Schwanger und fühle mich wegen der Kolleginnen total schlecht! Vorsicht lang!

    Hallo!

    Meine Geschichte ist etwas komplizierter, aber ich hoffe ihr könnt mir Ratschläge geben und mich vorallem etwas aufbauen… Also: Ich bin schwanger in der 16. SSW und im Grunde ist alles in Ordnung. Keine Blutungen oder sonstigen Beschwerden wie zu Beginn meiner 1. Schwangerschaft (Tochter ist 2). Der Vater meiner Tochter hat mich zum Ende der SS sitzengelassen und kümmert sich – außer Unterhaltszahlungen – leider nur sporadisch mal um seine Tochter. Mit dem Vater meines ungeborenen Babys war ich insgesamt 1,5 Jahre zusammen und wir planten beide seit ein paar Monaten ein gemeinsames Kind. Als ich ihm sagte, dass ich endlich schwanger bin, hat er mich aber auch sitzengelassen und was ich so gehört habe, hat er mich wohl betrogen (glaube nämlich nicht daran, dass er innerhalb einer Woche nach unserer Trennung eine neue Frau kennenlernt und gleich mit ihr in einer festen Beziehung ist). Seitdem er weiß, dass ich schwanger bin, höre ich nur über Dritte von ihm und was er so macht – selber ignoriert er mich und meine Nachrichten/Anrufe und fragt auch nicht nach dem Baby. Unterm Strich kann man sagen: 2 mal ein totaler Fehlschlag und bald bin ich alleinerziehend mit 2 (!) Kindern! Nichtsdestotrotz freue ich mich auf das 2. Kind, denn es war ja wie gesagt ein Wunschkind und ich finde es auch schön, dass meine Tochter bald ein kleines Geschwisterchen hat!


    Vor knapp 4 Wochen habe ich auf der Arbeit meine SS offiziell bekanntgegeben. Ich muss dazu sagen, ich arbeite in einer großen Behörde und bin in meinem Arbeitsbereich eigentlich sehr zufrieden und komme auch mit den Kolleginnen (sind nur Frauen) sehr gut aus. Auf die SS haben alle mir gegenüber neutral bis positiv reagiert. Klar, es kamen direkt Fragen ob wir denn nun auch heiraten möchten und ich erzählte nur kurz, dass es zwischen mir und meinem Partner leider nicht geklappt hat, aber es trotzdem unser Wunschkind ist und wir uns freuen (stimmt zwar nicht ganz, denn mein Freund hat sich trotz Babyplanung keineswegs über die SS gefreut und meldet sich seither auch nicht, aber so genau müssen es meine Kolleginnen ja nicht wissen). Meine Arbeit habe ich wie gewohnt erledigt und habe ein paar Kolleginnen auf Nachfrage sogar ganz stolz ein Ultraschallbild gezeigt ;-)

    Anfang letzter Woche hatten wir – da wir ja alle wegen Corona viel HomeOffice machen und immer nur ein Teil gleichzeitig in der Behörde ist – eine Videokonferenz mit allen Kolleginnen im Arbeitsbereich. Wegen einem Telefonat mit unserem Abteilungsleiter konnte ich mich erst ein paar Minuten später einloggen. Als ich eingeloggt war, waren meine Kolleginnen mitten in einem Gespräch und das drehte sich um mich! Da wurde ziemlich gelästert und über mich, meine SS und meine Situation hergezogen – vom allerfeinsten! Der Spruch „geschieht ihr recht, wenn man zu blöd zum verhüten ist“ war das noch das Netteste. Außerdem wurde auch noch ein paar Mal betont wie leid ihnen das Baby und auch meine Tochter tun, da ihnen ja alle paar Wochen und Monate ein neuer Stief-Papa vorgesetzt wird (stimmt doch gar nicht!!!) und dass sie für so Typen niemals die „Beine breit machen“ würden und schon viel früher gemerkt hätten, ob sich der Mann als Niete entpuppt oder nicht und sie sich nicht erst ein Kind hätten machen lassen… Erst nach einer Weile hat meine Abteilungsleiterin wohl „gemerkt“, dass ich der Besprechung bereits beigetreten bin. Als ich dann bemerkte, dass es ja „nett ist, wie ihr über mich denkt“ kam von einer Kollegin nur ein „selber Schuld – das ist nur die Wahrheit und das musst du aushalten können“ zurück. Da ich nicht gerade sehr schlagfertig bin, wusste ich darauf nicht direkt etwas zu sagen. Die Abteilungsleiterin wechselte aber auch direkt das Thema und schaltete in das dienstliche über.


    Keine Ahnung wieso, denn es sind ja nur meine Arbeitskolleginnen und keine „Freundinnen“, aber trotzdem fühle ich mich seither total schlecht. Seither kommen mir auch immer wieder die Tränen, wenn ich daran denke wie sie von mir denken und obwohl ich eigentlich der Meinung bin, dass es egal ist was xyz von einem denken, muss ich zugeben, dass mich das sehr verletzt hat und ich mich nun auch irgendwie…ausgestoßen fühle. Ich denke es spielt auch mit rein, dass ich mir Sorgen mache, dass auch meine Kinder irgendwann dumm angemacht werden, weil sie unterschiedliche Väter haben und ihre Mutter mit keinem von beiden mehr zusammen ist.


    Am Montag habe ich meine Abteilungsleiterin bei einem Gespräch nochmal auf die damalige Besprechung angesprochen, aber sie hat direkt abgeblockt und meinte nur „du hast das bestimmt in den falschen Hals bekommen – wir freuen uns alle sehr für dich“. Äh…ja. Ich glaube ich habe mehr als genug gehört um das beurteilen zu können (die Abteilungsleiterin weiß ja nicht wieviel ich gehört habe)… Jedenfalls wollte ich nicht ein noch größeres Fass aufmachen und habe das Thema wieder fallengelassen.Trotzdem: mich nimmt das noch sehr mit. Ich weiß nicht genau warum, aber es hat mich wahnsinnig verletzt und ich fühle mich auch in gewisser Weise gedemütigt. Dazu kommt noch, dass meine Kolleginnen seit dieser Besprechung ständig versuchen mir etwas aufzudrücken – fast so, als ob sie mich für die SS bestrafen möchten! Wenn ich mal früher gehe (habe ja noch 40 Überstunden) wird das direkt kommentiert, wenn ich mal länger als 15 Minuten nicht am Schreibtisch sitze wird das kommentiert und wenn ich mal kurz an meiner Kaffeetasse nippe wird gleich so getan als ob ich „Leerlauf“ habe. Sowas gab es vor der SS nie! Selbst wegen der Urlaubsplanung werde ich nun angemacht – seit Januar habe ich meinen Urlaub für September eingetragen, da meine Tochter da in die Krippe eingewöhnt wird. Jeder wusste davon und für alle war es ok, auch während Corona. Aber jetzt passt es ihnen so gar nicht mehr und sie finden es „egoistisch“, dass ich noch 4 Wochen Urlaub nehmen will, obwohl ich doch eh bald „nicht mehr da bin“… Und wieso ich denn meine Tochter in die Krippe gebe, wenn ich doch eh bald wieder zu Hause bin – ob ich mich denn nicht mehr um sie kümmern möchte?! Hallo?


    Ich sage es euch ganz direkt: ich habe die Schnauze voll! Bis vor 2 Wochen war alles super und ich dachte meine Kolleginnen (haben übrigens alle 1-3 Kinder, sind also keine grundsätzlichen Kinderfeinde!!!) sind nett und wir kommen gut aus, ich fühlte mich wohl im Arbeitsbereich. Aber seither belastet mich die Arbeit sehr, ich fühle mich dauerhaft schlecht und ich habe auch gar keine Lust mehr irgendwas dort zu machen! Klar, ich könnte mich nun dauerhaft krankschreiben lassen (Frauenärztin würde das sogar tun – ich müsste nur einen Ton sagen hat sie mir durch die Blume gesagt), aber das ist ja auch keine Lösung. Denn nach dem 1 Jahr Elternzeit werde ich ja wieder arbeiten und wieder an meinem jetzigen Arbeitsplatz. Einfach so in einen anderen Bereich wechseln ist leider auch keine Option, vorallem vor dem Mutterschutz nicht. Ich könnte versuchen nach der Elternzeit in einen anderen Arbeitsbereich zu kommen, aber das muss ich mir gut überlegen – es ist ja eher „ungewöhnlich“, wenn jemand auf Biegen und Brechen in einen anderen Bereich möchte und ich muss ja auch an meine Beurteilung denken. Gerade als Alleinerziehende mit 2 Kindern möchte ich mir beruflich nichts verbauen – immerhin habe ich keinen Partner, der finanziell unterstützt. Aber das ist ja auch alles erst in der Zukunft, mit geht es eigentlich um das hier und jetzt und wie ich die Situation „verbessern“ kann – für mich persönlich.


    Ganz ehrlich: was würdet ihr an meiner Stelle tun?

  • 23 Antworten

    Meine Chefin ist die Arbeitsbereichsleiterin. Sorry, war so aufgeregt beim schreiben... In meinem Abreitsbereich arbeiten nur Frauen (insgesamt sind mir mit der Chefin zu 12.; der Abteilungsleiter, also der Chef meiner Chefin, ist aber ein Mann)

    Puuh, blöde Situation. Fühl dich mal gedrückt :)_


    Ich finde es unmöglich, dass eure Chefin die Lästereien nicht direkt unterbunden hat in der Telko. Das ist total unprofessionell.


    Habt ihr einen Personalrat? Eine Frauenbeauftragte? Ich würde die Sache da mal schildern und um Rat fragen. Die Personen kennen ja eure Behörde und können dir bessere Tipps geben, als wir als Außenstehende.


    Eigentlich gibt es ja nur drei Möglichkeiten:

    - Aushalten und durchziehen
    - Krankschreiben lassen

    - Dagegen vorgehen mit dem Personalrat


    Tut mir auch leid, dass du nun zum zweiten Mal sitzen gelassen wirst. Ich bin gerade auch schwanger (22. SSW) und kann mir vorstellen, was allein dass mit einem macht.


    Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit :)*@:)

    Liebe TE,

    ja, sehr blöde Situation. Du hast live miterlebt, wie Deine Kollegen gelästert haben. Machen diese Leute das sonst auch? wenn Du aus Erfahrung weisst, dass sie regelmäßig über Kolleginnen herziehen dann hast Du das Gerede immer. Wenn Dir sonst nichts bekannt ist dann haben sie immer schon gelästert, ohne dass Du es mitbekommen hast - Du bist also Aussenseiterin.

    Auf jeden Fall würde ich den Betriebsrat und Deine Abteilungsleiterin informieren, dass Du gemobbt wirst. Und Jeden Fall schriftlich in einer Kladde notieren - nur für den Fall einer weiteren Auseinandersetzung.

    Platypus hat Deine Optionen schön zusammengefasst.

    Ich drücke die Daumen, dass sich alles positiv für Dich entwickelt.

    Der Gang zum Personalrat oder zur Gleichstellungsbeauftragten ist keine Option für mich. Ich arbeite tagtäglich mit denen zusammen und habe da nicht wirklich Vertrauen zu diesen. Ich weiß jedenfalls einige Geschichten wo Beschäftigte über den Personalrat etwas erreichen wollten und dann von diesem böse im Stich gelassen wurden, nachdem mal etwas Gegenwind von der Behördenleitung kam. Und gerade wenn es um das Thema Mobbing geht, reißen die sich nicht gerade darum einem zu helfen - zu viel Konfliktpotenzial für die derzeitigen PR-Verteter bzw. die GleiB. Mag wohl auch daran liegen, dass bald wieder Wahlen und Beurteilungen sind und viele nicht wissen ob sie nochmal gewählt werden bzw. ob die Beurteilung entsprechend ausfällt - ist aber nur meine Vermutung.


    Ich habe bisher jedenfalls nie mitbekommen, dass jemand in meinem Arbeitsbereich massiv gelästert hat. Weder über mich noch über andere. Deshalb dachte ich ja auch, dass es ein toller Arbeitsbereich ist, ich mich mit allen gut verstehe usw. Aber mittlerweile bin ich mir nicht sicher, ob sie nicht bei meiner 1. SS bereits so dahergeredet haben. Damals war ich ja in der gleichen Situation (okay, jetzt habe ich bereits ein Kleinkind zu Hause). Andererseits: damals wurde ich nicht so behandelt was Urlaub angeht oder wenn ich mal früher gegangen bin oder mal ein paar Minuten nicht am Schreibtisch war. Ich habe sogar schon überlegt, ob es nun daran liegt, dass ich sie "erwischt" habe und sie mit so Kommentaren und Verhaltensweisen nun versuchen ihr Geläster von der Besprechung zu rechtfertigen? Also, dass sie versuchen mich durch Übertreibungen als schlechte Kollegin hinzustellen (ist oft nicht am Platz, geht oft früher, drückt sich mit Urlaub vor der Arbeit, belegt einen Kita-Platz obwohl sie dann zu Hause ist weil sie "keine Lust" hat sich um das ältere Kind zu kümmern usw.), die es "verdient" dass man schlecht über sie spricht? Keine Ahnung, mir geht das dauernd durch den Kopf und langsam habe ich schon das Gefühl Verfolgungswahn zu bekommen so viel wie ich über sie und ihr Verhalten mit gegenüber nachdenke...


    Ich will eine Krankschreibung eigentlich vermeiden, weil ich es auch bei anderen nicht gut finde, wenn sie ihre SS vorschieben um sich vor der Arbeit zu drücken. Aber als Option sehe ich es schon mittlerweile. Aber wenn dann wenn möglich die ganze restliche SS und nicht mal nur 2-3 Wochen, denn ansonsten hätten meine Kolleginnen nur wieder einen Grund mies über mich reden ("bist jetzt wohl dauernd krank, oder?"). Aber wie bereits gesagt: eine Lösung ist es für mich nicht möglich. Denn selbst wenn ich bis zum Mutterschutz krankgeschrieben werde, irgendwann ist ja dann auch die Elternzeit rum und dann bin ich wieder tagtäglich mit den gleichen Leuten auf der Arbeit zusammen.

    Ich kann dich verstehen. Aber ich glaube auch, dass in einem Jahr viel passieren kann (alte Mitarbeiter gehen und neue kommen) und irgendwann ist Gras drüber gewachsen.


    Vielleicht wäre auch ein Beschäftigungsverbote wg. dem Mobbing eine Möglichkeit, aber das hängt von der Einstellung deines Gyns ab. Da hätten beide Seiten „Planungssicherheit“ und du würdest weniger Angriffsfläche liefern. Aber wenn deine Kolleginnen sich gerade auf dich eingeschossen haben, wird auch ein BV Zündstoff für weitere Lästereien sein.


    Hast du gar keine „Verbündete“ mehr in der Arbeit? In der Regel sind ja nicht alle Kollegen Lästertanten. Meist sind es nur 2-3 und die anderen halten die Füße still und wollen einfach nur nicht negativ auffallen.

    Platypus schrieb:

    Ich kann dich verstehen. Aber ich glaube auch, dass in einem Jahr viel passieren kann (alte Mitarbeiter gehen und neue kommen) und irgendwann ist Gras drüber gewachsen.


    Vielleicht wäre auch ein Beschäftigungsverbote wg. dem Mobbing eine Möglichkeit, aber das hängt von der Einstellung deines Gyns ab. Da hätten beide Seiten „Planungssicherheit“ und du würdest weniger Angriffsfläche liefern. Aber wenn deine Kolleginnen sich gerade auf dich eingeschossen haben, wird auch ein BV Zündstoff für weitere Lästereien sein.


    Hast du gar keine „Verbündete“ mehr in der Arbeit? In der Regel sind ja nicht alle Kollegen Lästertanten. Meist sind es nur 2-3 und die anderen halten die Füße still und wollen einfach nur nicht negativ auffallen.

    Seit 4 Jahren hat sich in meinem Arbeitsbereich keine Personalveränderung ergeben. Deshalb besteht durchaus die Möglichkeit, dass auch nach meiner Elternzeit die gleichen Leute da sein werden bzw. zumindest ein sehr, sehr großer Teil dieser Kollegen.


    Ja, ich bin mir sicher, dass nicht alle so lästern, aber ich weiß auch nicht genau wer alles dabei war/ist und vorallem wer nicht. Ich traue nun jeder alles zu... Gerade weil z.B. die eine Kollegin die bei der Besprechung meinte, dass ich "das nun aushalten muss" und nun auch eine von denen ist die immer wieder so Kommentare bringt, mir sogar sehr positiv zur SS beglückwünscht hat, das Ultraschallbild sehen wollte, fragte ob ich schon weiß was es wird usw. Als ob ihr Charakter sich plötzlich um 180 Grad gedreht hat!

    Mit 2-3 Lästertanten könnte ich ja leben, aber ich weiß wie gesagt nicht wer alles dabei ist und wer nicht. Ich weiß nur von 4 dass sie so gelästert haben - halt bei der Besprechung, aber da habe ich ja nicht alles mitbekommen. Und selbst bei meiner Chefin bin ich mir nicht so ganz sicher, da sie ja am liebsten den Kopf in den Sand stecken würde was das Thema angeht. Vielleicht weil sie sich auch so wie meine Kolleginnen geäußert hat?


    Ein BV bekomme ich auf jeden Fall nicht, da ja keine Gefahr für mich und das Kind besteht (lt. Frauenärztin ist das die Voraussetzung dafür). Aber sie hat mir quasi "angeboten", dass sie mich jederzeit krank schreibt wenn ich es brauche - auch die ganze SS über. Und das war noch bevor ich meine SS in der Arbeit über öffentlich gemacht habe. Habe das ausgeschlagen, weil ich dachte dass ich es nicht brauche und wie gesagt auch nichts davon halte wenn man sich mit einer SS vor der Arbeit drückt (Stichwort: Schwanger ist ja keine Krankheit!). Aktuell bin ich aber wirklich am überlegen. Mich belastet die Situation in der Arbeit sehr und wenn ich mir dauernd (also wirklich mehrmals am Tag) wegen allem was ich tue einen Spruch reindrücken lassen muss, dann habe ich auch keine Hemmungen mehr mich krankschreiben zu lassen und die Kolleginnen meine Arbeit mitmachen zu lassen. Selber schuld würde ich sagen... Ich bin wütend, genervt, enttäusch und fühle mich ausgestoßen - wie das schwarze Schaf des Arbeitsbereichs.

    Ich würden den psychischen Stress nicht unterschätzen. Der kann sich durchaus auch auf den (schwangeren, also eh schon mehr arbeitenden) Körper auswirken.


    Du willst ja offensichtlich erst noch abwarten und schauen, wie sich die Situation weiterentwickelt. Vielleicht kannst du die Kolleginnen, die dich so anfeinden, auch einfach darauf ansprechen und auch mal Konter geben. Schwer, dir da etwas zu raten, wenn man die Personen nicht kennt.


    Wenn es dich aber zu sehr mitnimmt, würde ich an deiner Stelle lieber die Reißleine ziehen. Letztendlich wirst du im Ansehen deiner Kolleginnen wohl nicht mehr steigen, auch wenn du die Zeit bis zum Mutterschutz ohne einen einzigen Ausfall durch Krankheit durchziehst.


    Falls es dich tröstet: Menschen, die sich so über das Leben anderer äußern, sind meist total unzufrieden mit ihrem eigenen Leben und benötigen dieses Verurteilen und Heruntermachen anderer, um sich selber besser zu fühlen. Wer weiß, was hinter den Kulissen bei den Lästerschwestern abgeht. Wenn sie sich so daran stören, dass du alleinerziehend bist, könnte es auch sein, dass sie selbst in einer unglücklichen Partnerschaft stecken und diesen Unmut nun auf dich projizieren.


    Hast du Freundinnen, die dich bisschen auffangen können und mit denen du deine Sorgen auch „live“ besprechen kannst?

    Danke. nicht so wirklich, ich habe zwar eine sehr gute Freundin mit der ich so Sachen auch immer bespreche, aber selbst sie konnte mir keinen Rat geben außer: krankschreiben lassen. Aber sie ist auch eh jemand,der nur arbeiten geht, wenn es unbedingt sein muss - während ihrer SS war sie von Beginn an krank, aber nicht weil sie etwas hatte, sondern weil sie schlicht und einfach keine Lust auf die Arbeit hatte! Sie hat sogar extra den Frauenarzt gewechselt, um so eine Dauer-Krankschreibung zu bekommen (und nein, sie war nicht bei der gleichen Ärztin wie ich jetzt *g*).


    Ja, du hast recht. Ich werde noch ein bisschen abwarten und schauen, ob sich das alles wieder beruhigt und vielleicht von selbst so erledigt, dass ich nicht mehr mit Bauchweh zur Arbeit gehen muss oder das Gefühl habe, dass die anderen gleich die Zeit stoppen, wenn ich auf der Arbeit mal aufs Klo verschwinde...

    Bei der einen Kollegin, die meinte dass ich "das nun aushalten muss", hatte ich tatsächlich schon das Gefühl, dass bei ihr zu Hause nicht alles rund läuft. Sie ist verheiratet und hat 2 Kinder (5 und 8), ihr Mann hat aber noch ein uneheliches Kind im Alter von 2 - das sagt doch schon alles, oder?! Sie wirkt schon mal ab und an so, als ob sie auf Streit aus ist, aber das war nie mir oder einer anderen Kollegin in unserem Bereich so (soweit ich weiß) und ich kenne sie nicht lange und gut genug um beurteilen zu können, ob sie schon immer so war und dies einfach ein Teil ihrer Persönlichkeit ist, oder ob sie verbittert/unzufrieden ist und diese Seite dann manchmal durchkommt.


    Den nächsten Frauenarzttermin habe ich in 2 Wochen. Bis dahin werde ich auf jeden Fall abwarten und die Situation weiter beobachten. Auf Konfrontation werde ich aber nicht gehen, denn 1. bin ich leider nicht so schlagfertig, 2. widerspricht das meiner Persönlichkeit (bin eher sogar etwas introvertiert) und 3. würde das die Situation für mich mit Sicherheit noch schlimmer machen.

    Ich würde mir tatsächlich überlegen, ob ich da noch arbeiten kann


    Ich habe auch ein gemeinsam geplantes Kind mit dem ich nach wenigen Wochen alleine war... Und ich weiß, dass ich nicht mehr mit Leuten zusammen arbeiten könnte von denen ich weiß, dass sie so hinter mir herreden. Wenn es nur ein oder zwei wären...aber offenbar hält ja keiner dagegen.


    Ich wünsche dir sehr viel Kraft und Freude auf dein Kind!!!

    Das klingt alles nicht schön. Ich vermute, da lag schon länger einiges im Argen und da es nun jeder weiss, besteht kein Grund mehr Freundlichkeit zu heucheln.

    Ich sehe allerdings auch kein Mobbing nur weil mal ab und zu ein Spruch kommt. Ist auch die Frage, wie empfindlich du durch die Schwangerschaft bist. Da hast du also zu wenig Argumente um Hilfe bei Chef oder Personalrat zu bekommen.


    Du solltest dir ein dickeres Fell zulegen. Auch solltest du versuchen die Spreu von Weizen zu trennen. Geh auf einzelne Kolleginnen zu und frag sie ganz konkret, was sie von der Sache halten und ob sie ein Problem mit dir haben. Mach dich bereit für ehrliches Feedback, aber das ist deine einzige Chance herauszufinden, was deren Motivation ist. Auch die böse Kollegin konfrontieren kann helfen ihr Verhalten zu ändern.


    Was nach der Elternzeit ist, darüber solltest du dir jetzt keinen Kopf machen. Versuche erstmal die jetzige Situation zu lösen.

    Ich finde schon, dass du, auch wenn du eher introvertiert bist, auf blöde Sprüche kontern solltest, sonst läuft du Gefahr das Daueropfer zu werden. Dich belastet es enorm und schlimmer kann es fast nicht werden, oder?

    Man muss ja nicht schlagfertig kontern, aber oftmals reicht schon die Frage, was genau man nun damit sagen möchte. Also wenn jemand kommentiert, dass du länger vom Platz weg warst, dann frag nach, was sie damit ausdrücken möchte. Wenn dir Leerlauf unterstellt wird, wenn du etwas trinkst, dann frag nach, ob das bei ihnen denn so sei etc. etc. etc.

    Vielleicht solltest du aber auch nochmal das Gespräch mit allen suchen und durchaus sagen, dass du relativ lange zugehört hast, dich das sehr verletzt hat und das im höchsten Maße unprofessionell ist.

    Vielleicht wäre nach der Elternzeit dann auch ein Wechsel in einen anderen Arbeitsbereich sinnvoll? Ich würde mit denen nicht mehr auf Dauer arbeiten können.. ich würde das aber auch soweit eskalieren, bis es zumindest einen Anpfiff von Vorgesetzten gibt.
    Das ist echt eine Sauerei und nein, du musst das sicherlich nicht aushalten..

    Dass das absolut fiese Lästerei ist, darüber müssen wir denke ich nicht diskutieren. Das sind blöde Hühner, basta.
    Was aber stimmt, ist, dass du ihnen nicht verbieten kannst so zu sein; nichtmal gut gemeinte Gespräche werden was ändern. Jeder darf so über dich denke, wie er will, auch lästern ist nicht verboten. Keine Intervention von irgendwem wird noch etwas daran ändern, dass diese Frauen so denken und du davon jetzt Kenntnis hast. Von Gleichstellungsbeauftragtem etc. würde ich mir daher gar nichts versprechen.

    GC1165 schrieb:

    Ganz ehrlich: was würdet ihr an meiner Stelle tun?

    Ich denke mal, das bringt dir nichts, zu wissen. Jeder ist anders hart im nehmen und alles ist ok. Kannst du denn sagen "Scheiß drauf, ich muss die Weiber nicht heiraten, Arbeit und Gehalt stimmen, reicht mir"? Ich vermute mal: Nein. Ob andere das könnten ist für dich gar nciht entscheidend.

    GC1165 schrieb:

    Deshalb besteht durchaus die Möglichkeit, dass auch nach meiner Elternzeit die gleichen Leute da sein werden bzw. zumindest ein sehr, sehr großer Teil dieser Kollegen.

    Vielleicht wartest du es einfach ab. Sollte es so sein, kannst du immernoch eine Entscheidung treffen. Bis dahin kannst du die Restwahrscheinlichkeit für dich arbeiten lassen, dass du eben doch nicht dieselben Leute antreffen wirst. Ich sehe keinen Vorteil darin, vorher die Segel zu streichen.

    tiramisu01 schrieb:

    ich würde das aber auch soweit eskalieren, bis es zumindest einen Anpfiff von Vorgesetzten gibt.

    Joa, wennschon dennschon. Und dann Tschüss;-D

    mnef schrieb:

    Dass das absolut fiese Lästerei ist, darüber müssen wir denke ich nicht diskutieren. Das sind blöde Hühner, basta.
    Was aber stimmt, ist, dass du ihnen nicht verbieten kannst so zu sein; nichtmal gut gemeinte Gespräche werden was ändern. Jeder darf so über dich denke, wie er will, auch lästern ist nicht verboten. Keine Intervention von irgendwem wird noch etwas daran ändern, dass diese Frauen so denken und du davon jetzt Kenntnis hast. Von Gleichstellungsbeauftragtem etc. würde ich mir daher gar nichts versprechen.

    GC1165 schrieb:

    Ganz ehrlich: was würdet ihr an meiner Stelle tun?

    Ich denke mal, das bringt dir nichts, zu wissen. Jeder ist anders hart im nehmen und alles ist ok. Kannst du denn sagen "Scheiß drauf, ich muss die Weiber nicht heiraten, Arbeit und Gehalt stimmen, reicht mir"? Ich vermute mal: Nein. Ob andere das könnten ist für dich gar nciht entscheidend.

    GC1165 schrieb:

    Deshalb besteht durchaus die Möglichkeit, dass auch nach meiner Elternzeit die gleichen Leute da sein werden bzw. zumindest ein sehr, sehr großer Teil dieser Kollegen.

    Vielleicht wartest du es einfach ab. Sollte es so sein, kannst du immernoch eine Entscheidung treffen. Bis dahin kannst du die Restwahrscheinlichkeit für dich arbeiten lassen, dass du eben doch nicht dieselben Leute antreffen wirst. Ich sehe keinen Vorteil darin, vorher die Segel zu streichen.

    Ja, was nach er Elternzeit ist, da warte ich tatsächlich erst einmal ab. Die Elternzeit ist lange genug dass ich mir überlegen kann was ich tue und ob ich es schaffe weiterhin mit diesen Kolleginnen zu arbeiten. Und manchmal tut etwas Abstand ja auch gut, oder?! Ich meine aktuell ist meine SS ja noch relativ "neu" für meine Kolleginnen, aber wenn ich 1 Jahr nach der Geburt wieder zurück komme wird das ja ein alter Hut sein. In der Zwischenzeit haben sich wahrscheinlich tausend andere Dinge ergeben und ich bin dann nicht mehr Thema (vorallem wenn sie sehen, dass ich Job und Kinder unter einen Hut bringe wie jetzt auch). Das ist meine Hoffnung derzeit.


    Aber zum hier und jetzt: ich habe mitr jetzt den nächsten Frauenarzttermin als "Frist" gesetzt und bis dahin werde ich nochmal versuchen die Situation etwas zu "entschärfen". Wie weiß ich noch nicht so richtig, aber ich dachte ich fange bei der Kollegin die in der Besprechung meinte ich müsse das jetzt "aushalten" an. Vielleicht frage ich sie ob sie kurz Zeit hat, biete einen Kaffee an und fange dann direkt mit dem Thema "letzte Besprechung" an. Dass ich ziemlich traurig darüber bin, dass man mich wohl so sieht und ich es vorziehe wenn man offen mit mir spricht - z.B. wenn sie meinen ich würde mich drücken (so Kommentare kamen ja wenn ich z.B. auf dem Klo war) was man mir damit denn damit genau sagen möchte und woran sie das plötzlich fest machen.

    So der aktuelle Plan. Wird aber noch etwas ausgearbeitet. Für Anregungen bin ich aber sehr dankbar ;-)