• Sollten Kitas-Schulen eröffnet werden.. ?

    Hallo zusammen, Ich habe gerade ein Bericht gelesen es soll am 15.04 fest stehen ob die Kitas-Schulen wieder eröffnet werden. Was denkt ihr, sollten die Kitas-Schulen trotz der aktuellen Situation geöffnet werden, oder hat es nach eurer Meinung noch Zeit..? Was denkt ihr was die für eine Entscheidung höchstwahrscheinlich treffen werden, können wir…
  • 1 Antworten

    Aber was würde es denn helfen, die Schulen bis Ende Mai zu schließen?

    Klar, dann gibt es bestimmt weniger Kranke. Aber es gibt auch dann noch welche. Und auch dann kann es eine neue schlimme Welle geben.


    Ich habe hier zwei Schulkinder, 11 und 12 Jahre alt, 5. und 6. Klasse Gymi. Homeschooling ist seit Woche zwei eine Katastrophe. Sport ist natürlich auch keiner mehr. Die Kinder machen nichts mehr, außer am Handy und der Playstation zu hängen. Das kann doch nicht mehr monatelang so weitergehen!

    Klar kann man weiter Homeschooling machen. Aber wie groß wird dann bis dahin die Schere zwischen den richtig guten und den schlechteren Schülern? Und das ganze Schuljahr zu wiederholen wäre ja auch doof, dann wäre ja wirklich Halbjahr 1 doppelt. Und die ganzen Vorschulkinder, die jetzt schon auf die Schule vorbereitet wurden? Einfach noch ein Jahr vorbereiten?

    Tory80 schrieb:

    Aber was würde es denn helfen, die Schulen bis Ende Mai zu schließen?

    Klar, dann gibt es bestimmt weniger Kranke. Aber es gibt auch dann noch welche. Und auch dann kann es eine neue schlimme Welle geben.


    Ich habe hier zwei Schulkinder, 11 und 12 Jahre alt, 5. und 6. Klasse Gymi. Homeschooling ist seit Woche zwei eine Katastrophe. Sport ist natürlich auch keiner mehr. Die Kinder machen nichts mehr, außer am Handy und der Playstation zu hängen. Das kann doch nicht mehr monatelang so weitergehen!

    Klar kann man weiter Homeschooling machen. Aber wie groß wird dann bis dahin die Schere zwischen den richtig guten und den schlechteren Schülern? Und das ganze Schuljahr zu wiederholen wäre ja auch doof, dann wäre ja wirklich Halbjahr 1 doppelt. Und die ganzen Vorschulkinder, die jetzt schon auf die Schule vorbereitet wurden? Einfach noch ein Jahr vorbereiten?

    Wie chriecharlie schon gesagt hat: man muss sich jetzt tatsächlich auf etwas anderes einstellen und nicht erwarten, dass es unverändert weitergeht.


    Glaube mir, ich habe selbst Riesenprobleme damit, mein Sohn ist in der sechsten Klasse Gymnasium, hat Probleme mit Veränderungen (Autist) und ja, es ist echt schwierig.


    Dennoch würde ich nicht sagen: Ja, dann werden eben mehr krank...


    Nein, sorry, dann muss eben die Schule mal hintenanstehen.

    Ich wäre tatsächlich notfalls sogar dafür, dieses Schuljahr und das nächste quasi zusammenzufassen und den Stoff so zusammenzustreichen dass die Zeit reicht. Notfalls eben dann mal weniger Religion, PP, Kunst und dafür die anderen Fächer "kompakt". Es wäre auch zu überlegen ob wirklich alle jeden Tag zur Schule müssen in den höheren Klassen, oder ob es dann ab einer gewissen Stufe auch mal digitales Lernen geben könnte. Das muss sich neu einspielen aber ich wäre sehr dafür, nicht einfach so weiterzumachen. Es müssen nicht jeden Tag alle in der Schule sitzen.

    Ich sage doch gar nicht, dann werden eben mehr krank.

    Ich sage nur, dass es immer wieder schlimme Wellen geben kann, bis ein Impfstoff da ist. Und dass es bestimmt nichts bringt, die Schulen bis Ende Mai zu schließen, und dann wie vorher weiterzumachen.

    Aber mit noch mehreren Wochen nur Homeschooling geht es eben auch nicht.

    Dann sollen sich die klugen Köpfe lieber ein ganz anderes Konzept erarbeiten.

    Weniger Stunden in Nebenfächern, und dafür mehr in Hauptfächern fände ich auch ganz gut.

    ich gehe nach wie vor aus, dass das homeschooling im hinblick auf leistungserhebungen etc. für die Tonne ist.

    insofern ist es voll egal, wie lang das dauern wird, denn es muss eh ein konzept für danach geben.

    Es sollte eher ein Konzept für „damit“ als für „danach“ geben, denn das Ganze wird uns noch so lange begleiten, dass man nicht die ganze Zeit alles einfach zu machen kann, und es wird auch nicht möglich sein, alle weiteren Ansteckungen zu vermeiden.

    Für die Kinder ist es halt auch deshalb so schwer, weil von heut auf morgen die Struktur weggebrochen ist. Mein Sohn ist 4 und auch wenn er es toll findet, dass plötzlich wechselweise Mama oder Papa den ganzen Tag mit ihm verbringen (wir arbeiten zeitversetzt), er ist total durch den Wind weil sein gewohnter Alltag nicht mehr existiert.


    Zumal kommen ja in vielen Haushalten die Existenz Ängste dazu, wenn eine Arbeit oder beide vor dem aus stehen. Es lastet ein unheimlich psychischer Druck sowohl auf Eltern als auch auf den Kindern. Und die Auswirkungen werden noch sehr lang brauchen bis sie überhaupt ans Licht kommen. Davor habe ich Angst.

    Es spricht keiner davon, wie viele Lehrer überhaupt nicht in der Lage sind, neue Medien zu nutzen. Bei uns war es eine einzige Lehrerin, die 2x digitalen Unterricht erteilt hat. Da waren alle dabei und meine autistische Tochter hat mitgearbeitet. Das wars. Es gab noch Aufträge per Mail (da ist mein Kind nicht in der Lage, das abzuarbeiten) Nun sind Osterferien und ab 20.4. Ist Abitur. Mit allen Ängsten und dem Stoff alleingelassen und sie sollen als erste an die Schule zurück und sofort die bisher wichtigsten Prüfungen ihres Lebens abhalten. Und wenn einer hustet? Wird es dann abgebrochen? Einer in der Klasse ist immun. Aber auch er hatte 1 Woche Krankenhausaufenthalt, weil sein Corona heftiger ausfiel.

    Das ist das ja. Und ich glaube weder an die 2 m Abstand, noch an die 15 Minuten direkten Kontakt.

    Im Prinzip, wenn man es denn ganz richtig machen wollte, müsste einfach jeder zu Hause bleiben, bis auch der letzte Kranke wieder gesundet ist. Aber das geht halt einfach nicht.

    Wenn wieder Schule ist, auch anders als vorher, wird es bestimmt wieder mehr Ansteckungen geben. Denn auch wenn die Kinder mit mehr Abstand säßen, würden sie sich sicherlich im gleichen Raum gegenseitig anstecken.

    Man siehe nur das Beispiel von Monsti, die sich an einem im Treppenhaus hustenden DHL-Boten angesteckt hat.

    criecharlie schrieb:

    ich gehe nach wie vor aus, dass das homeschooling im hinblick auf leistungserhebungen etc. für die Tonne ist.

    insofern ist es voll egal, wie lang das dauern wird, denn es muss eh ein konzept für danach geben.

    Die unterschiedlichen technischen Voraussetzungen sind letztendlich einfach das Problem.



    In Sachsen gibt es 2 Lernplattformen. Der Klassenlehrer hat in der 2. Woche angefangen - 30 min Videochat anzubieten > nur um Fragen zu ausgegebenen Arbeitsblättern und Aufgaben zu besprechen. Bei einer Klasse von nur 9 Schülern (FS) haben nur 4 die technischen Voraussetzungen (also Kamera und Mikro) um mitzumachen. Eine virtuelle Stunde wäre von der Schüleranzahl gut machbar - aber technisch nicht.

    Und das wird bei vielen Eltern so sein.


    Letztendlich ist eine wirkungsvolle Wissensneuvermittlung am sinnvollsten aber nur über nur solche Video-Plattformen realisierbar. Die Kids können sofort nachfragen bei Verständnisproblemen und bekommen auch gleich Antwort.

    Nur über Zettelwirtschaft ist dies aus meiner Sicht nicht sinnvoll machbar.


    Wir haben hier nun schon 4 Wochen Home-Schooling. Das ist für mich (noch) ok.

    Ich kann es machen, da ich zu Hause bin. Und bisher nur Stoffwiederholung dran war. So saß jedes Kind rund 2 h an seinen Aufgaben. Und ganz allein ging auch das nicht - musste in der Nähe sein.

    Wie ich das mit Stoffneuvermittlung machen sollte - keine Ahnung. Beide Kids zusammen geht nicht > nur einer nach dem anderen. Mit sehr viel Organisation ließe es sich vielleicht noch organisieren. Stoff neu erarbeiten ist im FS- und GS-Bereich ist allein durch die Kids nicht realisierbar.

    Wie sollen das aber Eltern machen, die berufstätig sind??


    Ich komme auf keine schlüssige Lösung - die zu einer Gleichbehandlung aller Schüler führen wird >> weder in einer Klasse, Schule, Ort, Bundesland, ...

    IRGENDEINER wird immer benachteiligt bzw. im Vorteil sein.


    Die schlüssigste Option wäre - zumindest erstmal die Abschlussprüfungen zu realisieren.

    Die restlichen 2 Monate von Ostern bis Mitte Juli - keine Ahnung?????

    Hallo,


    Es wird garantiert nichts geben was alle glücklich macht.


    Was ich aber klar sehe - einfach so weiter wie bisher, also einfach wieder in den normalen Unterricht usw wird einfach nicht gehen.


    Das Schul"jahr"dauert nach Ostern noch ca 9 Wochen bei uns. Es ist in meinen Augen weder Lehrern noch Schülern zuzumuten, jetzt zu erwarten, dass sie in diese zwei Monate dann alles "stopfen" zumal auch vielr Kinder nicht sofort wieder auf voller Leistung sind (man liest ja hier im Forum von verschiedenen Lehrern, dass es eben nicht so ist, dass die meisten Kinder gut arbeiten)


    Es müssen neue Strukturen geschaffen werden, da hilft eine Rückkehr zu alten Gewohnheiten und Stundenplanen denke ich gar nicht.

    Paritu schrieb:

    Es müssen neue Strukturen geschaffen werden, da hilft eine Rückkehr zu alten Gewohnheiten und Stundenplanen denke ich gar nicht.

    Und ich frage mich wirklich, wie die dann aussehen sollen.

    Wir sind welche von denen, die PC, Drucker, Kamera und Mikrofon haben.

    Als sich in der Whats-App-Gruppe ein Vater beschwerte, weil seine Tochter nicht alle Aufgaben erhalten hat, stellte sich heraus, dass diese Familie weder PC noch Drucker hat.


    Und ich denke auch, ohne direkten Lehrer-Schüler-Kontakt, gerne auch per Skype z.B., geht es nicht.

    Ich war auch auf dem Gymnasium, aber ich habe weder Zeit noch Lust, mich in allen Stoff wieder einzuarbeiten. Also muss das weitere Wissen durch Lehrer vermittelt werden, und auch so, dass es alle Schüler einer Klasse erreicht.

    5 Kinder haben keinen Zugang zu einem Smartphone?