Renovierung bei Auszug?

    Hallo,



    ich muß den Mietvertrag meiner Mutter erst raussuchen, aber ich frage vorab schon mal hier.

    Wir sind 1977 in die Mietwohnung eingezogen (damals Neubau), die meine Mutter jetzt aufgeben muß, da sie nun im Pflegeheim lebt. Falls im Vertrag irgendwelche Klauseln zu Schönheitsreparaturen stehen, haben die heute noch Gültigkeit?



    LG

    Merlinchen @:)

  • 13 Antworten

    Link: Ratgeber der Stiftung Warentest


    Die Chancen sind also wohl recht gut, daß ihr nichts machen oder bezahlen müsst.


    Sich den Mietvertrag anzuschauen ist sicherlich sinnvoll. Ansonsten würde ich einfach mal abwarten, ob der/die Vermieter(in) bei der Besichtigung oder Übergabe der Wohnung überhaupt etwas moniert oder von Euch verlangt. Das Mietverhältnis bestand immerhin 43 Jahre lang, das ist schon was! Wenn die Miete und Nebenkosten stets brav gezahlt wurden und die Wohnung insgesamt pfleglich behandelt wurde, sollte es für ihn/sie ein recht gutes Geschäft gewesen sein. (Ob er/sie eher von der netten Sorte ist oder aber kleinlich und geldgierig, kann ich natürlich nicht wissen. Da gibt es ja große Unterschiede...)

    Also, falls das noch ein DDR-Mietvertrag sein sollte (ich weiß ja nicht, wo du herkommst), dann kannst du dich freuen: in denen stand damals, die Wohnung sei "besenrein" zu übergeben. Da musst du dann nichts renovieren order schönreparieren.

    Ehrlich gesagt käme ich mir merkwürdig vor,wenn ich nach 43 Jahren eine Wohnung verlasse und nicht das wieder herstelle, was ich verbraucht habe;

    also mal ne Wand streichen, eine Fliese austauschen, die Armaturen entkalken, Heizkörper streichen..... vielleicht nee Tür ersetzen....

    die großen Dinger bleiben dem Vermieter dann doch sowieso noch.

    criecharlie schrieb:

    und nicht das wieder herstelle, was ich verbraucht habe

    Deswegen mietet man doch?! Sonst kann ich mir auch ein Eigenheim bauen.

    criecharlie schrieb:

    Ehrlich gesagt käme ich mir merkwürdig vor,wenn ich nach 43 Jahren eine Wohnung verlasse und nicht das wieder herstelle, was ich verbraucht habe;

    also mal ne Wand streichen, eine Fliese austauschen, die Armaturen entkalken, Heizkörper streichen..... vielleicht nee Tür ersetzen....

    die großen Dinger bleiben dem Vermieter dann doch sowieso noch.

    Wo steht denn, das da nie was gemacht wurde? Meine Eltern/Mutter haben alle drei Jahre alles streichen lassen. Dank der Pflege meiner Mutter sehen die Türen noch aus wie am ersten Tag. Die Küche wurde vor 6 Jahren für schlappe 25.000 € neu gekauft usw.

    Ich habe nie gesagt dass ich davon ausgehe, dass nichts gemacht worden ist. Nur, dass ich es merkwürdig fände, nicht das wieder her zu stellen, was ich ver oder gebraucht haette.

    @verhüter

    Mieten heisst gebrauchen, nicht verbrauchen. Die wenigsten Wohnungen werden verpachtet.

    Zitat

    die Armaturen entkalken

    Das finde ich auch ein echt schräges Beispiel, als wäre man da in den letzten 43 Jahren nicht drauf gekommen. Ebenso:

    Zitat

    eine Fliese austauschen

    Warum der Singular? Also davon abgesehen, dass ich in einer Mietwohnung keine Fliese angreifen würde, eine austauschen wäre wohl eher ein komödiantischer Versuch etwas zu vertuschen.


    Zum Thema, lies nach was gemacht werden muss und wo es möglicherweise Probleme gibt. Dann auch offen dazu stehen. Zb Fußboden, weiß nicht wie der aussieht, aber bei sowas kann man dann schon argumentieren, dass es ja die letzten über 40 Jahre ohne Probleme so bewohnt wurde, da ist etwas Verständis vom Vermieter schon möglich (in einigen Fällen).

    Und es heißt Gebrauchsspuren. Zumindest hier sind diese von Vermieter zu erwarten, besonders nach dieser Zeit. Und diese müssen auch nicht ausgebessert werden.

    Mietvertrag raussuchen, Formulierungen prüfen. Aber nicht hier, da sonst Rüffel wegen Rechtsberatung im Forum. Alles andere ist Zeitverschwendung.

    criecharlie schrieb:

    Mieten heisst gebrauchen, nicht verbrauchen. Die wenigsten Wohnungen werden verpachtet.

    Und?