Problem mit Nachbarn

    Hallo,


    ich hatte vorhin eine „sehr liebenswerte“ Konfrontation mit meinem Nachbarn ? Es ging, mal wieder, um die Reinigung des Treppenhauses. Laut Mietvertrag sind wir verpflichtet, abwechselnd im Wochentakt das Treppenhaus zu reinigen. Ich habe die Nachbarn schon mal vor wenigen Monaten darauf angesprochen, dass sie ihren Pflichten nicht nachkommen. Da wurde ich schon unfreundlich angepampt. Nachdem ich vor einem Monat das Treppenhaus das letzte Mal reinigte, habe ich dann mal bewusst nichts mehr gemacht. Heute habe ich den Nachbarn wischen sehen. Ich grüßte wie immer. Als ich dann vor meiner Tür sah, dass dort noch der Dreck lag, sprach ich ihn darauf an. Denn das letzte Mal haben sie auch nur vor ihrer Tür gekehrt und gewischt, aber vor unserer Tür den Dreck liegen lassen.

    Na ja, ich wurde wieder unfreundlich angepampt und sogar beleidigt. Dufte mir ja sogar anhören, dass ich eh nix zu melden hätte, da ich ja eh nur den ganzen Tag zu Hause rumsitze. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich verletzt. Er weiß ja auch nicht, warum ich zu Hause bin (ich war einige Jahre krank und arbeite seit ca. zwei Jahren freiberuflich von zu Hause aus). Aber er geht wohl davon aus, dass ich ein arbeitsfaules Tier bin und mich doch das Treppenhaus mit putzen könnte. Ich hätte immerhin genug Zeit! Ja, SO kam es bei mir an!


    Jetzt haben mein Mann und ich überlegt, mal einen deeskalierenden Brief zu schreiben. Ohne Vorwürfe und so... aber halt mal mit einer vernünftigen Regelung, wer wann das Haus zu wischen hat. Wir denken, ein Brief wäre besser, weil man mit den Nachbarn irgendwie nicht vernünftig reden kann. Wobei wir natürlich auch in dem Brief erwähnen werden, dass sie jederzeit mit uns sprechen können, wenn sie es wollen.

    Was haltet ihr davon?


    Außerdem wurden mein Mann und ich mit dem Vorwurf konfrontiert, dass wir angeblich nichts mit den Nachbarn zu tun haben wollen. Das verstehen wir allerdings nicht ganz. Was erwarten denn die Nachbarn von uns? Dass wir Kaffeekränzchen mit ihnen machen? Gegrüßt haben wir immer, wobei uns auch da vorgeworfen wurde, dass wir auch dies nicht tun würden.

    Ich werde aus diesen Menschen nicht schlau...

    Ach ja, die Nachbarn haben in etwa dasselbe Alter wie mein Mann und ich. Also werden so um die 30/35 sein.


    Vielleicht hat jemand einen Rat, wie man mit der Situation umgehen sollte, ohne, dass es jetzt weiter eskaliert. Mir macht das gerade echt zu schaffen und ich frage mich auch die ganze Zeit, ob ich oder mein Mann irgendwas falsch gemacht haben. Denn irgendwie können wir nicht nachvollziehen, warum wir so angegangen werden, wenn wir die Nachbarn auf die Hausreinigung ansprechen 8-(

  • 145 Antworten

    hallo, ist doch unwichtig was der nachbar über dich denkt.


    du kannst nicht die Welt retten und schon gar nicht es jedem recht macht.


    freundlich grüßen, Treppen wischen, an die hausverwaltung/vermieterin wenden.


    nix brief, du bist ja keine Bittstellerin. nicht das Opfer spielen, sondern selbstsicher an die sache gehen.


    bei uns putzt der nachbar die Treppen und wir zahlen einen monatlichen beitrag. klappt gut.


    alles gute ? für euch

    Vielen Dank für eure Antworten. Also keinen Brief... okay... ich bin da ehrlich gesagt etwas unsicher in nachbarschaftlichen Angelegenheiten. Ich bin auch sehr ängstlich, dass das weiter eskaliert, da ich, als ich noch bei meinen Eltern wohnte, auch einen cholerischen Nachbar hatte. Der schreckte auch nicht davor zurück, meinen Eltern mit dem Tode zu drohen. Da musste auch regelmäßig die Polizei anrücken.


    Ich habe gerade noch mit meinem Bruder gesprochen. Der meinte auch, dass wir keinen Brief schreiben sollen. Wir sollen weiter das Haus kehren und wischen und protokollieren, wenn die Nachbarn nichts machen. Und dann an den Vermieter wenden.


    Aber was kann da der Vermieter machen? Der wird doch auch nur sagen, man müsse mit dem Nachbarn eine Einigung treffen 8-(

    Der Vermieter kann entscheiden lieber jemanden zu bezahlen, der das Treppenhaus reinigt und die Kosten auf die Mieter umlegen.

    wahrscheinlich die allerletzte lösung, wenn ihr einen vernünftigen Vermieter habt (so wie die anderen schreiben):


    nicht putzen -> externe firma beauftragen -> kosten auf alle parteien aufteilen.

    gato schrieb:

    Der Vermieter kann entscheiden lieber jemanden zu bezahlen, der das Treppenhaus reinigt und die Kosten auf die Mieter umlegen.

    Ja, das bietet auch unser Vermieter an. Jedoch unter der Bedingung, dass alle Meter im Haus damit einverstanden sind, dass ein Reinigungsunternehmen beauftragt wird. Da die Reinigung aber bei den anderen Parteien reibungslos funktioniert, glaube ich kaum, dass jemand darauf eingeht, die Reinigung zu zahlen.

    Zitat

    Jedoch unter der Bedingung, dass alle Meter im Haus damit einverstanden sind,

    Das mag jetzt so sein, aber er kann seine Meinung ändern, wenn sich eine Mehrheit findet und es keinen Streit mehr gibt. Auch wenn es funktioniert können manche trotzdem damit einverstanden sein für wenig Geld die lästige Pflicht los zu sein.


    Vielleicht ist für die Nachbarn das "Machtwort" des Vermieters auch schon genug um ordentlicher zu sein.

    Plüschbiest schrieb:

    Lade die Nachbarn zum Kaffee ein

    Du hast den Smiley vergessen. Ironie erkennt man sonst nicht.

    Plüschbiest schrieb:

    Verwaltung ist Quatsch. Das ist nicht deeskalierend.

    Lade die Nachbarn zum Kaffee ein

    Nachdem, was ich mir schon von dem Herrn anhören durfte (wie die Frau tickt, weiß ich nicht), habe ich nicht das Bedürfnis sie zum Kaffee einzuladen. Wenn ich ein Bedürfnis habe, dann ihnen ein Stück Kohle zum Nikolaus in den Schuh zu stecken ? (Was ich natürlich nicht in die Tat umsetzen werde, auch wenn es mir in den Fingern juckt).

    Verhueter schrieb:
    Plüschbiest schrieb:

    Lade die Nachbarn zum Kaffee ein

    Du hast den Smiley vergessen. Ironie erkennt man sonst nicht.

    Ich meine das Ernst und nicht ironisch.

    Warum immer gleich einen Riesenaufriss machen?