@ This Twilight Garden:

    Was ich immer mehr feststelle: Die Freundinnen mit Kindern haben es wirklich auch nicht leicht. War in letzter Zeit öfters zu Besuch (ganze Nachmittage im Urlaub), und da hab ich gesehen dass es wirklich stressig sein kann.


    Da finde ich meinen Alltag jetzt eigentlich im Vergleich wieder besser, da ich die Freizeit nach meinem Geschmack einteilen kann.


    Also stimmt eigentlich, liebe Twilight Garden!


    Du öffnest mir immer wieder die Augen! Danke dafür! :)^


    Am Alltag meiner Schwester und meiner Tante fällt mir aber eigenlich nichts negatives auf. Die leben ihr Leben. Meine Schwester natürlich nicht so frei, da sie ja keine eigene Wohnung hat. Aber meiner Tante gehts super, die reisen auch sehr viel.

    bitte, bitte :-)


    eben, mit kleinen kindern (babys) ist man sehr eingeschränkt – wäre also gar nichts für dich. jedenfalls, wenn man sich selber kümmert und keine oma etc. hat.


    ich war in den letzten 3 jahren genau 2mal alleine mit meinem mann abends essen, da unsere große mit dem kiga auf einer ausreise war.


    und jetzt, mit maus nr. 2 (9 monate), wird es sehr lange dauern, dass wie mal richtig frei haben. aber so ist das nun mal. es ist immer gut, sich beide seiten anzusehen. sicher, ich arbeite nicht, aber kinder betreuen, sich kümmern etc. ist auch arbeit ;-)


    und deine tante ist echt ne ausnahme. sie ist total abhängig von ihrem mann. wenn der sie verlassen sollte, steht sie mit nichts da...


    und über deine schwester brauchen wir nicht reden...

    Hi an meine treuen Leser!


    So, jetzt kann ich euch vom Besuch bei der Psychologin berichten, wo ich am Freitag war.


    Sie hat leider gesagt dass sie eigentlich nicht weiß wie sie mir helfen soll. ":/


    Habe ihr mein Problem geschildert, sie hat gemeint dass es halt so ist dass man arbeiten muss, sie muss selber 3 mal pro Woche in die nächste Großstadt pendeln, das ist halt so.


    Mit meiner Schwester soll ich mich nicht vergleichen, da ich die bessere Lage habe.


    Dass ich wohl in Bezug auf die Berufswahl damals nach der Schule zu wenig von den Eltern unterstützt wurde, dass ich länger hätte überlegen sollen was ich arbeiten möchte.


    Als "Hausübung" soll ich die Plus- und Minuspunkte meiner Arbeit aufschreiben (obwohl ich ihr diese bereits aufgezählt habe in der Stunde).


    Sie will eher daran arbeiten welche Arbeit für mich geeigneter wäre.


    Naja, eher unbefriedigend für mich.


    Und es kostet 70 Euro pro Stunde, die ich selbst zahlen muss. :-|


    In 2 Wochen habe ich wieder einen Termin, aber bin am überlegen ob ich wieder absage.


    Ich glaube nicht dass mir das was bringt. :-(

    Das war das Erstgespräch.


    Eine Stunde lang. Aber natürlich gleich voll zu bezahlen (70 Euro).


    Was mich halt stutzig macht ist, dass sie die Worte wirklich so gewählt hat "Ich weiß eigentlich nicht wie ich ihnen helfen kann"


    Und dass sie jetzt in Richtung "Berufsberatung" weitermachen möchte, obwohl ich ihr gesagt habe dass ich mir auch keinen anderen Job vorstellen kann, der mir gefallen würde.


    Dass ich auch als Kind nie einen Berufswunsch hatte.


    Hätte mir eigentlich Strategien erhofft die Unzufriedenheit loszuwerden.


    Sie hat nur gemeint man soll auf sich selbst schauen und nicht mit anderen vergleichen.


    Habe geantwortet dass ich vom Kopf bzw. Verstand her das alles ja weiß, aber die Gefühle halt trotzdem negativ sind.


    Schade dass sie mir nicht helfen kann.


    Wenn es nicht so teuer wäre würde ich es vielleicht weiter versuchen, aber 70 Euro pro Stunde sind viel Geld. :-|


    Bin jetzt stark am Überlegen die nächste Stunde abzusagen.


    Helfen kann mir wahrscheinlich sowieso niemand.


    Hab mit einer guten Freundin dann telefoniert (die in Therapie ist, aber bei einer anderen Therapeutin, sie hat allerdings "richtige" Probleme, nimmt seit Jahren Antideprissiva).


    Da hat mir das Gespräch mit der Freundin eigentlich mehr gebracht (Trost, Aufmunterung, Verständnis...) als das Gespräch mit der Psychologin.

    uff, also, 70€ pro stunde aus der eigenen tasche zu zahlen – da wäre ich auch nicht bereit für... ist das in Ö keine kassenleistung?

    Zitat

    Hätte mir eigentlich Strategien erhofft die Unzufriedenheit loszuwerden.

    eigentlich läuft eine therapie nicht so ab, das jemand mit einem problem kommt, der therapeut sagt ihm, wie er sich anders verhalten kann damit es ihm besser geht, und dann ist derjenige zufrieden.


    meistens ist das problem, das an der oberfläche zu sehen ist gar nicht die wurzel, der auslöser. der liegt im verborgenen darunter (wie bei einem eisberg) und den gilt es rauszufiltern... durch gespräche etc.


    aber eine strategie kann ich dir sagen:


    das glücks-tagebuch.


    du schnappst dir ein blanco büchlein und schreibst jeden abend mind. 3 dinge rein, die an dem tag für dich positiv waren. soll helfen, die wahrnehmung wieder auf die positiven dinge in deinem leben zu lenken. und wenn du nen durchhänger hast, tut es gut, sich das geschriebene mal durchzulesen.

    Liebe Milky, es tut mir leid das dein Termin so schlecht gelaufen ist. Meine erste Frage ist auch: Wieso musst du das selbst bezahlen? Was würde dir die Krankenkasse zahlen, erst, wenn du eine echte psychische Störung hast, und nicht bereits, wenn du selbst erkennst, das du auf dem besten Weg bist, eine psychische Erkankung zu entwickeln?

    Zitat

    Habe geantwortet dass ich vom Kopf bzw. Verstand her das alles ja weiß, aber die Gefühle halt trotzdem negativ sind.

    Das Problem hierbei ist: Das Fühlen folgt dem Denken. D.h. wenn du 20 mal am Tag denkst "Mir geht es schlecht, ich hasse meinen Job", dann manifestiert sich dieses Denken und wird dann zu einem negativen Gefühl. Irgendwann ist es dann so festgesetzt, dass du dich auch dann schlecht fühlst, wenn du nichtmehr denkst "Mir geht es schlecht, ich hasse meinen Job", und das schlechte Fühlen von alleine kommt.


    Wenn du oft genug denken könntest "Ich habe einen gutbezahlten Job ohne zu viel Stress, mit netten Kollegen, regelmäßigen Arbeitszeiten und einem großzügigen Urlaubsanspruch", dann würde diesem positiven Denken irgendwann (nicht sofort!!!) positives Fühlen folgen.


    Leider ist es schwer, sich ständig zu positiven Gedanken zu zwingen, wenn die nagiven Gefühle so fest verankert sind. Daher wäre es halt gut, wenn du einen Job hättest (oder weniger stunden!), sodass du dich nicht ständig zum positiven Denken zwingen müsstest, dann kämen die positiven Gefühle irgendwann von alleine.


    Aber ehrlich gesagt finde ich die Ratschläge von deiner Psychologin auch nicht gerade 70 Euro Wert, das meiste hattest du von uns bereits gehört, richtig? Es kann natürlich sein, dass sie, wenn du längere zeit (min. mal 2-3 Monate) bei ihr in Therapie bist, auf die Ursachen deines Problemes stößt, aber sowas dauert meistens. Auch, weil Vertrauen aufgebaut werden muss. Ob du bis dahin so viel Geld ausgeben willst, wenn du nicht an einen Erfolg glaubst, musst du selbst einschätzen.

    Danke, This Twilight Garden! Das mit dem Glückstagebuch ist eine tolle Idee! :-D :)^


    Das werde ich auf jeden Fall versuchen! :)z


    Ja leider ist es sehr schwierig dass die Krankenkasse zahlt.


    Die Psychologin hat gemeint es ist recht aussichtslos, dass in meinem Fall etwas von der Kasse übernommen wird.


    Meine Freundin, die in Therapie ist, muss immer wieder darum kämpfen, dass die Kosten übernommen werden, dabei war sie sogar schon mehrmals wochenlang in der Klinik, weil es ihr machmal wirklich extrem schlecht geht und sie arbeitet nur Teilzeit. Und sogar bei ihr laufen jetzt die bewilligten Stunden schon wieder aus und sie befürchtet, dass sie diesmal keine neuen Stunden mehr bezahlt bekommt. :-(


    Also meinst du auch, dass ich eher die nächste Stunde gleich absagen soll?


    Da sie ja eigentlich gesagt hat dass sie nicht weiß wie sie mir helfen kann und weiterhin jedes mal 70 Euro zu zahlen tut schon weh. :-/

    @ HannahWe:

    Auch dir vielen lieben Dank für deinen tollen Beitrag! :-)


    Ja stimmt, eigentlich hatte ich alles von euch schon gehört, was sie mir gesagt hat. ;-D


    Ihr seid wirklich Profis hier! ;-D


    Es ist genau wie ihr sagt, ich muss mir immer wieder - bewusst!! - meine Vorteile vor Augen halten.


    Damit irgendwann die negativen Gefühle vertreiben.


    Ist klar dass das nicht so schnell geht.


    Aber ich setze mich jetzt bewusster damit auseinander, seit ich hier schreibe.


    Dass ich in akuten Frustphasen hier alles rauslassen kann hilft mir SEHR viel!


    Und natürlich immer wieder eure tollen Tipps und Zusprüche! :-D


    Dafür bin ich euch sehr dankbar! :)_

    Was war das eigentlich für eine Psychologin? Ist sie nur eine Psychologin oder eine Psychotherapeutin? Wo liegen ihre Arbeitsschwerpunkte? Macht sie Veraltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie oder anderes? Das sind nämlich so Punkte, die man vor einer Therapie in Erfahrung bringen sollte. Suche dir am besten einen neuen Therapeuten und frage genau nach, was er genau macht bzw. wo seine Schwerpunkte liegen.


    Für dich wäre ein Verhaltenstherapeut, der sich auch ein wenig auf Beruf/Karriere spezialisiert hat wohl noch mit die beste Wahl. Eventuell wäre auch ein Personal Coach was für dich.


    Empfehlen würde ich dir auch mal das Buch "Die 7 Wege zur Effektivität. Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg" von Stephen R. Covey


    Was die Therapiekosten betrifft: Du kommst doch aus Österreich, oder? Da läuft das eh ganz anders als in D. In Ö werden nur sehr wenig Therapien von der Kasse übernommen und dann oft nur bei schweren Fällen soviel ich weiß. Da wirst du tatsächlich sehr schlechte Karten haben.

    @ This Twilight Garden

    Zitat

    und deine tante ist echt ne ausnahme. sie ist total abhängig von ihrem mann. wenn der sie verlassen sollte, steht sie mit nichts da...


    und über deine schwester brauchen wir nicht reden...

    Letztendlich steckt jeder in einem bestimmten Abhängigkeitsverhältnis. Egal ob man nun arbeitet oder nicht. Wer ist denn schon wirklich unabhängig?

    Das mit der Abhängigkeit sehe ich auch so wie Parvati.


    Wer arbeitet ist vom Arbeitgeber abhängig, muss machen was dieser sagt, sich an die Arbeitszeiten anpassen


    Wer nicht arbeitet ist entweder vom Amt oder vom Partner oder den Eltern abhängig und muss dafür mehr oder weniger etwas tun oder auch nicht.


    Aber finanziell unabhängig ist fast niemand (außer sehr reiche Leute)

    Da wundert es mich nicht, dass die Therapeutin dir nicht weiter helfen kann.


    Gehe mal am besten so vor, wie ich bereits geschrieben habe oder frage mal hier im entsprechenden Unterforum für Psychologie nach, an welchen Therapeuten du dich am besten wenden könntest mit deinem Problem.