Die Hintertür, wieder auf Vollzeit zu gehen, kannst du dir sicher offen lassen. Du kannst so argumentieren, dass du wieder aufstocken möchtest, falls sich die Arbeit in 35 Stunden doch nicht bewältigen lässt.

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    Zu meinem direkten Vorgesetzten (mit dem das Gespräch stattfinden), habe ich ein gutes Verhältnis.

    Das ist doch schon mal eine gute Voraussetzung, das heißt zumindest, dass er sich wohlwollend anhören wird, was du zu sagen hast, und du nicht von vornherein auf "Krawall" gebürstet bist bei eurem Gespräch.

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    Wie kann ich meinen Wunsch am besten begründen?

    Ich würde mir verschiedene Argumente überlegen, warum du reduzieren willst, und dann in Gedanken durchspielen, welche Rückfragen von ihm kommen könnten.


    z.B:


    Du: Ich würde gerne meine Stunden leicht reduzieren und nurnoch 35 std. pro Woche arbeiten.


    Chef: Achja? Warum?


    Du: Ich schaffe meine Arbeit zurzeit auch in 35 std. Außerdem möchte ich privat einige Projekte/Wünsche verwirklichen.


    Chef: Aha. Was denn?


    Du: (hier kannst du dir was ausdenken, musst ja nicht ehrlich sein) Ich hätte gerne mehr Zeit für mein Hobby xyz.


    (oder): Ich möchte mich im Bereich xyz aus Interesse weiterbilden.


    (oder): Mein Partner arbeitet seit neustem im Schichtdienst und ich sehe ihn kaum mehr unter der Woche, wenn ich weiterhin Vollzeit arbeite.


    Chef: Und was soll uns das als Firma bringen?


    Du: Sie hätten ja auch weniger Lohnzahlungen und eine zufriedenere Mitarbeiterin. :)z


    Oder du sagt (ist ja nichtmal gelogen), dass du aus gesundheitlichen Gründen reduzieren möchtest. Wenn er nachfragt, was du hast, nimm chronische Rückenschmerzen oder etwas ähnliches, weswegen es sinnvoll sein könnte, nicht 9 std. pro Tag zu sitzen.


    Du könntest ihm auch eine "Probezeit" anbieten, damit er testen kann, ob es mit den 35 std. betrieblich funktioniert. Und anbieten, an Tagen, an denen die Hütte brennt, länger zu bleiben, und deine Stunden dafür an anderen Tagen abzubummeln.

    1. War halt so ungefähr das Durchschnittsgehalt das ich bei Google gefunden habe. Natürlich gibt es Abweichungen davon aber Durchschnitt ist nunmal Durchschnitt. War ja auch nur als Beispiel gemeint.


    2. Jopp, das meinte ich damit das man einen Tod sterben muss. Entweder man spart ordentlich an, macht die Weiterbildung neben dem Beruf oder muss massive Abstriche machen.


    3. & 4. Klar gehört da ne Portion Glück zu, aber sowas gibt es. Ich weiß nunmal das unsere Teilzeit Buchhalterin bei 4x6 Stunden etwas mehr als 2000€ (brutto natürlich) verdient.

    Danke für die Tipps, HannahWe! :)^


    Ich werde anführen, dass es zeitmäßig (vor allem wegen der Zugverbindungen) sehr knapp ist wg. meinen Hobby-Kursen.


    Mein Chef weiß von diesen Kursen, das wäre also total glaubhaft.


    Ich werde auf jeden Fall sagen, dass ich länger bleiben würde, wenn Not am Mann ist (zB bei Urlaubsvertretungen usw.)

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    Ich schaffe meine Arbeit zurzeit auch in 35 std.

    Das würde ich NIE sagen! Das heisst auf gut deutsch man hat zu wenig zu arbeiten und man hockt die Zeit ja nur doof rum. Welcher Chef fände das gut? ;-)

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    Das würde ich NIE sagen! Das heisst auf gut deutsch man hat zu wenig zu arbeiten und man hockt die Zeit ja nur doof rum. Welcher Chef fände das gut?

    Nanny, ich glaube du kennst nicht den ganzen Faden hier, richtig? Milky hat ihrem Chef schon mehrfach gesagt, dass sie nicht genug zu tun hat und oft nur rumsitzt. Er weiß es, aber kann nichts dran ändern.


    Sie arbeitet in einem großen Konzern und da geht es viel darum den Schein und "Eindruck nach außen" zu bewahren.

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    waren alle deine gehaltsangaben auf das bruttogehalt bezogen? dann entspräche das schon eher dem lohnniveau, das ich von hier kenne ;-)

    Ja, alles brutto. Die Webseiten sprachen, je nach Bundesland, von 45-55 tausend Euro Jahresgehalt. Ich bin da nochmal etwas drunter geblieben damit es sich schöner rechnet. ;-)

    Ich überlege momentan, mir eine teilzeitstelle zu suchen und dafür noch einen 450€-Job zu machen. Man ist zeitlich flexibler, müsste insgesamt auf weniger Stunden kommen UND verdient sogar noch mehr, als jetzt als Ausgebeuteter Leihknecht.


    Nachteil sind die Sozialversicherungsbeiträge.


    Weniger Rente. Usw.


    Nur die Frage ist, ob es für ein bisschen mehr Rente es wert ist, dass man sich vorher schon kaputt macht. Glaube nämlich das ist ein schlechter Tausch.


    Wie findet ihr meine Idee?

    wobei ja in deutschland und in österreich (wo ich wohne) beim selben bruttogehalt ein unterschiedlicher nettogehalt überbleibt, soweit ich weiß. weil ihr das steuerlich und versicherungstechnisch irgendwie anders handhabt oder so. ":/


    bei uns in Ö bekommt man bei einem bruttogehalt von € 2.000,- als normaler angestellter netto etwa € 1.400,- heraus. da sind dann schon lohnsteuer, arbeitslosenversicherung, krankenversicherung und sozialversicherung abgezogen.

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    bei uns in Ö bekommt man bei einem bruttogehalt von € 2.000,- als normaler angestellter netto etwa € 1.400,- heraus. da sind dann schon lohnsteuer, arbeitslosenversicherung, krankenversicherung und sozialversicherung abgezogen.

    Hab das gerade mal verglichen. Kann es sein das bei euch Dinge wie Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag nicht vorhanden sind ? Außerdem sind eure Sozialversicherungsbeiträge wohl niedriger. Bei 2000€ brutto kommen im deutschen Rechner nämlich 409,50€ und im österreichischen 361,40€ raus. Gut, dafür ist die Lohnsteuer höher (D 216,88€, AT 228,91€), in Summe hat man in Österreich aber ein kleines Plus.

    Zitat

    da sind dann schon lohnsteuer, arbeitslosenversicherung, krankenversicherung und sozialversicherung abgezogen.

    hab jetzt nochmal bei meinem lohnzettel geschaut:


    Sozialversicherungsbeitrag


    Pensionsbeitrag


    Wohnbauförderungsbeitrag und


    Lohnsteuer


    werden abgezogen.

    Zitat

    in Summe hat man in Österreich aber ein kleines Plus.

    achso, das wusste ich nicht.

    Zitat

    Kann es sein das bei euch Dinge wie Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag nicht vorhanden sind ?

    die krichensteuer müssen wir separat bezahlen, die wird nicht beim gehalt mit abgezogen. was ein solidaritätszuschlag ist, weiß ich leider nicht...


    also denke ich, dass wir - trotz der etwas anderen verteilung von lohnsteuer und sozialversicherungsbeiträgen - in etwas das gleiche herausbekommen.

    Zitat

    Nur die Frage ist, ob es für ein bisschen mehr Rente es wert ist, dass man sich vorher schon kaputt macht. Glaube nämlich das ist ein schlechter Tausch.

    Ich würde heutzutage schlicht auf die Rente sch***.


    Wenn man im unteren Verdienstrahmen ist, lohnt es sich quasi kaum. Deine Rente wird später ungefähr so hoch sein, wie dann das (wenn es dass dann noch gibt) H4 Niveau.


    Rente lohnt sich nur noch für die Besserverdiener.


    Außerdem, was bringen dir vlt 70-150€ mehr Rente, wenn du dich bis dahin vor Frust halbtot gearbeitet hast? Nee...

    @ No risk - no fear:

    Ich würde auch sagen - da stimme ich Twilight voll zu - dass bei der Rente (falls es in 30 Jahren überhaupt noch eine gibt.....) - kaum Unterschied machen wird.


    Allerdings musst du bei Teilzeit + Nebenjob bedenken, dass du dann mehr Anfahrtszeiten (+ Kosten) hast.


    Kann ja dann vorkommen, dass du zB bis 14 Uhr im Hauptjob arbeitest und ab 17 Uhr dann im Nebenjob. Dann musst du nochmal von A nach B kommen.


    Für mich wäre das nichts, denn dann liegen sicher oft Leerzeiten dazwischen, die man dann nicht wirklich nutzen kann.


    Ich will rausgehen und wissen: "So jetzt ist Freizeit". Und nicht ein paar Stunden später dann nochmal los zu einem Nebenjob.


    Denk nochmal drüber nach, ob das nicht eher eine Verschlechterung wäre.

    Heute (Montag) gehts mir wieder nicht gut.


    Schon beim Aufwachen hatte ich wieder mal den Gedanken, dass ich lieber nicht mehr existieren würde.


    In der Arbeit heute wieder diese Lähmungs- und Beklemmungsgefühle.


    Null Konzentration. Innere Unruhe. Unlust. Traurigkeit. Frustration.