eben, Internet bekommt man nicht mit.


    Aber dass ich offen Kugelschreiben zusammenbaue, Bücher oder Zeitschriften lese, oder sogar stricke (was ich gar nicht kann ;-D ), das ist definitiv nicht erlaubt.

    Hey du,


    Bei dir hat sich ja nicht viel geändert, eigentlich gar nichts. Ich frage mich immer noch, was dein Partner zu der Situation sagt, da hast du mir nie drauf geantwortet. Ich weiß ganz genau, dass mein freund energisch auf den Tisch hauen würde, auf Dauer wird doch auch die Beziehung drunter leiden oder?


    Ich verstehe auch immer noch nicht, wieso du dich nicht bewirbst und schaust, dass du woanders hin kommst mit dreißig Stunden in der Woche. Hast du solche Angst vor einem Neueanfang? Ich würde das nicht aushalten, jeden Tag wie ein Zombie da zu sitzen.

    Ich habe mir das jetzt alles durchgelesen und denke mir so einiges dazu...


    Das Argument, dass Du nichts lernen koenntest, da Dein Chef dann die Unterlagen sieht, ist ehrlich gesagt Schwachsinn.


    Man kann ja auch einfach am PC lernen. Beim Fernstudium laeuft eh viel ueber eLearning und sonst scannt man sich die Sachen halt ein, packt sie in die Cloud - et voila.


    Ich habe zur Zeit 3 Jobs. Mache 40 Stunden an der Uni fuer meine Masterarbeit(keine Bezahlung natuerlich), gehe 15-20 Stunden im Supermarkt arbeiten und dann arbeite ich so 1-2 mal im Monat am Wochenende auf Events(Freitagabend bis Sonntagabend 35-45 Stunden).


    Letzte Woche waren es 90 Stunden und 1100 Kilometer.


    Nebenbei lese ich meine Fachliteratur, kuemmere ich mich um den Haushalt, den Nachlass meines Vaters, besuche meine Freunde, die ueberall in Deutschland verstreut leben und fuehre eine Fernbeziehung.


    Da es mir langsam echt zuviel wird, reduziere ich ab Mitte Oktober die Stunden bei einem Job. Und wenn das bei dem Job nicht gegangen waere, haette ich mir auch einen anderen gesucht.


    Man hat IMMER eine Wahl.


    Denke bitte mal drueber nach, ob Dir Deine Lebensfreude und Deine Gesundheit wirklich so verdammt wenig wert ist...

    Zitat

    Da es mir langsam echt zuviel wird, reduziere ich ab Mitte Oktober die Stunden bei einem Job. Und wenn das bei dem Job nicht gegangen waere, haette ich mir auch einen anderen gesucht.

    Man muss aber auch fairerweise sagen: Vieles ist eine Frage der Gewöhnung. Das Pensum, welches Du jetzt die letzten Wochen und Monate gestemmt hast, würden andere nichtmals eine halbe Woche stemmen können. Weil sie es nicht gewohnt sind. Hinzu kommt, dass manche Menschen nie gelernt haben, ihren Alltag effektiv zu nutzen und die Abläufe zu optimieren. Es ist dann sicherlich auch ein Kraftakt, aus diesen gewohnten Strukturen ausbrechen zu können. Im Ergebnis bin ich aber völlig bei dir.

    @ Braunesledersofa:

    Mein Partner weiß bescheid über meine Situation. Ich habe schon oft mit ihm darüber gesprochen, aber er weiß auch keine Lösung.


    Er ist selbst mittlerweile unzufrieden mit SEINEM Job (er ist 10 Jahre beim selben Arbeitgeber, und im Laufe der Zeit hat sich wohl einiges zum negativen entwickelt).


    Aber hält auch durch. Ihm gehts aber nicht so schlecht wie mir.


    Bei mir ist es viiiiiieeeel ausgeprägter.


    Und ja: Ich HABE Angst vor einem Neuanfang. Ich trau mir selbst ja nix zu. Hab den Großteil meines Arbeitslebens als "Zombie" verbracht. Möglichst wenig auffallen, möglichst wenig Verantwortung... Weil mich die Arbeit nie interessiert hat. In jedem Büro war es das gleiche.

    @ SinaSoundSo:

    Du hast in einer Woche 90 Stunden gearbeitet?? ":/


    Eine ganze Woche ht 168 Stunden (7 x 24 Stunden).


    Wenn man die gearbeiteten Stunden abzieht, dann bleiben in der ganzen Woche nur 78 Stunden übrig.


    Nur 78 Stunden in einer Woche haben gereicht für Schlafen, Essen, Freunde besuchen?


    90 Wochenstunden sind mehr als die doppelte Normalarbeitszeit!


    Das kann auf Dauer aber auch nicht gesund sein. :|N


    Nö sorry, damit kann ich mich absolut nicht vergleichen.


    Absolute Horrorvorstellung.


    Ich empfinde meine 40 Stunden pro Woche schon als viel zu viel.

    Ich verstehe ja, dass Du ungluecklich in/mit Deinem Job bist. Aber ich verstehe einfach nicht wie die Angst vor etwas Neuem so gross sein kann, dass Du hinnimmst, dass Dein ganzes Leben dadurch ungluecklich ist und es Dir JEDEN Tag schlecht geht...


    Jammerst Du gerne? Das ist jetzt nicht boese gemeint sondern wirklich eine ernstgemeinte Frage.


    Ob die 78 Stunden gereicht haben? Nein, dafuer reicht die Zeit nie;-)


    Ich schlafe im Normalfall 6 Stunden, momentan weniger, da es mir wegen Papas Tod nicht gut geht. Komme so auf 3,5 bis 5 Stunden.


    Ich war letzte Woche auch nur einmal beim Sport, habe die Autofahren zum Telephonieren mit Freunden genutzt und am Freitag habe ich mir einen netten Abend mit meiner Mam und meinem Bruder gemacht.


    Musste halt so reichen. Da habe ich aber einfach nicht gross drueber nachgedacht weil es eh nicht zu aendern war.


    In der Uni habe ich aber auch immer mal so 20-30 Minuten Leerlauf wenn meine Messungen laufen. Die nutze ich zum Essen, fuer meine ebay-Auktionen, zum Recherchieren fuer die Arbeit oder zum Schreiben.


    Klappt wunderbar. Zum Jammern ist mir meine Zeit zu schade...

    Hallo Milky,


    ich habe nun alle deine Beiträge in diesem Thread gelesen (bekomm ich ein Fleißsternchen ;-D ?) Es ist interessant, wie immer wieder Phasen aufkamen etwas zu ändern (Psychologe, Auseinandersetzung mit dem Kundenwunsch) und diese wieder vergingen. Es geht mir teilweise ähnlich wie dir, ich bin nicht so glücklich mit meiner Berufswahl, habe aber auch noch nicht herausgefunden, was mir mehr liegen würde. Manchmal hab ich richtig traurige Phasen und frage mich, wofür ich überhaupt arbeite (und lebe...). Allerdings gibt es auch Tage, da macht mein Job mir richtig Spaß. Die scheint es bei dir ja nie zu geben? Obwohl zB deine Kollegen nett sind und du gut verdienst?


    Was mich interessieren würde: Hast du ein längerfristiges Ziel, für das du Geld verdienst? Also nicht das nächste Pafum oder den nächsten Urlaub generell. Sondern etwas, wofür du 2-3 Jahre oder länger sparen musst?


    Wie geht dein Partner eigentlich mit deinen Launen um? Du sagst er weiß auch keine Lösung. Aber wie reagiert er auf deinen immerwährenden Jobfrust, bei dem absolut kein Ende abzusehen ist?

    @ SinaSoundSo

    wow, du hast echt Power, Wahnsinn! :-o


    Unglaublich wieviel du machst. Aber pass auf, dass es nicht zu viel wird. Eine Zeitlang kann man vielleicht auf 110 % fahren, aber irgendwann könnte es kippen. Pass auf dich auf!


    Und wie gesagt habe ich ein paarmal das Büro gewechselt, aber überall das gleiche und hier ist wie gesagt noch das kleinere Übel.


    Mir fällt kein Job ein, der mich interessieren könnte.

    @ Stechmücke:

    ;-) Hier bekommst du dein Fleißsternchen! :)*


    Wahnsinn dass du dich am Stück durch meine jahrelangen Faden gelesen hast! ;-D


    Mein Ziel ist ja jetzt die Stundenreduktion, aber es schaut nicht gut aus. :°(


    Es schaut so aus, dass zu 99 % die Kollegin mit dem Burnout nie wieder zurückkommt, der Platz soll aber nicht nachbesetzt werden.


    Und es war daran geknüpft, dass ich reduzieren darf, wenn sie (oder jemand anders) auf den alten Posten zurückkommt. :-(


    Jetzt - da diese Hoffnung zu 99 % zerstört ist - ist meine Motiviation wieder ganz ganz tief unten. Ich versuche jetzt, NOCH weniger zu arbeiten und so viel privates, wie es nur irgendwie geht, während der Arbeitszeit zu erledigen (so viel wie möglich online bestellen, spart Zeit um es in der Freizeit in Shops zu besorgen, private Telefonate, Telebanking usw.)


    Wenn ich hier schon so viele unnötige Stunden sitzen muss und nicht reduzieren darf, dann will ich zumindest dadurch ein bisschen Freizeit herausschlagen, dass ich einiges zuhause nicht mehr erledigen muss. zB Telefonate (ich verstecke mich dazu in einem leeren Konferenzraum).


    Auch lasse ich das Frühstück zuhause jetzt weg. Dann kann ich 15 Minuten länger schlafen. Ich frühstücke jetzt im Büro.

    @ Stechmücke:

    So, zu den restlichen Fragen:


    Ich versuche zuhause nicht zu viel zu jammern. Nur am Sonntagabend kann ich mir Kommentare nicht verkneifen. :°(


    Ein großes finanzielles Ziel habe ich nicht. Hauskauf ist nicht geplant, ich lebe gerne zur Miete.


    Ich spare trotzdem und habe ein nettes Sümmchen. Ich hoffe dass ich dadurch irgendwann mal früher zu arbeiten aufhören kann - das ist aber noch in weiter Ferne, über 25 Jahre.


    Außer Shopping und Urlaub habe ich keine finanziellen Ziele. Ich komme gut über die Runden.


    Mein großer Wunsch wäre eben Stundenreduktion, um mir quasi Freizeit zu kaufen! Und genau das ist mir nicht vergönnt. :°( >:(


    Deshalb wie gesagt mache ich jetzt umso mehr privates in der Arbeitszeit.

    Am Stück? Bist du des Wahnsinns? ;-D


    Du jammerst nur am Sonntag? Und wie reagiert dein Partner darauf? Gibt er dir Halt, gute Laune? Welche Rolle spielt er in deinem Leben?


    Ich könnte mir vorstellen dass ein finanzielles Ziel motivierend wirken könnte. Bisher lebst du ja eher so in den Tag hinein, oder? Ein Haus muss das ja nicht sein. Aber was hast du denn generell für Ziele im Leben?


    Mir fällt es schwer Ziele zu finden. Haus, Kinder, das will ich auch nicht. ??Mein nächstes Ziel ist deshalb: schuldenfrei bis 2017. das lässt mich dann auch blöde Phasen überstehen, weil ich ja weiß, dass jede Minute Arbeit mich diesem Ziel näher bringt??

    @ Milky

    Zitat

    Und ja: Ich HABE Angst vor einem Neuanfang.

    Vielleicht solltest du hier erst mal für dich klären, ob deine Ängste rational oder irrational sind. Ich habe, unter anderem, das Thema auch derzeit mit meinem Therapeuten. Ich möchte nämlich meine Angst vorm Autofahren in den Griff bekommen. Sicher eine andere Art von Angst als deine, aber viele Ängste haben auch Parallelen. Die eine Parallele ist, überhaupt erst mal den Schritt zu gehen, die Angst in Angriff zu nehmen und sich nicht weiter von der Angst beeinflussen lassen.


    Mein erster Schritt war, das Problem bei meinem Therapeuten anzusprechen und erst mal darüber zu reden und dann einfach zu MACHEN. Vor ein paar Tagen bin ich also mit meinem Mann auf eine abgelegene, landwirtschaftlich genutzte Betonstraße gefahren und habe mich dort einfach hinters Lenkrad gesetzt und bin los gefahren - das erste Mal nach 10 Jahren.


    Natürlich hatte ich typische Angstsymtome... Schwitzen, Herzrasen und mein Kopf war so rot und kurz vorm Platzen ;-D Mit der Zeit wurde es aber besser. Am Wochenende will ich dann auf der normalen Straße fahren, wenn auch erst mal in einer ruhigen Gegend. Aber Schritt für Schritt zum Ziel und Schritt für Schritt die Angst abbauen.

    Zitat

    Ich trau mir selbst ja nix zu.

    Ja, und ich hielt mich auch immer für zu doof zum Autofahren... Und dann die ganzen Drängler und der Verkehr, der mich eh nur überfordert; Unfälle, die mir passieren könnten; Angst die Kontrolle zu verlieren usw.

    Zitat

    Hab den Großteil meines Arbeitslebens als "Zombie" verbracht.

    Und ich habe mich die letzten Jahre chauffieren lassen. Entweder von meinem Mann oder vom ÖPNV :-DIch glaube sogar, dass ich die ein oder andere Jobmöglichkeit verpasst habe, als ich noch gesund war, mich aber nicht traute, mit dem Auto zu fahren.

    Zitat

    Weil mich die Arbeit nie interessiert hat. In jedem Büro war es das gleiche.

    Dann ist es wohl einfach nicht der richtige Beruf für dich. Mach dich doch mal mit deinen Stärken, Schwächen und Interessen vertraut. Wer weiß, vielleicht wäre eher Konditorin, Physiotherapeutin, Chemikerin oder Informatikerin was für dich, oder was auch immer.

    @ Parvati:

    Uuuund wie läuft es mit dem Autofahren? Bist du in der Zwischenzeit wieder gefahren?


    Und nein, ich wüßte keinen Beruf der mich interessiert.


    Am liebsten wäre ich reiche Erbin, Lottomillionärin oder Millionärsgattin.


    Leider schaut die Realität anders aus.


    Aber ich arbeite weiter an Strategien, um irgendwie durchzuhalten und die Tage durchzustehen.


    Das Frühstück lasse ich jetzt wirklich immer weg und esse im Büro zwischendurch.


    Pro Tag spare ich so 15 Minuten, also immerhin über eine Stunde pro Woche.


    Und ich habe mir angewöhnt, dass ich morgens einstemple und dann erstmal 10 - 15 Minuten am Klo verschwinde (bevor mich Kollegen sehen). Dann habe ich noch ein bisschen meine Ruhe und kann am Handy Nachrichten verschicken usw.


    Einfach noch ein bisschen Ruhe haben.


    Auch die Maniküre mache ich jetzt im Büro (verzieh mich mit der Nagelfeile aufs Klo, dann vergeht auch wieder ein bisschen Zeit....)

    Zitat

    Uuuund wie läuft es mit dem Autofahren? Bist du in der Zwischenzeit wieder gefahren?

    Ja, aber noch nicht auf der richtigen Straße. Mein Mann hat festgestellt, dass noch die Autoversicherung geändert werden muss. Er ist dort noch als Alleinfahrer eingetragen, was die Versicherung etwas günstiger macht.

    Zitat

    Und nein, ich wüßte keinen Beruf der mich interessiert.

    Wie hast du denn deinen jetzigen Beruf ausgewählt?


    Ich glaub, dir fehlt wahrscheinlich auch die Vorstellung, was alles möglich ist.