Null Antrieb auf Arbeit ... sonst aber schon

    Hallo Forum,

    ich möchte es kurz fassen. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.


    Ich habe seit einigen Wochen/Monaten (geht schleichend) absolut keinen Antrieb mehr, meinen beruflichen Pflichten nachzukommen. Habe einen Bürojob, wo Organisation, Planung, etc. im Vordergrund steht. Ich bin zwar auf Arbeit oder im HomeOffice, aber ich bin absolut nicht "produktiv". Sitze teilweise einfach nur die Zeit ab, obwohl ich durchaus viel zu tun hätte. Ich kann mich dazu nicht mehr motivieren.


    Allerdings könnte ich nicht sagen, dass ich Burnout habe. Denn privat sieht es ganz anders aus: Sobald ich heim komme, habe ich viel zu tun um Haus und Hof. Das macht mir allerdings auch Spaß und man sieht, was man gemacht hat.


    Ich habe das Gefühl, es hat sich etwas gedreht: Vorher war ich ein totaler Workoholic, habe alles getan, um die Firma voran zu bringen. Daheim habe ich dann entspannt.

    Jetzt hau ich daheim richtig rein, weil es Spaß macht...und auf Arbeit ruhe ich mich aus.


    Ist so etwas kritisch zu betrachten? Sowohl beruflich ethisch als auch gesundheitlich?

  • 3 Antworten

    Naja, ich sollte grundsätzlich zufrieden sein, da ich nicht schlecht verdiene und angenehme Kollegen habe. Es gab Zeiten, da habe ich den Job gern gemacht. Aber jetzt ehrlich gesagt nicht mehr.

    Würde mich selbst als "Macher" bezeichnen und habe kein Problem damit für umsonst Mehrarbeit zu machen, wenn ich sehe, dass es etwas bringt und es wertgeschätzt wird. Aber momentan fühle ich mich eher wie eine Marionette.

    Ist was vorgefallen, dass sich deine Motivation verabschiedet hat? Streit mit dem Chef, Veränderung der Aufgaben, blöde Bemerkung vom Kollegen, Umstrukturierung, ausreichend Wertschätzung?


    An deiner Stelle würde ich meine Fühler mal auf dem Arbeitsmarkt ausstrecken und mir die zentrale Frage stellen, woher dieser Widerwillen kommt.