Die Reaktion der Frau aus der Buchhandlung klingt so, als sei das gelaufen. Auf den Stapel der Bewerbungen fürs nächste Jahr = auf gut Deutsch ab in den Papierkorb.


    Ich glaube aber nicht, dass das eine einmalige Chance war und dich sonst niemand nimmt. Aus dem Gespräch hast du ja vielleicht auch ein bisschen gelernt in Sachen Selbstdarstellung etc.. Und du kannst dich durch die Aktion jetzt schonmal gedanklich mit dem Umziehen anfreuden. Solltest du noch ein Angebot bekommen, für das du den Wohnort wechseln musst, ist es dann nicht mehr ganz so überraschend und überfordernd.


    Ansonsten brauchst du dich nicht rechtfertigen. Ich bin zwar einiges Älter als du, hätte mich aber damals vermutlich auch nicht getraut. Aus mir ist trotzdem was geworden. Manche sind mit 16 schon selbstständig, manche mit 20 und manche noch später.

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Nehme den Job an - nicht erst 2015. Waschmaschine - da gibt es Münzwäschereien. Anmelden im Einwohneramt geht an einem Tag. Telefon ummelden ist ein Schreiben. Wegen Wohnung die erste Zeit geht vielleicht Jugendherberge - ansonsten nehmen was es gibt, egal ob schön oder nicht.


    Ich habe wirklich den Eindruck du wurdest bisher hinsichtlich Selbstständigkeit sehr betütelt. Das ist eher ein Erziehungsfehler deiner Eltern, daher spanne sie jetzt für den Umzug etwas ein. Traue dich - nächstes Jahr wird es auch nicht leichter. Organisatorisch ist das ganz schnell zu machen.


    nur als Beispiel. Große Ferien, Eltern haben wie üblich den Urlaub geplant. 3 Wochen vor dem Urlaub hat Vater ganz vorsichtig gefragt, ob ich nicht einmal alleine zuhause bleiben will (sturmfreie Bude). Sie hätten mich natürlich mitgenommen. Ich war aber von der Idee ganz begeistert, kam mir richtig erwachsen vor. Damals war ich 14 !!

    Yuna, lass diesen Faden einfach schließen!


    Du hattest eine wunderbare Chance, Dein Leben zum Positiven zu ändern und lässt Sie aus Feigheit ungenutzt...


    So viele Leute haben Dir so viele hilfreiche Tipps gegeben – für nichts und wieder nichts! So viele Leute haben Dir von Herzen gewünscht, dass Du es endlich packst – auch für nichts und wieder nichts!


    Viel Spass beim Weiterjammern, das ja alles sooo schlecht ist!

    Yuna

    Ja sogar noch ein Stück, ich bin 19. ;-D Trotzdem kann ich auf jeden Fall deine Entscheidung verstehen. Was ich in der Situation gemacht hätte weiß ich nicht. Aber schon allein, weil du von deinem Vater/deinen Eltern nicht so viel Unterstützung bekommst kann ich das echt verstehen!


    Jetzt geht es halt nur hier wieder weiter im Faden... ":/

    Zitat

    @ MarryPoppins


    Sorry, deinen Beitrag verstehe ich nicht. Wie, >wenn sie mich 2015 nicht nehmen, wenn ich dann eventuell kurzfristig was anderes finde<? Hä?

    Wenn der Laden wo du jetzt abgesagt hast dich nächstes Jahr nicht nimmt, was dann?


    Stell dir vor, du bekommst nächstes Jahr erst im Juli die Zusage für eine Ausbildung zum 1. August, dann bist du genau so weit wie jetzt.


    Musst auch alles kurzfristig erledigen, kannst dich nicht monatelang darauf vorbereiten. Also nix gewonnen, aber ein ganzes Jahr verloren.


    Du weisst nicht ob du schon so frühzeitig eine Zusage bekommst wie du brauchst um alles abzuklären.

    War ja irgendwie zu erwarten. ":/


    Also die Ausbildung in dem Laden 2015 kannst du denk ich knicken. Wer sich so unflexibel gibt, der bekommt keine zweite Chance in dem Betrieb. Nun must du weitersehen.


    Es gibt keine Garantie, dass es nächstes Jahr besser laufen wird, wie Marry Poppins schon sagte – es kann auch passieren, dass du erst im Juli Zusagen bekommst. Da ist auch nicht mit viel Vorlauf. Eher Leerlauf.


    In meinem Studiengang haben auch viele erst kurz vor knapp oder sogar erst nach Semesterstart erfahren an welchem Studienort sie angenommen werden. Da musste auch innerhalb von einer Woche umgezogen werden oder eben gependelt (ja, da wurde ein Monat lang morgens um 5 aufgestanden).


    Alles in allem ist der Faden hier so gut wie vergebene Liebemüh.


    Dumal hatte schon recht, mit dem was er sagte – du trittst auf der Stelle, selbst wenns auf dem Silbertablett serviert wird, kommt wieder eine Ausre-äh, ein Grund wieso es nicht geht. Gestehe dir ein, dass du zur Zeit nicht in der Lage bist, arbeiten zu gehen und kümmere dich um einen Therapieplatz wo das in Angriff genommen wird.


    Ansonsten sehe ich dich nächstes Jahr um die gleiche Zeit bei der Frage, ob du (irgendeine beliebige) angefangene Ausbildung nicht einfach abbrechen sollst, weil du überfordert bist.

    Ich sehe es nicht als so ausweglos an, dass bei 15 Bewerbungen nun für nächstes Jahr nichts anderes mehr klappen sollte. Vielleicht kommt sogar noch was Besseres nach, wer weiß das schon. Flexibilität gut und schön, aber jeder Mensch ist anders ... Wenn es Leute gibt, für die so eine Spontanaktion gar kein Problem wäre, ist das ja schön, für Yuna (und andere) ist es aber eins, fertig aus. Sie hat eine Entscheidung getroffen und es ist immer noch besser auf sein Bauchgefühl zu hören, als erst zu spät zu merken, hätte ich mal drauf gehört ...


    Ich musste für meine erste Ausbildung auch ausziehen, aber so ein Umzug von jetzt auf gleich wäre auch nichts für mich gewesen, so Menschen gibt's, die ihre Zeit brauchen, um sich seelisch/moralisch auf etwas einstellen zu können. Hier kommt hinzu, dass es Yunas erster großer Schritt nach der Schulzeit ist und dass man dafür etwas innere Sicherheit braucht, eben dass alles gut organisiert ist, kann ich verstehen.

    Zitat

    nur als Beispiel. Große Ferien, Eltern haben wie üblich den Urlaub geplant. 3 Wochen vor dem Urlaub hat Vater ganz vorsichtig gefragt, ob ich nicht einmal alleine zuhause bleiben will (sturmfreie Bude). Sie hätten mich natürlich mitgenommen. Ich war aber von der Idee ganz begeistert, kam mir richtig erwachsen vor. Damals war ich 14 !

    Der Vergleich hinkt aber. Alleine daheim bleiben oder innerhalb kürzester Zeit umziehen und sein komplettes Leben ändern müssen, sind zwei verschiedene Dinge.

    Dann machs mal gut, obwohl ich nicht glaube das es gut wird.


    Hilfe muss man auch annehmen wollen. So nicht.


    Wer Angst vor dem Leben hat sollte nicht so große Träume haben und sich dann bitte auch nicht beklagen wenn andere erfolgreicher sind. Du hast dir deine Situation schließlich ganz alleine, in Vollbesitz deiner geistigen Kräfte, herbeigeführt.


    Da spielte nichts anderes eine Rolle außer deine Angst vor deiner eigenen Courage.


    Weiteres Jammern ist also überflüssig.

    xYunax

    Zitat

    Wenn ich August 2015 ne Ausbildung anfange, würde ich dann erst immer noch denken "Ohgott, okay, es geht bald los", aber ich hätte wesentlich mehr Zeit, mich zu informieren, alles vorzubereiten usw., was mir Sicherheit gibt. Jetzt alles so Hals über Kopf machen zu müssen, das geht nicht.

    Veränderung ist für dich ein rotes Tuch – da legt sich bei dir ein Schalter um, Schotten dicht und nichts geht mehr. Ist bei dir bislang eben so. Nutze nur dieses weitere Jahr für dich, um die nötige Stabilität zu erlangen und Kontrolle über diesen Schalter.

    Ich sehe für Yunax, dass sie hier wirklich Zeit braucht und diese dann aber auch nutzen sollte, so dass sie selbstständiger wird. Ich kann hier Ralf Bihlmaier nennen, manche Bücher von Doris Wolf. Da gibt es auch Seiten im Internet dazu. Wenn man aber die Zeit nicht nutzt, dann tut man sich keinen Gefallen, denn das schüchterne, ängstliche Verhalten kann in jedem Fall besser werden. Aber ohne etwas zu tun, geht es nicht, dessen muss man sich als erstes bewusst werden.

    Habe ich das gerade richtig verstanden....es gab eine Zusage und die wurde dann von der TE abgelehnt, da zu kurzfristig....aaaahhh :=o :-X .


    Eine Super-Chance verpasst...oh man... . :|N ??? Ob das nicht ein großer Fehler war. Klar, Veränderung ist nicht immer "angenehm", aber am besten lässt sich das durchziehen, wenn man nicht zu viel nachdenkt, diese ganzen was und wenns abstellt, denn diese "Probleme" lösen sich oft mit der Zeit von selbst, z.b. lernt man neue Leute kennen, die die gleichen Probleme haben und man hilft sich beim Umzug gegenseitig, die neuen Chefs haben da eine tolle Wohnung gesehen und geben dir einen Tip usw ., zum Einwohnermeldeamt geht man mit neuen Mitschülern hin, dann kommt eventuell noch eine neue nach dir in die Klasse, da bist du dann nicht die Letzte. ":/ ":/ Und falls es nichts gewesen wäre, hätte man von selbst gehen können. Aber gleich dieses von vornherein ablehnen, wegen, weil .... das find ich nicht gut. Veränderung muss ja nicht gleich schlecht sein und im Leben notwendig.

    Zitat

    Dumal hatte schon recht, mit dem was er sagte – du trittst auf der Stelle, selbst wenns auf dem Silbertablett serviert wird, kommt wieder eine Ausre-äh, ein Grund wieso es nicht geht. Gestehe dir ein, dass du zur Zeit nicht in der Lage bist, arbeiten zu gehen und kümmere dich um einen Therapieplatz wo das in Angriff genommen wird.

    Ich würde auch sagen, dass dir eine Psychotherapie gut tun könnte. Denn im Moment bist du durch deine Ängste dermaßen blockiert, dass wirklich gar nichts geht. Das wird auch nicht von alleine besser.


    Wenn du die Zusage Ende Juli bekommen hättest (auf die du laut älteren Posts gewartet hast), dann wäre das ebenfalls an diesen Parametern gescheitert.


    Momentan bist du in einer Situation, wo du zwar willst, aber nicht kannst. Wenn du dir eingestehen kannst, dass Anteile deiner Persönlichkeitsstruktur höchst problematisch sind und diese Probleme in Form einer Therapie in Angriff nehmen kannst, dann bin ich mir sicher, dass sich auch auf lange Sicht das Können wieder dem Wollen annähert. Momentan belügst du dich selber, indem du dir vormachst, dass du das alles so packen kannst, wie du es dir vorstellst. Manchmal muss man aber auch eine Niederlage eingestehen können und dann daran arbeiten, dass der hohle Zahn gezogen wird.

    PS: Ich bin mir auch sicher, dass eine Psychotherapie dir selbst soweit Klarheit bringt, dass du mit deinen Eltern auf einer anderen Ebene kommunizieren kannst. Sie können nicht in die hineinschauen, und von außen vermittelst du den Eindruck von... "Faulheit". Wenn du in der Lage bist, zu dir selbst ehrlich zu sein, dann kannst du auch zu deinen Eltern ehrlich sein. Ich habe mich selbst und meine Eltern lange belogen, weil es einfacher war, alles auf die Faulheit zu schieben. Als ich dann kommunizieren konnte, was in mir vorgeht, was meine Probleme sind und wie ich mit Hilfe einer Therapie dran arbeite, war das Thema mit dem ständigen Versagen gegessen.