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    Kümmert man sich nicht, beschweren sich die Studenten genauso und zwar nicht zu knapp. Wie man es macht, ist es falsch, das ist ja das Problem.

    Rundmails an alle, die es betreffen, oder gar keinen. Ganz einfach, gibts nicht viel falsch zu machen, wenn man nicht ganz bewusst einen rausnimmt, weil er sich nicht groß bei dir abmeldet.

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    Gleiches Recht für alle, oder?


    Dann kann ich als Dozent ja auch einfach nicht kommen.... habe ich übrigens mal gemacht:

    Ihr seid in unterschiedlichen Positionen mit unterschliedlichen Rechten und Pflichten. Das kann doch nicht dein Ernst sein. Dieses Argument ("Ich kann ja auch einfach mal nicht kommen") habe ich zuletzt in der Schulzeit gehört und es kam immer von den unbeliebten Lehrern, die nicht verstanden haben, wieso sie unbeliebt sind.


    Unglaublich, wenn sowas ein Dozent an der Uni fortführt.

    criecharlie, auch ich erlebe dich hier als unnötig verbohrt. In anderen Threads von dir eckst du ebenso häufig an und zeigst keinerlei Bereitschaft zur Selbstreflektion. Du wirst nicht müde wieder und wieder deine Stellung zu betonen.


    Worum geht es dir denn nun genau? Willst du dich einfach nur auskotzen? Suchst du Bestätigung in deinem Handeln?


    Als Student würde ich an eine gestandene Frau und Dozentin andere Maßstäbe anlegen. :-/

    Wir hatten einen Prof., der war sehr jung, hatte gut Karriere gemacht.


    Der hat Ansagen gemacht, dass er Mitarbeit erwartet, Engagement, hat Disziplin eingefordert, seinen Unterreicht so eingerichtet, dass er Leute kontrollieren konnte und auch mal bloßgestellt hat.


    Dann kamen Nörgeleien, wie faul die Studenten heute sind, dass das (irgendwas halt) so nicht geht.


    Ich muss sagen deine Erläuterungen hier kommen mir in Ansätzen analog vor.


    Meinem Eindruck nach scheinen auch deiner Meinung nach die Studenten dafür da zu sein, dich zu bestätigen.


    Das ist aber nicht der Fall. Du verdienst eine Menge Geld, damit du den Studenten was beibringst.


    Sowas, wie das Beispiel, dass du Extra-Material mitbringst, um einen Punkt zu erläutern, den du vorher gemacht hast, und die Leute fragen sich, was du damit sagen willst: Das zeigt mir, dass du als Lehrender wahrgenommen wirst, der darum kämpfen muss, sich zu behaupten und durchzusetzen, evtl. etwas im Sinne von Rechthaberei.


    Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass sogar Behlerte mal mehr wissen können, als der Lehrer, ich hab da schon hässliche Sachen erlebt, wenn ein Lehrer mit offensichtlichen Defiziten im Selbstwert versucht seinen Schuh durchzuzimmern, weil er eben ausstrahlen muß, dass er weit über den Studenten steht.


    Du beutzt da auch einige Schlüsselwörter, wie "akademischer Habitus" (alter Schwede...), oder ähnliches.


    Meiner Meinung nach darf ein Professor in diese gruppendynamische Situation gar nicht hineinkommen, dass er ausstrahlt, er fühlt sich unterlegen, und muss um jeden Preis seinen Status wahren, das halte ich für einen ziemlich großen Unfall im Lehrbetrieb. Ein Prof strahlt Autorität aus, und nicht im Sinne von gesellschaftlicher Autorität, sondern von fachlicher Autorität, Methodenkompetenz, bestenfalls sozialer Kompetenz.


    Wir hatten eine Menge Professoren, die haben eine sinnvolle Struktur durchgezogen, absolut in sich ruhend, ohne sich den Selbstwert am Gehorsam der Studenten zu heilen.


    Wenn ein Student versagt, das merkt der Professor gar nicht, das nimmt er nicht wahr, das interessiert ihn nicht, ist nicht seine Verantwortung. Da gibt er einen Tipp, wenn er das sieht, dann ist der Drobs gelutscht. Dann macht er weiter nach Schema, er ist für die Lernenden da, nicht um sich mit den Versagern 2 % seiner Energie zu verpfuschen.


    Die erfahrenen Profs bei uns (75%) wären nie wegen irgendwas aufgebraust oder beleidigt gewesen, oder hätten jemanden aus dem Verteiler genommen, mit dem sie einen Kleinkrieg führten, um ihn auflaufen zu lassen.


    So ein Typ war der junge Professor bei uns. Obwohl ich mit dem auch keine Probleme hatte, und ich kann dem außer Defiziten in irgendwelchen Ansätzen nicht nachsagen, dass er als Prof. nicht funktioniert hätte. Aber er war eben menschlich etwas anstrengend, und nicht so ganz nachvollziehbar anstrengend.


    Bei dir hört sich das für mich so an, dass du bei dem zwischenmenschlichen mit den Studenten an eine Grenze kommst und dem aktuell nur mit Defiziten gewachsen bist.


    Vielleicht denkst du auch zu kompliziert. Oder du hast spezielle Anforderungen ans Zwischenmenschliche, die von den Studis schlicht nicht geteilt werden können, und man wundert sich darüber.


    Andererseits würde ich das alles auch nicht zu hoch hängen. Gibt es den einige Studis, die mit deiner Art gut zurechtkommen? Dann reicht das auch, irgendeine Gruppe hatte immer was zu nörgeln, auch an Profs die ich vollkommen tadellos fand.

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    Du wirst nicht müde wieder und wieder deine Stellung zu betonen.

    Ich glaube, das dauert bei mir einfach länger als bei anderen. Für meine Begriffe sind die meisten Diskussionen noch am Anfang, wenn sie für andere schon grenzwertig ausgeschlutzt sind.

    Man muss auch bitte unterscheiden zwischen hier und dem realen Alltag. Was ich mir so denke etc.., trage ich normal nicht in das Klassenzimmer;


    wie gesagt: meine Position ist eigentlich stabil, evtl. ticke ich bei den ganzen Ausnahmen, die über Jahre (!) ab und zu kommen so aus, weil ich das im Fluss insgesamt nicht gewohnt bin.


    Ich tue mir halt schwer mit dem:


    ich bin autark und treibe das bis zum Anschlag, wenn ich mich dann aber reinreite, musst Du, Dozent mir doch helfen. Ansonsten habe ich der Uni gegenüber keinerlei Verpflichtungen und menschlich-höfliche ím Umgang schon gar nicht, da Dienstleister.

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    Vielleicht denkst du auch zu kompliziert. Oder du hast spezielle Anforderungen ans Zwischenmenschliche, die von den Studis schlicht nicht geteilt werden können, und man wundert sich darüber.


    Andererseits würde ich das alles auch nicht zu hoch hängen. Gibt es den einige Studis, die mit deiner Art gut zurechtkommen? Dann reicht das auch, irgendeine Gruppe hatte immer was zu nörgeln, auch an Profs die ich vollkommen tadellos fand.

    :)^

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    Das ist aber nicht der Fall. Du verdienst eine Menge Geld, damit du den Studenten was beibringst.

    ]:D


    -Lehraufträge für 4 Stunden Seminar pro Woche:


    1500.- brutto im Monat.


    - WHK-Verträge: 400.- bis 1070.- brutto Monat


    halbe Stelle Mitarbeiter: 1700.- brutto.


    Arbeitszeit: immer dieselbe.


    Diese drei Vertragsarten werden bei uns - wie überall sonst mittlerweile auch üblich - für jedes neue Semester wild durcheinander gemischt.


    Von 20 Leuten haben nur noch 2 einen festen Vertrag und 2 sind über Drittmittel, aber auch nur halbe Stelle.


    Nahezu alle Kollegen haben Nebenjobs oder einen gut verdienenden Partner, sonst könnte man sich die Arbeit an der Uni nicht leisten.

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    von dir empfinde ich dich diesbezüglich als sehr autistisch - schwankend zwischen mangelndem originären Einfühlungsvermögen und der Bemühung, dies durch Beugung der Regeln (zum Positiven oder Negativen für die Studenten) zu kompensieren.

    :)^

    @ criecharlie

    Da du meinem Zitat zugestimmt hast:


    Vielleicht liegt das Problem darin, dass du als Aspergerin es einfach gewohnt bist (als Überlebensstrategie sozusagen) zu kompensieren. Und nun in einer Position bist, wo du dieses Verhalten nicht abstellen kannst, dabei ist gerade in höheren Positionen eine gewisse LMAA-Haltung (innere Distanziertheit, Stabilität des Selbst, Stabilität im Auftreten) sehr wichtig.


    Du könntest sozusagen mal versuchen, dein Aspie-Ding zu fahren und es als Vorteil für deine Arbeit zu benutzen :)^

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    ich bin autark und treibe das bis zum Anschlag, wenn ich mich dann aber reinreite, musst Du, Dozent mir doch helfen. Ansonsten habe ich der Uni gegenüber keinerlei Verpflichtungen und menschlich-höfliche ím Umgang schon gar nicht, da Dienstleister.

    Ja, manche Leute haben seltsame Einstellungen, aber das ist doch normal. Es müssen einen ja nicht alle toll finden. Wer autark sein will, der möge die Konsequenzen dann auch wie ein Erwachsener tragen. Thats it. Du darfst die Leute in deinem Denkstüblein gerne saudämlich finden, du darfst sie nur nicht strafen, dass wirkt dann reichlich unprofessionell. Du musst ihnen natürlich auch nicht entgegen kommen. Sie kriegen das, was in der ersten Sitzung angekündigt wurde. Das ist der Grundstock der allen zur Verfügung steht. Wer mehr will, der kann darum bitten, wer nicht, darf sich dann selbst in den Hintern treten wenn das Studium in die Hose geht.


    Wenn dud as emotional nicht trennen kannst, dann ist das erstmal einfach so. Dann darfst du dich aber nicht von den Gefühlen leiten lassen sondern spulst einfach das Standardprogramm ab. Vielleicht tritt dann bei dir auch ein Gewöhnungsprozess ein und es geht dir zunehmend weniger nahe, wenn Leute sich setlsam aufführen.