Seid ihr auch mit Eurem Beruf glücklich? Erfahrungen!

    Bin gerade (aus aktuellem Anlass) mal wieder sehr glücklich über meine Berufswahl, und dachte, man könne dazu in einem Forum ruhig mal einen Faden aufmachen - nicht immer nur über das Negative! :)z


    Ich finde ja, wenn man einen Beruf/eine Laufbahn wählt, wählt man immer auch einen Lebensweg und eine Art zu leben.


    Welche positiven Big Points hat Euer beruflicher Lebensweg?


    Was sind die Vorteile Eures Berufes/Eurer Laufbahn?


    Was die Nachteile (habe entschieden diese doch auch hier rein zu nehmen, damit ein kompletteres Bild entstehen kann)?


    Ich fange mal an.


    Ich bin Realschullehrerin.


    Vorteile:


    - Spannende und abwechslungsreiche Arbeit mit Menschen.


    - Sinnvolles Arbeiten.


    - Lebenslanges Lernen.


    - Ansehen des Berufes


    - Ca. 14 Wochen Ferien im Jahr. 8-)


    - Viel Tagesfreizeit, wenn man geschickt vorarbeitet.


    - Sicherer Arbeitsplatz (Verbeamtung).


    - Sehr guter Verdienst.


    - Freie Wahl des Arbeitsumfanges/Teilzeit. Jedes Schuljahr neu wählbar.


    - Sehr gut mit Kindern vereinbar.


    - Rekonvaleszenz nach längerer Krankheit (ab 6 Wochen): Wiedereigliederung mit reduzierter Stundenzahl bei vollen Bezügen.


    Meine Freundin z.B. arbeitet nach Ihrer OP im März das restliche Schuljahr nur noch 10 von 27 Wochenstunden.


    Nachteile:


    - Im Supermarkt und auf der Straße angesprochen werden ;-)


    - Teilweise nervlich und emotional belastende Arbeit


    - Hin und wieder Ärger mit anstrengenden "Helikoptereltern"


    - Frühes Aufstehen zzz


    Bin gespannt auf Eure Resümees!

  • 86 Antworten

    Ich arbeite seit vielen Jahren im Eventmanagement, studiert habe ich eigentlich mal Soziale Arbeit.


    Ich liebe meine Arbeit sehr!


    Vorteile:


    - Ich bin nur sehr wenig weisungsgebunden.


    - Meine Arbeitszeiten entsprechen meinem Eulennaturell


    - Meine Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich


    - Ich lerne interessante Menschen kennen


    - Ich lerne ständig etwas Neues dazu


    Nachteile:


    - Die Bezahlung ist für die Verantwortung und die Arbeitszeiten grottig


    - Es gibt Zeiten, das ist es schon an der Belastbarkeitsgrenze mit 16-Stunden-Tage, 7 Tage am Stück,


    aber das geht vorbei.

    Ich bin Erzieherin und das sehr gern.


    Vorteile:


    -abwechslungsreiches Arbeiten


    -tolles Team und trotzdem selbstständiges Arbeiten


    -perfekte Arbeitszeit


    -man kann seine Kreativität ausleben


    -man ist immer in Bewegung und oft an der frischen Luft


    -man sieht Kinder in ihrer Entwicklung, was für mich wirklich spannend ist


    -man darf spielen und wird dafür bezahlt ;-D


    -man lernt gemeinsam mit den Kindern


    -man kann anderen helfen, Eltern wie Kindern


    -ach ich mag Kinder einfach unglaublich gern ;-D


    -man hat nichts mit Finanzen zu tun, was mir sehr wichtig ist ;-D


    Nachteile:


    -schlechte Bezahlung


    -nicht alle Eltern sind kooperativ und freundlich (die meisten aber schon)

    Freeredbird,

    ähnliche Fäden gab es schon einmal; da hat sich auch eine Userin ein bisschen "erhoben" und ihren Lebensstandard sehr ausgeschmückt in der Hoffnung, über den Anderen zu stehen. So kam es mir jedenfalls vor...; was bringt es uns, wenn wir wissen, dass du die nachfolgend zitierten Vorteile hast?

    Ich weiß auch nicht, was das Beispiel deiner Freundin soll. Hat doch mit dir nicht viel zu tun. Hört sich - jedenfalls für mich - danach an: guckt mal, wie gut es mir geht ??und Beamtin bin ich auch; ihr dürft den Luxus auch noch bezahlen??. Aber schön, dass wir an deinem Glück teilhaben dürfen ;-) . Und mal ehrlich, wenn du nach den Vorteilen, die du hier aufzählst, unglücklich bist, ist dir auch nicht zu helfen.


    Wir wissen doch alle, dass es vielen Lehrern sehr gut geht.


    Ich habe Respekt vor den Leuten, die wenig verdienen, viel Stress haben und trotzdem Spaß an ihrer Arbeit und das Gefühl haben, das Richtige zu tun und zufrieden und glücklich sind.

    Zitat

    Ich finde ja, wenn man einen Beruf/eine Laufbahn wählt, wählt man immer auch einen Lebensweg und eine Art zu leben.

    Eben, diese "Art zu leben" wurde uns eben in anderen Fäden schon sehr nahegebracht ;-)

    Danke für Eure Beiträge! Für mich ist das richtig interessant, einen Einblick zu bekommen! Spannend!


    :)^

    Zitat

    Meine Arbeitszeiten entsprechen meinem Eulennaturell

    Da hast Du's gut! :)^


    Ich musste ungelogen lernen von der Eule zu Lerche zu werden. Aber das kann tatsächlich funktionieren. :)z


    An paint-it-colorful


    Eieiei, da hat aber jemand ganz gewaltig was in den falschen Hals bekommen... :)_

    Zitat

    ähnliche Fäden gab es schon einmal; da hat sich auch eine Userin ein bisschen "erhoben" und ihren Lebensstandard sehr ausgeschmückt in der Hoffnung, über den Anderen zu stehen. So kam es mir jedenfalls vor...; was bringt es uns, wenn wir wissen, dass du die nachfolgend zitierten Vorteile hast?

    Gibt's da einen Link bzw. gibt es diese Fäden noch?


    Würde mich interessieren.


    Allerdings wundert es mich, dass Du findest, dass ich mich "erhebe"... :-/


    Ich freue mich!! Das wollte ich teilen! Und eben auch sehr gerne erfahren, was andere an ihrem Beruf "abfeiern" ;-D , und auch was nicht.


    Denke auch, der Faden könnte Berufsein- oder -Umsteigern dienlich sein.

    Zitat

    Ich weiß auch nicht, was das Beispiel deiner Freundin soll. Hat doch mit dir nicht viel zu tun.

    Klar hat es das! Habe mich für sie gefreut, und bin beruhigt, dass auch für mich gesorgt ist, sollte *klopf auf Holz* mal was sein.

    Zitat

    Hört sich - jedenfalls für mich - danach an: guckt mal, wie gut es mir geht ??und Beamtin bin ich auch; ihr dürft den Luxus auch noch bezahlen.??.

    Sorry, aber hier klingst Du einfach nur missgünstig und neidisch... :-(

    Zitat

    Und mal ehrlich, wenn du nach den Vorteilen, die du hier aufzählst, unglücklich bist, ist dir auch nicht zu helfen.

    Bin ich doch gar nicht?

    Zitat

    Ich habe Respekt vor den Leuten, die wenig verdienen, viel Stress haben und trotzdem Spaß an ihrer Arbeit und das Gefühl haben, das Richtige zu tun und zufrieden und glücklich sind.

    Ich habe Respekt vor allen Menschen. @:)


    Möchte mich vor Dir hier ehrlich gesagt nicht weiter rechtfertigen.

    Zitat

    -ach ich mag Kinder einfach unglaublich gern ;-D

    ;-D Ich doch auch!


    Ich hoffe wirklich sehr, dass ein Umdenken stattfindet und Erzieherinnen bald entsprechend ihrer verantwortungsvollen Aufgabe bezahlt werden.

    Zitat
    Zitat

    ach ich mag Kinder einfach unglaublich gern ;-D

    Zitat

    Ich doch auch!


    Ich hoffe wirklich sehr, dass ein Umdenken stattfindet und Erzieherinnen bald entsprechend ihrer verantwortungsvollen Aufgabe bezahlt werden.

    Ach Mist, dieser Teil hätte noch an den Anfang meines Beitrages gehört. |-o :-)

    immer dieses Rumgeheule von Erziehern...


    Laut dieser Seite http://www.derwesten.de/wirtsc…vergleich-id10663630.html verdienen Erzieher doch relativ schnell zwischen 2.500 und 3.000 Eur gemäß TVÖD.


    Sind zwar keine Reichtümer, aber schlecht bezahlte Jobs sehen doch definitiv anders aus... und dieses "hoch qualifiziert".. sorry, ganz normaler Ausbildungsberuf, der Hauptteil liegt doch beim spielen mit den Kids...


    Arbeitszeiten sind auch sehr angenehm, die meisten Kitas haben doch allerspätestens um 17 Uhr zu. Klar, jeder beschwert sich ständig, aber mittlerweile finde ich dieses hochstilisieren von Kindergärtnern zu Top-Pädagogen einfach nur noch belustigend...


    Ich frag mich welche Hoch-anspruchsvollen Aufgaben man beim Spielen mit 2-5 jährigen da ernsthaft verrichtet...


    Vernünftige Bezahlung? Natürlich, sollte jeder haben.


    Permanent so tun als sei der Erzieher-Job tagtägliche Ausbeute? Nicht so wirklich...


    So, jetzt dürft ihr draufhauen *:)

    Och, da hau ich doch gerne mal drauf, auch wenn ich KEINE Erzieherin bin!


    1. Normaler Ausbildungsberuf? Ernsthaft? Dann nenne mir doch bitte mal einen normalen Ausbildungsberuf, der 5 Jahre dauert!


    2. Der Beruf der Erzieherin ist mitnichten nur in der Elementarerziehung vertreten, sondern in nahezu allen Bereichen, auch in der Jugendarbeit, der Heimerziehung, der Behindertenarbeit etc. pp, oft in Schichten, bei denen Wochenende und Feiertagsarbeit, sowie Arbeit in den Abendstunden und Nachts Usus sind.


    3. Spielen im Kindergarten als einzige Herausforderung? Lächerlich! Da erwarten die Eltern schon einiges mehr, der Staat übrigens auch. Für Kitas gibt es sowas ähnliches wie Lehrpläne für Schulen, nach denen gearbeitet wird.


    4. Wie im gesamten sozialen Bereich gibt es nahezu KEINE VOLLZEITSTELLEN, sondern immer nur Teilzeit, hinzu kommt das die wenigsten Jobs beim ÖD sind, sondern bei freien Trägern, die meist weit unter Tarif bezahlen.


    5. Ich dachte immer Kinder sind die Zukunft? Warum sollte jemand, der die Zukunft des Landes erziehen nur einen Bruchteil dessen verdienen, was jemand tut der sinnlose Hedgefonds beaufsichtigt ]:D

    Zitat

    Laut dieser Seite http://www.derwesten.de/wirtsc…vergleich-id10663630.html verdienen Erzieher doch relativ schnell zwischen 2.500 und 3.000 Eur gemäß TVÖD.

    Ha, ha, du bist ja lustig. ;-D


    Ich verdiene nicht mal 1000 Euro, wenn du meinst dass das viel ist. ]:D


    Im Osten liegen die Gehälter bei 30 Stunden Ca bei 1500-2000.


    Mal abgesehen davon gibt es einen Bildungsplan, Entwicklungsgespräche, Baufsichtigung und Förderung von 16 (!) Kindern in der Gruppe inklusive Windeln wechseln bzw Sauberkeitserziehung (ich meine kein Töpfchentraining sondern eher normale Toilettengänge mit zeitweise täglicher Beseitigung von Unfällen, was vor allem im Winter mit 3 Schichten Bekleidung Spaß macht), Eltern Arbeit, tägliche Vorbereitung von Angeboten, Projekten, Morgenkreise, dazu Organisation von Festen, Eltern arbeiten, usw,


    Erziehung in allen Bereichen, kaum Arbeit in aufrechter Haltung, den ganzen Tag Kommunkikation, keine Pausen, den ganzen Tag Aufmerksamkeit und Beaufsichtigung, Trost in schwierigen Situationen, Vorschule > Förderung und Vorbereitung auf die Schule in allen Lernbereichen usw.


    Nur spielen wäre sicher schön, allerdings würden uns da die Eltern und Lehrer aufs Dach steigen. Ich will mich auch gar nicht beschweren, ich mach das alles gern. Aber das Gehalt hier ist ein Witz.

    @ Freeredbird,

    Zitat

    An paint-it-colorful**


    Eieiei, da hat aber jemand ganz gewaltig was in den falschen Hals bekommen... :)_

    Nee, das glaube ich nicht.

    Zitat

    Gibt's da einen Link bzw. gibt es diese Fäden noch?


    Würde mich interessieren.

    [...]

    Zitat

    Hört sich - jedenfalls für mich - danach an: guckt mal, wie gut es mir geht ??und Beamtin bin ich auch; ihr dürft den Luxus auch noch bezahlen..??.

    Zitat

    Sorry, aber hier klingst Du einfach nur missgünstig und neidisch... :-(

    Ach weißt du, auf dieses Totschlagargument habe ich nur gewartet, zieht bei mir aber nicht. Ich bin alles, nur nicht missgünstig und neidisch. Warum auch, mir geht es beruflich, finanziell und privat sehr gut; da ist gar kein Platz für Neid und Missgunst. Kannst du nun glauben oder nicht, ist mir aber auch egal.


    Ich habe u.a. Lehrer und Polizisten in meinem direkten Umfeld, aber keiner ist dabei, der die Vorteile so heraushebt wie du und das erinnert mich eben an die Fäden, die hier schon existieren und bei einigen einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlassen haben. Ist ja auch nur mein subjektiver Eindruck.

    Zitat

    Möchte mich vor Dir hier ehrlich gesagt nicht weiter rechtfertigen.

    Musst du auch nicht.

    Zitat

    Ich habe Respekt vor allen Menschen. @:)

    Wie schön :)^ .

    An paint-it-colorful


    Weißt Du, ich habe keinen Einfluss darauf, wenn Du meinen ersten Beitrag der Art negativ interpretierst und empfindest.


    Habe auch keine Interesse an einem weiteren Schlagabtausch.


    An hatschipu


    Ich finde es schlimm dass du hier stellvertretend für deinen Berufsstand so angegriffen wirst.


    Natürlich ist der pädagogische Beruf des Erziehers nicht nur "spielen". Das ist diese naive Ansicht noch gibt, verwundert mich.


    Nicht umsonst wurden vor ein paar Jahren Studiengänge an Fachhochschulen eingerichtet.


    Hier bei uns bereits eng verknüpft mit dem Grundschullehramt, unter dem Titel "Pädagogik der frühen Kindheit".


    Unterbezahlung in diesem Beruf ist Realität.


    Geringe Wertschätzung des Berufsstandes (wie man ja sieht) auch.

    Ich bin auch (neudeutsch:) Eventmanagerin ;-D


    Kann mich da im Großen und Ganzen dem anschließen, was kleiner_drachenstern schon ausgeführt hat.


    Sauviel Arbeit, echt miese Bezahlung, viel Verantwortung - aber trotzdem der geilste Job der Welt :)^ :-)


    Zumindest für mich ist er das. Ich habe das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, den Leuten durch meine Arbeit schöne Erlebnisse zu bescheren, die sie lange in Erinnerung behalten. Ich kann auch fast komplett eigenverantwortlich arbeiten und lerne durch meinen Job viele interessante Menschen kennen. Musik war schon immer meine Leidenschaft und ich bin einfach glücklich, dass ich meine Leidenschaft mit meinem Beruf perfekt verbinden kann.


    Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch mit meiner Firma extremstes Glück gehabt habe. Genieße da viele Freiheiten und fühle mich sehr wohl. Wenn die Kollegen nicht passen, dann kann glaube ich jeder Job auch zur Hölle werden. Egal, wie glücklich man damit vorher war.

    Ich habe nach der Schule eine Fachschulausbildung gemacht, Wirtschaftsassistent Schwerpunkt Informatik. Schon in der Schule hieß es: keine Perspektive.


    Ich habe dann aber bei einer Zeitarbeitsfirma angeheuert und wurde dann als Sachbearbeiter/EDV u.a. an Siemens etc.. vermittelt. Da ich schon immer gerne gezockt hatte, war das für mich voll okay, weil ich habe wirklich gut verdient (!), mehr, als meine Mutter als Pharmaberater (ursprünglich CTA) nach 25 Berufsjahren und ich konnte mir, was mir sehr wichtig ist, meine Zeit frei einteilen, hatte im Arbeitsalltag nicht viele Deadlines, es musste halt erledigt werden.


    Nach ein paar Jahren habe ich aber dann was sozialwissenschaftliches studiert, die Kinder kamen und ich bin an der Uni kleben geblieben, wechselweise als wissenschaftlicher Mitarbeiter (halbe/volle Stellen), wissenschaftliche Hilskraft + Lehrbeauftragter.


    Die Arbeit an sich an der Uni ist toll, weil ich mich genau mit den Themen beschäftigte, die mich interessieren, logisch, sonst hätte ich es nicht studiert... das ist bei meinen Studienfächern nicht selbstverständlich, denn Sozialwissenschaflter sind Nischenfüller.


    Auch hat man ein gewisses Prestige nach außen, was ich auch gut finde, siehe das Beispiel "Erzieherin" oben - Erzieher machen echt einen wertvollen und auch harten Job, das Ansehen entspricht dem aber nicht. So etwas würde mich persönlich stören, dass ich mich ständig rechtfertigen müsste, aber das ist natürlich nur mein Ding bzw. wie das in der Situation dann wäre, weiß ich natürlich nicht.


    Ich unterrichte auch gerne (4 - 8 Stunden die Woche, je nach Vertrag), vertiefe mich gerne in Probleme/Texte, muss oft Modelle berechnen und dann die Masken programmieren...


    also alles sehr bunt. Auch bin ich niemanden so richtig weisungsunterstellt, kann sehr autonom arbeiten und mehr oder weniger kommen, wann ich will. Kann einfach nachmittags arbeiten bis in den Abend, dafür mir dann zwei Tage komplett frei nehmen... und beim Unterrichten eben selbst die Themen wählen, die mich interessieren, da es, anders als in der Schule, für die Lehre nur einen Rahmen- aber keinen Lehrplan gibt.


    Der Vorteil ist aber auch der Nachteil: oft drehe ich organisatorisch und zeitlich ziemlich am Rad (habe ADHS und nehme Ritalin), weil ich eben so wenig echte deadlines und Verpflichtungen habe und mich auch nie jemand kritisieren würde, weder Studenten, noch Kollegen, noch Sekretärin, noch Chef (wenn der mal da sein sollte). So staut sich die Arbeit oft und man zwackt da ab, wo man kann, nämlich bei der Lehre, was ich sehr schade finde.


    Ich versuche es zu vermeiden.


    Nächster Punkt ist die Unsicherheit, ich hatte nun in 10 Jahren bestimmt 26 Arbeitsverträge, verdiene manchmal 1000.- im Monat, manchmal 300.-, (alles netto) und tatsächlich schon mal gar nichts. Es gibt so gut wie keine festen Anstellungverträge - die Arbeit ist aber immer dieselbe. Auch da gibt es einen kleinen Vorteil, denn nicht alle Vertragsarten zählen für das sog. Wissenschaftszeitgesetz, welches nämlich besagt, dass nach spätestens 12 Jahren an der Uni ohne festen Vertrag Schluss ist.


    Die Uni selbst ist natürlich groß, mit Mensa, Sportangeboten, Computerräumen, Freiflächen etc..,


    das ist gut für meine Kinder, sie können mich gut besuchen und bei mir oder auf dem Uni-Gelände Zeit verbringen, mit eben Mensa und W-Lan und haben dort auch alles, was sie für die Hausaufgaben brauchen. Auch kann ich als Dozent alle Schulbücher der kids als zweiten Satz für sie ausleihen, so, dass sie nicht immer so viel schleppen müssen etc..


    Das sind so benefits außen rum.


    Mein Job ist so ganz toll, er entspricht meiner unruhigen Art und der Art, wie ich arbeite, also sehr kreativ, sehr produktiv, aber nur für kurze Zeit durchführbar, aber ich kann eigentlich nicht davon leben. Und allmählich nervt das schon. Insofern schreibe ich nun Bewerbungen für Schulen (Lehrer auf Abruf) und Ämter (Schwerpunkt Heterogenität, Migration etc..).

    Es gibt noch mehr Ausbildungen dir 4-5 Jahre dauern. Obwohl ich für die Erzieherausbildung nur 4 Jahre gebraucht hätte, da man Praktika nicht überspringen kann.


    Generell bin ich glücklich das es Menschen gibt, die freiwillig eine Ausbildung zum Erzieher, Krankenpfleger, Bauarbeiter, Friseure usw. absolvieren.


    Miese Bezahlung, Überstunden, Routine, Geschrei, ... Also danke das es euch gibt! :)^

    Hallo *:)


    Ich möchte auch mal schnell meinen Respekt ausdrücken, vor allem für diejenigen, die sich nicht von der schlechten Bezahlung abschrecken lassen und einen sozialen Beruf ergreifen.


    In meinem Freundeskreis habe ich Krankenschwestern, Behinderten- und Altenpfleger. Was die leisten, ist enorm und es ist unglaublich schade, dass diese Berufe ein teilweise schlechtes Ansehen haben. Zusätzlich ist die Bezahlung oft ein Witz!


    Also, Danke, dass es euch gibt @:) :)*

    @ paint-it-colourful

    Ich hatte die gleichen Gedanken wie du, stehst also nicht alleine da ;-D .




    Ich mache keinen Faden auf um zu beschreiben, wie toll meine Wohnung ist, wie schnell mein Auto oder ähnliches.


    Bei Krankheiten sehe ich es anders: wenn cih z.B. ein tolles Mittel gegen Akne weiß, antworte ich in den entsprechenden Foren. Vlt würde ich sogar deswegen ein eigenen Faden eröffnen.


    Aber in anderen Bereichen? Das liest sich sehr nach Angeberei ;-D




    Wir Deutschen meckern und jammern eben gerne. Wenn es einem gut geht, freut man sich und macht was Anderes :)z