• Meine Studenten machen mich fertig.... Fragen an Kollegen...

    ... nachdem hier schon der wiederholte Faden von frustrierten Studenten aufgetaucht ist, dachte ich, ich mache als Dozent (8 Jahre in de Lehre, wiss. Mitarbeiter, post-doc) auch mal einen auf. Wie woanders schon erwähnt, frusten mich meine Anfänger in den Basiskursen ungemein, da ich einfach nicht den Mittelweg zwischen deren Anspruchshaltung…
  • 155 Antworten

    Ich habe den Eindruck dass Du einfach nicht damit klar kommst dass es eben keine Anwesenheitspflicht gibt. Denn Du möchtest ja, dass sich abgemeldet wird und begründest das mit einer Art von "ein Erwachsener geht auch ohne Pflicht hin und entschuldigt sich wenn er nicht kommt". Nein, so ist es eben nicht. Wenn er eben zu viel verpasst schafft er es nicht und Punkt.


    Du hast keine Pflicht zur "Rettung" fauler Studenten, aber eine Pflicht alle den Regeln der Fairness entsprechend zu behandeln.


    Ich habe hier den Eindruck dass Du eine Menge "Schule" und "Erziehungsarbeit" in die Uni mitbringst - etwas, dass da in der Erwachsenenbildung schlichtweg nix zu suchen hat.


    Wer es packt, packte. Wer durchfliegt. fliegt durch. Du bist nicht die Mutter und auch keine Grundschullehrerin.


    (Und ob Du es nachvollziehen kannst oder nicht: Nicht jeder Student kann immer jedes Kind mit in eine Vorlesung mitnehmen ohne dass dieses Kind massiv zum Störfaktor wird oder/und selbst nicht klar kommt. Insofern finde ich es vermessen zu sagen, dass alle, die dahingehend mal ein Problem haben dann nur nicht richtig organisieren können)


    Du hast irgendwie eine Menge unausgesprochener Erwartungshaltungen wie etwas zu sein hat und es wirkt als würdest Du nicht sehen dass diese Erwartungen von zumindest vielen offensichtlich nicht geteilt werden.


    Mein Rat: Klare Regeln von Anfang an, keine unausgesprochenen "das macht man doch aber selbstverständlich trotzdem-Erwartungen" und weniger mütterliches Verhalten, etwas mehr emotionale Distanz. Sich persönlich beleidigt zu fühlen ist verständlich aber nicht sinnvoll als Basis für logische Schlussfolgerungen.

    Entschuldigung, aber meiner Meinung nach bist du absolut nicht für diesen Beruf geeignet. Natürlich wirst du schlecht evaluiert.


    Was erwartest du? Du leistest schlechte pädagogische Arbeit. Anders kann man es nicht sagen. Thalia hat eigentlich schon alles auf den Punkt gebracht.

    Zitat

    Natürlich wirst du schlecht evaluiert.

    ???


    Werde ich doch gar nicht? Ich habe alle Semester mal Stress mit ein oder zwei Studenten, weil ihre Vorstellung von Hilfe eine andere ist als meine. Meine Evaluationen sind richtig gut und ich habe auch durchgehend seit Jahren einen Job, was an der Uni keine Selbstverständlichkeit ist.


    Bitte genau lesen und nicht nur das, was man lesen möchte. Und aus der Ferne zu sagen:


    für den Job ungeeignet - das ist schon ne Hausnummer. Muss man denn alles immer rausrotzen?

    Ganz genau: Wenn es denen egal ist hat das eben logischerweise die Folge dass es für sie nicht gut läuft. Ihre Sache ganz alleine - nicht Dein Bier.


    Genau das meine ich mit mehr emotionalem Abstand. Es ist ja sympathisch, dass Dir Deine Studenten wichtig sind. Allerdings ist es in Deiner Rolle als Dozentin eben wichtig diese Sch***egal-Haltung nicht weiter an Dich rankommen zu lassen und nicht unfair sondern eben sachlich zu bleiben. Sich für die Studenten zu bemühen, es zum Ziel zu haben ihnen wirklich zu helfen ist super, so lange dann eben Unwillen nicht dazu führt dass Du emotional- beleidigt reagierst.


    Der Student bemüht sich nicht? Gut, dann fliegt er eben durch. Ist seine Schuld und seine Sache.

    Folgen den keine Konsequenzen wenn die Regel missachtet werden?


    In meinem Fach ist eigentlich alles durch die Studienordnung geregelt und die gibt ziemlich klare Vorgaben. Seminare sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig mit einer gewissen Anzahl an Fehlterminen. Je nach Anzahl der Seminartermine kann man im Laufe des Semester 1-3 Mal fehlen, manchmal darf man auch gar keinen Termin verpassen. Fehlt man trotzdem/öfter als erlaubt, bekommt man keine Klausurzulassung und muss den Kurs wiederholen. Das weiß jeder, das ist überall bekannt und da gibt es nichts zu verhandeln. Regeln bekannt, Konsequenzen für alle gleich. Abmelden muss man sich nicht, wer nicht da ist, ist eben nicht da. Dazu brauchts keine Begründung. Man hat eben seine Fehltermine und kann die nutzen, wie und wann man möchte.


    Wer irgendeine Form von Leistung innerhalb des Seminars erbringen muss, muss zum betreffenden Termin erscheinen oder sich krank melden. Da zählen auch keine "mein Hamster hat aber Schluckauf" Ausreden. Wenn man einfach nicht erscheint, fällt man eben durch. Wobei bei uns in aller Regel Klausuren geschrieben werden und Referate die absolute Ausnahme sind.


    Wer sich im Seminar nicht benehmen kann, fliegt raus. Fehltermin, fertig.


    Habe ich aber tatsächlich in 8 Semester Studium erst ein einziges Mal erlebt. Meine Kommilitonen können sich in aller Regel benehmen, da wird maximal mal freundlich darauf hingewiesen, dass man sein Privatgespräch vielleicht später führen sollte. Das reicht dann aber auch.

    Leg dir ne Portion Selbstbewusstsein zu und höre auf, deine Studenten dafür verantwortlich zu machen dir Bestätigung zu geben. Du kommst mir charakterlich dermaßen unentspannt und verbohrt vor, das sind schreckliche Eigenschaften für jemanden der Verantwortung für junge Menschen trägt! Mir scheint, du willst bewundert und geliebt werden von deinen Studis und wenn sie das nicht tun, stampfst du wütend mit dem Bein und beginnst, die Studenten für ihre mangelnde Wertschätzung zu bestrafen und zu sticheln. Total kindisch, total bescheuert!


    Beispiel: ich hatte früher mal einen Mathe-Dozenten, der ein recht schweres Wahlpflichtmodul unterrichtet hat. Anfangs des Semesters waren immer recht viele Leute da, das hat sich aber übers Semester ausgedünnt, was auch daran lag, dass seine Veranstaltung um 8 Uhr morgens war. Einmal kam ich in die Vorlesung und es war außer mir kein einziger anderer Student da, aber der Dozent stand vorne an der Tafel und hatte Spaß daran, irgendwas vor sich hin zu rechnen (er hat dann einfach iwas gearbeitet). Als ich merkte, dass ich den Kurs nicht weiter besuchen kann weil das mit meinen Arbeitszeiten kollidiert (ja, ich musste mir als Student mein Geld selber verdienen und habe nicht in ner Bar, sondern in einem qualifizierten Bürojob gearbeitet den ich nur aufgrund von Vorwissen bekommen habe, manchmal konnte ich da einfach nicht zu Vorlesungen gehen! Und Dozenten wie du, die glauben, ihre Vorlesung wäre da der Mittelpunkt des Universums, auch wenn die Studis älter sind, Kinder haben oder richtige Jobs, sind einfach ätzend) also als ich merkte, dass ich den Kurs nicht weiter besuchen kann, habe ich dem Prof eine Mail geschrieben welche Literatur er mir empfiehlt damit ich zu Hause lernen kann, er hat mir ein Buch empfohlen, damit habe ich geübt und letztendlich die Klausur bestanden.


    Dieser Dozent ist bei den Studenten enorm beliebt. Weil er keinerlei Befindlichkeiten mit rein bringt. Wenn keiner zur Vorlesung kommt, hat er halt Spaß dran alleine für sich an ner Aufgabe zu arbeiten. Wenn jemand kommt, wird der Stoff normal abgehandelt. Wenn jemand die Klausur schreiben will ohne an seinen Übungen und Vorlesungen teil zu nehmen gibt er nen Hinweis, wie man den Stoff auch anderweitig lernen kann. Komplett entspannt, total unkompliziert.


    Bei dir lese ich dagegen Befindlichkeiten, Zickereien den Studenten gegenüber, Gestichele, Erwartungen und letztendlich erwartest du auch emotional irgendwas von deinen Studenten.


    Nochmal: Deine Studenten sind nicht dafür da, dich zu bewundern damit du dich toll und akzeptiert fühlst. Get over it.

    Ich finde dein Auftreten hier ehrlich gesagt vollkommen daneben. Ist man also nicht deiner Meinung, soll man "genauer lesen". Wenn das im Seminar auch so läuft - und davon gehe ich aus - ist es kein Wunder, dass die Leute da kopfschüttelnd sitzen. Dann finde ich das sogar gar nicht so unverschämt, sondern nachvollziehbar. Nunja. Dein Problem.

    Katiafox, Asperger Autisten (und sie hat anderenorts geschrieben, dass sie diagnostiziert ist), haben nun mal derartige Beeinträchtigungen. Die Berufswahl entspricht der intellektuellen Begabung, aber ist vielleicht unter diesem Aspekt sehr schwierig auszufüllen. Selbstreflexion ist ohne professionelle Hilfe kaum möglich, so sind zumindest meine persönlichen Erfahrungen.

    Dann darf man halt nicht mit Leuten arbeiten, wenn man so Probleme damit hat, mit Leuten zu arbeiten. Entweder man stellt sich der Herausforderung - dann aber auch mit persönlicher Reflexion und kritischer Selbsthinterfragung - oder man lässt es. So wünschte ich mir zumindest die Welt...

    Zitat

    Ich finde dein Auftreten hier ehrlich gesagt vollkommen daneben. Ist man also nicht deiner Meinung, soll man "genauer lesen".

    Sehe ich genauso.


    Liebe TE:


    Was du tust, ist sich nur zu beschweren. Wenn dann Tipps und Anregungen kommen, dann relativierst du deine Beschwerde oder erklärst und erklärst und erklärst dein Vorgehen. Das Erklären macht dein Vorgehen aber weder richtiger noch fairer.


    Es wurde schon oft gesagt, dass du über das Geschriebene reflektieren solltest. Du gehst darauf aber nicht ein. Wer nicht deine Meinung vertritt, hat hier anscheinend nicht richtig mitgelesen.


    Es haben halt immer nur die anderen Schuld.


    Okay, dann ist das so. Dann behandle deine Studis weiterhin ungleich, voreingenommen und unfair. Jedenfalls die, die mal den Mund aufmachen. Dann lass es deren Schuld sein und zieh die Konsequenzen.


    Du wirst sehen, solche Studis werden zukünftig deine Kurse meiden. Das ist auch eine Form der Lösungsstrategie.


    Auf jeglichen Beitrag zum Thema Dozentenfortbildung bist du gar nicht eingegangen. Auf andere Lösungsansätze und Ratschläge auch nicht.


    Du argumentierst gegen und gegen und gegen. Mach das ruhig, an deiner Situation wird sich so nichts ändern. Dann ist das eben so.