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    Gourmeta

    Sorry, ist mir auch schon aufgefallen, passiert mir immer wieder, sollte evntl. vorher in die Vorschau gucken |-o ;-D

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    Ich denke, dass man deine persönliche Erfahrung in einem Juwelierladen nicht verallgemeinern kann. Teurer Schmuck ist eben nichts, was man oft kauft oder einfach so, weil es einem beim Vorbeigehen gefallen hat.

    Ich habe auch schon in anderen Branchen gearbeitet, und zwar zu der Zeit als ich immer Spät bzw. Sonntags gearbeitet habe, meine peröhnlichen Erfahrungen sind also nicht auf ein nicht nur Juweliergechäft begrenzt.


    Auserdem lebt ein Juwelier nicht nur vom Verkauf teuren Schmucks, wir haben auch günstigen Silberschmuck, den z.B der Kunde auch im Kaufhof mal im vorbeigehen mitnimmt, oder Serviceleistungen wie Batteriewechsel und ähnliches.


    Ein kleines familiengeführtes Unternehemen, wie unseres kann es sich nicht leisten Ihre Kunden an große Kaufhäuser zu verlieren, nur weil diese ebend durch Ihre billig Pesonaldecke länger aufhaben.

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    was ich ja blöd finde wenn man um 7 anfängt und dann 12 nach Hause soll um Nachmittags noch 2-3 h zu kloppen

    So ne Schicht gab es bei uns auch am Wochenende: Von 6°°-10:30 und dann nochmal wiederkommen von 15:30-20°°. Das ist wirklich eine Sch.... Arbeitzeit. Der ganze Tag ist kaputt.

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    Ob sich eine Spät- oder Sonntagsöffnung für ein Geschäft lohnt hängt von vielen Faktoren ab. Branche, Standort, Konkurrenzsituation. Das muß halt jeder Laden für sich entscheiden oder herausfinden.


    clairet

    Unter dem aspekt der umsatz und ertragserlöse lohnt sich das auf die mehrzeiten bezogen in der regel kaum. Das kosten-nutzen verhältnis stimmt einfach nicht. Dazu kommt das der jahresumsatz im deutschen einzelhandel seit jahren bei ca. 400 milliarden pro jahr stagniert, dieser umsatz erhöht sich durch längere öffnungszeiten keineswegs, bestenfalls verlagert er sich zu gunsten der einen oder anderen branche oder auch geschäfte. Das bedeutet unterm strich längere öffnungszeiten = höhere kosten = geringerer ertrag. Dies wird ausgeglichen durch den einsatz billiger teilzeitkräfte, genereller personalreduzierung und vor allem auf seiten der großen der versuch die einkauspreise zu drücken. Es lebe die lange öffnungszeit und das billige personal, es wäre ev. gut mal weiter über den tellerrand zu schauen als nur anch den eigenen befindlichkeiten die da z.b. lauten semmeln am sonntag morgen und einkaufen am sonntag. :(v

    Gourmeta

    Keine Ahnung ob es was bringt, sich "nach unten" zu orientieren, aber es gibt Berufe, die auch so nen zerschossenen Tag haben, nur mit mehr Stunden und weniger Pause.


    In meiner Branche bin ich schon im 3. Betrieb, mir hilft es irgendwie mich zu erinnern "Du hättest es schlimmer treffen können". Oder auch wenn ich Arbeitsbedingungen anderer Branchen beobachte, gehts mir ein Stück weit besser. Ich sitze nicht ninstop mit Kollegen UND Kunden in einem grossen offenen Raum, und dann hab ich direkt wieder mehr Lust zu arbeiten.


    Hat was von "Always look on the bright sight of life" :-D

    Die Frage ist auch: haben die gelernten Kräfte Nachteile durch Billigaushilfen in Form von Schülern/Studenten/verzweifelt ungelernten, oder bedienen diese quasi nur die Zusatzzeiten, in denen das geschulte Personal nicht arbeiten will, weil es längere Öffnungszeiten sind?


    In dem Falle (dass keine gelernten entlassen werden) gäbs doch nur Vorteilr: der AG spart den Nachtzuschlag ab 19 Uhr, die gelernten sind einigermassen.pünktlich daheim, die Dazuverdienen-Müsser haben Gelegenheit eines 400-€-Jobs und der Kunde kann (ob drauf angewiesen oder nicht) länger seine Grundbedürfnisse einkaufen...

    hexeT.

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    Dazu kommt das der jahresumsatz im deutschen einzelhandel seit jahren bei ca. 400 milliarden pro jahr stagniert, dieser umsatz erhöht sich durch längere öffnungszeiten keineswegs, bestenfalls verlagert er sich zu gunsten der einen oder anderen branche oder auch geschäfte.

    An der Stelle lohnt sich vielleicht ein wenig Ursachenforschung. Ich wage die Behauptung, dass die Stagnation der Einzelhandelsumsätze mit der Stagnation der Löhne Hand in Hand geht. Außerdem sind durch zunehmende prekäre Beschäftigungsverhältnisse immer mehr Menschen gezwungen, einen Zweitjob anzunehmen. Dann fehlt nicht nur das Geld, sondern auch die Zeit. Da kann der Einzelhändler den Laden so lange auflassen wie er will, da kann nichts reinkommen. Wenn als Konsequenz daraus die Einkaufspreise noch gedrückt werden sollen, wird die Situation noch verschlimmert und eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Was wir brauchen ist also mehr Massenkaufkraft. Mindestlohn und insgesamt höhere Löhne, mehr und vor allem sichere Beschäftigung statt "heuern und feuern". Nur dann fließt mehr Geld in die Kassen und dann wird sich die längere Öffnungszeit auch lohnen.