also ich hab auch erst nen vertrag gehabt, dann 3x3h bezahlte einarbeitung und dann gings los mit den vollen schichten. dass ein tag einarbeitung zum beiderseitigen beschnuppern unbezahlt ist, find ich noch ok, aber sobald du fest im dienstplan stehst, würd ich zuerst auf nen vertrag bestehen. einarbeitung is das dann auch nimmer, grad vor den feiertagen und mit normal langen schichten.

    Probearbeiten und Einarbeiten sind doch aber auch 2 verschiedene Sachen. Probearbeiten ist für mich sowas wie 1 Tag unbezahltes Praktikum und vollkommen in Ordnung, es ist eben ein "schauen wir mal" von beiden Seiten. Sobald es aber tatsächlich um "Einarbeitung" geht, ist das doch eigentlich per definitionem eine eindeutige Hinführung zu einer folgenden Tätigkeit, die man währenddessen schon teilweise ausführt und gehört damit m.E. definitiv bezahlt und ein (schriftlicher) Vertrag gehört für mich auch VOR eine Einarbeitung.

    Klar, vor und eigentlich und überhaupt... aber da es hier schwierig ist mit Jobs und ich kein dringendes Bedürfnis verspüre, mir mal wieder die Nächte hinter der Theke in der Kneipe um die Ohren zu schlagen, habe ich okay gesagt.

    also ich hab mal einen 150 qm laden geführt weine ab 4 bis 150 euro je flasche, hatte mehrere studenten und 300 DM bzw. naher 400 euro kräfte


    ich hab allesamt aus anzeigen gehabt in den lokalblättern und manchmal haben die auch so angefragt im laden.


    wenn mir einer sympatisch war und ich sofort spürte, der ist fleißig gut usw. merkte ich in einer minute irgendwie schon beim reden ;-)


    dann lud ich ihn zu einem probetag ein, aber nicht den ganzen tag schuften, einige stunden reichten mir.


    selbstverständlich erhielt er was dafür meist aber sachsachen, also eine sehr teure flasche wein oder zwei konnte er sich aussuchen was er so wollte ungefähr in dem wert die ca. 70 % von einem stundenlohn mal genommen durch die anzahl der stunden.


    wenn mir nach dem probetag klar war daß er gut arbeiten kann, fleißig ist, gut für den die umsatzsteigerung ist, gut für mich (also respektvoll zu mir und freundlich rüberkommt) und sich auch mit den kunden und kollegen gut macht, dann stellte ich ihn ein.


    natürlich mit probezeit, ich machte natürlich einen richtigen vertrag den ich bei karstadt kaufte (das formular).


    selbstverständich erhielt er ab den ersten arbeitstag was ja noch einarbeitung war und probezeit einen studenlohn ist ja klar.


    während der einarbeitung zahlte ich meist aber etwas weniger, vielleicht so 2 euro je stunde weniger oder so den ersten monat.


    und danach der volle stundenlohn.


    nie im leben hätte ich jemand ohne arbeitsvertrag und und lohn zu bezahlen bei mir zur einarbeitung arbeiten lassen.


    am ersten tag schon übergab ich dann den arbeitsvertrag usw.


    (zum probetag sagte ich denjenigen immer schon er solle seinen sozialversicherungsausweis, kopie des personalausweises und die krankenkassendaten usw. mitbringen falls es zu einer einstellung kommen sollte)

    Simbatyp

    Zitat

    Aufhören kann man ja auch wenn man schon nen Vertrag hat.

    Kann man eben nicht. Bei einer Probezeit hat man oft eine Kündigungsfrist. Zudem ist es für den AG auch nicht besonders hilfreich, wenn er jemanden einstellt und der stellt fest, dass es das doch nicht ist.


    In höher qualifizierten Berufen ist das ja in Ordnung, da dauert der Bewerbungsprozess i.d.R. auch länger und ist aufwändiger. Bei Jobs im Niedriglohnbereich ist der Probearbeitstag ein effektives Mittel um für beide Seite sicherer zu sein, ob es passt.

    Pfefferminzlikör

    Zitat

    Kann ich dem Chef jetzt eigentlich eine klare Ansage machen bzgl. Arbeitsvertrag?

    Geht es dir um einen Arbeitsvertrag oder die klare Zusage?


    Was war denn vorher abgemacht, wie viele Probetermine es geben soll?


    In jedem Fall würde ich nachhaken, wie es nun aussieht und wie das weitere Vorgehen ist.

    Mir geht es vor allem darum, dass ich nicht im Pfingstwahnsinn als Kassenkraft für Umme arbeite und dann nicht wiederkommen brauche. Außerdem ist das ja auch versicherungstechnisch so eine Sache.


    Abgemacht waren 2-3 Tage Einarbeitung, wo die Stunden nicht aufgeschrieben werden. Ich ruf mal an ;-)

    Zitat

    Deswegen halt ich ja den Probearbeitstag für sinnlos.

    Ich nicht. Ich wollte schon ein paar Mal einen abmachen beim Vorstellungsgespräch, aber die Chefs waren nie damit einverstanden. Ich hätte eben gern mal die ganzen Abläufe gesehen und die künftigen Kollegen, also auch die Atmosphäre im Betrieb. Davon bekommt man beim Vorstellungsgespräch wenig mit.

    Zitat

    Ich schmeiß noch hinterher: so schätz ich den Laden aber nicht ein, ich hatte halt den Chef nicht nochmal gesehen, da wird das untergegangen sein.

    Naja, das mit dem stillschweigenden Arbeitsvertrag ist schwierig, man könnte sich ja auf die mündliche Absprache mit der unbezahlten Probezeit berufen...


    ... ich würde zwingend einen Arbeitsvertrag unterschreiben wollen und sonst nicht mehr kommen.

    Zitat

    ich würde zwingend einen Arbeitsvertrag unterschreiben wollen

    Ich nicht: Bei muendlichen Vertraegen gilt BGB, will man davon zum Nachteil einer Seite (meistens des AN) abweichen, bedarf es der Schriftform. Hab Jahrelang (mit Studium!) ohne gearbeitet.

    Aber wenns Probleme gibt, steht doch der AN in der Nachweispflicht, dass ein stillschweigendes Arbeitsverhältnis besteht...


    ... und evt ohne RV...


    ... es ist einfach nerviger Kram, den man sich mit einem 0815-Aushilfenvertrag ersparen kann!

    Ich hätte immer Angst, dass ich nichts in der Hand habe, wenn ich dann nicht bezahlt werde. Also dass der AG halt behaupten kann, ich hätte dort nie gearbeitet (darüber habe ich ja dann nichts schriftliches). Das ist halt das, wo ich dran denke, wenn ich keinen Arbeitsvertrag hab und arbeiten soll... ":/

    Ich gehe davon aus, dass du im Supermarkt oder so nen 400€Job angenommen hast?


    Und dann auch noch vor Pfingsten als Neuling :-o Ach du schreck^^ Ich wünsche Dir schonmal gute Nerven, ich drücke mich gerne an solchen Tagen zu arbeiten, denn das ist der Pure Horror. Man bedenke man kann Montag nicht einkaufen :-o Das geht nicht, da muss Samstag der ganze Laden geräumt werden ;-D


    Ich würde aber auch nach einem Vertrag fragen. Oft ist es so, dass sie dann sagen, neeee Frau Pfefferminzlikör hat das doch nicht so gut gemacht. Dann hatten sie ne (schön blöde) Aushilfe für die heftigen Tage. Hat meine Chefin gerne gemacht, das Probearbeiten auf solche Tage gelegt und dann gesagt "So Tschüss" :(v Billiger gehts eben nicht.


    Richtig einarbeiten gibts im Handel eh nicht, schon garnicht für die aushilfskräfte. Ich kann mich noch gut an mein Pratikum vor der Ausbildung bei

    erinnern.


    3 Stunden im Laden :So jetzt geh mal bitte an die Kasse. 5 Minuten einarbeiten und dann musste ich den Laden alleine schmeissen,keine zweite Kasse nix^^ Das war schon übel, aber ich habs überlebt.


    Pass aber auch bitte auf deine Überstunden aus, viele bummeln dann und mit viel pech siehst du dein Geld nie wieder. Mir schuldet jemand noch kanpp 350€ überstunden und ja. Gibts wohl nie wieder. Ich sollte die damals abfeiern, dumm nur , dass ich dort nicht mehr arbeite^^

    Trifft alles nur bedingt zu, z.B. bei einem Aushilfsjob im Supermarkt fallen viele flach.


    Und – jetzt mal grundsätzlich, soviel kriminelle Energie traue ich dem AG von der TE nicht zu – wenn der Dinestplan also das einzige ist und die Kollegin ihn nicht kopiert hat (evt gibts da keinen frei zugänglichen Kopierer), kann man gut nachträglich umschreiben.


    Hier dagegen könnte der AG argumentieren, dass die Probezeit ja nicht bezahlt wird und sie sei ja noch in der Probezeit.


    Eigentlich ist das auch der Grund, weswegen ich meine, Du solltest auf einem Vertrag bestehen – nicht so sehr um vor gericht oder sosntwo beweisen zu können, dass Du da gearbeitet hast. Sondern vor allem damit geklärt ist, dass Du für die Arbeit bezahlt wirst und das keine unbezahlte Probezeit ist.

    Zitat

    Ich nicht: Bei muendlichen Vertraegen gilt BGB, will man davon zum Nachteil einer Seite (meistens des AN) abweichen, bedarf es der Schriftform. Hab Jahrelang (mit Studium!) ohne gearbeitet.

    Typisch weltfremde Sicht von Juristen. Bei einem normalen Arbeitgeber braucht man keinen Vertrag-hatte ich als Schüler und Student auch schon. Wenn sich ein Arbeitgeber dumm stellt, kannst du ja klagen – was die Mehrzahl aber aus guten Gründen nicht tut. Aber du kannst weder nachweisen, wieviel du gearbeitet hast. Nicht angeordnete Arbeitsstunden zählen nicht und wenn der Arbeitgeber behauptet, es wären nur 10 Stunden pro Woche für 5 Euro die Stunde abgesprochen gewesen? Oder gar ein Werkvertrag, den du leider nicht vollständig erfüllt hast?


    Ich hatte mal jemanden, wo nach einem Monat das Projekt und damit meine Einstellung gestorben waren (Externe Ursachen). Auffassung des Arbeitgebers: Kein Projekt, also auch keine Bezahlung. Über die Drohung einer Klage hat er nur gelacht, weil ich ja keinen Vertrag hätte. Und mir eine Bezahlung angeboten, die auf effektiv 50 Cent pro Arbeitsstunde rausgelaufen wäre, weil er nur fertiggestellte Teile berücksichtigen wollte und nicht die geleistete Vorarbeit. Glücklicherweise hatte ich ein Druckmittel. ]:D