@ Kadhidya:

    genau das hab ich mich eben auch gefragt... was hat der Stundenlohn einer gelernten Kraft mit dem Stundenlohn zu tun? Oder sind verkäufer so ersetzbar, dass man die Ausbildung gar nicht mehr braucht? *mal ketzerisch gefragt* denn nur dann kann man sie ja einfach ersetzen, ohne das ein Laden das merkt.


    Guck ich wieder in meine Sparte.. natürlich gibts Pflegekräfte die nur angelernt sind, aber sie dürfen nicht alles und ich würde immer gebraucht werden (und natürlich besser bezahlt... ob das dann immer noch zu wenig ist, ist ja hier erstmal egal, das ist ne andere Baustelle)


    Und wenn ich höre Verkäufer arbeiten von 10 – 22 uhr durch oder so... tja dann läuft aber in dem Laden was schief, denn Arbeitsschutzgesetz gilt für alle... und da heißt Schichtarbeit nur andere Zeiten aber nicht mehr.

    *schmunzelt*


    Da nur ich, und nur ich allein, ganz persönliche Bedürfnisse habe, wann ich denn gerne einkaufen möchte, habe natürlich auch nur ich das Recht, Einkaufszeiten festzulegen.


    Alle anderen haben sich meinem Rythmus, meinem Lebensstil, und meinem Hang zur Duldung von flexiblen Arbeitszeiten und 24/7-Verfügbarkeit anzuschließen. Daß dies naturgemäß zu einem Abbau von geschultem Personal und zur Förderung unterbezahlter Studenten und Hartz4-Aufstocker führt ist mir egal, ich muß schließlich auch arbeiten. Warum sollen es andere besser haben als ich? Ich liebe mein Sklavendasein ja schließlich auch.


    Mein PC suggeriert mir immerhin täglich, daß alles ständig rund um die Uhr verfügbar ist. Daß ich nur die Dienste einer Maschine in Anspruch nehme, weiß ich nicht, noch kümmert es mich, schließlich haben Menschen mindestens dasselbe zu leisten wie Maschinen. Ich tue das doch auch!


    Diese Faulheit geht mir auf den Sack. Wie viel besser wäre die Welt, wenn wir alle rund um die Uhr für einen Hungerlohn arbeiten würden? Dann würden die Preise fallen, und wir könnten und endlich mal wieder irgendetwas leisten.

    Zitat

    genau das hab ich mich eben auch gefragt... was hat der Stundenlohn einer gelernten Kraft mit dem Stundenlohn zu tun? Oder sind verkäufer so ersetzbar, dass man die Ausbildung gar nicht mehr braucht? *mal ketzerisch gefragt* denn nur dann kann man sie ja einfach ersetzen, ohne das ein Laden das merkt.


    Guck ich wieder in meine Sparte.. natürlich gibts Pflegekräfte die nur angelernt sind, aber sie dürfen nicht alles und ich würde immer gebraucht werden (und natürlich besser bezahlt... ob das dann immer noch zu wenig ist, ist ja hier erstmal egal, das ist ne andere Baustelle)

    Seien wir doch mal ehrlich die meisten Verkäuferinnen kannst du mit 1-2 Wocheneinarbeitung durch einfach Hilfskräfte ersetzen.


    Und nein eine Pflegekraft lernt durch aus Dinge die man nicht mal eben so in 2 Wochen vermitteln kann.


    Aber was kann denn die Typische Verkäuferin was man nicht in 1-2 Wochen lernen kann?

    @ ZRub:

    ich würde da zwar noch mal abwägen zwischen stinknormalen Sachen wie Lebensmitteln und spezifischen Sachen wie Autos, Technisch hochwertiges Zeug oder wegen mir auch Schmuck...


    aber bei Aldi an der Kasse sitzt man locker ohne Ausbildung... wieviel weniger die dann verdienen als gelernte Verkäuferinnen, keine ahnung.. ich hab bei Kaufland gejobt als Student, hab genug verdient für sitzen uns scannen und regale einräumen... glaub nicht das es soooo viel weniger war wie gelernte Kräfte kriegten.


    Eben darum find ich es polemisch daran jetzt alles fest zu machen, also die die längere Öffnungszeiten wollen sind schuld am wirtschaftlichen Verfall ;-D


    und darum sagte ich ja, in der Pflege werde ich niemals unersetzbar... die Pflegekräfte sollten das nur auch mal verinnerlichen und sich nicht immer selbst klein reden oder klein reden lassen.

    Zitat

    und darum sagte ich ja, in der Pflege werde ich niemals unersetzbar...

    :(v :(v :(v :(v :(v


    Jeder Mensch ist ersetzbar auch DU :)^ :)^ :)^ :)^

    Zitat

    Die Öffnungszeiten müssen eigentlich nicht unbedingt länger werden, nur anders. Sonntags geöffnet, Montags Ruhetag. So halten es viele Restaurants und fahren damit gut.

    O.K und wann geht dann die Verkäuferin einkaufen, ??? mal ebend in ihrer Pause, denn die braucht sie ja nicht, denn sie sitzt ja nur an der Kasse rum, ist ja nicht so schwer :-/


    Ihr freier Tag ist dann ein Montag. An den übrigen Tagen kann sie während der Arbeitsteit halt mehrmals kurze Pausen machen, so kommt sie auch nicht auf mahr als 8 :-( Std. obwohl sie mind. 10 Std. anwesend ist :(v


    Ich rede jetzt allerdings von voll Beschäftigten, denn das jemand der nur 20 Std. die Woche arbeitet genügend Zeit hat ist logisch, aber das ist in anderen Berufen auch nicht anders

    Zitat

    Was ist so schlimm daran Nachts zu arbeiten? Du musst den Job nicht machen wenn er dir nicht passt. Dann bewerbe dich für einen anderen Job.

    Vielleicht ist es Dir auch schon aufgefallen das der Stellenmarkt nicht gerade rosig ist.


    Ich bin auch Verkäuferin (Kassiererin) Allerdings in der Schweiz. Ich bin Mutter einer einjährigen Tochter. Ich kann nur sagen das wir die letzte Stunde vor Ladenschluss nur noch blöde rumsitzen da sich keine Menschenseele zu uns verirrt. Früher konnten es sich die Leute auch einrichten, früher einkaufen zu gehen.

    Zitat

    O.K und wann geht dann die Verkäuferin einkaufen, ??? mal ebend in ihrer Pause, denn die braucht sie ja nicht, denn sie sitzt ja nur an der Kasse rum, ist ja nicht so schwer :-/

    Achja? Sitz du mal denn ganzen Tag an der Kasse und konzetriere dich das du nichts falch machst. Als ich noch 100% gearbeitet habe. Bin ich meistens in meiner Pause schnell einkaufen gegangen.

    Zitat

    Also wenn ich von 8.50 Uhr bis 20.15 Uhr arbeit habe ich 1.30 Stunden Pause denn ganzen Tag ich denke schon das das ziemlich wenig ist.

    Finde ich auch mein Beispiel mit den Pausen sollte nur verdeutlichen, dass man ebend nicht wirklich angemessenen Freizeitausgleich bekommt.


    Man hat ebend keinen zusätzlichenfreien Tag wenn man 11 Stunden am Arbeitsplatz verbringt, sonder 3 mal 30 Minuten Pause, wenn man Pech hat muss man diese auch noch unterbrechen, da die Schlange an der Kasse gerade mal wieder so voll ist.


    Bei einer 5 Tage Woche bekommt man dann 40 Stunden als Arbeitszeit angerechnet, obwohl man 48 Stunden anwesend sein muss, das heisst man verbringt auch seine Freizeit am Arbeitsplatz

    Zitat

    O.K und wann geht dann die Verkäuferin einkaufen, mal ebend in ihrer Pause, denn die braucht sie ja nicht, denn sie sitzt ja nur an der Kasse rum, ist ja nicht so schwer

    Achja? Sitz du mal denn ganzen Tag an der Kasse und konzetriere dich das du nichts falch machst. Als ich noch 100% gearbeitet habe. Bin ich meistens in meiner Pause schnell einkaufen gegangen.


    Ich glaube, das hast Du falsch verstanden, Mauma ist doch auf Deiner Seite. ;-)

    BLACKPEARL1

    Ist Dir entgangen das der Faden von mir stammt

    Zitat

    O.K und wann geht dann die Verkäuferin einkaufen, ??? mal ebend in ihrer Pause, denn die braucht sie ja nicht, denn sie sitzt ja nur an der Kasse rum, ist ja nicht so schwer :-/

    war eigentlich ironisch gemint und bezog sich auf die Beiträge davor

    Zitat

    Finde ich auch mein Beispiel mit den Pausen sollte nur verdeutlichen, dass man ebend nicht wirklich angemessenen Freizeitausgleich bekommt.


    Man hat ebend keinen zusätzlichenfreien Tag wenn man 11 Stunden am Arbeitsplatz verbringt, sonder 3 mal 30 Minuten Pause, wenn man Pech hat muss man diese auch noch unterbrechen, da die Schlange an der Kasse gerade mal wieder so voll ist.


    Bei einer 5 Tage Woche bekommt man dann 40 Stunden als Arbeitszeit angerechnet, obwohl man 48 Stunden anwesend sein muss,

    diese praxis ist natürlich eine sauerei, gegen die man sich wehren sollte. vor allem: müsst ihr dann während eurer pausen trotzdem im laden anwesend sein oder könnt ihr die 30 minuten dann auch in die stadt gehen, was einkaufen oder essen z.b.?


    allgemein muss man hier im thread aber unterscheiden zwischen dem wunsch mancher kunden nach anderen öffnungszeiten und der unterstellten ausbeutung des verkaufspersonals, durch die diese längeren öffnungszeiten in den befürchtungen mancher umgesetzt werden. kurz gesagt: wenn der wunsch der kunden zu längeren öffnungszeiten zu schlechteren arbeitsbedingungen führt, weil die arbeitgeber schweine sind, so sollte sich der zorn der betroffenen verkäufer gegen ihre arbeitgeber richten und nicht gegen die kunden.


    indem man sofort gegen den wunsch der kunden schießt ergibt man sich indirekt kampflos den miserablen arbeitsbedingungen, die schon heute in weiten teilen des handels herrschen. langfristig ist dieses duckmäusertum für die arbeitsbedingungen in deutschland wesentlich schädlicher als ein paar flexibilisierungswünsche von kundenseite.