Aber das weiß man eben vorher nicht.


    Vielleicht hassen sie arbeiten genauso sehr wie ich und müssen sich dann auch durchquälen.


    Und ich würde ihnen ja ein negatives Bild vorleben, denke nicht dass das gut wäre für die eigene Motivation der Kinder. Sie hätten dann bestimmt auch so eine Abneigung dagegen.


    Ich denke das wäre verantwortungslos von mir, wenn ich Kinder in die Welt setze....

    Falls übrigens jemand wissen möchte wie es mit meiner Schwester derzeit so läuft.


    Auch heuer und vermutlich auch 2016 wird sie das Studium, das sie 1999 begonnen hat, NICHT abschließen. Also dann 17 Jahre Studium und noch kein Ende in Sicht %-|


    Meine Mutter hat ihr jetzt aber vorgeworfen, dass sie jeden Tag bis Mittags oder manchmal sogar bis in den Nachmittag hinein im Bett liegt und nicht arbeitet und fürs Studium kaum was macht und sich auch im Haushalt nicht beteiligt.


    Gebracht hat es null.


    Es läuft weiter wie bisher.... :-X

    Zitat

    Ich habe beschlossen dass ich wirklich niemals Kinder haben möchte.


    Ich möchte keine Arbeitssklaven in die Welt setzen. Ich erspare meinen ungeborenen Kindern diese Qual.

    Es gibt echt viele Gründe auf dieser Welt seinen Kindern im Leben etwas ersparen zu wollen, Umweltzerstörung, Krieg und Vertreibung, Krankheiten und Behinderungen, Armut oder gar Hunger. Eine geregelte 40 Stundenwoche in einem warmen Büro bei relativ guter Bezahlung und mit vielen Vorteilen die sich die Menschheit in den letzten Jahrhunderten erarbeitet hat, taucht auf solchen Listen viel zu selten auf. Das kann man echt keinem Kind zumuten ...


    Hast du vielleicht schonmal an die vielen vielen Menschen gedacht denen es schlechter geht und denen wirklich keine andere Wahl bleibt? Wie sollen diese Eltern sich fühlen wenn du deinen Alltag schon als Quälerei für die Kinder bezeichnest?

    Zitat

    Auch heuer und vermutlich auch 2016 wird sie das Studium, das sie 1999 begonnen hat, NICHT abschließen. Also dann 17 Jahre Studium und noch kein Ende in Sicht %-|

    Es ist ihr Leben. Das sie sich langfristig den Ast absägt auf dem sie sitzt... Irgendwann wird die Erkenntnis kommen. Dann ist es aber zu spät

    *kurz mal reinschleich* Ich verfolge deinen Faden nun schon etwas länger und find es immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Einstellungen zu Arbeit doch sind.


    Aber was ich mich immer wieder frage, Milky, wie hat deine Schwester bloss die Matura geschafft? ":/ Ich hab im gleichen Jahr Matura gemacht und muss schon sagen, dass damals Leistung noch wichtig war und es eher noch 'elitär' war, überhaupt diesen Abschluss zu machen. Im Gegensatz zur heutigen Zeit, wo es schon 'normal' ist, Matura zu machen und die Schulen auch durchlässiger geworden sind.

    @ Seiby:

    Für MICH ist das Arbeiten eben eine ewige Qual.


    Natürlich weiß ich dass es vielen anderen Menschen viiiiel schlechter geht, aber meine eigene Qual ist deswegen trotzdem da.


    Und mit Kind wäre meine Qual noch größer, arbeiten UND Kind - das würde ich nicht schaffen. Und dann würde das Kind dadurch auch leiden, weil ich nervlich dann komplett am Sand wäre durch die Doppelbelastung. Und es würde von Anfang an meine negative Einstellung zur Arbeit miterleben und deshalb vermutlich genauso sein. Und wie kann ich mein Kind zur Arbeit zwingen, wenn ich es selbst so hasse? Aber ewig durchfüttern so wie meine Eltern es bei meiner Schwester machen, das könnte ich finanziell nicht bewerkstelligen.


    Also lasse ich es.


    Zu Zeiten der 50iger Jahre, als Hausfrau sein normal und geschätzt war, da hätte ich bestimmt Kinder bekommen.

    @ Delphine:

    Meine Schwester ist ja nicht dumm. Früher zu Schulzeiten war sie sogar eine sehr gute Schülerin. Erst ab dem Studium war sie so faul. Weil man da eben alles verschieben, aufschieben und ewig hinausschieben kann. Kein Zeitdruck wie in der Schule.

    Ist es vielleicht möglich, dass deine Schwester eine Depression hat? Irgendwie klingt das für mich nicht so, als wäre sie nur faul ":/

    Hast du deine Vermutung mal deinen Eltern mitgeteilt? Das Problem ist, sollte deine Schwester tatsächlich eine psychische Erkrankung haben, dann fördern deine Eltern dies durch ihr Verhalten nur noch. Sie meines es vielleicht nur gut und wollen deiner Schwester helfen, weil sie anscheinend nicht schafft, ihr Leben selbst auf die Reihe zu bekommen. Allerdings bewirken deine Eltern nur das Gegenteil. Sie müssen deine Schwester ein wenig unter Druck setzen, und wenn sie sie zu einer Therapie "nötigen".

    ja ich habe diese Vermutung unserer Mutter bereits 2 oder 3 mal mitgeteilt.


    Ich kann mich sogar erinnern, dass meine Schwester mit Anfang 20 mal gesagt hat sie möchte zum Psychologen gehen. Aber unsere Mutter war dagegen.


    Unsere Mutter verdrängt einfach alles. Als ich gesagt habe, was soll aus der Schwester später mal werden, da sie ja keinen Beruf hat und keine Ansprüche auf Rente/Pension, da wechselt sie immer schnell das Thema oder sagt das ist Zukunftsmusik, warum soll sie sich jetzt den Kopf drüber zerbrechen. ":/


    Bin am Überlegen meine Schwester mal in Ruhe drauf anzusprechen, ob sie nicht vielleicht doch mal psychologische Hilfe in Anspruch nehmen will.


    Denn manchmal bekommt sie schlimme Wutanfälle quasi aus dem Nichts oder bei unnötigen Kleinigkeiten. Kann aber natürlich auch daher kommen, dass sie 24 Stunden mit den Eltern aufeinanderhockt, da diese mittlerweile Rentner sind.

    Zitat

    Ich kann mich sogar erinnern, dass meine Schwester mit Anfang 20 mal gesagt hat sie möchte zum Psychologen gehen. Aber unsere Mutter war dagegen.

    Es wäre mal gut zu wissen, warum deine Mutter gegen eine Therapie ist. Hast du sie mal danach gefragt?

    Zitat

    Bin am Überlegen meine Schwester mal in Ruhe drauf anzusprechen, ob sie nicht vielleicht doch mal psychologische Hilfe in Anspruch nehmen will.

    Das ist wahrscheinlich das Sinnvollste. Denn deinen Eltern scheint die Einsicht zu fehlen, dass bei ihrer Tochter gewaltig was schief läuft.

    letzte Woche hat unsere Mutter in einem Gespräch mit mir zum ersten mal zugegeben, dass psychologischer Rat kein Fehler wäre. Dann sie hatte einen Streit mit meiner Schwester und meine Schwester ist anscheinend so ausgerastet, dass meine Mutter Angst hatte, meine Schwester würde auf sie einschlagen. Dann hat meine Schwester 3 Tage kein Wort mit meiner Mutter geredet. Dann hat sie geweint. Einen Tag später war sie wieder frech und hatte wieder ihre Launen.


    Wirklich schwierig....

    naja, wenn 3 erwachsene immer aufeinanderhocken und davon einer noch das "kind" ist, ist es klar, das es irgendwann knallt. deine eltern wollen vlt auch mal ihre ruhe haben und keinen dauergast den sie bewirten müssen.


    aber deine schwester ist zu träge um sich zu bewegen, deine eltern zu ängstlich um sie rauszuwerfen. der zug ist abgefahren... sie wird dort so lange wohnen, bis eure eltern pflegebedürftig werden... dann wird deine schwester wahrscheinlich schnell das haus verlassen ;-)