Mangelnde Intelligenz

    Ich bin mir vollkommen darüber im klaren, dass mein "Problem" lächerlich und kindisch ist. Dennoch ist es leider Fakt, dass es mir zu schaffen macht und ich nicht damit umgehen kann. Damit, nicht übermäßig intelligent zu sein.

    Lächerlich ist es deshalb, weil ich realistisch betrachtet definitiv mindestens durchschnittlich intelligent bin. Zur Orientierung: laut dem IQ-Test der Süddeutschen Zeitung beträgt mein IQ 115. Wenn ich erst einmal davon ausgehe, dass diese Zahl ansatzweise akkurat ist, bin ich demnach knapp überdurchschnittlich intelligent. Dennoch empfinde ich diese Zahl als niederschmetternd niedrig und sie bestätigt meine lang gehegte Befürchtung: dass ich kein geistiger Überflieger bin und mir schlicht und einfach die richtigen Anlagen fehlen, um jemals große geistige Leistungen zu vollbringen.

    Mit einer leicht überdurchschnittlichen Intelligenz sollte ich normalerweise nicht auffallen. Nur ist es so, dass ich in einem akademischen Bereich arbeite und von geistigen Überfliegern und Hochbegabten umgeben bin.

    Wenn ich dann sehe, wie gleichaltrige an ihrer Professur arbeiten, während ich mit meinem Bachelorabschluss herumdümpele, dann belastet mich das. Ich empfinde keinen Neid - lediglich Frustrationen angesichts der Realität, dass ich es niemals so weit bringen werde.


    Kann man lernen, seine eigene Unzulänglichkeit zu akzeptieren?

    Gibt es einen weniger deprimierenden und kindischen Weg, als sich einfach künftig von hochbegabten Menschen fernzuhalten und sich stattdessen zu "seinesgleichen" zu gesellten?

  • 121 Antworten

    Naja, ich persönlich(!) bin der Meinung, dass gerade die "geistigen Überflieger und Hochbegabten", wie du sie nennst, ziemlich einen an der Klatsche haben. Sozial und zwischenmenschlich nicht mein Ding. Ist aber nur meine Meinung und werde ich hier jetzt auch nicht ellenlang ausführen.


    Wenn du gerade den Bachelor machst, kannst du erstens so dumm gar nicht sein und zweitens kannst du auf diesem Gebiet doch alles rausholen, was es rauszuholen gibt. Stattdessen "dümpelst" du rum. Am besten eignest du dir Engagement und Wissensdurst an, um in deinem Fachgebiet richtig gut und vorallem- leidenschaftlich zu werden.

    Arbeite zuerst einmal an deiner Ansicht über andere. Die meisten Menschen sind einfach normal und kein dummer Haufen.

    Und als wer der grad an seiner Diss arbeitet und genug mit dem Hochschulleben zutun hatte: Akademische Weihen sind Schall und Rauch. Ich hab mit absolut dämlichen Personen den Master gemacht. Leute die zwar Habitus hatten, aber nicht in der Lage gewesen wären einer normalen Arbeit nachzugehem oder ihr Leben gescheit zu organisieren. Mir tut das immer weh, wenn Freundinnen von mir mit Hauptschulabschluss sich minderwertig gegenüber Studenten fühlen. Gescheit ist wer gescheit ist und sich im Leben selbstständig zurechtfindet. Jemand der mit 15 pflichtbewusst zur Lehre geht, seine fachlichen Kenntnisse ausbaut und seinen Haushalt führt, ist einem 26-Jährigen Studenten, der dreimal fragt wann Abgabetermine sind und ob der Prof ihm ein Thema vorschlagen kann, haushoch überlegen.

    Und mit Leuten die eine Professur anstreben vergleicht man sich nie. Das sind wie viel Prozent der Bevölkerung? 0,2% vl.? Noch dazu kannst du das ja auch noch machen, wenn es dein Traum ist. Du hast noch ein paar Jahrzehnte

    Fiorentina2017 schrieb:

    Jemand der mit 15 pflichtbewusst zur Lehre geht, seine fachlichen Kenntnisse ausbaut und seinen Haushalt führt, ist einem 26-Jährigen Studenten, der dreimal fragt wann Abgabetermine sind und ob der Prof ihm ein Thema vorschlagen kann, haushoch überlegen.

    So.... WAHR :)=

    Ich sollte das wohl besser weiter spezifizieren: weder halte ich durchschnittlich oder unterdurchschnittlich intelligente Menschen für minderwertig (wenn das so rübergekommen ist, tut es mir aufrichtig leid), noch mache ich Intelligenz ausschließlich an akademischen Erfolg fest. Ich nehme lediglich an, dass ich in meinem Umfeld, da akademisch, häufiger auf diese von mir als sehr intelligent wahrgenommenen Menschen treffe. Der Eindruck überdurchschnittlicher Intelligenz entsteht bei mir in erster Linie dadurch, dass ich bei diesen Menschen ein bemerkenswertes sprachliches Talent feststelle, sowie die Fähigkeit, eigene Gedanken zu entwickeln und Konzepte zu erschaffen. Sowie eine Vorstellungskraft, die mir selbst fehlt.

    Ich bin in der Lage, zu rezipieren und aufgenommenes Wissen wiederzugeben. Was ich nicht kann: eigene Gedankengänge entwickeln, phantasievoll etwas erschaffen.

    Mein Denken geht starr in eine Richtung. Das Denken von Menschen, die ich als erstrebenswert intelligent wahrnehme, breitet sich sternenförmig in viele Richtungen aus.

    Hatten wir das Thema nicht erst?


    Außerdem ist das eine Glockenkurve mit der Intelligenz, wenn man vom Mittelwert (100) nach oben oder unten geht wird es sehr schnell viel weniger.


    Außerdem frage ich mich, welchen Wert hättest du denn "erwartet"?

    Und deshalb hältst du dich für nicht intelligent (genug)? Die Menschen sind nun mal verschieden. Wenn dich das so fertig macht, solltest du dich vielleicht wirklich von "Hochbegabten" fernhalten und dich zu uns Normalos gesellen. *:);-D

    just_looking? schrieb:

    Außerdem frage ich mich, welchen Wert hättest du denn "erwartet"?

    Der Wert entsprach leider meinen Erwartungen und hat meine Befürchtung weiter bestätigt.

    Finnick schrieb:

    Ich sollte das wohl besser weiter spezifizieren: weder halte ich durchschnittlich oder unterdurchschnittlich intelligente Menschen für minderwertig (wenn das so rübergekommen ist, tut es mir aufrichtig leid), noch mache ich Intelligenz ausschließlich an akademischen Erfolg fest. Ich nehme lediglich an, dass ich in meinem Umfeld, da akademisch, häufiger auf diese von mir als sehr intelligent wahrgenommenen Menschen treffe. Der Eindruck überdurchschnittlicher Intelligenz entsteht bei mir in erster Linie dadurch, dass ich bei diesen Menschen ein bemerkenswertes sprachliches Talent feststelle, sowie die Fähigkeit, eigene Gedanken zu entwickeln und Konzepte zu erschaffen. Sowie eine Vorstellungskraft, die mir selbst fehlt.

    Ich bin in der Lage, zu rezipieren und aufgenommenes Wissen wiederzugeben. Was ich nicht kann: eigene Gedankengänge entwickeln, phantasievoll etwas erschaffen.

    Mein Denken geht starr in eine Richtung. Das Denken von Menschen, die ich als erstrebenswert intelligent wahrnehme, breitet sich sternenförmig in viele Richtungen aus.

    Sprachliche Eloquenz ist erlernt. Du bist erst beim Bachelor, das ist eine der Schreibübungen auf dem Weg zum akademischen Arbeiten. Wart ggf. den Master ab. Du wirst dich wundern, was für Sprünge da möglich sind. Und nur weil jemand phantasievoll spricht, heisst das noch lange nicht, dass er das Thema versteht/beherrscht.

    Finnick schrieb:
    just_looking? schrieb:

    Außerdem frage ich mich, welchen Wert hättest du denn "erwartet"?

    Der Wert entsprach leider meinen Erwartungen und hat meine Befürchtung weiter bestätigt.

    Und wenn er höher gewesen wäre? Dann wär was besser?

    Du solltest Dinge aus dir heraus erreichen wollen, ohne dich an irgendwelchen Kennzahlen aufzuhängen. Was zählt ist dein Wille.

    Ich habe da meine ganz eigene Theorie.


    Ich bin zum Beispiel der Auffassung, dass man alles lernen kann, aber ein jeder bringt andere Voraussetzungen mit. Die Frage nach dem Warum habe ich mir auch schon gestellt.

    Ich habe dann eine eigene Theorie herausgearbeitet, die ich für eine durchaus denkbare Möglichkeit ansehe. Aber sie ist natürlich nicht hieb- und stichfest beweisbar. Aber erste Ansätze gibt schon.


    Es gibt zum Beispiel die Vermutung der Wiedergeburt. Das ist erst einmal eine Aussage, die so sein kann, die aber nicht so sein muss. Es gibt inzwischen einige doch recht stimmige Beweise, die ich persönlich nicht als Hirngespinst ansehe.


    Zum besseren Verständnis dann diese Sendung aus dem Nachtcafé.



    Es gibt einige solcher Berichte, auch Wissenschaftler, die sie bewusst zusammentragen. Die Geschichte fängt bei Minute 20 an.


    Und wenn man davon ausgeht, was dieser Mann, einer von vielen, "unbewusst" alles weiß, dann kann man auch die These verfolgen, dass man mit jedem Leben immer etwas dazu lernt und dass mit jedem Leben manches dann richtig schnell gehen kann, ganz einfach, weil man das schon ein paarmal gemacht und gelernt hat oder es geht halt richtig langsam, weil man es zum ersten Mal oder noch nicht so oft gemacht hat. Es ist inzwischen bewiesen, dass man sich selbst über die Gefühle und den Verstand Programmierungen aneignen kann, die unbewusst im Hintergrund immer mitlaufen. Und auch Kinder haben schon Persönlichkeitsmerkmale, die nicht unbedingt mit ihrem jetzigen Erleben etwas zu tun haben. usw.


    Menschen, die mit 10 Jahren das Abitur in der Tasche haben und die mit 12 ihren Bachelor machen und die schon wissen, wie sie sich in der Forschung einbringen wollen, sind, so meine These, auch im vergangenen Leben bereits ein anerkannter Wissenschaftler/Forscher gewesen. Das gleiche gilt für musikalische Wunderkinder, die mit sechs bereits Mozart spielen können. Vielleicht ist er es auch selbst. ;-D Während man sich selbst mit dem Flohwalzer abmüht, spielen diese schon nach einigen Wochen Beethoven ect.


    Unabhängig von dem Sinn, den die Wiedergeburt jetzt haben könnte, halte ich dies für für durchaus wahrscheinlich.


    Und du bist deiner Einschätzung nach mittelintelligent. Sich mit einem IQ von 115 als schwach intelligent zu fühlen und sich mit anderen zu vergleichen, halte ich persönlich jedoch für einen Fehler. Intelligenz messe ich persönlich daran, was sich jemand vom Leben aneignet und wie er das Leben selbst gestaltet und verstanden haben will. Es gibt nicht wenige, die selektiv in ihrem Bereich gut sind, die aber den Blick auf das Ganze dabei völlig verlieren. Das findet man sogar oft bei Menschen. Ein normaler Handwerker kann in meinen Augen mehr vom Leben verstanden haben, als ein Akademiker und umgekehrt.


    Wie du mit der These umgehst, das liegt bei dir. Ich halte jemanden, der sich selbst hinterfragt und der etwas wissen will, schon mal für intelligent.


    Falls noch Fehler im Text enthalten sind. Sorry. Ich habe jetzt einen Termin.

    Wie niedlich, ein Zeitungs-Online-Test. Der nur best. Facetten erfasst. Finde den Fehler.


    Ansonsten:Informiere mich mal über den Begriff der Normalverteilung. Wenn Dir leicht überdurchschnittlich nicht reicht, solltest Du weniger mit Deiner Intelligenz, sondern eher Deiner Anspruchshaltung hadern. Denn da klemmt es gewaltig.

    Stammgast schrieb:

    Welcher Mod aktiviert solche Threads?

    Sag mal, was ist das für eine respektlose Frage! Wenigstens mal jemand, der sich nicht in seiner Ignoranz suhlt, wie viele Menschen. Wenn du mit seiner Not dahingehend nichts anfangen kannst - warum auch immer.... - poste woanders!

    Braunesledersofa schrieb:
    Fiorentina2017 schrieb:

    Jemand der mit 15 pflichtbewusst zur Lehre geht, seine fachlichen Kenntnisse ausbaut und seinen Haushalt führt, ist einem 26-Jährigen Studenten, der dreimal fragt wann Abgabetermine sind und ob der Prof ihm ein Thema vorschlagen kann, haushoch überlegen.

    So.... WAHR :)=

    Organisatorisch überlegen. Organisation kann man lernen, ausser man hat dahingegen eine Krankheit.


    Abgesehen davon sollte das Problem nicht sein, wer wem überlegen ist. Sondern dass er selbst gern schlauer wäre....