Weil hier offenbar die Daunen- und Impregnierungsprofis unterwegs sind:


    Ich hab das erste Mal einen Daunenschlafsack und frag mich derzeit ob ich Mist gemacht hab oder ob die Hersteller einfach einen Hau haben sowas überhaupt herzustellen.


    Hab ihn, auf 2 mal mit Wartezeit mit ca. ner halben Dose Schuhimpregnierung eingesprüht (laut Dosenbeschriftung für alles mögliche geeignet), letztens hat's mich dann vollgenieselt und die Tröpfchen sind auch schön drauf gestanden, aber wo ich über die Isomatte geschrubbt bin hat's das Wasser schon reingepresst, nicht so tragisch und normal vermutlich(?) aber tragisch war dann glaube ich das einpacken, soll man feucht nicht ich weiß, aber ich hab diesbezüglich keine Wahl. In der nächsten Nacht kam er dann als Klumpen aus der Hülle, ups^^ aber ok, war nicht merklich kälter und eine Nacht drin schlafen hat ihn getrocknet, trotzdem kommt er seitdem nimmer sonderlich flauschig aus der Hülle, nicht gut oder? Oder egal? Wenn ich ihn dann schüttel und ne Weile drin lag ist er schon immer wieder schön voluminös. Bisher jedenfalls.


    Das ist das eine, aber es kommt noch schlimmer, das waren seit dem Niesel recht trockene Tage, von gestern auf heut hat's dauergeregnet und die Temp ist schlagartig rauf (immer eine scheiß Kombi), ergibt höllische Luftfeuchte und überall Kondensation - lag zwar im trockenen (so regenrunterfalltechnisch) aber die reine Luftfeuchtigkeit hat ihn nasser gemacht als der Niesel letztens, saugt das aus der Luft als wäre er am verdursten %-|


    Das kann doch nicht normal sein, oder? Oder sind Daunenschlafsäcke einfach sone dermaßene Fehlkonstruktion? Super temperaturbereich aber das ist fürn Arsch wenn der solche Sperenzchen macht, zumindest jetzt, wenn's richtig kalt wird gibt sich das vllt, aber wenn ich ihn bis dahin mit dem feuchten eingepacke kaputt gemacht hab nutzt mir das auch nix mehr.


    Wie schlimm ist das feuchteinpacken auf lange Sicht wirklich (und wenn schlimm ist waschen+trocknen dann trotzdem immer ne Rettung (von der Impregnierung mal abgesehn (ne Sportwaschmittel is nicht realisierbar)) oder ist irgendwann ne Grenze überschritten wo die Federn dann verklumpt bleiben?) und würde eine bessere Impregnierung ihn daran hindern dermaßen Feuchtigkeit aus der Luft zu saugen?

    Daunenschlafsäcke habe ich aus genau diesen Gründen bislang immer vermieden, auch wenn sie schön kuschlig und warm sind, da hab ich lieber noch ne Decke extra dabei. Also eigene Erfahrungen hab ich nicht, von dem was ich so weiß, sollte man sie, wenn es mal feucht geworden ist, wieder gründlich trocknen lassen. Bei Daunen kann das verdammt lange dauern, mehrere Tage bis hin zu einer Woche und mehr, wenns 100%ig sein soll. Von daher vermute ich mal, dass der zwar nicht mehr Feuchtigkeit anzieht wie sonst auch, dass sich das aber mehr anfühlt, weil der Schlafsack nicht so richtig trocken wird. Wenn du die Möglichkeit hast, würd ich ihn mal in einen Trockner packen auf niedriger Stufe so um die 30° und mit ein paar Tennisbällen. Die Bälle lockern das ganze ein wenig mit auf, kann man mit Daunenjacken auch so machen. Zu der Imprägnierungsgeschichte fehlen mir auch die Erfahrungen, aber vielleicht wäre ein zusätzlicher Biwaksack eine Option, um Feuchtigkeit gar nicht erst an den Schlafsack kommen zu lassen von aussen. Transpiration von innen ist dann aber ein anderes Thema...

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    Transpiration von innen ist dann aber ein anderes Thema...

    allerdings, gestern auf heut mit ner übergroßen Folie zugedeckt und war aus genau dem Grund echt keine gute Idee^^ Professionellere Überzüge die das durch Luftdurchlässigkeit vllt mindern will ich net rumschleppen, ich bin derzeit absolut an oder über der Grenze dessen was ich dauerhaft tragen kann.

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    Wenn du die Möglichkeit hast, würd ich ihn mal in einen Trockner packen auf niedriger Stufe so um die 30° und mit ein paar Tennisbällen.

    hmja, Waschsalon halt, aber ich bin dann doch etwas gehemmt meinen gebrauchten Schlafsack da ungewaschen reinzupacken, hab zwar keine Viecher aber ist halt doch trotzdem n bissl assi^^ Würde mich das ganze kältetechnisch in ernsthafte Schwierigkeiten bringen würd ich die Hemmungen hemmungslos über den Haufen schmeißen aber der Schlafsack ist bisher ja trotzdem noch warm.

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    ich bin derzeit absolut an oder über der Grenze dessen was ich dauerhaft tragen kann.

    Tjo, verständlich, da macht sich dann schon fast jedes Gramm bemerkbar. Bleibt dann wohl momentan nur zu hoffen, dass man frühs mehr trocknen kann an der Luft als man Nachts aufsaugt ^^ Gegen das Verklumpen muss man wohl viel aufschütteln, wie bei einer Bettdecke/-kissen...

    Wenn man Daunenschlafsäcke mit Schuhimprägnierer behandelt, würde ich mich nicht wundern, wenn man Probleme bekommt.


    Und erst recht mit der Atmung, das kann ja nicht gesund sein, allein beim Aufsprühen kriegt man es halbwegs an der Lunge....


    Im Fachhandel gibt es Nikwax für so etwas....

    Auf unseren Daunensäcken steht, man soll sie 2(!) Mal bei höchster(!)Stufe in den Trockner packen. Daunen zu trocknen scheint also eher schwierig zu sein.


    Eenn Waschsalon eineOption ist: Warum nicht erst waschen, dann trocknen? dann ist da nichts eklig.

    würd mich halt wegem dem verschwendetem Impregnierspray ärgern, aber gut möglich dass ich's trotzdem so machen muss, scheint besser zu werden, die spezielle Feuchte ist vorbei (und kommt erfahrungsgemäß auch nur selten vor) und der Schlafsack scheint tatsächlich wieder trockner zu werden. Nur wenn er letztendlich nicht mehr völlig trocken wird muss es wohl sein, nicht dass er schimmelt. (da hab ich erst gar net dran gedacht aber das kann ja auch noch passieren %-| Aufgeben will ich den Schlafsack aber jedenfalls noch nicht, bin ich noch zu stur für und zu geil auf "-3°C/-10°C/-25°C")

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    Bleibt dann wohl momentan nur zu hoffen, dass man frühs mehr trocknen kann an der Luft als man Nachts aufsaugt ^^ Gegen das Verklumpen muss man wohl viel aufschütteln, wie bei einer Bettdecke/-kissen...

    ja, mach ich so. Die Körperwärme ist auch net zu verachten aber mal schaun ob's reicht. Regenwetter ist immer noch, aber das sollte eigentlich nicht so schlimm sein, schlimm sind die paar Tage im Jahr wo mein Stammpennplatz zum Aquarium wird (da tropft es von der Überdachung allein von kondensierter Luftfeuchte und am Boden schwimmts^^).

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    Nikwax

    schau ich mal danach oder halt irgendnem speziellen, wenn ich ihn waschen muss muss ich ja eh wieder impregnieren und die Dose ist fast leer (aber da steht wirklich drauf dass es auch für z.B. Zelte oder Kleidung taugen soll)

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    Und erst recht mit der Atmung, das kann ja nicht gesund sein, allein beim Aufsprühen kriegt man es halbwegs an der Lunge...

    ja das war eklig^^ Arm so lang wie möglich und Gesicht in die Klamotten vergraben, später beim Gebrauch hab ich aber keine Spur mehr davon gerochen.


    Danke euch für die Ratschläge