@ mariposa

    Okay, vielleicht hab ich etwas missverständlich ausgedrückt. Mit "Medizin studieren" meinte ich trotzdem nur, dass sie (evtl. mit vielen Wartesemester, Studium im Ausland, usw.) mit dem studieren anfangen kann. Ein darauf folgendes Scheitern natürlich möglich.


    Vielleicht hätte ich auch studieren sollen, dann könnte ich mich jetzt vielleicht verständlicher ausdrücken...

    Zitat

    ..muss dazu sagen das ich aber auch faul bin :-X


    Egal wie sehr ich mich anstrenge und lernen ne 1ns wirds meistens trzd nie !!!

    Was denn nun? Zu faul oder nicht?


    Vielleichst strengst du dich einfach mal durchgängig an, um zu sehen, was du schaffst und was nicht.

    Zitat

    (evtl. mit vielen Wartesemester, Studium im Ausland, usw.) mit dem studieren anfangen kann.

    Bis Sonenblume16 vor der Entscheidung steht ein Studium zu beginnen oder nicht - und welches - vergeht doch noch das ein oder andere Jahr. In dem Alter würde ich mich bewusst noch nicht auf irgendetwas festlegen, sondern wirklich die Augen offenhalten.


    Die unangenehme Wahrheit, dass Leute auch mal definitiv an einem Studium scheitern (nicht nur Medizinstudenten), spricht man selten an. Trotzdem sollte man sich aber zu Studienbeginn eventuell mal Gedanken machen, was denn als Alternative möglich wäre, wenn man draufkommt, dass einem das Studium nicht so liegt wie gedacht oder man sprichwörtlich auf keinen grünen Zweig kommt.


    Eine Problematik die Medizinstudenten haben, die es vielleicht in anderen Fächern in dieser Ausprägung nicht gibt, sind die Möglichkeiten beim Studiumsabbruch. Studenten aus wirtschaftswissenschaftlichen oder juristischen Fächern kommen doch auch mal nach einem Abbruch in einer Kanzlei oder ähnlichem unter.


    Als (ehemaliger) Medizinstudent kannst du dann nur hoffen, dass man dir nach dem Studienabbruch vielleicht gewisse Punkte/Fächer für eine Ausbildung im Gesundheitsbereich anerkennt - das wars dann aber auch schon. Glaube ich zumindest, sollte ich mich da irren, lass ich mich natürlich gern eines besseren belehren.

    Ich finde das Ausbildungssystem bzgl. Medizin bescheuert. Wenn schon so viele Ärzte fehlen, wozu dann ein NC? Man muß einfach die Ausbildungskapazität erhöhen. Allerdings sind die Abinoten in den letzten 10 Jahren mE immer besser geworden, dh es gibt immer mehr mit einem 1,X Abischnitt - was natürlich daran liegt, daß man die Bewertung verschoben hat.


    Warum bist du eigentlich nicht gleich mit der 5. Klasse zum Gymnasium? Dann hättest du eine viel bessere Orientierung.

    Natürlich sollte man sich vorher auch Alternativen überlegen, falls man über Wartesemester reinkommt, hat man ja im Optimalfall schon eine abgeschlossene Ausbildung in einem Bereich in dem man sich vorstellen könnte zu arbeiten, so dass man, wenn man scheitert, nicht ganz mit leeren Händen da steht. Ansonsten ist es natürlich gut, wenn man schnell merkt, dass das Studium doch nichts für einen ist, bevor man 10 Semester oder so nur rumstudiert und dann ohne irgendeinen Abschluss ist.


    Allerdings finde ich es nicht besonders klug das Abi nicht mal zu versuchen, nur weil man vielleicht mal irgendwann nicht Medizin studieren kann. Schließlich gibt es auch noch andere Studiengänge und vielleicht haben sich bis dahin die Interessen auch verschoben.


    Genauso find ich es überflüssig Abitur zu machen, wenn man eine Ausbildung anstrebt für die man das nicht braucht. Wenn ich mir vorstell, da wär ich ja jetzt gerade erst fertig damit und würde erst mit der Ausbildung anfangen.


    Daher ist mein Standpunkt dazu, ist der Primärwunsch zu studieren, definitiv Abi machen (oder es zumindest versuchen), ist ein anderer Wunsch größer, nach Möglichkeit die Ausbildung gleich anfangen.

    Schulnoten sagen nicht immer etwas über die spätere Leistung im Studium aus. Ein ehemaliger Klassenkamerad von mir war z.B. absolut mies in der Schule, hat kein gutes Abi gemacht, wollte aber unbedingt Medizin studieren und hat sich seinen Studienplatz mit Erfolg eingeklagt (auch ein Weg ;-D). Er hat das Medizinstudium schon längst sehr erfolgreich beendet und arbeitet in seinem Traumberuf - so kann's also auch gehen.


    Wenn dir allerdings wirklich viel daran liegt, hast du doch noch alle Möglichkeiten das Ruder rumzureißen und bessere Noten zu schreiben und selbst wenn du Wartesemester in Kauf nehmen müsstest, wäre das kein Beinbruch, Abi schadet im Übrigen so oder so nicht, ist sogar bei manchen Ausbildungen mittlerweile erwünscht.

    Wenn das wirklich dein Traumberuf ist, würde ich daran festhalten :)z Wir kennen dich und deine Leistungen hier nicht, deshalb können wir auch schlecht einschätzen ob Medizin was für dich ist oder nicht. Ein guter Freund von mir ist in der Schule zwei mal sitzen geblieben und ein Lehrer hat ernsthaft mal zu ihm gesagt, dass aus ihm wohl nie was werden wird. Tja er hat gerade seinen Ph.D. in Molekularbiologie abgeschlossen und das ziemlich erfolgreich.


    Bleib dran und versuche so fleißig wie möglich zu sein. Ohne Fleiß schaffst du nämlich kein Studium, auch wenn du reinkommst;-)


    Würde ein Studium im Ausland für dich in Frage kommen? In Österreich macht man eine Aufnahmeprüfung, auf die man sich vorbereiten kann;-)

    Zitat

    n Österreich macht man eine Aufnahmeprüfung, auf die man sich vorbereiten kann

    Unter anderem. Aber hier gibt es zumindest in Medizin eine 20%-Quote für EU-Bürger. Ohne damit jetzt jemanden zu Nahe treten zu wollen, aber in anderen Fächern oder Unis liegt der Anteil deutscher Studenten teilweise bei bis zu 50% oder darüber. Das strapaziert phasenweise das Verständnis, besonders weil sehr viele davon NC-Flüchtlinge sind.


    Funktionieren tut es schon, keine Frage, aber manchmal weht da deutschen Studenten ein recht rauer Wind entgegen.

    @ sonnenblume16

    Wenn du jetzt auf der Realschule bist und auf's Gymnasium wechseln willst, wird das hart.


    Dein erstes Ziel sollte sein, einen sehr guten Realschulabschluss zu machen. Dann auf dem Gymnasium sind die Ansprüche höher.


    Und wenn dein Abi nicht 1,x wird, machst du erst eine Ausbildung im medizinischen Bereich.


    Wer weiß, was sich bis dahin noch alles ändert. Es gibt auch private Hochschulen, an denen man Medizin ohne Superabi studieren kann.

    Zitat

    Daher ist mein Standpunkt dazu, ist der Primärwunsch zu studieren, definitiv Abi machen (oder es zumindest versuchen), ist ein anderer Wunsch größer, nach Möglichkeit die Ausbildung gleich anfangen.

    Woher soll man das in der 9.-10. Klasse denn schon wissen? Ich war ab der 5. Klasse am Gymnasium, kannte nichts anderes und konnte mir auch nichts anderes vorstellen. Dadurch hab ich quasi automatisch Abi gemacht. Über die Möglichkeit, mit 16/17 eine Lehre anzufangen habe ich da gar nicht nachgedacht. Das Studium an der Uni ergab sich damit aus der Konsequenz, Abi gemacht zu haben, denn hätte ich dann eine Lehre angefangen, hätte ich ja 3 Jahre verschwendet. ;-D Also mußte ich dann nur noch rasch entscheiden (während der BW-Zeit), was ich studieren möchte, wobei ich nach meinen schulischen Stärken und Interessen mich ausgerichtet habe. Von NC usw. hab ich da gar nichts gewußt, war aber auch für mein Studium irrelevant.

    Zitat

    Wenn du jetzt auf der Realschule bist und auf's Gymnasium wechseln willst, wird das hart.


    Antigone

    Das würde ich nicht verallgemeinern.


    Zu uns in die 11. Klasse kamen drei von der Realschule und die kamen super mit, zwei waren sogar um einiges besser, als manche von uns und eine wurde sogar Klassenbeste. Also die waren alle gut aufs Gymi vorbereitet, hatten aber keinen 1er-Schnitt im Realschulabschluss gemacht.


    Man kann das also schon recht locker schaffen, wenn man nicht komplett auf den Kopf gefallen ist. Ach so, alle drei haben mit uns ihr Abi gemacht. :)^


    Ich finde, die Oberstufe wird oft überbewertet, sooo schwierig ist es gar nicht und ich war auch nicht gerade einer der Fleißigsten, hab aber trotzdem ein recht gutes Abi gemacht. Wichtig ist auch, dass man mündlich gut mitarbeitet, das wird gern gesehen, da kann man auch viel ausgleichen, wenn's schriftlich mal nicht gut lief. Das Abi selbst fand ich im Übrigen leichter als manche Klausur davor.


    Ich wünsch dir viel Erfolg, sonnenblume, wenn du es wirklich willst, schaffst du es auch! :)*

    @ Stufenzähler

    Manche Leute wissen es eben schon eher. Vielleicht habe ich mir auch, weil ich an der Realschule war mir schon eher Gedanken darüber gemacht. Und die Leute, die es auch bis zur 10. noch nicht wussten, was sie wollten, sind halt dann noch an die FOS oder ans Gymnasium gewechselt. Aber aus meiner persönlichen Sicht war mir damals klar, ich will nicht studieren, ich habe einen Ausbildungsplatz sicher, also wozu die 2-3 Jahre "verschwenden"?


    Ich kenne aber auch Leute, die nach der 10. am Gymnasium aufgehört haben, weil ihnen da auch schon klar geworden ist, dass Abitur und Studium generell nichts für sie ist und haben eine Ausbildung begonnen.


    Wenn man sich noch nicht sicher ist, ob man studieren möchte, ist es aber sicher nicht verkehrt erstmal Abi zu machen. Selbst wenn man im Zweifelsfall 2 oder mehr Jahre "verloren" hat.


    Manche Leute scheinen aber eh schon erstaunlich früh zu wissen, was sie werden wollen. Mein Bruder hat schon mit 3 oder So. erzählt, dass er mal Koch wird und hat dann ohne Abitur zu machen eine Ausbildung angefangen und jetzt, fast 20 Jahre später scheint er in seinem Beruf sehr glücklich zu sein.

    Zitat

    Ich kenne aber auch Leute, die nach der 10. am Gymnasium aufgehört haben

    Bei uns gab's zwei, die haben nach der 11. aufgehört, weil wir in der 11 unser erstes (und einziges) Betriebspraktlkum machen mussten und da stellten die beiden fest, dass sie lieber eine Ausbildung und doch kein Abi machen wollten.


    Also, es kann sooo viel passieren, was man vorher nicht ahnt und es gibt heutzutage so viele Optionen.

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    Das Studium an der Uni ergab sich damit aus der Konsequenz, Abi gemacht zu haben, denn hätte ich dann eine Lehre angefangen, hätte ich ja 3 Jahre verschwendet.

    Je nachdem, wo und als was man seine Ausbildung machen will, ist ein Abi aber keine Verschwendung sondern Grundvoraussetzung.

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    Je nachdem, wo und als was man seine Ausbildung machen will, ist ein Abi aber keine Verschwendung sondern Grundvoraussetzung.

    Wobei ich das wirklich doof finde, denn für Realschüler bleibt mittlerweile kaum noch ein "gehobenerer" Beruf, weil viele AGs inzwischen Abi verlangen. :(v

    Evtl. ist dieser link für die TE eine Alternative zum bestehenden NC dieses Medizinstudium:


    http://www.klinikum-kassel.de/index.php?parent=5124;


    hier reicht ein Notendurchschnitt von 1,6; aber erst einmal muss sie ihr Abitur machen.Der Weg bis dahin ist nicht einfach - aber es geht

    .


    Aber wie die Zugangs-Bestimmungen zum Medizinstudium in 4 Jahren aussehen werden wissen wir alle noch nicht.

    Gehe doch erstmal die naheliegenden Schritte: Wenn Du faul bist, investiere etwas mehr Zeit in die Schule. Entscheide dann, ob Du aufs Gymnasium wechseln willst und dazu Lust hast. Wenn ja, mache das Abitur. Wenn nicht, lass' es bleiben. Wobei sich auch ein Abi mit 2er-Schnitt schon lohnt. Man kann auch danach eine Ausbildung machen und dadurch Wartesemester sammeln. Oder andere Optionen (ob "bessere" Ausbildung oder anderes Studienfach) nutzen.


    Ebenso kannst Du nach einer Ausbildung das Abitur nachmachen. Vielleicht bist Du dann motivierter und es kommt ein besserer Schnitt bei raus. Oder Du weißt bis dahin sicher, was DU willst. Wirklich Medizin? Der Weg ist einfach verdammt hart und wird auch im Studium sehr viel Fleiß erfordern.


    Fazit:


    NICHTS ist völlig endgültig. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, jetzige Entscheidungen auch später noch zu revidieren. Ungünstig wäre m.M.n. ein richtig mieses Abitur wg. Faulheit und Unlust. Das wird man so schnell nicht los.


    Ansonsten:


    Ich habe mein Abi erst mit 26 nachgemacht. Das war dann richtig gut und ich habe ein Fach studiert, wo der NC noch krasser ist als bei Medizin (wofür ich auch einen Studienplatz hatte, Geschichte für sich).


    Eine Freundin von mir hat ein Abi mit 2,6. Hat dann Praktika fürs Medizinstudium gemacht, Rettungssanitäterin und nachfolgend Rettungsassistentin gelernt. Einie Zeit im Job gearbeitet und dann ein einer richtig guten Uni via Losverfahren einen Medizinstudienplatz bekommen. Fünf Jahre nach dem Abi. Sie ist mittlerweile an einer angesehenen Uniklinik Assistenzärztin (fast mit dem Facharzt fertig. Anästhesie und Notfallmedizin). Hat das Studium gut gepackt, nebenbei in ihrem Job gearbeitet. Hatte dadurch einige Vorteile (= kannte Patientenumgang und kritische Situationen schon).


    Es ist so viel möglich. Fang' daher mal ganz klein an: Bessere Lerneinstellung. Und hinterfrage auch kritisch, ob "weil mein Vater Arzt ist" die richtige Motivation für das Studium ist.

    Zitat

    Wobei ich das wirklich doof finde, denn für Realschüler bleibt mittlerweile kaum noch ein "gehobenerer" Beruf, weil viele AGs inzwischen Abi verlangen. :(v


    Chelys

    Kann ich verstehen, dass dich das ärgert. Meiner Cousine ging's so, sie wollte mit Realschulabschluss gerne eine Banklehre machen - fast unmöglich, aber dank Vitamin B hat's dann doch noch geklappt.


    Finde ich alles auch etwas übertrieben, irgendwann braucht man fürs Dachdecken noch Abi.

    Zitat

    Wobei ich das wirklich doof finde, denn für Realschüler bleibt mittlerweile kaum noch ein "gehobenerer" Beruf, weil viele AGs inzwischen Abi verlangen. :(v


    Chelys

    Ja, für manche ist das doof.


    Wenn du aber mal in einer Personalabteilung saßt und erlebt hast, wer sich so mit 16,17 und Realschulabschluss bewirbt, hätten dich aber auch nicht gerade am laufenden Band "Toll, dem geb ich ne Chance"-Gedanken übermannt. Um es mal vorsichtig zu formulieren...