• Sollten Kitas-Schulen eröffnet werden.. ?

    Hallo zusammen, Ich habe gerade ein Bericht gelesen es soll am 15.04 fest stehen ob die Kitas-Schulen wieder eröffnet werden. Was denkt ihr, sollten die Kitas-Schulen trotz der aktuellen Situation geöffnet werden, oder hat es nach eurer Meinung noch Zeit..? Was denkt ihr was die für eine Entscheidung höchstwahrscheinlich treffen werden, können wir…
  • 1 Antworten
    clairet schrieb:
    Dorfnixe schrieb:

    Ja, das ist es doch: die meisten nicht-Lehrer können da schon überhaupt nicht nach irgendwas fragen, da gibts einfach nix. Noch nicht mal ein Tablet! Genau das meine ich mit Vollkasko-Mentalität.

    Hä? Natürlich kriegen Arbeitnehmer, die von zuhause aus arbeiten sollen die Geräte vom Arbeitgeber gestellt.

    Ich kenne keinen einzigen, bei dem das so war.

    Sind die AG dazu verpflichtet?

    Also die technischen Argumente kann ich nur begrenzt nachvollziehen.

    Um ein Video aufzunehmen reicht ein Smartphone, alternativ kostet eine Webcam mit Mikrofon 50 Euro und kann man von der Steuer absetzen. Schnelleres Internet bekommt man mit einem Anruf beim Provider. Kann man auch absetzen.

    Ja es gibt Lehrer, die haben kein Smartphone und keinen Computer, aber wie viele sind das denn? Ihr könnt mir nicht erzählen, dass die Mehrheit nur Bücher liest und zur Kommunikation lediglich ein Festnetztelefon nutzt. Schnelleres Internet ist auch nicht überall verfügbar, dann kann man eben keine Videokonferenz machen, muss man aber auch nicht.


    Und IT? Meine Güte, es reicht doch eine Stelle für mehrere Schulen. Dazu eine Hotline, die können sitzen, wo sie wollen und von einem Bundesland bis deutschlandweit Schulen betreuen. Da muss man keinem Lehrer eine Extraaufgabe aufdrücken.


    Nichts ist perfekt, erwartet auch keiner, aber diese ganzen Ausreden sind schon auffällig. Wichtig ist, dass die Schule (Schulleitung) interessiert daran ist, irgendwas zu verändern und Änderungen vorantreibt. Dann finden sich auch Lösungen und Budgets. Ein einzelner engagierte Lehrer ist ja schön, aber wenn er nicht von der Schulleitung mit Infrastruktur und Lösungen für alle Kollegen unterstützt wird, dann nützt das nur wenigen Schülern und das nur begrenzt.

    Dorfnixe schrieb:
    clairet schrieb:
    Dorfnixe schrieb:

    Ja, das ist es doch: die meisten nicht-Lehrer können da schon überhaupt nicht nach irgendwas fragen, da gibts einfach nix. Noch nicht mal ein Tablet! Genau das meine ich mit Vollkasko-Mentalität.

    Hä? Natürlich kriegen Arbeitnehmer, die von zuhause aus arbeiten sollen die Geräte vom Arbeitgeber gestellt.

    Ich kenne keinen einzigen, bei dem das so war.

    Sind die AG dazu verpflichtet?

    Das habe ich tatsächlich bisher noch wirklich nie erlebt - das Geräte fürs Homeoffice gestellt werden.


    Und weder bin ich 20 ;-Dnoch habe ich noch nie im Homeoffice gearbeitet

    Paritu schrieb:

    Das habe ich tatsächlich bisher noch wirklich nie erlebt - das Geräte fürs Homeoffice gestellt werden.


    Und weder bin ich 20 ;-Dnoch habe ich noch nie im Homeoffice gearbeitet

    Eben. Hier gehts mir genauso. Für mich klingt das reichlich verwöhnt ":/

    Bei uns hatte die Schule sehr schnell ein Konzept. Dann kamen die Ferien günstig gelegen, da haben alle Lehrer eine Einweisung in alle Systeme bekommen, Workshops wie man einzelne Elemente bedient (Video hochladen, Dokumente erstellen, Verlinken, etc.), Anpassung des Lehrstoffs, usw. Und das schöne ist, dass Sachen geteilt werden. Ein Lehrer nimmt ein Video mit neuen Stoff auf und das Video ist auch für die Parallelklasse verfügbar. Dazu zahlreiche Materialien auf verschiedenen Plattformen, die man nur Verlinken muss. Die Lehrer haben nach wie vor morgens ein Meeting, tauschen sich aus und man merkt Stück für Stück wie sich die Qualität verbessert.


    IT gibt es hier einen Kontakt für mehrere Schulen (Eltern wie Lehrer). Keine Ahnung, wer das ist und wo der ist, jedenfalls hat unsere Schule keinen IT Verantwortlichen.


    Man muss aber wollen und ich habe manchmal den Eindruck einige verbeamtete Lehrer wollen einfach nicht.

    Ich denke, die, die "nicht wollen" wird es überall geben.


    Ich kenne auch eine Lehrerin, die ihren sieben Kindern (alle Grunschul-bis Gymnasialalter) konsequent Smartphones verweigert - und sie haben genau einen gemeinsamen Laptop. Smartphones haben da Mama und Papa


    Smartphones verblöden, ihre Kinder sollen die Dinger erst "bekommen, wenn sie Abi haben"

    Da frage ich mich schon, wie es bei der laufen wird....

    Zitat


    Daher ist es auch nicht sinnvoll, auf Lehrer jetzt zu schimpfen.

    Das ist gerade mein Lieblingszitat! Jetzt ist es nicht sinnvoll, auf Lehrer zu schimpfen. Wir können es ja nächste Woche nochmal probieren.

    Zitat

    1. wissen viele offenbar nicht, wie gut sie es eigentlich haben mit 13 Wochen frei, nur 15-20 Unterrichtsstunden die Woche und je nach Fächerkombination auch mal wochenlang jeden Tag um 13h Feierabend,

    Dein Ernst? Was Du aufzählst, ist die reine Präsenz-Unterrichtszeit an der Schule. Das als alleinige Arbeitszeit zu rechnen, ist frech. Das würde allerhöchstens für Lehrer gelten, die morgens in die Klasse reinstolpern, an der Tafel kurz überlegen, was sie heute "unterrichten" wollen und später die Arbeitshefte von den Schülern selbst korrigieren lassen. Und kein Vollzeitlehrer hat nur 15-20 Unterrichtsstunden.


    Ich wundere mich gerade über mich selbst, ich habe eigentlich ein sehr dickes Fell, was solche Faulheitsvorwürfe Lehrern gegenüber angeht, aber Corona macht mich offensichtlich mürbe. Weil ich mich extrem abrackere und trotzdem von vielen Leuten als faul angesehen werde (sagen die Nachbarn: "Du hast ja jetzt eh frei, oder?"). Ich sollte mir das nicht so zu Herzen nehmen.

    Zitat

    Das habe ich tatsächlich bisher noch wirklich nie erlebt - das Geräte fürs Homeoffice gestellt werden.

    Im normalen Betrieb stellt der Arbeitgeber ja auch den Arbeitsplatz mit allem drum und dran zur Verfügung. Nun verlagert sich der Arbeitsplatz nur an einen anderen Ort. Und mit welcher rechtlichen Begründung soll der Arbeitnehmer von seiner privaten Telefonrechnung dienstliche Gespräche bezahlen? Man bekommt also vom Arbeitgeber sein Gehalt für die erbrachte Arbeitsleistung und bezahlt davon noch die Telefonrechnung, die Kosten enthält, die im Rahmen der beruflichen Tätigkeit angefallen sind.

    Dazu kommen Büromaterial, Heiz- und Stromkosten. Und wer kommt dafür auf, wenn der Rechner kaputt ist?

    melb1985 schrieb:
    Zitat

    Das habe ich tatsächlich bisher noch wirklich nie erlebt - das Geräte fürs Homeoffice gestellt werden.

    Im normalen Betrieb stellt der Arbeitgeber ja auch den Arbeitsplatz mit allem drum und dran zur Verfügung. Nun verlagert sich der Arbeitsplatz nur an einen anderen Ort. Und mit welcher rechtlichen Begründung soll der Arbeitnehmer von seiner privaten Telefonrechnung dienstliche Gespräche bezahlen? Man bekommt also vom Arbeitgeber sein Gehalt für die erbrachte Arbeitsleistung und bezahlt davon noch die Telefonrechnung, die Kosten enthält, die im Rahmen der beruflichen Tätigkeit angefallen sind.

    Dazu kommen Büromaterial, Heiz- und Stromkosten. Und wer kommt dafür auf, wenn der Rechner kaputt ist?

    Wie gesagt - habe ich nie erlebt, dass das der Arbeitgeber bezahlt hätte.

    Zitat

    Wie gesagt - habe ich nie erlebt, dass das der Arbeitgeber bezahlt hätte.

    Glaube ich dir und da bist du unter Garantie bei weitem nicht die Einzige.

    Und gerade jetzt in dieser Situation, in der es ja für viele von jetzt auf gleich ins Homeoffice ging, ist das sicher auch schlecht zu realisieren.

    Der Regelfall sollte das aber eigentlich nicht sein. Theorie und Praxis. :-/

    Zu den Geräten im Homeoffice: das wird wohl überall anders geregelt. Der Freund meiner Tochter ist in einer Riesenfirma im Im- und Export, der hat einfach am letzten Arbeitstag seinen ganzen Gerätepark aus dem Büro mit nach Hause genommen und dort aufgebaut...er sagt, es sieht genauso aus wie im Büro und arbeitet sich auch genauso, mit dem Unterschied, dass er da in Unterhose sitzen und sich am Sack kratzen kann.;-D


    Und ganz grundsätzlich hoffe ich, dass die momentane Situation mal alle Leute dazu bringt, sich endlich zu bewegen. Die technische (und auch sonstige) Ausstattung unserer Schulen spottet einfach jeder Beschreibung, ich finde das für ein Land wie Deutschland soo peinlich.


    Dieser verkackte Bildungsföderalismus ist echt ein solcher Klotz am Bein der Bildung.


    Ich war heute in einer anderen Schule zu Gast und bekam dort mit, dass die Hälfte des Kollegiums nicht mehr miteinander redet - man hat dort wohl in den letzten Wochen ganz gut festgestellt, wer sich engagiert hat und wer einfach nur zu Hause war und den Keller aufgeräumt hat. Uh, war da ein Gift in der Luft. Keine schöne Atmosphäre.

    Das fürchte ich, wird keine Ausnahme sein.

    gauloise schrieb:

    Und ganz grundsätzlich hoffe ich, dass die momentane Situation mal alle Leute dazu bringt, sich endlich zu bewegen. Die technische (und auch sonstige) Ausstattung unserer Schulen spottet einfach jeder Beschreibung, ich finde das für ein Land wie Deutschland soo peinlich.

    :)^

    gauloise schrieb:

    Ich war heute in einer anderen Schule zu Gast und bekam dort mit, dass die Hälfte des Kollegiums nicht mehr miteinander redet - man hat dort wohl in den letzten Wochen ganz gut festgestellt, wer sich engagiert hat und wer einfach nur zu Hause war und den Keller aufgeräumt hat. Uh, war da ein Gift in der Luft. Keine schöne Atmosphäre.

    Der Vorwurf der faulen Lehrer ist ja nicht aus der Luft gegriffen. Natürlich trifft das nicht auf alle zu, aber Lehrer, Schüler und Eltern bekommen doch zurzeit mit, was die einen leisten und die anderen nicht. Und solange es Lehrer gibt, die sich ohne Konsequenzen verweigern können, wird es auch genug geben, die das tun.


    Wir sind sehr dankbar, was unsere Lehrer hier leisten und das wird ihnen auch von vielen kommuniziert.

    biene007 schrieb:

    Dein Ernst? Was Du aufzählst, ist die reine Präsenz-Unterrichtszeit an der Schule. Das als alleinige Arbeitszeit zu rechnen, ist frech. Das würde allerhöchstens für Lehrer gelten, die morgens in die Klasse reinstolpern, an der Tafel kurz überlegen, was sie heute "unterrichten" wollen und später die Arbeitshefte von den Schülern selbst korrigieren lassen. Und kein Vollzeitlehrer hat nur 15-20 Unterrichtsstunden.

    Bitte genau lesen: ich schrieb 15-20 Unterrichtsstunden. Mir ist schon klar, dass da nachmittags nochmal was drauf kommt. Aber erstens nicht jeden Tag, zweitens recht flexibel verschiebbar (man kann vor- oder nacharbeiten, also sich durchaus auch freie Nachmittage generieren) und drittens je nach Schule und Fächerkombination gibts teilweise auch einfach mal wochenlang nichts oder nur wenig zu tun neben den Präsenz-Unterrichts-Stunden.


    Ich sag ja gar nicht, dass Lehrer zu sein voll easy ist, und ich weiß selbst sehr genau, warum ich keiner bin (nämlich weil Schüler Eltern haben!). Aber Lehrer leisten nunmal auch nicht signifikant mehr als die meisten anderen Arbeitnehmer, nur dass die mit knapp der Hälfte an freien Tagen, oft mit weniger Geld und ohne Beamtensicherheit auskommen müssen. Und wenn Lehrer das nicht zu schätzen wissen oder noch jammern über ihr schweres Leben, dann fehlt mir dafür das Verständnis.