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    Ist es denn schon soweit, dass ich mich für meinen Verdienst und meine Verbeamtung schämen muss?

    Nein, aber Du kannst auch nicht von allen Seiten Bestätigung erwarten.


    Ich habe früher auch offen über mein Gehalt geredet. Es war vergleichsweise niedrig. Aber Neid ist gegen Zahlen immun. Deshalb bin ich inzwischen ein großer Anhänger der Devise "über Geld redet man nicht". Es bringt nichts. Es schürt nur den Neid.


    Ich finde es gut, dass Du Dein Geld mit Arbeit verdienst.


    Du musst damit leben, dass es Beamtenwitze gibt (Was ist Beamtenmikado? Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. ;-D ). Nicht jeder, der solche Witze lustig findet, ist Dein Feind. ;-)

    Ich bin beim Land Niedersachsen, bei uns ist das noch die OFD, vorher mal NLVB :-)

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    Wieso arbeitest du 10-12 Stunden am Tag? Davon abgesehen sind alle Leute, die solche Meinungen haben dämlich. Du solltest dir vielleicht einen neuen Bekanntenkreis suchen. Ich kenn auch solche Leute, aber mit denen habe ich wenig zu tun.

    Weil ich am ja noch am Anfang stehe (bin seit 3 Monaten erst aus dem Studium raus) und noch etwas langsam bin, um meine Arbeit so schnell zu schaffen ;-D


    Anton Sommer, ich sage immer: "Augen auf bei der Berufswahl!" Deine beiden Sprüchlein merke ich mir ab sofort ;-)


    Es ist nur, wenn ich den Leuten dann erzähle, dass ich aufgrund meines Besoldungsdienstalters dieses Jahr im Juni eine Stufe höher springe und ab nächstes Jahr noch den Familienzuschlag bekommen werde (Hochzeit), dann werden die Gesichtsausdrücke immer wütender und die Sprüche immer derber.


    Das geht an die Substanz, wenn man sich permanent rechtfertigen muss.


    Und reich wird man als Beamter bestimmt nicht! Ich könnte in der freien Wirtschaft mehr verdienen.

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    Egal welchen Job man hat, es gibt immmer Vorurteile: Ich als Bürokauffrau bin total langweilig, trinke den ganzen Tag nur Kaffee, zicke natürlich und dumm bin ich auch, weil ich nicht studiert habe. Tippse eben.

    Ja, und als Beamter trinkt man den ganzen Tag nur Kaffee und stempelt Formulare ab.

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    Yvi, bist du dir sicher, dass du Gehaltserhöhung meinst (diese popeligen 1,9 % ab 1.1.2012)? Oder nicht doch eine Beförderung in die nächste Besoldungsstufe? Da sich das im Laufe deines Lebens, bis du in Pension gehst, ziemlich zäh weiter ziehen wird, würde ich mich über ein erstes Vorrücken nicht wirklich beschweren. Irgendwann stehst du dann 20 Jahre auf der selben Stufe und wirst später mal froh sein, vor Eintritt in den Ruhestand die Endstufe hoffentlich erreicht zu haben.

    Doch, doch, da bin ich sicher, ich habe mich auch sehr gewundert! Aber meine nächste Gehaltsstufe steht erst dieses Jahr Juni an!


    Ah, zur Klarstellung: Ich habe das Studium der Rechtspflege absolviert und befinde mich tatsächlich im "gehobenen Dienst", bin also Rechtspflegerin (Justizinspektorin).


    Aber ich kann sagen: Auch das Studium war KEIN Spaziergang, auch wenn es nur 3 Jahre waren!

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    Mal ne Frage: was haben denn die Leute beruflich gemacht, die da so rumstänkern?

    Die studieren alle noch, oder sie sind, aus meiner Familie, meist handwerklich tätig.


    mond+sterne, ich finde die meisten der Witze auch lustig ;-D Aber es gibt bei mir halt Grenzen, die einige der Sprüche schon längst überschritten hatten...

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    Ja, und als Beamter trinkt man den ganzen Tag nur Kaffee und stempelt Formulare ab.

    Dabei muss ich immer an Oberamtsrat Alfred Clausen denken. Ich selbst war mal Offz im Stabsdienst und weiß, wie hart es ist, 8 Stunden am Tag Kaffee zu trinken. Das hält nicht jeder durch. :)

    Ohja, Oberamtsrat Clausen, da lach ich immer Tränen :-D Es ist nicht so, als wäre ich humorlos. Aber wenn es dann teilweise unter die Gürtellinie geht, da werde ich dann schon nachdenklich.


    Besonders wenn ich dann sage: "Also ich finde nicht, dass ich wahnsinnig viel verdiene", da werden die Augen immer groß.

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    Es ist nur, wenn ich den Leuten dann erzähle, dass ich aufgrund meines Besoldungsdienstalters dieses Jahr im Juni eine Stufe höher springe und ab nächstes Jahr noch den Familienzuschlag bekommen werde (Hochzeit), dann werden die Gesichtsausdrücke immer wütender und die Sprüche immer derber.

    Deswegen erzählt man sowas auch nicht.

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    Ich könnte in der freien Wirtschaft mehr verdienen.

    Oder auch weniger. Wie ist Deine Meinung über Menschen, die in der freien Wirtschaft eher wenig verdienen, weil halt schwer was zu finden ist? Welche Haltung hast Du gegenüber Menschen, die ihren Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft verloren haben, weil er nun mal nicht so sicher ist?

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    Es ist nur, wenn ich den Leuten dann erzähle, dass ich aufgrund meines Besoldungsdienstalters dieses Jahr im Juni eine Stufe höher springe und ab nächstes Jahr noch den Familienzuschlag bekommen werde (Hochzeit), dann werden die Gesichtsausdrücke immer wütender und die Sprüche immer derber.

    Was mich hierbei etwas wundert: Wie kommt es denn, dass das in Gesprächen mit offenbar einigen Leuten öfter Thema ist? Ich bin auch verbeamtet und unterhalte mich über solche Dinge eigentlich gar nicht weiter, das Thema kommt so eigentlich auch gar nicht auf.

    Das "Problem" bei dieser Sache ist doch, dass man bei Beamten ungefähr weiss, was sie verdienen. Darum kommt oft der Neid, die Leute wissen, was der Nachbar arbeitet und schlagen dann die Besoldungsstufe nach.

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    Ich könnte in der freien Wirtschaft mehr verdienen.

    Oder auch weniger.

    Eben - in der freien Wirtschaft müßtest Du nämlich noch Rentenversicherungsbeiträge zahlen. Und dieser Betrag ist nicht zu unterschätzen ;-)