....das ist auch für mich als jemanden, der jahrelang versucht hat, dieses blöde Abitur zu bekommen und für die Studiermöglichkeit ohne sogar 600 km weit weg gezogen ist, einfach nicht nachvollziehbar - vor allem aber auch, dass man nicht aktiv wird, wenn man im nachhinein das problem erkannt hat.

    Es geht mir heute wieder alles so dermaßen auf den Keks, dass ich am liebsten irgendwo runterspringen würde.


    Mir geht die Arbeit so am Arsch vorbei, es fällt mir immer schwerer dieses Tatsache im Büro zu verbergen. Aber nach außen muss ich lächeln und so tun, also würde mich der unnötige Kram zumindest peripher tangieren. Wobei ich das Lächeln mittlerweile auch oft schon unterlasse, da ich es einfach nicht mehr schaffe, die Maske permanent aufzusetzen.


    Vielleicht sollte ich immer schlampiger arbeiten und Fehler einbauen, damit ich gekündigt werde und damit die Sperrfrist umgehe, die ich hätte, wenn ich selbst kündige. Mich nebenbei zu bewerben, das schaffe ich einfach nicht. Ich habe den Kopf nicht frei, oft ist nur Hass, Wut, sich eingesperrt fühlen, der Wunsch nicht mehr zu existieren unter diesen Umständen..... Dazu kommt das Lähmungsgefühl. Ich kann mich oft in der Arbeit nicht mehr bewegen, ich starre dann auf den Bildschirm und versuche mich unsichtbar zu machen. Innerlich habe ich Herzrasen, aber mein Körper ist dann gelähmt. :°( Mein Gesicht und Körper ist dann wie eingefroren, das kann minutenlang anhalten.

    Zitat

    Ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner bei solchen Problemen?

    Ja. Und sei ehrlich. Sag ihm, dass du am liebsten wo runterspringen würdest und voller Wut und Hass bist. Dass du diese "Aussetzer" hast und all das, was du hier geschrieben hast.


    Viele Laufen mit sowas zum Arzt und sagen dann "Mir geht es nicht gut, ich hab irgendwie Kopfschmerzen". Das bringt nicht viel. Sei ehrlich!


    Und glaub uns, wenn wir dir sagen: Deine Gefühle haben nichts mit deiner Arbeit zu tun. Sie werden nur durch die Arbeit getriggert. Wenn du die Gefühle aufgearbeitet hast, wird die Arbeit nur noch Arbeit sein: Vielleicht nicht der Spaß deines Lebens, aber auch sicher keine Katastrophe und schon garkein Grund, irgendwo runterzuspringen. @:)

    Ich muss versuchen, es so zu sehen:


    Es ist ja eigentlich eh egal was ich im Leben mache oder nicht mache.


    Irgendwann ist eh alles vorbei, dann ist es sowieso egal.


    Ich werde die Zeit weiterhin absitzen, es muss irgendwie gehen....


    Der Arzt würde es mir nicht glauben, dass es mir schlecht geht.


    Die Kollegen würden mich hassen, wenn ich ausfalle.


    Und die Freude hätten wahrscheinlich auch kein Verständnis.


    Einer Freundin hatte ich mich geöffnet (ich hatte jahrelang ein offenes Ohr für IHRE Nöte), aber sie wollte mich nicht verstehen und hat mir die Freundschaft gekündigt.

    Wieso gehst du nicht zu deinem Hausarzt ? Wieso glaubst du das der dir nicht glauben würde ?


    Und mal ganz ehrlich: Das was du hier schreibst schreit "Depression" und das ist eine Krankheit die behandelt werden kann. Warum versuchst du es nicht wenigstens sondern ziehst dich auf deine Meinung zurück ? Willst du überhaupt das es besser wird ?

    Zitat

    Ich kann mich oft in der Arbeit nicht mehr bewegen, ich starre dann auf den Bildschirm und versuche mich unsichtbar zu machen. Innerlich habe ich Herzrasen, aber mein Körper ist dann gelähmt. :°( Mein Gesicht und Körper ist dann wie eingefroren, das kann minutenlang anhalten.

    Krass :-o ist das echt so oder steigerst du dich "nur" rein aus lauter Wut?

    Zitat

    Ich werde die Zeit weiterhin absitzen, es muss irgendwie gehen....

    Nein, muss es eben nicht. Ist deine Angst zu dir zu stehen so groß? Ist dir dein "Ansehen" wichtiger als deine Seele? Was die Anderen denken?

    1. Dann such dir einen anderen Arzt. Und warum glaubst du, er würde dir nicht glauben?


    2. Die Kollegen können dir jetzt egal sein. So gut scheint ihr euch ja nicht zu verstehen, sonst würden sie ja sehen, wiees dir geht.


    3. Was hast du denn dann für oberflächliche Freunde? Verurteile sie nicht. Vlt hat der Eine oder Andere auch schon was mit seiner Psyche gehabt und du weißt es nur nicht?

    liebe milky

    habe lange nicht mehr hier hereingeschaut, aber du weißt ja, dass es mir im wesentlichen sehr ähnlich geht wie dir.


    und als ich das hier gelesen habe

    Zitat

    Es geht mir heute wieder alles so dermaßen auf den Keks, dass ich am liebsten irgendwo runterspringen würde.


    Mir geht die Arbeit so am Arsch vorbei, es fällt mir immer schwerer dieses Tatsache im Büro zu verbergen. Aber nach außen muss ich lächeln und so tun, also würde mich der unnötige Kram zumindest peripher tangieren. Wobei ich das Lächeln mittlerweile auch oft schon unterlasse, da ich es einfach nicht mehr schaffe, die Maske permanent aufzusetzen.

    Zitat

    Ich habe den Kopf nicht frei, oft ist nur Hass, Wut, sich eingesperrt fühlen, der Wunsch nicht mehr zu existieren unter diesen Umständen..... Dazu kommt das Lähmungsgefühl. Ich kann mich oft in der Arbeit nicht mehr bewegen, ich starre dann auf den Bildschirm und versuche mich unsichtbar zu machen.

    musste ich was schreiben, denn es geht mir haargenau gleich!!!!!


    ich kriege eine mords wut und einen unsagbaren hass, weil ich hier jeden tag eingesperrt bin und kann das immer schlechter verbergen. ich sitze da, sollte dinge anpacken und starre aber einfach ins leere. ich sitze mit den kollegInnen beim kaffee und verdrehe innerlich die augen über diese dermaßen dummen, oberflächlichen gespräche. ich komme nach hause und motze meinen freund an, weil ich einfach mehr keine lust auf dieses hamsterrad habe.


    dann wieder tut es mir meinem chef gegenüber leid, dass ich so fühle und mir das alles am a... vorbei geht, er hätte wirklich eine engagiertere mitarbeiterin verdient.


    dennoch, ich komme nicht aus meiner haut heraus und momentan habe ich das gefühl, dass es nur mehr eine frage der zeit ist, bis ich komplett ausraste. :°(