Zitat

    Und weil es ganz früher auch nicht besser war, muss man jetzt dahin zurück? Gut, dass ein Verdienst heutzutage auch nicht mehr zum Leben reicht, da sind wir ja schon längst wieder angekommen. Der Fehler liegt im System. Dieses System könnte es theoretisch allen ermöglichen, gut zu leben. Aber damit die Reichen noch reicher werden sorgt es lieber dafür, dass die Hamster sich gegenseitig kannibalisieren.

    ich wollte dir nur beweisen, dass deine Aussage modern falsch war ;-) Und ist deine Antwort Revolution, Komunismus? Zweiteres ist zum scheitern verteilt und erstes würde erstmal für Blutvergießen sorgen und im schlimmsten Fall ähnlich wie bei der franz. Revolution die eigenen Kinder fressen %-|

    Zitat

    wenn ich mal 12 std schichten mache hab ich direkt 4 tage frei... viel Zeit für Familie etc...

    Puh, beetlejuice21, da bin ich jetzt aber wirklich erleichtert. Beim Nachlesen der nächtlichen Beiträge hatte ich den Eindruck gewonnen, dass du so lange und so viele Stunden ohne Pausen arbeiten musst, dass tatsächlich nur noch Zeit zum Schlafen bleibt.

    :)= :)z Ich bin auch für ordentliche Bezahlung der Schicht- und Wochendarbeiter. Verwandtschaft von mir hat sich mit zusätzlichen Schichten am WE und eben in der Nacht ein komplettes Haus finanziert und die Familie konnte gut leben davon. Dieses Jahr ist hier mal Sonntag der Strom ausgefallen, ich war super froh, dass der Energieversorger Leute hatte die sich auch am Sonntag um das Problem gekümmert haben und ich nicht bis Montag warten musste.

    hi Iian-jill.. ja manchmal kommt es mir auch so vor aber offiziell habe ich 174std im Monat also ne 40std Woche.. das es diesen Monat 205std sind liegt am krankenstand und klar dibd es auch mal 5 oder 6 Tage mit 10-12 am Stück.. aber dann hat man wirklich auch 3-4 Tage frei.. ich hab jetzt noch di Tag und Do-Sa Nacht.. heißt ab jetzt 24std frei.. dann sogar 48 von di nachmittag bis do abend und dann Sonntag ab 8:00...


    ;-) aber so geht's halt durchweg.. mal viel frei mal wenig und für manche ist der ständige Wechsel nix..das wusste ich aber beim antritt dieser Stelle..in Krankenhäusern ist es doch meist wochenweise.. so Feierabend und nun ne Runde schlafen ;-) aber vorher einkaufen..zum Glück hat netto ab 7 auf..sowas mach ich nämlich lieber bevor ich daheim faul bin.


    grins

    Zitat

    das wusste ich aber beim antritt dieser Stelle..

    Vielleicht ist das hier der entscheidende Unterschied.


    Selbstverständlich sucht man sich seinen Job nach bestimmten Kriterien aus und erlernt ihn. Ich habe auch als Zweitberuf bewusst einen Job gewählt, der unsichere bzw. wechselnde Arbeitszeiten mit sich bringt (auch Tiere kennen weder Feiertag noch Wochenende und wenn sie krank sind oder Geburten anstehen, gehe ich nicht Punkt Feierabend nach Hause ;-) ).


    Wenn ich mir aber dann vorstelle, man arbeitet zig Jahre in dem Job zu seinen selbst gewählten Kriterien, weil man eben nicht diese Einschränkungen in Kauf nehmen möchte, und dann wird plötzlich alles über den Haufen geschmissen und die Grundpfeiler der selbst gewählten Aufgabe stimmen nicht mehr, kann ich den Unmut durchaus nachvollziehen.


    Sicher, wenn man noch jung ist und ungebunden (eben keine Familie), dann sucht man sich ein neues Tätigkeitsfeld und zieht einfach dorthin, wo dieses Tätigkeitsfeld geboten wird. Habe ich ja damals auch gemacht – nur, dass ich ganz freiwillig meine Arbeitsbedingungen verschlechtert habe durch eine Umschulung, weil mir die Sache mehr am Herzen lag als der erste Job – aber wäre mir heute auch nicht mal eben so mehr möglich. :|N


    Und wo sollte denn eine Verkäuferin hin, wenn diese Zeiten voraussichtlich bald überall Usus sind? Mal eben die Familie (einen 16jährigen!) verpflanzen? Welchen anderen Job soll sie plötzlich erfüllen können nach so und so langer Tätigkeit in diesem Job, zumal er ihr grundsätzlich Spaß macht. Ich finde nicht, dass die Ausweichmöglichkeiten – gerade bei heutiger Arbeitsmarktsituation – so bombastisch sind.


    Manchmal bleibt da wohl nur, den Unmut kundzutun und danach die A**backen zusammen zu kneifen und weiter zu machen.


    Vielleicht geht es hier im Faden gar nicht um die Arbeitszeit als solche, sondern eher um ein wenig zwischenmenschliches Verständnis? Nur mal so eine Vermutung. *:)

    Zitat

    Macht es einer, machen es alle, sonst gelten sie bald als "nicht serviceorientiert" oder "unmodern" und dann hat die Konkurrenz gewonnen.

    Das ist der Punkt :)z


    Happy Banana, wie viele Supermärkte kennst du, in denen wirklich noch der Marktleiter der Chef ist? Mit allem drum und dran? Ich behaupte mal, dass es inzwischen verschwindend wenige sind. Irgendwie sind sie doch alle einer großen Kette zugehörig. Und meinst du nicht, dass eben dann die Zentrale sagt, dass Ladenöffnungszeiten bis x Uhr – eben weil andere Ketten in der Umgebung damit angefangen haben – nötig sind, um keine Kunden zu verlieren? Auch wenn sich das nicht lohnt?


    So wars nämlich bei uns im Laden, vor einem Jahr hatten wir insgesamt 8 Stunden/Woche weniger geöffnet... Eben weil es sich für meinen Chef nicht lohnt, den Laden am Samstag bis 20 Uhr geöffnet zu lassen (es sind ja nicht nur die Kosten für Angestellte, sondern auch für Strom etc...)... Dann kam eine Anweisung von oben... Entweder länger offen oder Strafe... So reguliert sich der Markt also selber :-X

    @ Ulmer-Spatz

    Zitat

    Bedenke aber, dass Du dann vielleicht auch bald bis 24 Uhr arbeiten mußt

    Was haben die Ladensschlusszeiten mit meinen Arbeitszeiten zu tun?


    Außerdem: Ich bin selbstständig als Nachhilfelehrerin tätig (neben Studium) und es kommt dauernd vor, dass Eltern/Schüler um 7 Uhr Sonntag anrufen, gaaaanz dringend Nachhilfe brauchen und was mach ich: Aufstehen und Nachhilfe geben.


    Nachfrage bestimmt das Angebot. Ich will das Geld, also arbeite ich entsprechend. :)z


    Ab April wechsel ich zur Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin (weil ich ab 2014 endlich Medizin studieren kann :-D ) und was meinst du, wann ich da arbeiten muss?


    Das weiß ich vorher und ich kann damit leben. Ich bin ein Nachtmensch und bin dementsprechend froh, dass ich nach 22 Uhr einkaufen gehen kann. Ich werde diese Entwicklung auch gerne weiter unterstützen, indem ich nur noch zu so späten Uhrzeiten einkaufen gehe.


    Gestern war ich Sonntag Abend einkaufen und weil es bei uns normal ist, dass die


    Läden auch sonntags geöffnet sind, war nicht viel mehr los als an einem normalen Wochentag (ein bisschen mehr ist am Sonntag immer los, weil dann die meisten Berufstätigen einkaufen).


    Ist der Bedarf da, werden die Läden bald rund um die Uhr öffnen, wenn nicht, dann eben nicht.

    hab nur seite 1 gelesen ;-) 

    Zitat

    Inzwischen ist hier bei uns 20 Uhr Ladenschluss. Das reicht auch vollkommen.

    mir nicht. wir sind die letzten mohikaner in D, die das so haben. ich will bis 22h offen haben. man kann ja statt 8.00-20.00 offen halten von 10.00-22.00 -- vor 10.00 muss keiner was einkaufen ;-)

    Zitat

    mir nicht. wir sind die letzten mohikaner in D, die das so haben. ich will bis 22h offen haben. man kann ja statt 8.00-20.00 offen halten von 10.00-22.00 – vor 10.00 muss keiner was einkaufen

    Die einen sagen "vor 10 muss keiner was einkaufen".


    Die anderen "nach 20 Uhr muss niemand einkaufen".


    Wieder andere sagen "Also bis 22 Uhr muss aber auch reichen".


    Warum sollen das die Leute nicht selbst entscheiden? Es ist dann geöffnet, wenn der Umsatz stimmt! Das Ladenschlussgesetz muss weg. Wir sind in der Hinsicht so rückständig.

    Zitat

    je größer der ort, desto eher reicht auch die nachfrage von seiten der nachteulen, um wenigstens wenistens in ein paar läden im stadtgebiet die längeren öffnungszeiten rentabel zu machen. aber darf man hier in bayern ja nicht, weil die gesetze immer noch auf eine bäuerliche gesellschaft oder die 50er jahre ausgerichtet sind, als es in jedem haushalt eine hausfrau gab, die problemlos bis 18 uhr eingekauft haben konnte. %-| :(v

    So siehts aus. In München gibt es dank kirchenhöriger Politiker noch nicht mal ein paar verkaufsoffene Sonntage im Jahr. %-|