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    Ich arbeite seid einigen Jahren als Verkäuferin in einem bekannten Lebensmittelgeschäft in Vollzeit ( 45std in der Woche von Mo-Sa, Sonntags frei ).

    Zitat

    Die eigentliche Arbeitszeit beträgt wöchentlich 40Std. Die wahre Arbeitszeit liegt je nach Woche bei ca 45Std.

    Das hatte ich ganz überlesen! Was genau ist denn jetzt eigentlich vertraglich vereinbart?

    @ emma28:

    Aus deinem Link zur Allgemeinverbindlichkeit


    de.wikipedia.org/wiki/Allgemeinverbindlicherkl%C3%A4rung

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    Die Folge ist, dass die Allgemeinverbindlichkeit in Branchen, in denen sie früher regelmäßig beantragt und ausgesprochen wurde (wie z. B. dem Einzelhandel), heute kaum noch eine Bedeutung hat.

    Allgemeinverbindlichkeit ist eine Regelung aus der guten alten Zeit der sozialen Marktwirtschaft und heute durch eine Vielzahl von Sonderregelungen und BAG-Urteile ausgehebelt.

    Ich hab ja auch nicht gesagt, dass der allgmeinverbindliche Tarifvertrag das Allheilmittel für jeden Arbeitnehmer ist, mir wurde nur nicht geglaubt dass es sowas überhaupt gibt.

    Zitat

    Allgemeinverbindlichkeit ist eine Regelung aus der guten alten Zeit (...) und heute durch(...) BAG-Urteile ausgehebelt.

    Die würden mich aber mal interessieren, wenn du welche parat hast, gerne her damit!!!

    @ emma:

    Google mal nach "Allgemeinverbindlichkeit BAG" Da findest du ejde Menge Urteile von denen einige sich eben wie eine Anelitung zur Umgehung der Allgemeingültigkeit lesen.

    oder


    Nach § 1 Abs. 2a des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes müssen Personaldienstleister zwingend ihren Mitarbeitern die Arbeitsbedingungen – also auch die Entgelte – eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrages gewähren, wenn ihre Mitarbeiter Tätigkeiten ausführen, die in den Geltungsbereich eines für allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrages fallen.

    Zitat

    Urteil des BAG vom 21.10.2009 (Az: 5 AZR 951/08) ...nach dem sog. Betriebsbezug jedoch nur dann, wenn der Kundenbetrieb selbst in den Anwendungsbereich des Mindestlohn-Tarifvertrag fällt. ... Der sog. Tätigkeitsbezug ist nicht ausreichend.

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    Er sagte, er müsse uns aufgrund der Tatsache das der Laden privatisiert ist, nichts vergüten

    jetzt musste ich erstmal herzhaft lachen...das ist bullshit...ist nicht nahezu jeder laden "privatisiert" ?


    das meißte ist recht eindeutig geregelt....


    arbeitszeit:


    http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__3.html


    es gibt hier durchaus ausnahmen, die aber wiederum speziell geregelt sein müssen...wie zum beispiel ausgleich etc. berufsgenossenschaften sind immer ganz heiß darauf, sich solche arbeitgeber vorzuknöpfen, gerade was die s.g. 10h verstöße angeht....


    Thema Sonntagsarbeit:


    http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__9.html


    auch hier gibt es ausnahmen...


    http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__10.html


    und darunter fallt ihr nicht...


    normalerweise wird sowas in tarifverträgen oder betriebsvereinbarungen geregelt...meißt zahlen die arbeitgeber 100% zuschlag bei sonntags- oder feiertagsarbeit.


    es gibt allerdings eine kleine lücke, die der arbeitgeber für sich nutzen könnte...nämlich wenn im arbeitsvertrag drinsteht, dass ihr schichtarbeit leisten müsst...und es nicht auf bestimmte tage beschränkt ist...das ist aber meißt nicht der fall...


    so wie ich das bei euch sehe, kommt euer ag nicht daran vorbei, euch eine spezielle vergütung anzubieten...um es euch quasi "schmackhaft" zu machen...er würde sonst gegen geltendes recht verstoßen...


    der gewerkschaft brauchst du deshalb nicht beitreten...macht eigentlich nur noch für größere, tarifgebundene unternehmen wirklich sinn...


    die letzte, und vermutlich wichtigste frage ist...habt ihr einen betriebsrat...der kümmert sich in der regel um sowas...ab einer mitarbeiterzahl von fünf mitarbeitern hättet ihr sonst die möglichkeit einen zu gründen.........


    :)z