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    Das Leben deiner Freundin klingt toll.

    Wenn man auf Lebenszeit finanziell versorgt ist ist das richtig toll. Ich würde platzen vor Neid. Ich mag meinen Job sehr aber meine Freizeit mag ich lieber.


    Wenn es aber nur ein vorübergehender Zustand mit extrem negativen Konsequenzen ist, ist es unschön. Ich kannte während des Studiums auch ein paar ewige STudenten die nichts zustande gebracht haben. Die waren meistens mies drauf und leicht depressiv weil sie wussten irgendwann holt es sie ein.

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    In diesem Fall hat man wohl einige Zukunftsängste. Aber sonst kann es durchaus sein, dass es der Schwester genauso gut geht, wie meiner Freundin... die ist fürs Leben versorgt, hat ihre Hobbies und Interessen (während andere arbeiten, widmet die sich eben ihren Interessen... natürlich nachdem sie ausgeschlafen hat )

    ok, wenn man natürlich nun verwöhnt ist mit wohlhabenden eltern, denen es eh auch nichts ausmacht weiterhin zu zahlen, man nebenher seinen hobbies nachgeht – dann hat man zumindest keine existenziellen nöte für die zukunft (zumal selbst wenn die eltern in dem fall ableben, man ja haus und hof erbt – und es sich entsprechend weich fällt).


    in dem fall ist es wahrscheinlich auch um einiges leichter nach außen hin den "guten schein" zu wahren wenn fragen kommen "was man denn eigentlich so "beruflich" macht".


    aber so richtig sinnhaftig wird das leben dadurch natürlich auch nicht –

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    Es kommt halt darauf an, ob die Gefahr besteht, dass das Leben irgendwann (beispielsweise mit dem Tod der Eltern) vorbei ist.

    Witzigerweise haben es SOLCHE Frauen, die so rundum versorgt sind, meistens auch noch das Talent, sich dann einen Mann zu suchen, wo sie ihr Sorglos-Paket weiterleben können... klar ist SO ein Leben beneidenswert, aber das ist nun mal die Ausnahme, wie ein Lottogewinn.

    Also ich versteh auch nicht, wieso du jammerst. Aber ich versteh, wieso du unzufrieden bist, wenn du offenbar nicht mal ne Ausbildung gemacht hast. Dann ist es kein Wunder, wenn du nur doofe langweilige Jobs machen kannst.


    Und so wie deine Schwester lebt, findest du das gut? Du kannst doch auch studieren oder so, aber man kann das auch, wenn man nicht bei den Eltern wohnt und wenn man nebenbei arbeitet... wenn so doofe Jobs nur "nebenbei" sind, dann hält man das auch viel besser aus.


    Ich finde weder dein Leben gut noch das deiner Schwester. So ein Mittelding wäre richtig.... erst studieren, evtl. auch nicht von Mutti finanziert und nebenbei blöden Job machen, aber danach RICHTIG arbeiten, was einem auch irgendwie Spaß macht. Und selbst wenn du keine Idee hast, was du machen sollst: hättest du in deinem Job ne Ausbildung gemacht, müsstest du immerhin wahrscheinlich weniger arbeiten und würdest mehr Geld dafür bekommen. ":/


    Also ich studier auch schon 13 Semester, aber ich habe fast immer nebenbei gearbeitet, also hab ich einen Grund und muss mich da auch nicht anpampen lassen. Ich hab keinen Cent BaföG bekommen etc... ;-) Und meine Nebenjobs sind echt doof, langweilig und peinlich gewesen... aber das ist mir auch egal, weil ich halt sowas arbeiten muss, weil ich ja noch keine Ausbildung fertig hab. Aber danach... danach wird sichs lohnen.


    Du und deine Schwester, ihr steckt da anscheinend ewig drin und zumindest du für dich solltest da versuchen, rauszukommen. Für deine Schwester oder deine Eltern oder so kannst du das nicht entscheiden, nur für dich. :)z

    Ja das stimmt. Ich stecke in einer Sackgasse fest. Mein Bürojob gefällt mir nicht aber ich habe keine Kraft/nicht den Mut was zu ändern. Ich trau mir auch nicht wirklich viel zu. Neu bewerben bringt nichts, da es in jedem Büro das selbe war. Ich habe mittlerweile Strategien entwickelt um den Arbeitstag zu überstehen. Die meiste Zeit bin ich geistig gar nicht anwesend. Ich träume so vor mich hin und täusche vor ich würde arbeiten, damit ich nicht zu viel Arbeit auf den Schreibtisch bekomme. Weil die Arbeit an sich finde ich langweiliger als vor mich hin zu träumen. Am liebsten wäre es mir man würde mich komplett in Ruhe lassen. Dann kann ich manchmal eine Art Trancezustand erreichen und die Stunden verfliegen. Aber es ist lästig wenn jemand (Kollege oder Abteilungsleiter) etwas von mir will. Dann bin ich innerlich total gereizt wenn ich aus meiner Trance gerissen werde. Es wird immer schwieriger für mich zu verbergen, dass ich meistens geistig gar nicht "da" bin. - Hab vor kurzem über Boreout gelesen und das beschreibt EXAKT mein Problem.

    Oje... das klingt ja furchtbar... du musst dringend was ändern!


    Außerdem blockierst du einen Job, den jemand Anders vll dringend brauchen könnte und den du ja anscheinend nicht wirklich machst, wenn du da die meiste Zeit nur vor dich hin drömmelst. Fällt das nicht auf, das du keine Leistung bringst oder machen Andere deine Arbeit mit?


    Es gibt doch Möglichkeiten dein Leben zu ändern. Du willst doch nicht die nächsten 34 Jahre SO weitermachen bis zur Rente?


    1. du bist Gesund. Alleine DAS ist schon mal super :)^


    2. Du könntest studieren (Tanz, Kultur was auch immer etc.) und nebenbei eben 20 std und am WE und den Semesterferien arbeiten. Wenn du ein tolles Studium hast, nervt dich ein monotoner Job nicht mehr so, weil du weißt, wofür.


    3. Du könntest dich auch kündigen lassen und erstmal eine Auszeit nehmen. Dann bekommst du zwar nur ALG1, könntest aber die Zeit nutzen, mit dir klar zu kommen, eine Therapie zu machen etc.

    Ich hatte schon mehrere Arbeitsstellen, und bis auf einen Job (der extrem stressig war und mich total überfordert hat!!) waren die Bürojobs überall so öde und langweilig und oft sehr wenig zu tun. Hier wurde ich zB zusätzlich eingestellt damit es in den Urlaubszeiten nicht eng wird. Aber während dem Jahr ist eher wenig für mich zu tun. Es wäre zwar mehr Arbeit möglich, aber die Kolleginnen die schon langjährig da waren wollen kaum was deligieren. Einerseits bin ich froh drüber, weil ich eh schon an einem Punkt bin wo ich schon durch die wenige Arbeit genervt bin, aber andererseits verstärkt sich das Problem natürlich immer mehr. - Ich hatte schon Jobs wo ich von den 8 Stunden Anwesenheit nur eine halbe Stunde Arbeit hatte!! Und das war vor Zeiten des Internets, wo man jetzt heimlich surfen kann. Ich musste jahrelang täglich 7 - 7,5 Stunden irgendwie vorüberbringen und da habe ich diese "Trance" entwickelt, wo ich einfach abschweife. Und die rutsche ich auch heute noch oft rein, ob ich will oder nicht.

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    Ich hatte schon Jobs wo ich von den 8 Stunden Anwesenheit nur eine halbe Stunde Arbeit hatte!!

    Ich hatte als Studentin mal so einen Nebenjob. Da war ich pro Schicht 7 Stunden und nach etwa 20 min mit der Arbeit fertig. Trotz Internetzugang und der Möglichkeit mich sonstwie zu beschäftigen war es die reinste Folter auf Dauer.


    Ich hab da gelernt, bin im Treppenhaus gelaufen um etwas Bewegung zu bekommen, hab stundenlang telefoniert, mit dem Kopf auf dem Tisch geschlafen und dicke Romane verschlungen. Trotzdem war es grauenhaft und ich hab nach einem Jahr gekündigt. Das Jahr habe ich nur ausgehalten weil der Job übertrieben gut bezahlt war. Und ich war da nicht jeden Tag.


    Ich würde mir an deiner Stelle wirklich mal Alternativen überlegen. Sowas hält man nicht aus.

    Ich halte das nun schon über 10 Jahre so aus (von den 15 Berufsjahren). Jetzt habe ich wenigstens Internet, kann ein bisschen surfen, in Foren lesen und schreiben. Früher hatte ich gar nichts! Wenn ich Bücher lesen, schlafen, telefonieren oder herumgehen dürfte hätte ich kein Problem die Stunden gut rüberzubekommen. Bin ja absolute Öde gewöhnt. Ich sitze die 8 Stunden am Platz und versinke in meinen Gedanken. Zur wenigen Arbeit muss ich mich total überwinden, mich richtig versuchen aus der Trance zu reißen. Abends bin ich total fertig vor lauter Langeweile. Mache viel Sport abends um meinen Körper wieder zu spüren und komme leider dadurch fast immer zu spät ins Bett, weil ich noch viel machen möchte nach dem langen, faden, unnötigen Arbeitstag. Dadurch bin ich am nächsten Tag extrem müde, aber irgendwie hilft mir die Müdigkeit den faden Arbeitstag zu überstehen, weil ich leichter in die Trance komme. Ein Teufelskreis! Aber ich komm da nicht raus... Mehrere Versuche sind gescheitert.

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    Ich träume so vor mich hin und täusche vor ich würde arbeiten, damit ich nicht zu viel Arbeit auf den Schreibtisch bekomme.

    Sorry, aber das ist irgendwie auch selbstgemachter Bore-Out. Wenn Du quasi selber aktiv verhinderst, mehr Arbeit zu bekommen.

    Sunflower, lies dich mal über Boreout ein. Das ist typisch für das Krankheitsbild. Weil man schon so "ausgelangweilt" ist, dass man gar nicht mehr Arbeit schafft.... Und weil man sich auch dafür geniert zuzugeben dass man nicht ausgelastet ist und weil der Job dann ja auch gestrichen werden könnte. Lies mal die Beschreibung eines Boreout durch. Ich habe das selbst erst vor kurzem entdeckt und absolut erstaunt, wie exakt es meine Situation beschreibt.

    ...außerdem läuft man dann auch Gefahr, zu viel Arbeit zu bekommen, wenn man sich deshalb an höhere Stellen wendet. Und zwar vielleicht soviel, dass man das dann auch nicht mehr schafft. Wäre ja möglich. :)z


    Die Gefahr des Jobverlustes würde ich auch nicht unterschätzen.

    Was sagst du denn zu meinen Vorschlägen

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    2. Du könntest studieren (Tanz, Kultur was auch immer etc.) und nebenbei eben 20 std und am WE und den Semesterferien arbeiten. Wenn du ein tolles Studium hast, nervt dich ein monotoner Job nicht mehr so, weil du weißt, wofür.


    3. Du könntest dich auch kündigen lassen und erstmal eine Auszeit nehmen. Dann bekommst du zwar nur ALG1, könntest aber die Zeit nutzen, mit dir klar zu kommen, eine Therapie zu machen etc.

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    Ich hatte schon mehrere Arbeitsstellen, und bis auf einen Job (der extrem stressig war und mich total überfordert hat!!) waren die Bürojobs überall so öde und langweilig und oft sehr wenig zu tun. Hier wurde ich zB zusätzlich eingestellt damit es in den Urlaubszeiten nicht eng wird. Aber während dem Jahr ist eher wenig für mich zu tun. Es wäre zwar mehr Arbeit möglich, aber die Kolleginnen die schon langjährig da waren wollen kaum was deligieren. Einerseits bin ich froh drüber, weil ich eh schon an einem Punkt bin wo ich schon durch die wenige Arbeit genervt bin, aber andererseits verstärkt sich das Problem natürlich immer mehr. – Ich hatte schon Jobs wo ich von den 8 Stunden Anwesenheit nur eine halbe Stunde Arbeit hatte!! Und das war vor Zeiten des Internets, wo man jetzt heimlich surfen kann. Ich musste jahrelang täglich 7 – 7,5 Stunden irgendwie vorüberbringen und da habe ich diese "Trance" entwickelt, wo ich einfach abschweife. Und die rutsche ich auch heute noch oft rein, ob ich will oder nicht.

    Oh Gott jetzt dachte ich gerade echt, dass ich das geschrieben hätte!! :-o Genau SO gings mir letztes Jahr fast 1 Jahr lang... Hatte im Januar eine neue Stelle angefangen und da lief es EXAKT so ab!!! Da geht man fast drauf :(v