• Seit wann grassiert SARS-CoV-2 tatsächlich?

    Ich selber hatte, wie in einem anderen Faden schon beschrieben, eine unerklärlich hartnäckige und lang andauernde Erkältung mit einigen der aktuell bei SARS-VoV-2 angebenen Symptomen wie Atemnot und trockenem Husten, und zwar in der Zeit von Anfang November bis mindestens Ende Januar. Bereits in der letzten Oktoberwoche bemerkte ich, dass mir die…
  • 89 Antworten

    Das aktuelle Virus SARS-CoV-2 stammt nach allem was man weiß aus China, und zwar erstmals ca. November 2019 aufgetreten. Vermutet wird ein Wildtiermarkt als Ursprung, weil über die Hälfte aller Erst-Erkrankten als Gemeinsamkeit diesen Markt besucht hatten.


    Das Virus stammt nachgewisen aus dem Tierreich und nicht aus einem Labor. Vermutlich von Fledermäusen oder einem Schuppentier (vermutlich einem Pangolin). Also ein Virus das den Sprung zum Menschen schaffte. Vergleichbar z.B. mit dem deutlich schlimmeren Ebola, dass vermutlich ebenfalls von Fledermäusen stammt.


    Das Virus gehört zur Gruppe der Corona-Viren, diese gibt es praktisch schon "immer". Und in der Regel lösen sie harmlose Erkältungssymptome aus.


    Bereits 2002/2003 gab es eine Pandemie eines Corona-Virus, nämlich SARS bzw. SARS-CoV-1. SARS steht dabei für schweres akutes Atemwegssyndrom, beschreibt also was bei einer Infektion passieren kann.


    Der Unterschied zwischen beiden Pandemien besteht nicht in der Schwere der Erkrankung die sie auslösen, sondern in der Fähigkeit der Verbreitung. Die Variante von 2002/2003 war weit weniger ansteckend.


    Corona-Viren galten bisher als harmlos bzw. vernachlässigbar, weshalb man auch nicht darauf getestet wurde. Man nimmt an das ein nicht kleiner Prozentsatz aller Grippe-Toten in Wahrheit an einer Corona-Infektion gestorben sind, bzw. dies Auslöser z.B. einer letalen Lungenentzündung war.


    Das die aktuelle Corona-Variante ein neues Virus bzw. eine neue Unterart darstellt, gibt es praktisch keine Immunität dagegen.


    Ich selber kann mich noch an den Anfang erinnern. Ich habe ein Laster, ich rauche zwar nicht, aber ich dampfe. Und ich weiß noch wie Ende letztes Jahr von einer rätselhaften Lungenkrankheit in China gesprochen wurde und es dann hieß das dies bestimmt durch den Genuss von E-Zigaretten ausgelöst wird. Was natürlich nicht der Fall war...


    "Corona" ist eine agessivere Form eines schon sehr lange bekannten Virus. Letztlich bekommt man davon Erkältungssymptome. Aber genau wie bei der Grippe gibt es einen gewissen Anteil an schweren und sehr schweren Krankheitsverläufen. Die ansteckung bemerkt man nicht. Man läuft zwei Wochen durch die Gegend und steckt selber fleißig andere an. Und die Syptome passen genauso auf die klassische Grippe.


    Grippe ist gar nicht so harmlos, wie man manchmal meint. Nur haben wir uns schon lange daran gewöhnt und es gibt einen Impfstoff. Beides trifft (noch) nicht auf "Corona" zu.


    Warum sind gerade Fledermäuse so ideale Virus-Träger? Zum einen sind das Tiere, keine Vögel. Und sie können fliegen. Können ein Virus also weiter verbreiten als normale Tiere. Und ihr Immunsystem ist recht robust, aufgrund der Anstrengung durch das Fliegen und dem damit einhergehenden Anstieg der Körpertemperatur. Und so ein Virus hat nicht die Absicht seinen Wirt zu töten. Schließlich ist das sein Lebensraum.


    Kommt das Virus plötzlich in einem ihm unbekannten Wirt unter, kann das gravierende Folgen haben. Bei Ebola z.B. stirbt man binnen Tagen an inneren Blutungen, bei "Corona" kriegt man halt keine Luft mehr...


    Die lange Inkubationszeit und der in der Regel milde Krankheitsverlauf trägt natürlich auch zu der schnellen Verbreitung bei. Entschuldigung das ich immer das extreme Gegenteil Ebola als Beispiel nehme, aber eine Ebola-Epedemie könnte sich gar nicht so schnell ausbreiten, da die Infektion den Wirt viel zu schnell tötet.

    Maerad schrieb:

    Da die Antikörpertests noch nicht arg zuverlässig sind, stelle ich diesen Nutzen das aktuelle Serum von Menschen auf diese zu untersuchen in Frage, ja.

    :)z

    de2253097 schrieb:

    Todesrate 1,75% (Gesamtmortalität im Verhältnis zu Gesamtinfektionen)


    Mit Bedauern und wohl wissend um das Schicksal einzelner Betroffener bezüglich dieser Erkrankung habe ich doch langsam Zweifel ob der strengen Massnahmen.

    Naja... wenn man das aber hochrechnet und sich in D - ohne Impfstoff - tatsächlich 50 Millionen Menschen mit Covid-10 infizieren sollten, dann hätten wir fast 1 Millionen Tote. Und das auch nur vorausgesetzt, dass schwer Erkrankte noch behandelt werden können, es ausreichend Intensivbetten und Beatmungsgeräte gibt. Sonst werden es vielleicht auch 2 Millionen Tote oder mehr. Bei der Spanischen Grippe lag die Mortalitätsrate wohl bei 2 - 3 %. Das ist ist nicht so viel mehr und gilt als Jahrhundertkatastrophe.

    Richtig und genau deshalb sind die Maßnahmen so wichtig. Das scheint nur leider immer noch nicht bei allen angekommen zu sein, dass das kein harmloses Virus ist, sondern eine Bedrohung.

    Hier gibt es aktuelle Neuigkeiten dazu, "dass sich in Europa und Amerika andere Virus-Typen verbreiten als in China".


    Zitat

    In dieser ersten Phase des Ausbruchs waren die A- und C-Typen in signifikanten Anteilen außerhalb Ostasiens zu finden – bei Betroffenen in Europa, Australien und Amerika. Im Gegensatz dazu ist der B-Typ der häufigste Typ in Ostasien. Der C-Typ ist unter anderem früh in Singapur dokumentiert worden und ist auch unter den ersten europäischen Infektionsfällen häufig vertreten.


    Den genetischen Ursprügen des Coronavirus auf der Spur (mit Angabe der originalen Publikation)

    Quelle: idw - Informationsdienst Wisschenschaft, Uniklinik Schleswig-Holstein

    mnef schrieb:
    Maerad schrieb:

    Da die Antikörpertests noch nicht arg zuverlässig sind, stelle ich diesen Nutzen das aktuelle Serum von Menschen auf diese zu untersuchen in Frage, ja.

    :)z

    https://www.ndr.de/nachrichten…180.html#antikoerpertests


    Zitat

    Genau. Und wir können aber eben den Antikörpertest als Indikator für eine durchgemachte Erkrankung sehen, das ist mit einiger Fairness zu sagen. Das kommt schon hin. Diese Antikörperteste haben aber auch ihre Schwächen. Zum Beispiel reagieren fast alle Antikörperteste kreuz, also die machen falsch positive Signale, wenn jemand gerade eine Infektion mit einem der normalen Erkältungs-Coronaviren hinter sich hat. Das sind vier verschiedene Erkältungsviren und wir wissen, dass je nach Studie zwischen fünf und 15 Prozent aller Erkältungskrankheiten durch eins dieser vier Coronaviren hervorgerufen werden. Es ist ganz grundsätzlich so, jemand, der viel Antikörper gegen so ein Erkältungs-Coronavirus hat (und insbesondere diejenigen, die diese Infektion gerade hinter sich haben, also so im letzten Monat oder so), der hat noch IgM-Antikörper, und die sind besonders kreuzreaktiv. Also das heißt, es kann gerne mal passieren, dass wir jemanden testen in so einem ELISA-Test und der Test ist positiv. Aber in Wirklichkeit hatte der gar nicht das neue Coronavirus, sondern der hatte ein altbekanntes Erkältungsvirus vor ungefähr einem Monat. Und wir sehen sein IgM gegen dieses Erkältungsvirus. IgM ist eine bestimmte Art von Antikörper, die ein bisschen klebriger sind, die Früh-Antikörper sind das.


    Das würde zumindest in Hinblick auf die letzte Fragestellung hier bedeuten, dasss die Leute wirklich nicht Corona hatten, obwohl sie auffällige Symptome spürten. Sie hätten dann Antikörper gehabt, nicht sicher gegen DAS Corona-Virus, aber immerhin gegen irgendeines.
    Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass es momentan noch sehr unsicher ist, Leute als immun zu diagnostizieren, wenn man nicht sehen kann, gegen welches Coronavirus man nun immun ist.

    Zitat

    Meine Erkältung, die war in der zweiten Hälfte der letzten Woche. Wenn das ein normales Erkältungs-Coronavirus gewesen wäre, dann hätte ich jetzt inzwischen schon so Antikörper, die würden stark ansteigen, und ich würde mit einiger Wahrscheinlichkeit kreuzreagieren in einem SARS-2-Antikörpertest, obwohl ich kein SARS-2 hatte, sondern nur ein Erkältungs-Coronavirus hatte. So etwas ist möglich, wir haben jetzt keine Influenzasaison mehr, die ist jetzt gerade beendet. Aber vor einem Monat waren wir noch mitten in der Influenzasaison und Erkältungssaison. Viele Personen haben jetzt noch solche nachlaufenden IgM-Antikörper gegen Erkältungs-Coronaviren. Darum kommen zu diesem Zeitpunkt zwei Dinge zusammen. Wir haben diesen nachlaufenden Effekt und wir haben gleichzeitig eine sehr geringe Infektionsdichte von echten SARS-2-Infektionen. Denn wir müssen uns ja klarmachen, wir sind hier nicht mitten in einer Epidemie, sondern wir sind am Anfang der Epidemie und haben dann gleich die Kontaktsperre verhängt. Das heißt, die Bevölkerung, auch wenn es Meldezahlen gibt, die hoch sind und auch immer noch steigen, die Bevölkerung insgesamt in Deutschland ist nicht stark durchseucht.

    Wie kommt er zu der Sicherheit, Deutschland sei nicht stark durchseucht? Klar, was stark ist, ist wieder Definitionssache. Aber eigentlich ist es doch so, dass wir es nicht wissen, nicht genug dafür untersuchen (einige Studien laufen gerade an) und die Antikörpertests sehr unsicher sind.

    Zitat

    die Vorstellung ist: Wenn man einmal anfängt, Antikörpertests zu machen, stellt sich heraus, ganz viele haben schon Antikörper, haben sich längst infiziert und sind schon längst immun, ohne das überhaupt gemerkt zu haben. Und das ist leider nicht so. Das wird sich nicht so rausstellen. Ich kann das unter anderem deswegen sagen, weil wir natürlich schon angefangen haben zu testen, weil ich aber auch höre von Kollegen in anderen Ländern, wo die Epidemien ähnlich weit fortgeschritten sind, dass das einfach nicht so ist. Also man findet nicht eine überraschend große Zahl von unerkannten echt positiven Antikörperergebnissen.

    ":/ Woran erkennt man denn, was "echt positive" Ergebnisse sind? Weiß das jemand?

    Momentan gar nicht, da es eben noch zu unspezifisch ist. Das ist das eben, wenn der Test auch auf andere AK anschlägt. Bisher ist da sziemlicher Murks und sollte eben nicht so arg beachtet werden.

    Wir sind schlicht noch nicht soweit.


    Was die Durchseuchung angeht, wissen wir doch von den 60-70%


    Wenn wir 82 Mio Bundesbürger haben und aktuell 113.000 (grob gefasst) bekannt sind. Ein bisschen Dunkelziffer ( die nicht extrem hoch sein dürfte - sonst würden bei aktuell etwa 500000 Tests pro Woche nicht so wenige positiv sein), dann kann man sogar sehr deutlich sagen, dass wir noch so gut wie gar nicht durchseucht sind.

    Maerad schrieb:

    Momentan gar nicht, da es eben noch zu unspezifisch ist. Das ist das eben, wenn der Test auch auf andere AK anschlägt. Bisher ist da sziemlicher Murks und sollte eben nicht so arg beachtet werden.

    Wir sind schlicht noch nicht soweit.

    Wie kann er sich dann darauf beziehen, dass andere Kollegen (die sind doch auch nicht viel weiter) dieselben Beobachtungen hätten?

    Also entweder wir übersehen da beide etwas, oder die Aussagen widersprechen sich. Wenn man noch nicht sicher sagen kann, wer "echt positiv" auf Sars-Cov2-Antikörper ist, kann man auch nicht behaupten, dass alle, die untersucht wurden, ob sie schon früh mal infiziert haben, negativ gewesen seien.

    Maerad schrieb:

    dann kann man sogar sehr deutlich sagen, dass wir noch so gut wie gar nicht durchseucht sind.


    Sollte man das dann änder oder möglichst beibehalten?

    Wenn wir das so lange hinziehen könnten bis ein Impfstoff da ist wäre das die Goldmedaille. Heißt aber dann eben Einschränkungen von etwa einem Jahr, das wird man nicht durchziehen können.

    Wir brauchen die Durchseuchung. Ob durch das Virus oder durch den Impfstoff. Mit Virus gibt es mehr Todesopfer.

    mnef schrieb:

    Wenn man noch nicht sicher sagen kann, wer "echt positiv" auf Sars-Cov2-Antikörper ist, kann man auch nicht behaupten, dass alle, die untersucht wurden, ob sie schon früh mal infiziert haben, negativ gewesen seien.

    Ja irgendwie schwierig. Aber das ist es eben bei unbekannten Dingen. Bei dne meisten wird eben kein AK nachgewiesen worden sein. Und die wenigen, die welche hatten, da ist es nicht sicher um welches Coronavirus es geht.

    Deshalb ist davon auszugehen, dass sie es nicht hatten.


    Da damals noch keine Maßnahmen bestanden wären viel mehr viel schneller krank geworden und es hätte wesentlich mehr Tote gegeben als üblicherweise in der Saison. Das ist mit ein Hinweis dafür, dass sich hier das Virus nicht schon lange "herumschleicht".

    Jepp....wenn denn alle die App nutzen. Es wird viel geunkt...gläserner Patient...Daten abgreifen....als wenn jeder so interessant wäre.....

    Woher kommt die Annahme, dass ein Impfstoff 1 Jahr braucht? Soweit ich gelesen habe, werden die ersten Impfstoffe bereits getestet.