Neuer Job: Seelenheil oder Geld?

    Liebe Leute


    Ich stehe momentan völlig zwischen den Stühlen. Ich muss mir das ganze einfach mal von der Seele schreiben. Ich bitte im Vorfeld darum, dass alle die hier schreiben, ihre Höflichkeit bewahren und beim Thema bleiben.


    Ich bin seit 5 Jahren in meinem jetzigen Job. Ich mache ihn nach wie vor gerne und bin eingespielt und routiniert, habe ein tolles Team usw. Jedoch haben wir vor nicht ganz einem Jahr (3/4 Jahr) eine neue Chefin bekommen welche mich vom ersten Moment an auf dem Kieker hatte. Warum weiss ich bis heute nicht. Ich sehe sie nicht oft aber zu wissen, dass sie jederzeit reinschneien könnte bereitet mir ein flaues Gefühl im Magen und wenn sies dann tut, ist das flaue Gefühl bestätigt denn irgendwas ist immer. Bevor sie kam fühlte ich mich hier vollkommen. Seit sie da ist läuft alles schief und der Fehler wird immer bei mir gesucht. Sie hat es sogar geschafft, dass mein Arbeitspensum von 100% auf 80% gekürzt wurde. Seit Frühling bin ich nun auf der Suche nach einem Ausgleich oder gleich ganz etwas neuem denn finanziell sind die 80% ein absolutes Desaster...


    Jetzt habe ich mich Anfang des Monats mit Überzeugung auf eine neue 100% Stelle beworben. Das Inserat passte wie die Faust aufs Auge. Und kürzlich hatte ich das erste Kennenlernen per Telefon und nun folgt in ein paar Tagen das Vorstellungsgespräch. Ich war nach dem positiven Bescheid aus dem Häuschen und habe mich richtig doll gefreut!


    So, nun zur Misere: Seit ein paar Monaten arbeite ich ja 80% und habe jeweils einen festen Tag in der Woche frei. Den nutze ich dann als "alles erledigen"-Tag oder gehe Babysitten. Das erfüllt mich momentan extrem und tut der Seele gut und ich kann wieder Kraft aufbauen nach einer anstrengenden Zeit. Zudem habe ich bei meinem jetzigen Job sehr viele Freiheiten und kann mir meine Arbeit von den Aufgaben her völlig frei einteilen. Keiner quatscht mir dazwischen was ich wann wie zu erledigen habe. Ich bin die einzige in meinem Bereich.


    Die neue Firma zeigt wirklich grosses Interesse an mir und es scheint auch eine tolle Option zu sein. Nur bin ich jetzt völlig im Gedankenchaos was ich tun soll. Einerseits habe ich in meinem jetzigen Job volle Freiheit. Dafür nen mieses Gehalt und ne mobbende Chefin. Andererseits ist da der neue unbekannte Job bei dem ich wieder bei 0 beginnen muss und den freien Tag aufgeben muss und somit die kleinen Würmchen nicht mehr babysitten kann weil 100% aber dafür sieht es z. B. lohntechnisch wahrscheinlich top aus!


    Was ihr noch wissen solltet, ist, dass ich eine sehr introvertierte Person bin und viel Ruhe brauche. Die habe ich an meinem jetzigen Arbeitsplatz. Die Vorstellung davor, beim neuen Job mit mehreren Leuten im gleichen Büro zu sitzen treibt mir den Schweiss auf die Stirn. Sozialphobie ist nicht vorhanden, ich hab nur einfach gerne meine Ruhe, das bin einfach ich.


    Ich weiss momentan nicht was ich tun soll. Ich werd mir das ganze natürlich anschauen und zum Gespräch gehen aber meine Gedanken sind gerade geprägt von Angst, Unsicherheit, Zweifel, Pro/Contra-Gedanken, Abwägen und und und. Für mich ist die Entscheidung irgendwie zusammengefasst "Freiheit gegen Geld" und dieser Gedanke macht mich nicht glücklich obwohl ich Bock hätte auf eine neue Herausforderung.


    Vielleicht habt ihr Tipps, Gedankenanstösse, Meinungen oder auch Erfahrungsberichte. Ansonsten bin ich einfach froh, dass ich mir diese Gedanken einmal von der Seele schreiben konnte :°(


    Ich schreibe als Alias weil ich weiss, dass einige Leute aus meinem (Arbeits-)Umfeld auch hier navigieren. Ich möchte nichts riskieren.

  • 31 Antworten

    Wenn ich lese:


    Zitat

    aber meine Gedanken sind gerade geprägt von Angst, Unsicherheit, Zweifel, Pro/Contra-Gedanken, Abwägen und und und. Für mich ist die Entscheidung irgendwie zusammengefasst "Freiheit gegen Geld" und dieser Gedanke macht mich nicht glücklich

    wird das nicht gutgehen.


    Ich würde in meinem Leben nichts mehr tun, was mich nicht glücklich macht.


    Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn die Chefin immer was findet, da nichts ist. Und sogar die Arbeitszeit runtersetzt. Was genau hat sie den auszusetzen und was genau ist an den Dingen dran? Was genau erwartet sie von Dir und warum kannst Du das nicht erfüllen?


    Und Babysitten dafür in der freien Zeit zu machen, ist natürlich Geschmacksache, aber wenn Du das so vermissen würdest - noch etwas, was eben unglücklich macht.


    Ich würde zusehen, auf der jetzigen Arbeitsstelle eine Leistung zu vollbringen, die anerkannt wird. Vielleicht wäre dann ja ein Volljob wieder drin.

    Alias 940329 schrieb:

    Einerseits habe ich in meinem jetzigen Job volle Freiheit. Dafür nen mieses Gehalt und ne mobbende Chefin. Andererseits ist da der neue unbekannte Job bei dem ich wieder bei 0 beginnen muss und den freien Tag aufgeben muss und somit die kleinen Würmchen nicht mehr babysitten kann weil 100% aber dafür sieht es z. B. lohntechnisch wahrscheinlich top aus!

    Wie alt bist du denn?

    Angenommen du bist unschuldig an der Situation mit den 80% und die neue Chefin mag dich einfach nicht, dann würde ich den neuen Job bevorzugen.

    Allerdings kann ich mich Benita anschließen: so ganz unschuldig wirst du an deiner Situation nicht sein. Vielleicht bist du durch deine ruhige Art zu langsam? Wenn du die einzige in deinem Bereich bist, dann scheinst du deine Arbeit in 80% der Zeit ja genauso zu schaffen wie vorher bei 100%. Also wird die Chefin das erkannt haben. Oder bleibt die Arbeit jetzt liegen?

    BenitaB.


    Das Ding ist halt dass ich noch nicht in der Firma am neuen Ort war. Das Vorstellungsgespräch kommt ja erst noch. Es kann sein, dass ich den neuen Job zu unrecht so negativ sehe. Ich will ja eine neue Herausforderung aber ich habe Bedenken, dass ich gleiche oder ähnliche Freiheiten haben werde. Klar, man kann nicht alles haben aber ich bin vielleicht vom Charakter her eine Persönlichkeit, die eine gewisse Basis haben muss um sich wohlzufühlen. Vielleicht ist auch das mein Problem :-(


    Ich habe meine Chefin nie provoziert, mache meine Arbeit und biete ihr null Angriffsfläche. Es gibt keinen Grund gegen mich zu schiessen. Deswegen verstehe ich sie ja auch nicht. Das Herabsetzen des Pensums hat sie mit wirtschaftlichen Gründen begründet. Gab aber keinen wirklichen Anlass (wurde mir von ihrem Vorgesetzten so gesagt).


    Das Babysitten macht wirklich Spass und dafür opfere ich gerne einen freien Tag. Das sind vielleicht 1-2 Tage pro Monat. Der Rest ist eben der Alles-Erledigen-Tag.


    tinka


    Ich bin 30 Jahre alt. Siehe vielleicht noch meinen zweiten Abschnitt an Benita. Ich wüsste nicht was ich meiner Chefin getan haben sollte. Ich bin bei den Kunden als zuverlässig und seriös bekannt und seit ich hier begonnen habe gab es nie schlechtes Feedback zu meiner Arbeit oder meinem Bereich. Es ist der Bereich mit den wenigsten Problemen. Ich werde von den Kunden stets gelobt. Und ich mache meine Arbeit ja auch gerne und gewissenhaft. Kann ja nicht sein, dass sich meine Chefin über gute Arbeit aufregt :-(


    Aufstocken geht nicht weil das der Kunde vorgibt. Es wurde ohne grosse Nachfrage entschieden, dass 80% reichen. Trotzdem habe ich noch immer 100% zu tun. Ich muss sehr streng priorisieren und selbstverständlich bleiben einige Sachen liegen. Das wissen die Kunden aber auch und werden entsprechend informiert und reagieren mit Verständnis auf die Situation.


    Ich würde gerne eine neue Herausforderung angehen da mir hier aufgrund der Situation langsam die Puste ausgeht. Nervlich, energie-technisch sowie finanziell. Jedoch habe ich grössten Respekt vor dem neuen Umfeld, den Aufgaben, den Anforderungen und mich wieder neu einleben zu müssen. Die Freiheit von hier würde flöten gehen, das ist auch ein grosser Knackpunkt.


    Es ist so mühsam zwischen den Stühlen zu sein :-(

    Alias 940329 schrieb:

    Ich würde gerne eine neue Herausforderung angehen da mir hier aufgrund der Situation langsam die Puste ausgeht. Nervlich, energie-technisch sowie finanziell. Jedoch habe ich grössten Respekt vor dem neuen Umfeld, den Aufgaben, den Anforderungen und mich wieder neu einleben zu müssen.

    Dann geh doch erstmal zu dem Vorstellungsgespräch. Du weißt doch garnicht, ob die dich überhaupt einstellen werden. Wer weiß, wie viele Bewerber die eingeladen haben... Und vielleicht ist alles super und du hast einen tollen neuen Job. Dann musst du halt Samstags zum Babysitten gehen...

    Alter Job:

    Contra:

    - 100% Arbeit aber nur 80% Zeit

    - nur 80% werden bezahlt bei 100% Leistung

    - mobbende Chefin, keine Anerkennung und Wertschätzung

    Pro:

    -viel Freiheit (was denn eigentlich? Arbeitsbeginn?)


    neuer Job:

    Contra:

    - deine Angst vor neuem

    - evtl. weniger Freiheiten (was du aber nicht wissen kannst)

    - keine Zeit zum Baby sitten (könntest du aber am Wochenende oder abends machen)

    Pro:

    - gute Bezahlung

    - 100% Stelle bei 100% Leistung

    - neuer Chef der dir unvoreingenommen ist


    Ich sehe keinen Grund nur weil du nicht genau weißt was auf dich zukommt in deiner unbefriedigenden Situation zu verharren. Wenn du einer qualifizierten Tätigkeit nachgehst ist es eigentlich normal dass man sich einiges frei einteilen kann - da steht ja keiner mit einem eng getackten Stundenplan neben dir. Du kannst auch im Vorstellungsgespräch nachfragen wie deine Aufgaben und deine Arbeitseinteilung aussieht - wenn du gut bist und da beweist wird man dir Freiheiten einräumen, ständige Kontrolle ist ja für das Unternehmen eh eher hinderlich und aufwendig.

    Wie konnten die dir eigentlich einfach Stunden streichen? Was sagt dein Arbeitsvertrag? Normalerweise ist das gar nicht möglich wenn 40 Stunden bei Gehalt x vereinbart sind kann da ein Arbeitgeber nicht einfach nach belieben was runterstreichen...

    Erstmal würde ich den bisherigen Job nicht einfach so kampflos aufgeben. Wie ist denn die Hirarchie bei euch, ist die Frau die neue Firmenchefin oder nur eine Angestellte die dir übergeordnet ist? Falls letzteres der Fall ist - die hat noch kein Jahr hinter sich in dieser Position, vielleicht bleibt sie gar nicht. Ich hab schon so viele ätzende Leute kommen und gehen sehen, dass ich mittlerweile in solchen Situationen auf firmeninterne Selbstheilung hoffe. Hat bisher immer geklappt :-)Die Rumstresser haben scheinbar irgendwie alle einen Selbstentschärfungsmechanismus.


    Dazu kannst du was beitragen indem du dich vertrauensvoll an ihren Chef oder sonst jemand höhergestellten wendest und deine Probleme mit der Situation und der finanziellen Einschränkung ehrlich darlegst. Sofern das möglich ist. Ich kenne eure Strukturen ja nicht. Aber jeder halbwegs schlaue Unternehmer ist bemüht gute Mitarbeiter zu halten. Mach dir deinen Wert für die Firma klar!


    Und falls du doch gehen willst - es gibt nicht nur diesen einen Alternativjob. Wenn es dort nicht passt findest du eben was anderes. Grundsätzlich finde ich aber deinen Ansatz völlig richtig, sich der Vorteile des alten Jobs bewusst zu werden. Es ist nunmal so, man weiß nicht was einen andernorts erwartet.

    Eine Freundin von mir hat vor ca 10 Monaten ihren Traumjob bekommen. Dachte sie. Jetzt ist sie nervlich komplett am Ende und wieder auf Jobsuche da sich ihr Boss als cholerischen Monster entpuppt hat und selbst viel Geld, super Lage und nette Kollegen den Psychoterror nicht aufwiegen können.

    Es wurde noch gefragt, wie diese Freiheiten denn aussehen. Dazu kann ich sagen, dass ich ein sehr grosses Einzelbüro habe. Ich kann mir meine Arbeit frei einteilen und bin selbst dafür verantwortlich, dass Arbeit reinkommt und diese zeitig erledigt wird / ist. Mir quatscht keiner dazwischen, keiner stört mich bei der Arbeit, Ich kann jederzeit eine Pause machen ohne mich rechtfertigen zu müssen. Ich kann den ganzen Tag meine Musik hören via Lautsprecher. Es wird aber auch eine hohe Disziplin und Selbständigkeit erwartet denn ich könnte hier den ganzen Tag nichts tun und keine Sau würde es merken...


    tinka


    Ja, auf jeden Fall werde ich das Vorstellungsgespräch abwarten. Ich bin ja auch neugierig wie es dort ist und aussieht und alles... Babysitten geht nicht am Wochenende. Die Mama der Kids arbeitet immer am gleichen Tag und an dem geh ich dann eben babysitten. Daher leider nein mit dieser Möglichkeit.


    Ratlos


    Vielen lieben Dank für die Pro- und Contra-Liste! Diese werde ich garantiert noch für mich ausführlicher aufschreiben. Das ist ne gute Idee!


    Naja, sie ist gut darin Leute um den Finger zu wickeln. Sie hat es eine Hierarchiestufe weiter oben als "wirtschaftlich unrentabel" ausgelegt diese 20% und man hat ihr geglaubt. Da es dazu ein Jobangebot gab (die 80%) war das alles leider rechtlich richtig. Und für mich war klar dass ich lieber 80% weiter arbeite als gleich mit 0% dazustehen...


    @sweet-fanny-adams


    Vielen lieben Dank für deine Zeilen! Weisst du, ich ertrage diese Frau nun schon fast 1 Jahr. In der Zeit hat sie sich leider überall sehr etabliert, ist seit Beginn im Kader, und man vertraut ihr. Sie ist eine gute Rednerin und kann überzeugen und einschüchtern. Das fasziniert alle über ihr. Wenn ich kleiner Mitarbeiter vom gemeinen Fussvolk nun antanze und sage wie mies und schlecht sie ist, dann schadet das ihr nicht sondern schlussendlich nur mir. Die letzten Monate haben mich so viel Nerven, Kraft und Energie gekostet mich schon nur zur Arbeit zu schleppen obwohl ich meinen Job gerne mache. Nur die Vorstellung, sie könnte auf mich zukommen und es könnte wieder aus Grund XY Schwierigkeiten geben macht mich fertig. Ich will das nicht mehr, trotz meiner Freiheiten...


    Zumal es leider nicht unsere Firma entscheidet ob ich 80% oder 100% arbeite. Wir geben dem Kunden Empfehlungen ab und er entscheidet schlussendlich. Die 80% kamen dem Kunden wie gelegen weil jeder glänzt gerne mit Sparmassnahmen und Einsparungen und tollen Zahlen.


    Ich hatte in den letzten 10 Monaten gehofft, dass sie irgendwann über ihre eigenen Füsse stolpert mit ihrer Art aber sie scheint damit sogar noch Erfolg zu haben leider... Aber ich bin mir sicher, auch diese Frau wird irgendwann auf die Schnauze fallen aber nicht hier und jetzt, aber irgendwann.


    Hätte ich eine Aussicht oder nur einen Grund zur Hoffnung, dass bei mir wieder auf 100% aufgestockt würde, dann würde ich mit Sicherheit kämpfen. Nur dieser Kampf ist aussichtslos. Vielleicht ist es tatsächlich Zeit für einen neuen Weg in einer Firma, in der ich (hoffentlich) wirklich geschätzt werde und anerkannt wird, was ich tagtäglich leiste... :-| Man hört jedenfalls viel Gutes über diese Firma und auch die Mitarbeiter sind mehrheitlich überzeugt.

    Alias 940329 schrieb:

    aber ich bin vielleicht vom Charakter her eine Persönlichkeit, die eine gewisse Basis haben muss um sich wohlzufühlen.

    Entschuldige, aber wo bitte ist in deinem derzeitigen Job der Wohlfühlfaktor?! Du kannst deine Musik hören, musst aber Schiss haben, dass die mobbende Chefin reinschneit? Da stehst du doch unter ständiger Anspannung. Und die, die dir empfehlen, abzuwarten oder zu kämpfen, hatten wohl noch nie mit Mobbing zu tun. Der beste Rat bei Mobbing ist Gehen, so schlimm das für einen auch sein mag, weil man das als "Niederlage" empfindet.

    Und dein neuer Job passt von dem, was du bisher weißt, doch inhaltlich super, hast du geschrieben. Dann solltest du da eigentlich 100% arbeiten können, zumal du den freien Tag dann ja auch nicht mehr zur Erholung von Schikanen deiner Chefin brauchst.


    Also wenn der neue Job einigermaßen ok ist und sie dich nehmen, gäbe es für mich an deiner Stelle kein Nachdenken mehr. Andernfalls würde ich mich intensivst weiter bewerben und dabei auch einen finanziellen Einschnitt in Kauf nehmen. Hauptsache raus aus dem Mobbing, denn das wird aller Erfahrung nach nicht aufhören, sondern immer schlimmer werden.


    Alias 940329 schrieb:

    Für mich ist die Entscheidung irgendwie zusammengefasst "Freiheit gegen Geld"

    Nee, das ist nicht das, was sich da gegenübersteht. Im Vordergrund steht die Schikane, der du in deinem gegenwärtigen Job ausgesetzt bist.

    Alias 940329 schrieb:

    Es wird aber auch eine hohe Disziplin und Selbständigkeit erwartet denn ich könnte hier den ganzen Tag nichts tun und keine Sau würde es merken..

    Alias 940329 schrieb:

    Es wird aber auch eine hohe Disziplin und Selbständigkeit erwartet denn ich könnte hier den ganzen Tag nichts tun und keine Sau würde es merken...

    Das ist übrigens ein Widerspruch - was hat das mit Disziplin zu tun, wenn man ohne Konsequenzen nichts tun kann?

    Alias 940329 schrieb:

    Nur die Vorstellung, sie könnte auf mich zukommen und es könnte wieder aus Grund XY Schwierigkeiten geben macht mich fertig. Ich will das nicht mehr, trotz meiner Freiheiten...

    Was macht sie denn konkret, das dir Angst macht?

    Im neuen Job hättest du genauso das Risiko, dass dich dort jemand "auf dem Kieker" hat und mobbt. Wenn's ganz blöd läuft nicht nur jemand, der jederzeit reinschneien kann, sondern mit dem du auch tatsächlich täglich zu tun haben musst. Selbst wenn du direkt vor Vertragsunterzeichnung weißt, wie die Hierarchie ist und mit welchen Leuten du zu tun haben wirst (eher ungewöhnlich, aber in kleinen Betrieben möglich) kann es an Tag 2 einen Wechsel geben und bumms hast du wieder mit einem Arschloch zu tun.


    Ich würde im alten Job bleiben.

    Alias 940329 schrieb:

    biete ihr null Angriffsfläche

    Inwiefern kann sie dann überhaupt schießen? Hast du Beispiele?

    Alias 940329 schrieb:

    Naja, sie ist gut darin Leute um den Finger zu wickeln. Sie hat es eine Hierarchiestufe weiter oben als "wirtschaftlich unrentabel" ausgelegt diese 20% und man hat ihr geglaubt.

    In diesem Fall würde ich nicht sie als das Böse sehen. Sie hat niemanden "um den Finger gewickelt", sie hat eine Position vertreten, der gefolgt wurde. Die Entscheidung wurde weiter oben getroffen. Und die sind sicher nicht so doof, irgendeiner Mobberin zu "glauben", obwohl sie selbst keine Ahnung haben.

    Ich würde mir VOR dem Vorstellungsgespräch erstmal gar keine großen Gedanken machen. Sondern das Gespräch abwarten und dann weitersehen. Entweder, der neue Job hat tolle Aspekte und Du bekommst überhaupt eine Zusage. Dann kannst Du Dir die jetzigen Gedanken machen. Oder es ist direkt doof, Ängste siegen, Absage - dann musst Du im jetzigen Job halt überlegen, wie es weitergehen soll.

    Ich kenne die Angst vor etwas Neuem; bin selber eher ruhig und habe aber über 10 Jahre nur befristete Stellen gehabt und dementsprechenf oft auch Neues anfangen müssen. Entweder beim selben AG oder eben komplette Wechsel. Man gewöhnt sich doch recht schnell ein, wenn man die grundlegenden Qualifikationen hat. Und man sollte Willkür und mobbende Chenfs und ungutes Bauchgefühl deswegen nicht unterschätzen.

    mnef schrieb:

    Im neuen Job hättest du genauso das Risiko, dass dich dort jemand "auf dem Kieker" hat und mobbt.

    Das Risiko, dass man im Job gemobbt wird, ist relativ gering. Die TE aber WIRD in ihrem gegenwärtigen Job gemobbt. Da ist es doch keine Option, einen neuen Job nicht anzutreten, weil man in dem evtl wieder gemobbt wird. Oberstes Ziel sollte sein, dem gegenwärtigen Mobbing zu entgehen.