• Sollten Kitas-Schulen eröffnet werden.. ?

    Hallo zusammen, Ich habe gerade ein Bericht gelesen es soll am 15.04 fest stehen ob die Kitas-Schulen wieder eröffnet werden. Was denkt ihr, sollten die Kitas-Schulen trotz der aktuellen Situation geöffnet werden, oder hat es nach eurer Meinung noch Zeit..? Was denkt ihr was die für eine Entscheidung höchstwahrscheinlich treffen werden, können wir…
  • 1 Antworten

    Nicht zu vergessen dass momentan jegliche Klausuren, Unterrichtsvorbereitungen, Hausaufgabenkorrekturen o.ä. komplett entfallen.

    Da fehlt mir gerade so ein wenig die Idee was Lehrer angeblich acht Stunden täglich tun?

    Klar, ein paar wenige sind bestimmt voll motiviert, sind sehr oft in Kontakt mit den Schülern usw. Wenn ich hier in einem anderen Faden lese wie das aber tatsächlich abläuft sind das eher ein paar Ausnahmen als der Regelfall.

    Bei den meisten Schülern besteht die Arbeit der Lehrer aktuell doch aus ab und an ein paar Aufgaben zu senden ohne sinnvolles System. Und die dann mehr schlecht als recht bisschen durchzusehen.

    Ok, es war alles chaotisch, unvorbereitet und ohne System, verstehe ich, alles gut.

    Aber dann jetzt rumzujammern weil Präsenzunterricht anläuft und man genau wie der Rest der Menschheit wieder vor Ort arbeiten muss.. naja, da hört mein Verständnis mal eben auf.

    Oder sind Lehrer wertvollere Menschen als Ärzte, Kassiererinnen, Kellner, Krankenschwestern und dutzende andere Berufsgruppen.

    Als mein Mann Home Office beantragt hat, kam eine Lieferung mit Computer, Bildschirm und noch ein paar Techniksachen. Allerdings war das lange vor Corona-Zeiten. Dass im Moment viel improvisiert wird ist klar, auf so eine Situation waren die Arbeitgeber nicht vorbereitet.


    Ich kenne aber viele, die einen Firmen-Laptop haben und den jetzt zu Hause nutzen. Ob und welche Geräte der AG stellt kommt natürlich auf das Berufsfeld und Unternehmen. Allein aus Sicherheitsaspekten ist es keine gute Idee, dass Leute mit Privatgeräten ins Firmennetzwerk gehen und dort mit sensiblen Daten umgehen. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Arbeitsmittel stellen.


    Problem in der Schule ist, dass es nicht nur am Lehrer hängt, sondern jeder einzelne Schüler auch passende technische Ausstattung braucht.


    clairet schrieb:

    Das Problem in der Schule ist, dass es nicht nur am Lehrer hängt, sondern jeder einzelne Schüler auch passende technische Ausstattung braucht.


    Genau. Es ist eher wirklich ein strukturelles Problem. Es ist eine Sauerei dass die Bildung der Kinder im Moment in Deutschland sehr davon abhängt was die Eltern im Portemonnaie haben.


    Es wird dringend Zeit das zum Beispiel alle Kinder beim Übergang auf die Oberschule ein Recht auf einen Laptop oder Tablet haben, und es da auch eine kostenlose Beratung und praktische (!) Unterstützung der Eltern gibt wenn es um diese Dinge geht.


    Da wurde endlos am falschen Ende gespart und es kriegen jetzt die Lehrer ab.

    clairet schrieb:

    Problem in der Schule ist, dass es nicht nur am Lehrer hängt, sondern jeder einzelne Schüler auch passende technische Ausstattung braucht.


    Naja, das kommt doch auch auf die Ansprüche an. Wenn 50% der Schüler keinen Zugang zu einem Laptop haben, macht man eben keine Videokonferenz. Aufgenommene Lernvideos kann man auch am Smartphone angucken, wenn die Mama es mal 30 Minuten nicht braucht. Kann man keine Unterlagen ausdrucken, muss man entweder anbieten Unterlagen abzuholen oder zu liefern. Oder gar nicht drucken und Aufgaben der Email oder dem Brief entnehmen. Um die Aufgaben zu bearbeiten braucht man i.d.R. nur Stift und Papier.


    Ich verstehe schon was du meinst, aber das kann doch kein Grund sein zu sagen, na dann lassen wir es. Man kann sich natürlich darauf konzentrieren, was alles nicht geht, Lösungen findet man aber nur, wenn man überlegt, was doch geht.

    Paritu schrieb:

    Es ist eine Sauerei dass die Bildung der Kinder im Moment in Deutschland sehr davon abhängt was die Eltern im Portemonnaie haben.

    Leider ist das nicht nur im Moment so, das ist Dauerzustand im wohlstandsverwöhnten Deutschland.

    Ich entschuldige mich fürs Reingrätschen... Hab aber mal einen Frage.

    In der Grundschule unseres Kindes wurde heute bekannt gegeben, dass ab kommende Woche alle Klassen komplett zurückkehren. Es wird dann keine geteilten Klassen mehr geben. Die einzelnen Klassen werden eben nur streng getrennt. Abstand muss dann auch keiner mehr gehalten werden. Ebenso in den Kitas. Sollt ein Fall auftreten geht eben die eine Klasse/Gruppe 14 Tage in Quarantäne.

    Ich bin sprachlos angesichts dieser Pläne. Hat jemand eine Idee wohin ich mich mit meinem Frust und Protest wenden könnte? Das kann ich nicht einfach hinnehmen und auch den Kindern und Lehrern bereitet es Kopfzerbrechen.

    Julikäfer schrieb:

    Ich entschuldige mich fürs Reingrätschen... Hab aber mal einen Frage.

    In der Grundschule unseres Kindes wurde heute bekannt gegeben, dass ab kommende Woche alle Klassen komplett zurückkehren. Es wird dann keine geteilten Klassen mehr geben. Die einzelnen Klassen werden eben nur streng getrennt. Abstand muss dann auch keiner mehr gehalten werden. Ebenso in den Kitas. Sollt ein Fall auftreten geht eben die eine Klasse/Gruppe 14 Tage in Quarantäne.

    Ich bin sprachlos angesichts dieser Pläne. Hat jemand eine Idee wohin ich mich mit meinem Frust und Protest wenden könnte? Das kann ich nicht einfach hinnehmen und auch den Kindern und Lehrern bereitet es Kopfzerbrechen.

    Du kommst vermutlich aus Sachsen - wie sommersprosse 2 und ich??

    So hört sich dein Post zumindest an.

    Was dagegen zu tun, wird jetzt wohl zu spät sein > wie ich irgendwo gelesen habe, wird es morgen beschlossen.


    Ich bin der Meinung, dass man dem ganzen nicht pauschal positiv oder negativ gegenüberstehen sollte >> sondern wie bei der Reglung der Sek1/Sek2 schauen sollte, wie man das an jeder einzelnen Schule regeln könnte.

    Ja, genau Sachsen...

    Naja an unserer Schule wird es aber nun mal genauso gehandhabt. Alle Klassen gleichzeitig, Abstand daher unmöglich. Diese Woche noch werden die Kinder täglich über die Regeln belehrt und ab nächste Woche ist alles anders... Das entzieht sich komplett meiner Logik %-|

    Auf der Seite vom SKM > die Elternbriefe und alles hast du wahrscheinlich schon gelesen? - ich habe auf Seite 69 auch zwei Artikel gepostet - unterm Spoiler.

    => dort wird ja versucht, alles zu erklären.


    Aber ehrlich wundere ich mich auch nicht über die Entscheidung - überall wird gejammert > auf Demo´s/Treffen, dass alles noch zu wenig gelockert wird. Es könne keiner arbeiten gehen, Unterricht für die GS-Schüler zu Hause ist sch....

    Die Wirtschaft, Handel, ...... soll alles wieder öffnen und den normalen Service anbieten - das geht aber größtenteils nur, wenn die Eltern ihr Kind in Betreuung geben. Das hieße theoretisch, dass vermutlich die Betreuung/Hort stark ausgeweitet werden müsste > dann aber eben nur Betreuung. Und dort könnten dann evtl. auch nicht alle untergebracht werden

    Und da hat man sich vermutlich gedacht - ehe das passiert - ist es doch "nützlicher" gleich die Schule zu öffnen > da wird wenigstens der Kontakt der Kinder zu der Lehrerin hergestellt und es wird wieder gelernt.

    Julikäfer ,


    du hast auf der Seite des Kultusministeriums eine Email-Adresse, an die du dich wenden kannst. Wie Sandy schon schreibt, soll das ganze heute im Landtag beschlossen werden. Danach bleibt noch der Klageweg und darauf wird es vermutlich hinauslaufen. Dann muss man abwarten, wie die Gerichte entscheiden, obwohl ich die Chancen für gut halte, dass es dort gestoppt wird.

    Vielen Dank, ich werde mich dort heute hinwenden, auch wenn ich mir nicht viel Hoffnung mache, dass es etwas hilft.

    Findet denn das noch jemand so bescheuert wie ich oder übertreibe ich!? Ich frage mich halt die ganze Zeit wie das mit dem kompletten trennen der Gruppen funktionieren soll? Man trifft sich auf den Toiletten, beim Mittag, in den Gängen... Das Lehrpersonal unterrichtet mehrere Klassen und hat ja auch untereinander Kontakt ":/

    Die lehrer wollen Arbeitsplatz für home office eingerichtet hanem, weil sie das von ihren Kumpels in studierten Jobs der Industrie so kennen. Da gibt es Geräte und pauschalen für inet

    Zitat

    Die lehrer wollen Arbeitsplatz für home office eingerichtet hanem, weil sie das von ihren Kumpels in studierten Jobs der Industrie so kennen.




    Ich habe das auch für mein Team so organisiert als feststand dass die Mitarbeiter wo es möglich ist ins Home-Office sollen. Also klar, meistens stellen die Arbeitgeber die Unterlagen. (Bei uns -großer Konzern- musste ich aber schauen dass alles klappt, das war eine massive Hau-Ruck Organisation. Ich war da tagelang nur beschäftigt zu organisieren wie welche Prozesse ablaufen.) Allerdings ist "Lehrer" nunmal ein Job wo schon Präsenz notwendig ist, insbesondere da Schüler eben digital aktuell nicht vernünftig arbeiten können.

    Daher muss ich mir als Lehrer im klaren sein, dass ich dann bei Schulöfffnung wieder in die Schule muss.

    Wie eben Millionen andere Arbeitnehmer auch wieder an Ihren Arbeitsplatz zurück müssen. I

    Zitat

    auf so eine Situation waren die Arbeitgeber nicht vorbereitet.

    Die Arbeitnehmer aber auch nicht. Der Arbeitgeber macht es sich aber leicht, indem er die arbeitsvertraglich vereinbarte Bringschuld des Arbeitnehmers einfach einfordert. Die Politik hat eingefordert, dass Eltern sich für eine gewisse Zeit um die Bildung ihrer eigenen Kinder kümmern. Das ist alles irgendwo legitim. Aber wenn auffällt, dass es so nicht funktioniert, muss auch mal die andere Partei zurückstecken. Und da kam von den Arbeitgebern wenig bis gar nichts. Die lehnen sich in ihrer unvorbereiteten Situation zurück.


    Zitat

    Es ist eine Sauerei dass die Bildung der Kinder im Moment in Deutschland sehr davon abhängt was die Eltern im Portemonnaie haben.

    Das ist sonst auch nicht viel anders. Für Schüler deren Eltern sich keinen Computer bzw. keinen Internetzugang leisten können, ist es immer schwieriger an Informationen zu kommen. Und das ist nun mal auch im normalen Schulalltag nicht ganz zu umgehen.

    Es gibt in Deutschland auch Privatschulen und Internate, die von den Eltern finanziert werden. Ob die Ausbildung dort besser ist, will ich mal dahingestellt lassen. Aber da eröffnen sich definitiv andere Möglichkeiten, weil das Geld regelmäßig extern von den Eltern kommt. Und wer es ganz gut hat, schickt seine Kinder auf irgendwelche Eliteschulen ins Ausland.

    Und den Faden könnte man weiterspinnen über die Schulzeit hinaus. Umso mehr im Portemonnaie der Eltern ist, umso einfacher haben es die Kinder. Das ist immer so.

    Finanzierung von Schulen ist nicht lukrativ, weil die nichts erwirtschaften.