Ja. Definitiv.


    Ich meckern stets und ständig über die Uni und meinen Studiengang, aber so insgesamt bin ich mit dem Verlauf meines Lebens seit Studienbeginn sehr zufrieden. Privat UND beruflich, denn ich glaube, dass die Uni auch mein Privatleben nachhaltig positiv beeinflusst hat.

    Mein Studium war ziemlich zeitintensiv. Nebenher arbeiten nicht gut möglich. Ich bin aber trotzdem gut über die Runden gekommen, da ich einen Wohnheimplatz hatte, was also kostengünstig war, und meine Eltern glücklicherweise gezahlt haben. Auch von meinen Freunden hat eigentlich keiner nebenher gearbeitet. Die freie Zeit die man neben den Pflichtveranstaltungen und Lernen hatte hat man meist in die Promotion gesteckt und ein bisschen Freizeit wollte man ja auch noch.

    Ich liiiieeeeeebe studieren und deshalb bin ich seit Oktober auch an der FernUni Hagen eingeschrieben (parallel zu meinem jetzigen berufsbegleitenden Studium). Noch mal "richtig" Studieren, also tagtäglich zur Hochschule fahren geht leider nicht. Das Geld für einen Haushalt mit Teenagern,Haustieren und Auto muss verdienst werden.


    Und andererseits genieße ich es, an der FernUni nicht morgens aus dem Haus zu müssen, sondern auf dem Sofa oder sonstwo lernen zu können, wann ich es will und wann es vom Ablauf her passt.


    :)^

    Zitat

    Würde jederzeit wieder studieren; mein Fach allerdings nur begrenzt.


    (Sunflower_73)

    Ich studiere dein Fach - allerdings möchte ich danach in eine andere Richtung als du gehen. ;-)

    Zitat

    Hätte auch jetzt noch mind. zwei Studiengänge im Kopf, die mich reizen würden.


    (Sunflower_73)

    Ich hätte da auch noch drei oder mehr Studiengänge, die mich interessieren. ;-D

    @ Antigone:

    Stimmt, eigentlich ist bei mir ja nur mein spezieller Bereich so ein wenig problematisch... das Fach selber bietet unglaublich viele Optionen!

    @ FernUni:

    Ich bin eigentlich auch seit Oktober eingeschrieben. Seminarmäßig noch "ergebnisoffen", d.h. ich habe mir eine Entscheidung noch offen gelassen. Aber leider fehlt die Zeit aktuell. Zwei 50%-Stellen ab Monatsmitte, was dann wohl auf 50 Stunden hinausläuft.

    Aber es ist okay, da ich im jetzigen Job jetzt zwei Traumbereiche kombinieren kann. Verdienst stimmt (da endlich Vollzeit). Mal schauen, was ich mit der FernUni mache. Aber auch wenn ich meinen Job echt mag: Reizen würden mich so manche Studienfächer. Und wer weiß, was ich in 2-3 Jahren noch mache, wenn ggf. mein berufliches Endziel erreicht ist mit gutem Einkommen und Selbstbestimmung rundum. ]:D

    Natürlich!


    Das Studium war eine der schönsten Zeiten in meinem Leben: etwas lernen wofür man wirklich brennt x:) ,


    Studienfreunde, Exkursionen, Mensa, ASta etc. pp.


    Auch wenn es als Alleinerziehende Mutter nicht immer leicht war, und ich auch zwei Semester länger als die Regelstudienzeit gebraucht habe: Auf jeden Fall!


    Werde wohl auch berufsbegleitend bald wieder "zurück" an meine Alma Mater, da ich promovieren möchte.


    Mein Sohn studiert auch bald, und ich bin sehr stolz und froh, dass auch er diese wundervolle Zeit erleben darf.


    :)^

    @ Sunflower_73

    Ich bin gerade etwas traurig, dass es den Studiengang Sozialwissenschaften an der FernUni nicht mehr gibt. :-(


    Auf jeden Fall möchte ich auch den Master an der FernUni mahen und wenn es sich ergibt, auch noch promovieren. Selbst wenn ich dann uralt bin. ;-)


    Die Gebühren dort sind auf jeden Fall traumhaft. :)^

    @ Antigone:

    Mir ist mein Alter mittlerweile auch egal. ??Ich hatte mich mit dem Nicht-Promovieren arrangiert und jobmäßig entsprechend orientiert. Zumal mein Alter ja der Grund für die mangelnde Betreuung beim 1. Promotionsversuch war. Und plötzlich gibt's da einen Chef, dem mein Alter egal ist und er mich machen lässt.??


    FernUni: Gebühren sind traumhaft. Und die Dozenten dort (zumindest in meinem Bereich) auch zufrieden.

    Zitat

    Mein Studium war ziemlich zeitintensiv. Nebenher arbeiten nicht gut möglich.

    Ich studiere auch ein Fach, wo 95% meiner Mitstudenten große Augen machen wenn ich erzähle dass ich nebenher auf 450 Euro - Basis arbeiten muss um überhaupt studieren zu können, weil es eins der lernintensivsten Fächer überhaupt ist. Aber wenn man muss dann geht es. Ich büße sicher meinen 1er Schnitt dadurch ein, habe aber eine gute 2 und arbeite mich manchmal an den Rand eines Burn-Outs, wenn ich wochenlang keinen einzigen Tag frei habe. Aber das ist der Preis dafür studieren zu können. Meine Eltern geben mir dazu noch 250 Euro im Monat, BAFÖG bekomme ich keines da meine Eltern ganz knapp über der Einkommensgrenze liegen (und dass sie nebenbei einen Hauskredit abzahlen und die Betreuungskosten für meine Oma interessiert ja niemanden im Bafög-Amt). Damit liege ich nach Abzug von Miete, Krankenkasse und Essen weit unter dem was nach Hartz IV als "zumutbar" gilt (wie im Übrigen viele Studenten). Machbar ist es. Gibt halt keinen Urlaub für mich (wann auch, Ferien haben wir keine, da sind Prüfungen und Praktika), keine teuren Klamotten und Bücher kann ich auch keine kaufen, die leihe ich eben und muss dafür flott sein da es ja nie genug Exemplare gibt. Kommen auch andere Zeiten!


    Das klassische Studentenleben mit langem Ausschlafen, ständigen Parties, Exkursionen und Ersamus - das kenne ich allerdings so nicht. Da ich am Wochenende arbeite, gibt es da für mich keine Parties. Und unter der Woche lerne ich das, was ich am WE nicht erfüllen kann. Bin schon manchmal neidisch auf meine Kommilitonen, die von ihren Eltern voll finanziert werden und es einfach entspannter angehen können - oder darauf, dass sie Erasmus machen konnten, Praktikum im Ausland usw.!

    Eindeutig ja!


    Obwohl mir aus heutiger Sicht (ich habe direkt nach dem Abi studiert) doch so einiges an geistiger Reife fehlte. Das klassische Studentenleben war nie mein Ding, aber mit der heutigen Erfahrungen und vor allem dem Selbstvertrauen würde ich trotzdem vieles anders handhaben.


    Über berufliche Perspektiven für mich als Frau habe ich damals überhaupt nicht nachgedacht und auch niemand sonst (weder Lehrer, noch Eltern noch jemand anderes) in meinem Umfeld. ??Über finanzielle Mittel und Nebenjobs musste ich mir gottseidank keine Gedanken machen, dass hat in der DDR der Staat bezahlt, da meine Eltern nicht vermögend waren??


    Nach dem Studium musste ich mich gezwungenermaßen mit einer anderen Tätigkeit arrangieren. Die ist zwar nicht uninteressant, aber eigentlich ein Broterwerb.


    Ich würde nicht nochmal genau das Gleiche studieren, sondern eher etwas, was meine eigentliche Studienrichtung als Grundlage hat, aber mehr praxisbezogen ist. Allerdings hätte ich dann niemals meinen Mann kennengelernt…

    Wenn ich noch einmal am Beginn der Ausbildung wäre, würde ich nicht fragen studieren oder nicht, ich würde mich erst einmal entscheiden welchen Beruf ich wirklich ergreifen wollte. Das was mich brennend als Studium interessiert, ist nicht geeignet damit seinen Unterhalt zu verdienen. Es gibt noch zwei weitere Dinge die ich beruflich gern machen würde. Da ist der Einstieg eine Lehre. Auf Facharbeiter- oder Gesellenebene möchte ich es aber nicht bis zum Arbeitslebensende machen sondern dann entweder doch ein FH-Studium aufnehmen oder auch den Meisterabschluss anvisieren. Welchen von beiden Wegen ich dann einschlage, kann ich allerdings nicht aus jetziger Sicht sagen sondern müsste direkt vor der Entscheidung stehen.

    Also ich würde immer wieder studieren, auch wenn ich ziemlich lang gebraucht habe.


    In 15 Jahren, wenn ich dann in Rente bin, fang ich vielleicht wieder an. Dann eher das, was ich damals nicht gemacht habe, da ich Befürchtung hatte, es wäre ein berufliche Sackgasse: Astronomie, Geodäsie, Mineralogie.


    Achso, studiert habe ich tatsächlich Chemie.