdings richtig gut finde ist der Tipp, keine Kruschkisten zu haben. Das artet nämlich immer aus ^^

    Zitat

    Wird das denn irgendwann leichter, bezw. selbstverständlich?

    Ich kann nur für mich sprechen, aber ja, mittlerweile ist es absolut normal, dass alles immer da ist, wo es hingehört. :)z


    Ich habe sogar richtig Freude daran.


    Eine Voraussetzung dass dies klappt ist natürlich eine große Motivation und eine Liebe zur Ästhetik.


    Falls man sich in der Unordnung wohlfühlt, wird's natürlich schwierig. ;-D


    Weil dann ja die Motivation vielleicht fehlt.


    Hie und da gibt es auch Unkenrufe (meist aber von sehr unordentlichen Menschen ;-) ), dass sie es hier "zu steril" oder "wie im Möbelhaus" finden.


    Aber wir lieben es so.

    Wenn man auf engem Raum lebt, ist es umso wichtiger, dass man wenig Zeug hat. Also vielleicht mal überlegen, was man eigentlich wirklich braucht und Überflüssiges entrümpeln: Verschenken, verkaufen, weitergeben.

    Ich habe mir auch angewöhnt, alles sofort oder spätestens am Abend vor dem Schlafengehen wegzuräumen: Morgens nach dem Aufstehen und Vorhänge/Rollos aufziehen, anziehen, Zähne putzen und Thyroxin-Tablette nehmen, muss ich immer eine halbe Stunde warten, bevor ich meine ersehnte Tasse Kaffee trinken kann, um endlich in Schwung zu kommen. Das Warten zwingt mich aber dazu, die Zeit schon mal mit Aufräumen zu verbringen: Wärmflasche von der Nacht mit inzwischen kalt-gewordenem Wasser wegkippen, Schmutzwäsche in den Korb, Katzenklo reinigen, Futternäpfe auffüllen, saugen, lüften, Müll nach draußen zur Tonne bringen. Mein Bett mache ich nur, wenn ich Besuch bekomme. :-) |-o


    Im Laufe des Tages leer-gewordene Kunststoffbehälter und Papier/Karton sofort entsorgen, Besteck und Gläser sofort spülen, leere Plastikflaschen spätestens am Abend ausspülen und zum Recycling wegpacken. Andere Dinge sofort in Schubladen verstauen, die Wäsche regelmäßig waschen, zusammenlegen und sofort in den Schrank packen, damit nicht allzu große Berge entstehen. Lebensmittel gleich nach dem Einkauf in den Kühlschrank und in die Schränke, Papier, Klamotten und andere Sachen regelmäßig aussortieren, damit man nicht in Zeugs erstickt. Post einheften, Briefumschläge sofort wegwerfen, alte Batterien entsorgen.


    Und nicht zu vergessen: Bad und Küche sollten in regelmäßigen Abständen geputzt werden! Die Motivation kommt aber von alleine, wenn es dort anfängt, ekelig auszusehen. :-D