Waterli2

    Zitat

    Man hat in der Regel einen Hochschulabschluss (Master oder Staatsexamen), das ist an sich eine Qualifikation. Mit der kann man nicht in öffentlichen Schulen verbeamtet werden, aber sonst kann man damit in Schulen arbeiten als Vertretungslehrer: man kriegt dann Gehalt nach Tariftabelle, ggf. etwas herabgestuft weil kein 2. Staatsexamen vorhanden ist...

    Stimmt natürlich, den Master hat man dann, das habe ich falsch ausgedrückt.


    Also ist es nicht "nichts", aber irgendwie dennoch nur 3/4 des Weges, wenn man die Lehrerrichtung einschlagen will.

    Smartie67

    Zitat

    Bei 3.) bist Du auch beruflich erst mal mausetot. Wer stellt eine Nappsülze ein, die ein Referendariat kurz vor Ende geschmissen hat. McDonalds?

    Genau das. :)z Klingt hart, ist aber so.

    Das stimmt einfach nicht und ich finde es wenig hilfreich, weil es diesen Wahnsinnsdruck nochmal erhöht. Es gibt eine Leben nach dem (abgebrochenen) Ref.


    Ich kenne gleich zwei Männer, die das Refendariat aus ähnlichen Gründen abgebrochen haben. Einer ist in der außerschulischen Jugendbetreuung gelandet und einer ist pädagogischer Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung. Die privaten Schulen stellen auch ohne komplettes Ref ein. Da muss man dann ggf. eine Weiterbildung je nach Schwerpunkt machen.


    Eigentlich fand ich sogar, dass man mit dem pädagogischen Anteil im Studium relativ breit aufgestellt ist. Meine Berufsgruppe kommt da spezialisierter raus.


    Wenn du die Arbeit an sich magst, würde ich aber erst die anderen beschriebenen Möglichkeiten ausschöpfen. Wenn zur Zeit einfach gar nicht mehr geht, krank schreiben lassen oder in Elternzeit gehen und später wieder anfangen.


    Die Zeit ist echt schlimm @:) , aber so bleibt es nicht. Ehrlich nicht.

    Ich bin auch Referendar und verstehe dein Zeitproblem absolut.


    Ich würde die drei Monate auch auf jeden Fall durchziehen und dann überlegen, ob du nicht anschließend mit einer 75 % Stelle anfangen kannst.

    Ich verstehe auch gut, dass es absolut stressig sein kann, das Ref neben zwei kleinen Kindern zu wuppen. Und natürlich sollte die Erziehung der Kinder nicht allein bei Deiner Freundin liegen, wie hier auch schon geschrieben wurde, denn schließlich sind es auch Deine. Allerdings sollte es möglich sein, dass Deine Freundin Dir so viel Freiraum verschafft, dass Du Dich um alles Wesentliche kümmern kannst. Ansonsten finde ich es um Ref zumindest nicht ungewöhnlich, dass man zu wenig anderem kommt als zur Vorbereitung. Alles, was Du jetzt gut vorbereitest, hast Du später auch für Deinen Unterricht! Ich hatte damals selsbt auch kaum Zeit für Sport und nur wenig Zeit für die Fernbeziehung - und das noch ohne Kinder. Das finde ich völlig normal. Die Frage ist eben, wie gut Du damit umgehen kannst. Du schreibst, dass Du schon krank geschrieben warst - war das für länger? Dein Text hört sich wirklich so an, als wärst Du am Limit. Ich würde Dir im Grunde schon raten, es durchzuziehen, aber wenn es wirklich gar nicht mehr geht, dann würde ich Elternzeit beantragen, keinesfalls würde ich einfach abbrechen. Die Kinder sind ja schließlich auch der Grund für die Verzögerung, Du schreibst ja, dass Du den Job ansich magst, oder?

    Ich habe das Referendariat gerade hinter mir. als ich begonnen habe war meine Tochter 9 Monate und mein Sohn 7 Jahre. Mein Mann arbeitet ebenso vollzeit und ist teils auch über Nacht weg. Mein Referendariat war die Hölle. Meine Kinder sah ich kaum. der Haushalt wurde teils garnicht gemacht. Man konnte froh sein, wenn man ne saubere Hose für die Kinder fand.


    Jetzt habe ich eine Planstelle an einer gebundenen Ganztagsschule. Um die Randzeiten abzudecken haben wir ein Aupair. Und uch bin froh durchgehalten zu haben. es idt weitaus weniger stressig als im Referendariat trotz vollem Deputat und ich habe freie wochenenden. Wir sind finanziell abgesichert und werden uns bald ein eigenes Haus kaufen.


    Halte durch. und vorallem wenn deine Frau nichts arbeitet ist es umso wichtiger.


    Nacg dem Referendariat wirst du wieder mehr Zeit für die Kinder haben

    Hallo! Ich rate Dir auch, dringend durch zu halten. Erst dann hast Du eine fertige Berufsausbildung. Wie ich es bei meinen 2 Freunden sehe, erwartet Dich dann - nach einer Einarbeitungszeit - eine 25 Stunden Woche und jede 4. Woche im Jahr Ferien! Freizeit ohne Ende, denn die lassen jedes Jahr dieselben Arbeiten schreiben und die Unterrichtsvorbereitung steht für ewige Zeiten. Dabei allerbeste Bezahlung im öffentlichen Dienst. Nie mehr Sorgen! So gut wie unseren Lehrern geht es niemandem in dieser Krisenzeit. (Manchem wird das jetzt provokant vorkommen, aber es ist so und nicht böse gemeint. Dies lässt sich nur noch durch Sport- Kunst- und Musiklehrer steigern, die nach dem Examen nie mehr was arbeiten müssen bei enormer Gage.)


    Die Gaumenspalte kann man doch operieren lassen.

    Ganz lapidar:


    Durchhalten: So ist es halt in extremen Prüfungsphasen. Ich habe nicht Lehramt studiert, aber nach meinem Stuidum eine mehrjärgier Pflichtweiterbildung absolviert, an deren Ende auch ein StEx stand. Ich liebe meinen Job, aber die Kombi aus extremen Kosten, unbezahltem Arbeiten, Unterricht, mehreren Jobs hat mich ans Limit gebracht.


    Aber es ist nun mal die Eintrittskarte in den eigentlichen Job. Und (surprise): Kein Job ist 100% klasse. Und je mehr Behörden und Vorgaben, an desto mehr Punkten kann man sich halt reiben. Oder einfach sein Ding machen und die Negativaspekte möglichst gut an sich abprallen lassen. Gelasen hinnehmen, was ist wie es ist.


    Jetzt hinzuwerfen würde Deine/Eure Perspektive gewaltig in Schieflage bringen. Das Meiste hast Du geschafft. Zieh es auf den letzten Metern durch. Und sieh' dann weiter.


    Tipp am Rande: Vielleicht auch mal genauer hinschauen, Stressoren analysieren - und abstellen.

    Zitat

    Freizeit ohne Ende, denn die lassen jedes Jahr dieselben Arbeiten schreiben und die Unterrichtsvorbereitung steht für ewige Zeiten. Dabei allerbeste Bezahlung im öffentlichen Dienst. Nie mehr Sorgen! So gut wie unseren Lehrern geht es niemandem in dieser Krisenzeit. (Manchem wird das jetzt provokant vorkommen, aber es ist so und nicht böse gemeint. Dies lässt sich nur noch durch Sport- Kunst- und Musiklehrer steigern, die nach dem Examen nie mehr was arbeiten müssen bei enormer Gage.)

    Das hier ist einfach unverschämt und zeigt, dass Du selbst eben nicht vom Fach bist, sondern meinst, Einblick zu haben, ohne jede Ahnung. Meinst Du, vor der Klasse steht man nur aus Spaß an der Freude, oder warum ist das keine Arbeit? Und die bloße Anwesenheit tuts übrigens auch nicht, ja, das nennt man tatsächlich Arbeit! Ich habe aber gar keine Lust, auf die Belastungen des Lehrerberufs hier einzugehen (die insbesondere gerade oft die von Dir genannten Sport-, Kunst- und Musiklehrer betreffen), das ist mir hier schlicht zu blöd. Natürlich hat der Lehrerberuf Vorteile (übrigens: warum bist Du denn kein Lehrer geworden? Intelligenz beweist sich auch schon mit der Berufswahl... ]:D ) - aber eben auch deutliche Belastungen, die ein Außenstehender einfach nicht beurteilen kann. Ich rede doch auch nicht so über Jobs, wo ich schlichtweg keine Ahnung habe, warum meinen alle immer, beim Lehrer wüssten sie genau Bescheid, nur weil sie irgendwann mal selbst in der Schule waren? :(v

    Auf mich wirkt das so als ob du krampfhaft nach einer gesellschaftsfähigen Ausrede suchst um den Berufsweg, der dir zu stressig ist (oder hast du Angst die Prüfung nicht zu bestehen?), abzubrechen. Ich versteh zwar nicht wieso man sich kurz vor Ende einer Ausbildung, die einen stresst, noch ein 2. Kind anschafft, wenn man schon durch das 1. überfordert ist. Aber dass sich deine nicht berufstätige Freundin und die Grosseltern darum kümmern können sind doch paradiesische Zustände.


    Fulltime Jobs haben es so an sich, dass die Freizeit incl Familienzeit dadurch eingeschränkt ist. Die meisten berufstätigen Menschen verbringen diese Zeit vollständig ausser Haus.


    Ich rate dir den Abschluss zu machen und danach zu überlegen was du beruflich machen willst.

    onodisep

    Zitat

    (Manchem wird das jetzt provokant vorkommen, aber es ist so und nicht böse gemeint. Dies lässt sich nur noch durch Sport- Kunst- und Musiklehrer steigern, die nach dem Examen nie mehr was arbeiten müssen bei enormer Gage.)

    Nee, das kommt manchen nur so richtig dumm vor. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal... Du weißt schon. %-|

    @ Flo_L

    Zitat

    Ich stelle mir nun erneut die Frage, ob nicht ein Abbruch sinnvoll wäre.

    KURZ vor der Prüfung wäre das total bescheuert und das weisst du auch selbst. Und du siehst doch bei Kollegen, dass es nach dem Referendariat besser wird.


    Prüfungsphasen und gerade mit kleinen Kindern sind hart und man muss da auf einiges verzichten. Vielleicht kann sich deine Freundin in dieser (überschaubaren) Zeit noch mehr Unterstützung bei den Großeltern holen?

    Auf keinen Fall abbrechen!


    Organisiere dich so das du die Ressourcen hast um das Ding zu beenden.


    Z.B.:


    -für den Haushalt eine Hilfe , täglich 2 Std, oder Mo, Mi, Fr.. Geldeinsatz lohnt sich, gibts spezielle Agenturen.


    Familiäre Hilfe, Freunde, Nachbar, wenn vorhanden, sind nur Möglichkeiten.


    -für die Zeit woanders ein Arbeitszimmer.


    Danach kannst du immer noch Hartz 4 beziehen oder sonst was, was auch OK ist.


    Nur der Abschluss ist jetzt wichtig.


    Wenn du nicht als Lehrer an einer Staatsschule arbeiten willst gibt es sehr viele Möglichkeiten mit Referendariat auch woanders zu arbeiten:


    -bei der Schulbehörde, die brauchen auch fähige Leute,


    -Landesschulbehörde, Landesbildungsministerium,...


    -Supervisor für Lehrer, Coach, Erwachsenenbildung, ...


    -Verlage,


    - Fach-Journalist, Medien, Presse, Volontariat,


    -Privatschule, Waldorfschule, Demokratische Schule (ist die Zukunft),


    - Dozent an der Uni, Wissenschaftler, Doktorarbeit,...


    ...


    Bei meinem Vater war das auch so, das er als Wissenschaftler Phasen hatte, wo einfach seine ganze Konzentration dort sein musste, da ein Projekt die ganze Aufmerksamkeit benötigte.


    Wichtig ist das du deiner Frau klarmachst, das das jetzt deine Hauptaufgabe ist und das sie das versteht und das sie das mitträgt.


    Ich wohne in einer größeren Küstenstadt: da gibt es viele Familien wo der Mann Kapitän auf hoher See war/ist. Da muss die Ehefrau ganz alleine mit den Kindern klarkommen, das ist /war immer so, wenn der Mann 6-9 Monate weg ist.


    Du kanst nicht wegen deiner Frau oder den Kindern das Ref, abbrechen.


    Das wäre töricht.