Ich persönlich bin entsetzt über die Selbstverständlichkeit, mit der die Mieter sich mal eben so über den vertraglich vereinbarten Zahltermin hinwegsetzen. Es ist doch völlig egal, ob es nun der 1. oder 3. ist, klar ist doch, dass der Mieter kund getan hat, erst zum 10. oder 15. zahlen zu wollen. Mit welchem Recht denn? Ich würde, sobald der Zahltermin rum ist, mit kurzer Frist zur Zahlung auffordern und, wenn dies nicht fruchtet, einen Anwalt beauftragen. Und ja, wenn ständig später als vereinbart gezahlt wird, ist das ein Kündigungsgrund, habe ich beruflich bedingt schon erlebt.


    Mein jetziger Vermieter war auch überrascht, dass ich sofort nach Unterzeichnung des Mietvertrages Kaution und erste Miete überwiesen habe, obwohl der Einzug erst einen Monat später stattfand. Hat für mich was mit Anstand zu tun, außerdem kann ein zuverlässiger Mieter auch mal etwas außer der Reihe absprechen. Ein gutes Mietverhältnis ist keine Einbahnstraße. Wenn man im Laufeder Zeit dann wirklich mal in akute Zahlungsschwierigkeiten kommt, kann man eher auf Verständnis des Vermieters hoffen, als unter solchen Umständen, wo schon zu Beginn Probleme auftreten.


    Und ja, ich finde schon, dass die TE ihren Mietern sehr entgegen gekommen ist mit Einzugsdatum, Streichen etc., das sind keine Selbstverständlichkeiten.

    Frage von chriecharlie auf Seite 1:

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    Wir haben zum 1.5. eine Wohnung neu vermietet und sind den Leuten insgesamt mit allem sehr entgegen gekommen. Nun schaue ich heute auf das Konto und die Miete ist nicht da. Auf die Nachfrage hieß es: Geld kommt am 10. oder 15., dann zahlen sie die Miete

    Bei einem neuen Mieter, der die 1. Miete nicht pünktlich zahlt, würde ich sofort einen RA einschalten. Ebenfalls gibt es den Wohnungsschlüssel erst, wenn die Kaution vollständig auf dem Konto ist.


    Bei den Banken gibt es Formulare für Mietskautionen, die sowohl dem Mieter als auch dem Vermieter Sicherheit bieten.


    Allerdings sind wir Mitglied bei Haus und Grund (goggle mal) und haben somit Rechtsschutz.

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    ich miete eine wohnung. der vermieter sagt mir netterweise ohne irgendwelche unterlagen bezüglich gehalt etc. am 30. zu, so dass ich meine wohnung kündigen kann. der vermieter erlaubt mir, die wohnung vorher zu benutzen und sachen reinzustellen. der vermieter erlaubt mir, ein paar tage früher einzuziehen. der vermieter lässt den maler die wände auf seine kosten nach meinen vorstellungen streichen. der vermieter nimmt nur 2 statt 3 monatsmieten kaution und stundet die ablöse der küche um einen monat.

    Das man in eine leerstehende Wohnung auch schon wenige Tage vorher darf, ist ziemlich üblich und nichts, womit du dich brüsten müsstest. Die Sache mit dem Streichen war ganz nett, aber wie bei allen sozusagen 'Geschenken': Auch kein Grund ewigen Dank zu erwarten.


    Dass du ohne Gehaltsnachweis vermietet hast ist nun dein Verschulden. Liegt da der Hase im Pfeffer, Ärger über eigenes Versäumnis bei der Mieterauswahl? Oder gabs sowieso keine anderen Bewerber?

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    wieso wird das alles als kavaliersdelikt gesehen? das schockt mich gerade echt hier.

    Ist es nicht. Aber es ist eben auch nicht kein kackfrecher Weltuntergang.


    Wo genau liegt jetzt das Problem, dass die Miete einmalig 15 Tage zu spät kommt?

    Jetzt einen Anwalt einzuschalten wäre Geldverschwendung. Der würde eine Frist setzen oder mahnen...das kann man aber alles auch selbst. Und den Mietern schon im ersten Monat mit dem Anwalt zu kommen, wirkt sich sicher nicht positiv auf das Verhältnis aus.


    Vielleicht sind sie wirklich nur diesen Monat etwas knapp bei Kasse und ab nächsten Monat läuft alles super. Wenn nicht kannst du dich immer noch aufregen.


    Und nein unregelmäßige oder ausbleibende Mietzahlungen sind kein Kavaliersdelikt, aber man muss auch nicht direkt so durchdrehen.


    Und einen Mieter wieder loszuwerden ist alles andere als einfach. Daher wäre es sinnvoller nochmal das Gespräch zu suchen, um klarzumachen, dass ab nächstem Monat die Miete pünktlich erwartet wird.


    Ps. Ich bin bisher schon 8 mal umgezogen und jedes Mal durfte ich schon mindestens eine Woche vorher in die Wohnung. Das ist nichts so besonderes.