• Sollten Kitas-Schulen eröffnet werden.. ?

    Hallo zusammen, Ich habe gerade ein Bericht gelesen es soll am 15.04 fest stehen ob die Kitas-Schulen wieder eröffnet werden. Was denkt ihr, sollten die Kitas-Schulen trotz der aktuellen Situation geöffnet werden, oder hat es nach eurer Meinung noch Zeit..? Was denkt ihr was die für eine Entscheidung höchstwahrscheinlich treffen werden, können wir…
  • 1 Antworten
    Zitat

    Und Lehrer sollen wie die geheiligte Kuh behandelt werden? Die meisten saßen doch jetzt eh wochenlang bezahlt zuhause.

    Die können aber auch nichts dafür, dass "der Staat" die Schulen geschlossen hat und ihnen damit die Arbeitsgrundlage in Präsenz genommen hat.

    Und ohne Homeoffice seitens der Lehrer könnte Homeschooling seitens der Eltern nicht stattfinden.

    Diese Aggressionen gegenüber "den Lehrern" verstehe ich nicht.


    Lehrer sind einfach genauso verschieden wie alle anderen. Nicht besser, nicht schlechter.


    Es gibt welche, die sind faul (und zwar wirklich nicht erst jetzt, sondern auch schon so) und die große Mehrheit ist in meinen Augen motiviert. (mit den normalen Hängern die jeder Mensch hat)


    Es ist auch nicht gut, jetzt seinen Frust an den Lehrern auszulassen.... Selbst wenn mein Kind gerade an faule Lehrer geraten ist, sind nicht "die" Lehrer faul und "hocken untätig zuhause herum"


    Und ja, in meiner Eigenschaft habe ich schon Lehrer kennengelernt die so faul waren, dass das im Kollegium bekannt war ("wenn der Aufsicht hätte, hat er komischerweise immer gerade was anderes zu tun")


    Bitte reißt den Lehrern hier nicht die Köpfe ab nur weil eure sich nicht engagieren.


    Und manchmal ist es auch keine Faulheit. Ein Klassenlehrer meines Sohnes war mal auf einmal nicht mehr zu erreichen auf der Lernplattform. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass er richtig heftig krank war. Aber das kam erst anderthalb Wochen später raus.


    Ausserdem nicht vergessen: Lehrer haben nicht nur eine Klasse sondern Hunderte von Schülern

    Diese Aggressionen gegenüber "den Lehrern" verstehe ich nicht.


    Lehrer sind einfach genauso verschieden wie alle anderen. Nicht besser, nicht schlechter.


    Es gibt welche, die sind faul (und zwar wirklich nicht erst jetzt, sondern auch schon so) und die große Mehrheit ist in meinen Augen motiviert. (mit den normalen Hängern die jeder Mensch hat)


    Es ist auch nicht gut, jetzt seinen Frust an den Lehrern auszulassen.... Selbst wenn mein Kind gerade an faule Lehrer geraten ist, sind nicht "die" Lehrer faul und "hocken untätig zuhause herum"


    Und ja, in meiner Eigenschaft habe ich schon Lehrer kennengelernt die so faul waren, dass das im Kollegium bekannt war ("wenn der Aufsicht hätte, hat er komischerweise immer gerade was anderes zu tun")


    Bitte reißt den Lehrern hier nicht die Köpfe ab nur weil eure sich nicht engagieren.


    Und manchmal ist es auch keine Faulheit. Ein Klassenlehrer meines Sohnes war mal auf einmal nicht mehr zu erreichen auf der Lernplattform. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass er richtig heftig krank war. Aber das kam erst anderthalb Wochen später raus.


    Ausserdem nicht vergessen: Lehrer haben nicht nur eine Klasse sondern Hunderte von Schülern

    Zitat

    Die können aber auch nichts dafür, dass "der Staat" die Schulen geschlossen hat und ihnen damit die Arbeitsgrundlage in Präsenz genommen hat.

    Das ist absolut korrekt und daran ist kein Lehrer schuld. Jetzt soll aber die Präsenz wieder anlaufen und es wird auch nur rumgezetert (sicher nicht von allen!)

    Und das ist halt unverständlich. Schließlich haben alle Sorgen und müssen schauen wie sie klar kommen.

    Der Dienstherr hat eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern und das ist grundsätzlich und überall so. Der öffentliche Dienst nimmt es deutlich ernster als die freie Wirtschaft. Es wird aber überall geschaut, ob man die Hygieneregeln verbessert. Da es ja freie Berufswahl gibt, gibt es auch die freie Wahl, in den öffentlichen Dienst zu gehen. Dafür verdient man da auch meist deutlich weniger als in der freien Wirtschaft. Jetzt hier Lehrer zu bashen, finde ich ziemlich daneben. Auch diese leisten derzeit viel mehr als normal. Hier in Sachsen sollen sie ab nächste Woche wieder vor vollen Klassen ohne Abstand stehen und da wird das Infektionsrisiko einfach in Kauf genommen.

    Was ich aber durchaus glaube: in der freien Wirtschaft ist der Dienstherr, gerade wenn er nicht außergewohnlich sicher aufgestellt ist, dann selbst unter dem immensen Druck eine eigene Pleite abwenden zu müssen, und gibt diesen Druck auch ohne jede böse Absicht auch an die Angestellten weiter.


    Das ist emotional schon eine andere Situation als in einer staatlichen Schule.


    Nur können dafür die Lehrer nichts, und Neid und Eifersucht helfen auch keinem.

    Ratlos

    Alles im Leben hat Konsequenzen und die Berufswahl gilt, mit der Entscheidung für den Lebenspartner, als eine weit tragende. Aus jeder Berufswahl ergeben sich (vermeintliche und zu quantizierende) Vor- und Nachteile, das ist einem vorher bewusst.

    Lehrer schauen auch neidvoll auf Handwerker, deren Kollegen auch Handwerker sind und man so günstig an Expertise oder Material ran kommt...

    oder beispielsweise fand ich es schon immer merkwürdig, dass sich bei begrenzten Windelaktionen immer die Verkäufer als erstes bedient hatten, bevor es in den Laden ging etc..

    Dass Beamte im Moment einen kulanteren Arbeitgeber, und ja, den "Staat" und nicht den Steuerzahler, denn "der" Steuerzahler zahlt "nur", der Staat nimmt das Geld und versorgt damit - haben, kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen.

    Jeder kann theoretisch Beamter und Lehrer werden, wie alles andere.

    Zitat

    Die meisten saßen doch jetzt eh wochenlang bezahlt zuhause.

    aber nur, weil man zu Hause sitzt heißt das doch nicht, dass man nicht arbeitet.

    Tatsächlich zeigen studien, dass man da sogar mehr arbeitet, weil man ja auch um 22 Uhr noch mails bearbeiten kann oder Unterricht vorbereiten.

    Mich erschreckt die ungeheure Aggressivität die generell um sich greift


    Nein, nicht nur hier...


    Ich glaube, dass jetzt große Gefahr besteht, dass Schuldige für alles Mögliche gesucht werden. In jedem Bereich


    Nein, niemand ist jetzt schuld an allem, was schwierig ist....

    Zitat

    Mich erschreckt die ungeheure Aggressivität die generell um sich greift

    Jetzt ehrlich? Viele Menschen fürchten um ihre Existenz, sind an ihrer Belastbarkeitsgrenze, haben furchtbare Angst vor dem Virus usw.

    Die Einschränkungen unserer Grundrechte sind massiv und die gab es so noch nie in der BRD.

    Ich finde es ganz normal dass so eine gewisse "Grund-Agressivität" in jedem brodelt.

    Solange sich das auf Diskussionen beschränkt, auf friedliche Proteste oder Kommentare ist auch alles ok. "Luft ablassen" ist wichtig - solange das nicht in körperliche Gewalt ausartet!!!

    Ratlos23 schrieb:
    Zitat

    Mich erschreckt die ungeheure Aggressivität die generell um sich greift

    Jetzt ehrlich? Viele Menschen fürchten um ihre Existenz, sind an ihrer Belastbarkeitsgrenze, haben furchtbare Angst vor dem Virus usw.

    Die Einschränkungen unserer Grundrechte sind massiv und die gab es so noch nie in der BRD.

    Ich finde es ganz normal dass so eine gewisse "Grund-Agressivität" in jedem brodelt.

    Solange sich das auf Diskussionen beschränkt, auf friedliche Proteste oder Kommentare ist auch alles ok. "Luft ablassen" ist wichtig - solange das nicht in körperliche Gewalt ausartet!!!

    Erklärlich ist das alles. Ich selbst werde meinen Job nicht mehr lange haben, bin ja auch längst in Kurzarbeit 0 %


    Ich finde nur wichtig, sich das selbst immer mal wieder vor Augen zu halten, wenn ich merke, dass ich Wut empfinde wenn ich zB das Verhalten der Lehrer meines Kindes nicht verstehen kann.


    Es hilft zwar mal Dampf abzulassen, aber es ist wichtig dabei nicht zu vergessen dass verallgemeinernde Beleidigung aus purer Wut heraus dann dennoch auch Menschen verletzen kann die sich im Moment ein Bein ausreißen zwischen Schule (Bereitstellung von Material, als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, reagieren und kümmern um Probleme die auftreten) und eigenen Kinder...

    Code
    1. Ich finde es ganz normal dass so eine gewisse "Grund-Agressivität" in jedem brodelt.
    2. Solange sich das auf Diskussionen beschränkt, auf friedliche Proteste oder Kommentare ist auch alles ok. "Luft ablassen" ist wichtig - solange das nicht in körperliche Gewalt ausartet!!!

    Viele unserer Freunde und Bekannte reiben sich derzeit zwischen Arbeit/Homeoffice, Kindern und Homescooling auf. Viele sind geschafft und sicher auch froh, wenn die Kinder wieder betreut werden, aber niemand ist aggressiv. Alle haben sich mit der Situation bestmöglich arrangiert und manche sind sogar dabei, dem ganzen ganz viel gutes abgewinnen können. Bei uns machen die Kitas nächste Woche wieder für alle Kinder auf, aber unter Auflagen, die kaum umsetzbar sind. Die meisten unserer Freunde haben drei oder vier Kinder und da viele Uni-Mitarbeiter sind, dürfen die Kinder auch nicht in die Notbetreuung.

    Gewalt muss übrigens nicht immer körperlich sein, auch Kommentare können aggressiv sind und sehr verletzlich.

    melb1985 schrieb:
    Zitat

    Nein, niemand ist jetzt schuld an allem, was schwierig ist....

    Doch, das Virus. ;-D

    Au ja. Lasst uns jetzt doch mal das Virus beschimpfen statt "die" Lehrer!

    melb1985 schrieb:
    Zitat

    Nein, niemand ist jetzt schuld an allem, was schwierig ist....

    Doch, das Virus. ;-D

    Das Virus ist an gar nix Schuld. Das tut, was ein Virus eben tut, dem ist total wumpe, ob wir Lockdown machen oder nicht.

    Was in der Welt passiert, sind die Auswirkungen von Entscheidungen, die von Menschen getroffen wurden. Daher ist es auch nicht sinnvoll, auf Lehrer jetzt zu schimpfen. Wer als Lehrer engagiert ist, ist auch jetzt engagiert, und wer jetzt faul ist, ist es sonst auch. Die Lehrer haben das nicht entschieden, dass es momentan so ist wie es ist.

    Trotzdem beobachte ich bei vielen Lehrern (auch bei den Engagierten!) immer wieder 2 Phänomene: 1. wissen viele offenbar nicht, wie gut sie es eigentlich haben mit 13 Wochen frei, nur 15-20 Unterrichtsstunden die Woche und je nach Fächerkombination auch mal wochenlang jeden Tag um 13h Feierabend, das ganze bei gutem Gehalt und Beamtenstatus. Mir fehlt da das Verständnis, über irgendwas zu klagen, denn Lehrer haben so ziemlich alle Vorteile, die man beruflich haben kann, auf einmal. Und 2. erlebe ich die meisten Lehrer als passiv und träge, was Veränderungen und Innovationen angeht - Fernunterricht über Video? Oh, da muss doch dann erstmal jemand kommen und mir einen Computer bringen, und die Schule hat ja noch nicht mal WLAN. Und statt eins einzurichten, wird dann nach Schulamt, Land oder Ministerium gekräht, immer muss jemand kommen und alles einrichten und vorbereiten, da ist so oft so wenig Eigeninitiative und Flexibilität. Das ist so eine unangenehme Vollkasko-Mentalität, die viele Lehrer zu haben scheinen.