• Seniorin wegen Eigenbedarf kündigen

    Hallo liebes Forum, ich schleppe da eine Sache mit mir rum, die ich gerne reflektieren lassen würde. Kurz zur Vorgeschichte: Mein Partner und ich sind seit über 12 Jahren ein Paar und haben einen 6- jährigen Sohn. Aktuell leben wir in einer viel zu kleinen 60qm- Wohnung. Anfang letzten Jahres sollte eigentlich unser Eigenheim gebaut werden- aufgrund…
  • 275 Antworten

    eine unschöne Entwicklung.

    Der Dame wünsche ich gute Besserung. Und die Einsicht, dass sie in einem Pflegeheim besser betreut wird als in ihrer Wohnung.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum ihr Ende Februar als ihr beim Anwalt wart nicht weiter geklagt habt. Es ist doch euer Eigentum, verdammt! Jetzt in dieser verfahrenen Situation ist nicht viel zu machen. :-|

    Danke für die Rückmeldung.


    Wenn ihr aus ethischen Gründen vor dem Schlaganfall die Kündigung fallengelassen habt, werdet ihr vermutlich jetzt nicht anders handeln.


    Durch den Schlaganfall haben sich vermutlich auch die Chancen in Richtung Mieterin verschoben. Eine heimische Pflege wäre in der großen Wohnung sogar mit der obligatorischen "Polin" 24/7 möglich, was eine deutlich qualitativere Pflege sicherstellen würde als z.B. in einem Pflegeheim, wo das Personal vielleicht 3x10 Minuten Aufwand pro Insasse hat. Wenn die Familie nachweisen kann, dass sie sich diese Pflege leisten kann, würde man den Platzbedarf inkl. Vollzeitpflege auch höher bewerten.


    Das Haus mit der Wohnung gehört doch noch deinen Schwiegereltern, oder? Darf ich fragen, ob es da Einigkeit zwischen euch als Interessenten und den Eltern als Eigentümer gab? Du schreibst von "wir", also hattet ihr die Eltern gebeten, an der Kündigung nicht festzuhalten, oder wollten es die Eltern nicht? Oder wollten die Eltern das Restrisiko nicht tragen, die Räumungsklage vielleicht zu verlieren?


    Was macht eure eigene Wohnsituation? Bleibt ihr jetzt in eurer Wohnung, bis sich das Problem "erledigt", oder verfolgt ihr mittlerweile andere Pläne?

    Frolleinchen schrieb:

    Man kann sich als Außenstehender dem Eindruck nicht verwehren, dass es der Tochter wohl zu einem großen Teil ums Geld und somit ihr künftiges Erbe geht, dass durch ein Pflegeheim aufgefressen werden würde.

    Oder sie tut sich selbst schwer damit, der Realität ins Auge zu blicken. Als "Kind" ist das für viele nicht einfach, knallhart zu erkennen, wie der Zustand der eigenen Eltern wirklich ist. Da wird häufig noch etwas Augenwischerei betrieben; das nicht nicht dumm oder bösartig, sondern ein Stück weit normal. Womöglich braucht sie einfach etwas, bis sie erkennt, dass ihre Mutter mehr Pflege braucht, als sie bisher denkt. Wenn es so ist, wird das bald nach der Reha auch offensichtlich werden und dann wäre nix mehr mit Runterrederei.
    Allerdings ist das auch gar nicht mehr eure Angelegenheit. Wenn eine 24/7 Pflegekraft einzieht, wäre das in puncto Eigenbedarf (da kommt ihr auch bald in Erklärungsnot - bei einem wirklichen Eigenbedarf bald 1 Jahr weiter so leben werdet ihr euch womöglich sagen lassen müssen, dass eure Wohnsituation doch nicht so untragbar sein kann) jedenfalls deutlich unvorteilhafter für euch.

    (Ich versteh auch nicht, warum ihr euch als gut verdiendendes Paar mit viel zu kleiner Wohnung so von der Butze der Schwiegereltern abhängig macht, sogar der Kinderwunsch liegt jetzt DREI Jahre auf Eis?! Ja, Wohnungsmarkt ist aktuell scheisse und wenn in der Familie eine Wohnung zu haben ist, ist das die Optimallösung. Ist aber offenbar nicht. In der Zeit hättet ihr doch locker was anderes gefunden. Vielleicht bisschen teurer oder mit mehr Sucharbeit verbunden - aber billig und easy geht das mit der Schwiegerelternwohnung auch nicht...).