Vielleicht ist sie schizophren oder ähnliches und vergisst hin und wieder ihre Medikamente zu nehmen?


    Wertsachen in der Wohnung bedeuten doch nur, dass mal Geld für die Anschaffung vorhanden war.


    Ist der Frau das im nach hinein nicht peinlich halbnackt bei dir aufgetaucht zu sein,


    oder völlig weggetreten im Flur gelegen zu haben? ":/

    Zitat

    Im Grunde denke ich mir auch, dass es irgendwie auch nicht sein kann, dass die Allgemeinheit einen unnötigen Krankenhausaufenthalt für jemanden bezahlen soll, der selbst Schuld ist an seiner Situation.

    Wieso unnötig? Mir scheint der Krankenhausaufenthalt dringend angeraten bei ihrem Verhalten und wenn nicht, dann werden sie die Dame da auch nicht wochenlang behalten sondern wieder auf die Straße setzen. Die Allgemeinheit zahlt nebenbei ja auch bei Sportunfällen und anderen selbstverschuldeten Dingen, wirklich schräges Argument. Und eventuell erinnert sie sich eben nicht mehr, wenn sie wieder aufwacht. Das wäre durchaus im Rahmen des Möglichen. In wiefern bricht dir ein Zacken aus der Krone wenn du mal den Krankenwagen rufst?

    Zitat

    Im Grunde denke ich mir auch, dass es irgendwie auch nicht sein kann, dass die Allgemeinheit einen unnötigen Krankenhausaufenthalt für jemanden bezahlen soll, der selbst Schuld ist an seiner Situation.

    Dann kann man Dir nur wünschen, dass Du nie in entsprechende Notsituationen kommst.. was für ein Zynismus.


    Ich denke schon, dass die Polizei zuständig ist. Man trägt allerdings keine Verantwortung. Man sollte nur den Fall melden an Stellen, die dann die Verantwortung übernehmen. Dass die Person nicht mehr selber handlungsfähig ist, ist doch offensichtlich.


    Abgesehen davon würds mich auch aus Eigeninteresse nerven, mit so jemanden unter solchen Bedingungen unter einem Dach zu wohnen, und alleine deswegen würde ich was tun.

    nochmal..

    Zitat

    Im Grunde denke ich mir auch, dass es irgendwie auch nicht sein kann, dass die Allgemeinheit einen unnötigen Krankenhausaufenthalt für jemanden bezahlen soll, der selbst Schuld ist an seiner Situation.

    Ok. Selbstmordversuch, Pulsadern aufgeschnitten? Verbluten lassen!


    Oder wie?


    Maaaaaaaaaann.. kopfschüttel.

    Zitat

    Sie hat aus meiner Sicht durchaus klare/normale Momente. Jedenfalls wirkt sie abgesehen von diesen gelegentlichen "Aussetzern" weitestgehend normal. Ich denke also, wenn sie wollte dann könnte sie sich Hilfe suchen. So kaputt wirkt sie jetzt nicht. Sie ist ja auch ständig weg. Also wird sie ja irgendwo Sozialkontakte haben.

    Was sagt sie denn nach ihren Eskapaden zu ihrem eigenen Verhalten?


    Nur mal angenommen, du würdest ein paar Fotos/kurze Videos machen, in ihren schwachen Momenten und die ihr danach geben/zeigen (und selbst das Zeug alles löschen, also ganz sicher nichts behalten). Dann hätte die den Anreiz, dass sie in ihren klaren Momenten mal sieht und mitbekommt, wie sie selbst in ihren - nennen wir es - verwirrten Momenten aussieht. So hätte sie mal Feedback.


    Das könnte heilsam sein ("Oh Gott, das bin ich? So sehe ich aus, wenn ich xyz getrunken/genommen/Medis vergessen habe? Da muss ich wirklich was tun!"), es könnte sie aber auch in Depressionen stürzen ("Ich bin nichts wert."), oder es könnte Ängste schüren, wo sie dann mit Angriff ("Die spinnt wohl, die macht Fotos/Videos von mir!") oder Flucht ("Hier kann ich nicht länger bleiben, hier muss ich weg!") reagieren würden.


    Trotzdem frage ich mich manchmal: wie macht man Menschen mit so großen Verhaltensauffälligkeiten ihre Sachen bewusst, wenn sie in der Situation selbst eben nicht bei Verstand sind? Aber in einer Art, dass es hilfreich für sie ist?

    @ danae87:

    Naja wieso sollte jemand auf Kosten der Allgemeinheit im Krankenhaus seinen Rausch ausschlafen?


    Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich einen Krankenwagen rufe, aber sie will es eben nicht.

    @ Pythonist:

    Sie sagt generell nichts außer mal einem "Hallo". Ich sehe sie ja auch eh nur alle paar Wochen.

    Willst Du also Leute, die sich selbst verschuldet, aber ohne die Absicht dazu (also sozusagen aus Dummheit) in Lebensgefahr bringen, verrecken lassen, anstatt sie auf Kosten der Solidargemeinschaft im Krankenhaus behandeln zu lassen?

    @ danae87

    Zitat

    Wieso unnötig? Mir scheint der Krankenhausaufenthalt dringend angeraten bei ihrem Verhalten und wenn nicht, dann werden sie die Dame da auch nicht wochenlang behalten sondern wieder auf die Straße setzen

    Absolut, vorallem da es ja nurnoch Fallpauschalen gibt und keine tägliche Zahlungen sodass man eh immer darauf bedacht ist so schnell wie der Zustand es erlaubt zu entlassen.

    Zitat

    Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich einen Krankenwagen rufe, aber sie will es eben nicht.

    Daher finde ich 116117 so wertvoll. Damit ruft man keinen Krankenwagen, sondern einen lokalen Arzt/Ärztin. Der/die deine Nachbarin dann z.B. auch auffordern kann, zu ihr/ihm in die Praxis zu kommen. Notfalls mit einem Zettel, der hinterlassen wird, wenn sie nicht aufnahmefähig ist in der Situation.


    Und zu "sie will es eben nicht": ich weiß nicht, an welchem Punkt ist ein Mensch wirklich für sich selbst verantwortlich? Und wann beginnt an dich der Selbstvorwurf der unterlassenen Hilfeleistung? Wenn sie sich dann z.B. verletzt?


    Ich finde emotionale Distanz ja wichtig und richtig. Aber wenn sowas immer wieder vorkommt, auch schwierig in der Umsetzung, da völlig tatenlos zu bleiben.

    Zitat

    Naja wieso sollte jemand auf Kosten der Allgemeinheit im Krankenhaus seinen Rausch ausschlafen?


    Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich einen Krankenwagen rufe, aber sie will es eben nicht.

    Deine Haltung finde ich echt unglaublich.


    Du weißt doch überhaupt nicht, was sie hat. Kann auch etwas ganz anderers sein. Und wenn sie tatsächlich alkoholabhängig ist, dann wäre ein Krankenhausaufenthalt vielleicht ein erster Schritt zum Entzug. Das wäre sowohl in ihrem als auch im Interesse der Allgemeinheit.


    Ob sie das will oder nicht, beim nächsten Vorfall würde ich den Krankenwagen rufen. Ohne das ihr gegenüber groß anzukündigen.

    @ Pythonist

    Ich halte es für keine Idee sich als Nachbar zum Kümmerer aufzuschwingen und Aufnahmen von ihr zu machen, um sie zur Einsicht zu bewegen oder bei ihr sauber zu machen.

    Zitat

    und zweitens will sie bestimmt auch keinen Sozialdienst, wenn sie schon keinen Krankenwagen will.

    äh ja, ihr pech. :=o


    DU willst halt nicht, dass sie nackt oder eingepinkelt etc vor deiner haustür liegt. zu recht willst du das nicht.

    @ Mann64200

    Ob nen Notarzt kommt oder nicht entscheidet der Disponent und nicht der Anrufer %-|


    Wenn die Dame nicht Ohnmächtig ist (das ist ja noch Unklar) dann reicht ein RTW aus, wenn die Dame nicht mitwill dann ist ein Arzt notwendig der dann entscheidet ob es Vertretbar ist die Dame zuhause zu lassen oder nicht.


    Wenn der Notarzt sagt die Patientin muss weg, diese sich weigert dann wird die Polizei hinzugezogen.

    Zitat

    Ich halte es für keine Idee sich als Nachbar zum Kümmerer aufzuschwingen und Aufnahmen von ihr zu machen, um sie zur Einsicht zu bewegen oder bei ihr sauber zu machen.


    -- clairet

    Ok, jetzt wissen wir, was du für keine gute Idee hältst, auch wenn da keine Begründung dabei ist. BTW: Ich hatte nicht "bei ihr sauber machen" geschrieben, sondern die Unterstützung dabei anbieten.


    Aber mal konkreter gefragt: was hältst du denn in den wiederholten Situationen für eine gute Idee? Was wäre also dein Rat?

    @ Ralph_HH

    Zitat

    Die Polizei ist nicht zuständig. Es liegt da keine Straftat vor. Keine Belästigung, keine Ruhestörung. Was soll die Polizei da machen? Sie festnehmen? Maximal bei Fremdgefährdung.

    Das stimmt einfach nicht - die Polizei macht viel mehr; auch bei (vermuteter) Eigengefährdung kann die Polizei durchaus einschreiten (macht sie im Übrigen auch bei jeder suizidgefährdeten Person).

    Zitat

    Krankenwagen? und dann? Wird sie ins Krankenhaus gebracht

    Wahrscheinlicher ist, dass die Kollegen vom RTW das weitere Vorgehen mit der Polizei besprechen.




    Ärztlicher Notdienst ist nicht schlecht. Ich würde wohl auch eher öffentliche Stellen befragen, als sie selbsttätig in ihr Bett zu bringen. Genau weiß ich es aber nicht. Zum Glück war ich noch nicht in dieser Situation

    Meiner Wahrnehmung nach ist die Polizei einfach die "allgemeine Rundum-Anlaufstelle" für was auch immer. Wenn was nicht stimmt => Polizei. Weitere Verteilung der Verantwortlichkeiten übernimmt diese dann.

    Zitat

    Ok, jetzt wissen wir, was du für keine gute Idee hältst, auch wenn da keine Begründung dabei ist. BTW: Ich hatte nicht "bei ihr sauber machen" geschrieben, sondern die Unterstützung dabei anbieten.

    Weil die TE damit Verantwortung auf sich lädt für eine Person, die sie überhaupt nicht kennt und deren Probleme ihr unklar sind. Wenn es sich wirklich um eine Suchtkrankheit handelt oder um ein psychisches Problem, dann braucht sie professionelle Hilfe. Das ist ein ganz anderes Ding als übliche nachbarschaftliche Hilfe wie mal Blumen gießen oder so.

    Zitat

    Aber mal konkreter gefragt: was hältst du denn in den wiederholten Situationen für eine gute Idee? Was wäre also dein Rat?

    Hab ich doch geschrieben, Krankenwagen rufen.

    Pythonist

    Zitat

    Trotzdem frage ich mich manchmal: wie macht man Menschen mit so großen Verhaltensauffälligkeiten ihre Sachen bewusst, wenn sie in der Situation selbst eben nicht bei Verstand sind? Aber in einer Art, dass es hilfreich für sie ist?

    Man selbst tut dabei gar nichts, das überlässt man Profis. Ich kenne zum Beispiel eine junge Frau die sehr stark unter einer bipolaren Störung leidet. Wenn die in ein High rutscht wird sie gefährlich für sich selbst, weil sie unter Halluzinationen leidet und sich Dinge einbildet, danach fällt sie dan durch den Hormonabfall in eine Depression. Zeigst man ihr danach auch noch Bilder von ihr im High, bringt sie sich vermutlich einfach um. Es gibt Momente da ist man überfragt, dafür gibt es Fachpersonal und da sollte man sich dann auch hinwenden. In diesem Fall Notarzt und Sozialpsychiatrischer Dienst.


    Nameerlaubt


    Wenn die Frau nicht mehr zurechnungsfähig ist, und danach sieht es ja aus, dann hat ihre Meinung zum Krankenhaus keine Bedeutung. Und Alkohol ist eine, aber bei weitem nicht die einzige mögliche Erklärung für ihr Verhalten. Und selbst wenn sie trinkt so ist das eine Krankheit und für die haben wir in diesem Land zum Glück ein Solidarsystem. Es wäre ja nicht so das man einfach aufhören kann, wenn man süchtig ist. Genauso wenig wie ein Patient mit ener neuen Prothese ohne Hilfe und Anleitung gut das Laufen lernen könnte. Und bei der Hilfe ist es total egal wie der Patient das Bein verloren hat und das ist auch verdammt gut so.

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    Die Frau hat aus meiner Sicht psychische Probleme

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    Doch wir haben einen sozialpsychiatrischen Dienst, aber erstens ist der laut Website nur für Menschen mit seelischen Störungen zuständig (das muss sie ja nicht unbedingt haben)

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    Ich sehe sie ja auch eh nur alle paar Wochen.

    Was machst du denn mit ihren Paketen, die sie ständig bestellt? Stellst du sie ihr vor die Tür?


    gato

    Ja was denn nun?


    Vielleicht doch erst in Ruhe die Story noch mal überarbeiten und dann neuen Versuch? :-D