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    Das behauptest du. Genauso wie ich behaupte, das die meisten Menschen genügend Geld hätten, weniger zu arbeiten. Ich glaube der durchschnittliche Brutto-Verdienst in Deutschland liegt bei 3000 Euro. Nur weil es vielleicht (absolut geschätzt jetzt!) 30% der Menschen NICHT können, heißt das ja nicht, dass es nicht 70% der Menschen es könnten.

    Das behauptest Du. Aber Statistiken berücksichtigen auch die Gehaltsspitzen, deswegen kommt das mit 3000 € nicht hin.


    Oder mal andersrum gedacht: mindestens die Hälfte der Berufe in Deutschland sind jetzt nicht so wirklich beliebt bzw. werden von den Ausübenden als sehr auslaugend empfunden: Verkäuferinnen, Bäckerei-Angestellte, Servicepersonal in Restaurants und Cafés, Friseurinnen, Raumpflegerinnen, Krankenschwestern, Altenpflegerinnen, Erzieherinnen usw., die Liste könnte man ewig fortführen.


    Diese Leute bekommen garantiert nicht 3000 €, und sie machen (zusammen mit allen anderen nicht so gut bezahlten Berufen, die mir gerade nicht einfallen) auf jeden Fall mehr als 30 % der Bevölkerung aus.


    Nur weil Du ausreichend verdienst und Milky eine schlecht Finanzen planende Frustkäuferin ist, kannst Du es nicht verallgemeinern und sagen, abgesehen von 30 % wäre Teilzeitarbeit ja trotz des geringeren Einkommenns die Lösung.


    Das ist kurzsichtig und wirklichkeitsfremd gedacht.

    Eine schlecht finanzenplanende Frustkäuferin bin ich absolut nicht!


    Ich habe meine Finanzen voll im Griff, spare nicht gerade wenig und die Frustkäufe sind in meinem finanziellen Rahmen, sodass ich trotz des Shoppings immer noch jedes Monat Geld beiseite legen kann.


    Bei Teilzeitarbeit müsste ich meine Käufe natürlich einschränken und/oder weniger Geld sparen. Und Geld zu sparen ist mir wichtig.


    Aber mittlerweile würde ich dafür Einschränkungen in Kauf nehmen, wenn ich mehr Freiheit/Freizeit hätte.

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    Aber mittlerweile würde ich dafür Einschränkungen in Kauf nehmen, wenn ich mehr Freiheit/Freizeit hätte.

    Ich finde, das ist doch schon mal ein Anfang... und was ist mit der Idee in "deinem" Beruf nach einer Teilzeitstelle zu suchen?

    @ _Parvati_

    dann haben wir wohl grundverschiedene Erfahrungen gemacht, was die Anhängigkeit vom Amt und deren Machenschaften angeht. Sonst könnten wir uns besser nachvollziehen.


    Und klar gönne ich es dir und es ist toll, wenn man das machen darf, was man gerne macht ohne darauf zu achten, ob die eigene Existenz bedroht ist. Aber es ist nicht mal eben so einfach zu bewerkstelligen, bzw mit einem: man muss nur wollen...


    Ich sehe es an meinem Mann: mit 16 eine Lehre gemacht (gehasst, war der Wunsch der Eltern), danach Abi nachgemacht, angefangen zu studieren, durch sämtliche behördliche Raster gefallen, so dass er neben dem Studiumteilweise 3 Nebenjobs hatte, bis er das Studium abbrechen musste da er es sich nicht mehr finanziell leisten konnte.Seitdem hoppt er von Hilfsjob zu Hilfsjob... Zeitarbeit etc. Es kommt rein gar nichts bei rum... keine unbefristeten Stellen, nur ein verheizen der Arbeitskraft. Und ständig noch das Amt im Nacken... Wenn du hier nicht spurst bekommst du ratzfatz ne Maßnahme etc. aufgedrückt... und zwar sinnlose.


    Immer wennb er eine neue Chance sah (Studium fortsetzen, Ausbildung machen) scheiterte es an den Geldern... mal ist er zu alt, dann gibt es keine förderung vom Amt... bestes Beispiel: er wollte eine Ausbildung zum MTRA machen. Kostenfrei. 3 Jahre. Vollzeit. Er musste der Ausbildungsstelle nur belegen, wie er sich die 3 Jahre finanziert... und da sagt das Amt: nö. Und wenn mann VZ arbeitet und nebenher noch pauken muss, wie soll er sich da noch finanzieren. Solche Storys habe ich endlos erleben müssen...

    This Twillight Garden oh das hört sich nicht sehr gut an. Ich hatte solche Storys auch in meiner Umgebung zu genüge gehört. Arbeit und Einkommen hat viel mit Glück gemeinsam. Viele werden auch erst krank von diesem Systhem. Versuchen alles aber ihnen fehlt einfach der Sponsor. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Es ist aber trotz Alledem möglich mit wenig glücklich


    zu werden.

    Zitat

    Es ist aber trotz Alledem möglich mit wenig glücklich


    zu werden.

    Klar, dass sehe ich auch so. Aber wenn du 2 Kinder hast, verantwortung, ist dasnochmalwas anderes. Als Single, bzw. ohne Kinder ist das anders, wenn man von Job zu Job lebt.


    So wäre aber mal was sicheres angesagt, ohne Befristung und unter Mindestlohn...

    Mein Freund hat mir gestern wieder gesagt wie gerne er ein Kind hätte und er würde mich sogar heiraten (obwohl er früher immer gesagt hat er würde nie nie nie jemals heiraten ;-) )


    Irgendwie hat mich das umgehauen.


    Aber es macht mich auch traurig, da ich nicht weiß ob ich ein Kind möchte bzw. ob ich das schaffen würde.


    Andererseits wäre es natürlich auch ein Weg, um zumindest eine Zeitlang aus dem Job rauszukommen.


    Bin Ende 30 mittlerweile, sehr viel Zeit für die Familienplanung habe ich eigentlich nicht mehr, nur noch ein paar Jahre....


    ach ich weiß nicht, mir geht so vieles durch den Kopf :°(


    Mein Freund wäre so ein toller Vater, er ist so kinderlieb, eigentlich traurig wenn er wegen mir verzichten muss ":/

    Dich zwingt ja keiner danach wieder arbeiten zu gehen, vorausgesetzt das Gehlat von deinem Freund reicht und ihr schränkt euch halt ein ....


    Aber mit Kind hast du den Tag eben auch nicht zu deiner freien Verfügung wie du es gerne hättest, da bestimmt erst mal das Kind wann deine Nacht zu Ende ist und wann du was machst ...

    Das ist klar, dass das Kind dann den Tagesrhythmus vorgibt, zumindest die ersten Jahre.


    Ich bin so hin- und hergerissen.


    Ich weiß schon längere Zeit dass mein Freund gerne Nachwuchs hätte, aber so direkt wie gestern hat er es noch nie gesagt.


    Ich muss da wohl einige Zeit drüber nachdenken....


    Das ist eine Entscheidung, die man nie wieder rückgängig machen kann.

    Das ist vor allem bei dir eine Entscheidung die du mal mit dem spitzen bleistift rechnen solltest und mal schauen ob das Geld überhaupt reichen würde wenn du nicht mehr arbeitest. Denn ansonsten wirst du nach der Elternzeit wieder arbeiten müssen - wie Millionen andere Frauen auch ;-)

    Dann hast Du 3 Jobs, Arbeit, Kind und Haushalt (sobald das eine gewisse Größe erreicht hat, ist "Ich mach den Haushalts-Kram morgen" nicht mehr, weil es sonst zu gefährlich ist, wenn Sachen in Greifweite rumliegen),

    Wir wohnen schon ein paar Jahre zusammen.


    Das ist eben meine Angst dann 3 Jobs zu haben {:(


    Mein Freund tut mir andererseits aber auch leid, dass er wegen mir auf ein Kind verzichten müsste.


    ach, das Leben ist wirklich nicht einfach.....