Neuer Job, Unterforderung, Mobbing - Feierabend -_-

    Guten Morgen an die Anwesenden!


    Ich bräuchte mal - Meinungen. habe letztes Jahr aus finanziellen Gründen den Job gewechselt, und was soll ich sagen? Ich hätte nach 3 Tagen wieder kündigen können/sollen :-/NICHTS zu tun, wenn dann nur simpelster Kram auf Anweisung. Hatte in meiner letzten Anstellung viel zu tun und viel Verantwortung - hier bin ich "sozusagen" der Praktikant. Mache inzwischen schon Fehler, WENN dann nach Stunden mal Arbeit aufläuft.


    Auch die Kollegen sind für mich kaum zu ertragen, ich bin "die Neue" (soweit, so normal) nur bereits beim Vorstellungsgespräch hatte ich den Eindruck, für diese nicht die 1. Wahl zu sein. Und nun, tja, nun sitz' ich eben doch dort, doch ich fühle mich mehr als unwohl und einsam. Ja, Job ist keine Freundschaftsbörse ;-) Aber SO hatte ich das noch nie! Hatte immer nette Leute um mich, mit denen man sich auch mal austauschen konnte, hier geht das alles nicht, ist scheinbar auch untereinander nicht gewünscht.


    Da inzwischen bei mir auch privat Vieles an Problemen dazugekommen ist, die sich auch nicht wirklich klären lassen (Leben =Großbaustelle) hab' ich das Gefühl, das alles nicht mehr stemmen zu können. Habe bereits mit allen Beteiligten gesprochen (hauptsächlich wegen der eigentlichen Arbeit - persönliche Resentiments sind da noch aussen vor geblieben), doch nichts ändert sich und ich habe Sorge, dass davon meine psychische und physische Gesundheit ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen wird (habe auch eine bisher "brave" MS, und MS kann solche Situationen ja gar nicht leiden).


    Hm, nun weiss ich nicht, ob gehen oder bleiben, kündigen (mit ärztlichem Attest) oder dauerhaft eine AU (weil ich ja nach 3 oder 4 Wochen nicht mehr dorthin zurückkehren kann)? Weil finanziell bin ich dann etwa auf Hartz4-Niveau.


    Meine Frage ist also: Kann ich mir entschuldigen, diese Stelle ohne Alternativjob zu kündigen? Oder bin ich einfach ein Weichei, das die Zähne nicht zusammenbeißen kann":/?

  • 16 Antworten

    Das sind ein wenig Infos, um zu Antworten.

    Wie lang bist du in dem "unerträglichen" Job?

    Gab es Gespräche mit dem/der Vorgesetzten?

    Gibt es einen Betriebsrat, an den du dich wenden könntest?

    Laufen aktuell Bewerbungen?

    Es gibt verschiedene Wege aus einem unliebsamen Job raus zu kommen. Kündigung ohne anderen Job in der Tasche dürfte die letzte Option sein.

    Ja, sorry, ich fand es ist so schon recht lang geworden.


    In dem Job bin ich jetzt 1 Jahr. Gespräche hatte ich mit Kollegen, Vorgesetzten UND dem Betriebsrat. Bzw der hat mir geraten, mit meinem Vorgesetzten zu sprechen. Der hat dann ohne mich zu informieren mit den Kollegen gesprochen, Ergebnis: Nu werd' ich auch noch gemobbt. Ich wollte das nicht, also dass der Chef den Kollegen ich-weiss-nicht-was erzählt, sondern nur, dass er mir eventuell weitere Arbeit zuweist. Die Aussage war auch "OK, versteh' ich, ich lass' mir was einfallen". Und das war dann wohl das Gespräch mit den Kollegen (von dem ich btw nur per Zufall erfuhr). Juhu.


    Bewerbungen sehr wenig, in meinem Tätigkeitsfeld ist zur Zeit nichts zu finden. Zeitarbeit klammere ich jetzt mal aus, das wäre ja wirklich kaum ne Verbesserung.

    Ohne anderen Job würde ich Dir auch nicht empfehlen, zu kündigen. Wenn Du dann auf Hartz-4-Niveau landest, kann das zu einer dauerhaft negativen Spirale führen. Sofern durch Gespräche mit Vorgesetzten, Kollegen oder Betriebsrat keine Besserung zu erzielen ist, würde ich Dir empfehlen, Dich anderweitig zu bewerben. Bei einer Kündigung ohne neuen Job wirst Du Dich jedoch nur selbst unter Druck setzen. Das tut Dir und Deiner MS dann auch wiederum nicht gut. Du schreibst, dass Du in dem vorherigen Job viel zu tun und viel Verantwortung hattest. Das müsste sich ja auch in deinem letzten Arbeitszeugnis wiederfinden. Damit solltest Du dann ja nicht so schlechte Karten haben.

    mp7rose schrieb:

    (weil ich ja nach 3 oder 4 Wochen nicht mehr dorthin zurückkehren kann)? Weil finanziell bin ich dann etwa auf Hartz4-Niveau.

    Warum solltest du nach einer Krankmeldung nicht wieder arbeiten können?

    Hattest du dich mit dem Job nicht finanziell verbessert? Wo kommt dann das Hartz 4 Niveau her?



    mp7rose schrieb:

    Bewerbungen sehr wenig, in meinem Tätigkeitsfeld ist zur Zeit nichts zu finden. Zeitarbeit klammere ich jetzt mal aus, das wäre ja wirklich kaum ne Verbesserung

    Wenn du jetzt eh als Praktikant angesehen wirst, kannst du dich nur verbessern. Also nicht nur auf exakt deine Stellenbeschreibung bewerben.

    Und was soll das mit dem Verbessern? Ich denke du willst da weg?

    Die Infos waren wichtig. Du hast eigentlich alles versucht und ein Jahr ist ein Zeitrahmen, indem sich nicht mehr von Neuling reden lässt.

    Oft ist ein einmaliges Gespräch nicht ausreichend. Du kannst gern deinem Vorgesetzten von der Reaktion deiner Kollegen auf seine Ansprache berichten.

    Wie sieht das Mobbing aus? Bekommst du jetzt noch weniger Arbeit zugewiesen?

    Das wäre wieder ein Fall für den Betriebsrat. Auch wenn es schwierig durchzusetzen ist, gegen Mobbing gibt es Gesetze und das Unternehmen in seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten verpflichtet, dagegen vorzugehen.

    Kannst du dich innerhalb des Unternehmens eventuell versetzen lassen?


    Trotzdem an Bewerbungen immer am Ball bleiben. Viele Wege nutzen, nicht nur auf Ausschreibungen achten. Es gibt auch Coaches, die bei der Karriereplanung unterstützen.

    Ich wünsche dir viel Kraft :)*@:):)*

    Vorgesetzten noch mal ansprechen und notfalls fragen, ob im gleichen Betrieb in einer anderen Abteilung etwas mehr für dich zu tun gäbe.


    Personalabteilung wäre auch noch ein Weg .... klar, wird dein Chef nicht erfreut sein, aber in einer anderen Abteilung es zu versuche hätte auch den Vorteil, dass du andere Kollegen bekämst.



    Au keinen Fall kündigen ohne neue Stelle.

    Danke Ihr Lieben! Sowohl für das Verständnis, auch auch die Infos. Ich denke, ich werd' wirklich bei der Personalabteilung vorstellig. Hab' ich mich bis jetzt nicht getraut, weil dort ja dann zur Sprache käme, dass meine Stelle schlicht und ergreifend unnötig ist. Deswegen würde ich nicht gekündigt, nur gäbe das dann ja wieder eine Welle der Empörung diese Tatsache dort vorzutragen.


    Und der Betriebsrat, hm. Ich rief dort an, um nach Monaten dann Feedback zu geben, dass sich aber gar nichts geändert hätte. Antwort "ach reden Sie doch nochmal mit Ihrem Vorgesetzten....". Ja, das Ergenis kenn' ich ja :(v


    Zur Krankschreibung: Hatte scho eine Anfang des Jahres. Ergebnis: Als ich wieder da war, wurde ich noch schräger angesehen (da hatte ich mit dem Chef noch nicht geredet, aber wie kann die Neue wagen, ihre nicht vorhandene Arbeit liegenzulassen..!). Würde ich jetzt wieder fehlen würde ich mich schlicht und ergreifend nicht mehr hintrauen. Klingt nicht sehr erwachsen, ja. Aber meine Nerven sind zu schlecht, um die Feindlichkeit wegzustecken.

    Was sind denn das für Feindsehligkeiten. Sprechen sie dich konkret an? Da kann man sich doch einen Spruch zurechtlegen.


    Wenn du dir z.B, ein Bein brechen würdest würdest du auch wochenlang ausfallen. Kann ja wohl echt nicht sein, dass man sich dann nicht mehr hintraut und lieber kündigt.

    DA musst du dir echt ein dickeres Fell anschaffen ... krank ist krank.


    Sind deine Kollegen alle älter als du?

    Was ist denn das Mobbing? Dass man komisch guckt, wenn jemand länger fehlt? Oder, dass man nem neuen nicht viel Arbeit gibt?


    So ganz habe ich noch nicht raus, was du willst. Bewerbungen schreibst du nicht, krank machen zum durchatmen und dann wieder durchstarten willst du nicht. Wenn du meinst, Krankengeld sei Hartz4 Niveau dann guck mal wieviel ALG du bekommst und wie lange die Sperrfrist sein wird, wenn du selbst kündigst.

    Das tut sich beides nichts.


    Und wenn es in deinem Job kaum Stellen gibt, bildest du dich zur Zeit weiter? Wenn du nichts zu tun hast kannst du die Zeit auf der Arbeit ja dafür nutzen.

    Guten morgen!


    Also: Doch, natürlich schreibe ich Bewerbungen. Nur es ist kaum etwa "da", auf das ich mich bewerben könnte. Fortbildung, ja, nur leider fällt das aus wegen der Finanzen (und nein, ich habe kein luxuriöses Privatleben). Habe bereits verschiedene Möglichkeiten abgeklärt, um mir doch noch etwas zu ermöglichen, aber diese greifen alle nicht.


    Ja, Kollegen alle älter als ich - könnten fast meine Väter und Mütter sein :=o


    Nun gut - werde mir was einfallen lassen ;-)

    Ich schließe mich der Frage von Verhüter an.

    Bei der Beschreibung von konkreten Situationen können wir besser Tipps geben.

    Interessant wäre auch die Ausführung vom Gespräch mit dem Chef. Da müsstest du nochmal ran.

    Zum BR kann ich dir empfehlen, ein persönliches Gespräch zu suchen. Solche heiklen Dinge bespricht man nicht am Telefon. Es macht auch deutlich, wie wichtig dir dein Anliegen ist.