Studium, Auswahl, Schwierigkeit, Perspektive

    Ich suche nach einer kurzen Vorauswahl an Studienfächern, um mich anschließend näher mit jedem einzelnen Fach beschäftigen zu können.


    Hauptkriterien sollen der Schwierigkeitsgrad sowie die berufliche Perspektive direkt nach dem Studium sein.


    Mir ist klar, dass es dazu keine definitive Antwort wie beispielsweise in der Form "Informatik ist einfach und du bekommst danach sicher eine gut bezahlte Stelle" geben kann. Mir geht es hier also um Tendenzen.


    Nach dem Abschluss welcher Studienfächer hat man momentan, bzw. in naher Zukunft, noch verhältnismäßig gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, selbst wenn man einen ansonsten desaströsen Lebenslauf sein Eigen nennt?


    Welche dieser Studienfächer würdest du als tendenziell "einfach" (/weniger schwer im Vergleich zu den anderen Fächern) für den Durchschnittsstudenten bezeichnen?


    Diese Schwierigkeit bitte im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt bewerten:

    Soweit ich informiert bin, bietet ein Jurastudium beispielsweise nur den Top X% der Studenten eine tolle Perspektive. Wenn ein Studium also "prinzipiell leicht zu schaffen ist", aber ein Abschluss, der das o.g. Kriterium erfüllt, nur besonders schwer erreicht werden kann, dann bitte ich darum, das zu erwähnen.

  • 122 Antworten
    Farbstoff schrieb:

    Nach dem Abschluss welcher Studienfächer hat man momentan, bzw. in naher Zukunft, noch verhältnismäßig gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, selbst wenn man einen ansonsten desaströsen Lebenslauf sein Eigen nennt?

    Man sollte prinzipiell nach seinen persönlichen Fähigkeiten und Neigungen entscheiden, am besten etwas wählen, was einem auch noch Spaß macht.

    Alles andere, und mag es heute noch so vielversprechend klingen, wird dir ein weniger zufriedenes (Berufs)Leben bescheren.

    Evoluzzer schrieb:
    Farbstoff schrieb:

    Nach dem Abschluss welcher Studienfächer hat man momentan, bzw. in naher Zukunft, noch verhältnismäßig gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, selbst wenn man einen ansonsten desaströsen Lebenslauf sein Eigen nennt?

    Man sollte prinzipiell nach seinen persönlichen Fähigkeiten und Neigungen entscheiden, am besten etwas wählen, was einem auch noch Spaß macht.

    Alles andere, und mag es heute noch so vielversprechend klingen, wird dir ein weniger zufriedenes (Berufs)Leben bescheren.

    Da ich weder Fähigkeiten noch Neigungen habe, wurden stattdessen die oben genannten Kriterien von mir ausgewählt.


    Ansonsten stimme ich dir zu. Das wäre vermutlich sogar einfacher.

    Grundsätzlich kann man wohl sagen das alles was in der Wirtschaft nützlich ist um mit dir Geld zu verdienen brauchbar bezahlt wird. Also eher was in Richtung BWL, Naturwissenschaften oder Informatik und nichts in Richtung Pädagogik, Geisteswissenschaften oder "was mit Medien".

    Natürlich gibt es bei allem Ausnahmen aber der durchschnittliche Ingenieur wird mehr verdienen als der durchschnittliche Kulturwissenschaftler.

    Ist natürlich keine Wertung wie wichtig oder bedeutsam der Studiengang ist aber wenn eine Firma durch dich 2-3 Millionen im Jahr verdient ist die eher gewillt dir 100k€ zu zahlen als der Staat oder eine Uni mit begrenzten Mitteln für die du eher ein Kostenfaktor bist.

    Was hat dich denn die letzten Jahre davon abgehalten zu studieren?

    Wenn du nach der Schule Jahre deines Lebens zu Hause herumgegammelt hast

    dann wird es schwer nach erfolgreichem Studium einem Arbeitgeber zu verklickern dass ausgerechnet du derjenige bist denn er einstellen sollte.

    Ohne Statistiken über offene Stellen zu kennen, sondern rein aus persönlicher Erfahrung aus meinem Umfeld:


    Grundschullehrer werden gesucht ohne Ende.

    Sicheres Arbeitsverhältnis, Verbeamtung, Gehalt im Vergleich zu Dauer des Studiums ok.


    Sie verdienen weniger als Lehrer an weiterführenden Schulen. Da wird meines Wissens aber gerade gegen geklagt.

    Sollte man aber auch nur machen, wenn man Geduld und Engagement mitbringt. Ist ganz sicher nicht für jeden was.


    Ansonsten stimme ich dem Hinweis auf die Wirtschaft zu, besonders im Industriebereich.

    Aber mit einem reinem BWL-Studium ist man da einer von sehr vielen Absolventen. Ohne Schwerpunkt, auslandsaufenthalt und gezielte Praktika wäre man mit einer Ausbildung evtl. besser dran, weil der Einstieg leichter ist.

    Zitat

    Grundschullehrer werden gesucht ohne Ende.

    Sicheres Arbeitsverhältnis, Verbeamtung, Gehalt im Vergleich zu Dauer des Studiums ok.

    Ist das denn auch nach dem Studium noch so?


    Ich habe tatsächlich etwas angefangen, wo es damals kaum Perspektive gab. Heute bin ich ein gefragter Mann.

    Nordi84 schrieb:

    Grundsätzlich kann man wohl sagen das alles was in der Wirtschaft nützlich ist um mit dir Geld zu verdienen brauchbar bezahlt wird. Also eher was in Richtung BWL, Naturwissenschaften oder Informatik und nichts in Richtung Pädagogik, Geisteswissenschaften oder "was mit Medien".

    Natürlich gibt es bei allem Ausnahmen aber der durchschnittliche Ingenieur wird mehr verdienen als der durchschnittliche Kulturwissenschaftler.

    Ist natürlich keine Wertung wie wichtig oder bedeutsam der Studiengang ist aber wenn eine Firma durch dich 2-3 Millionen im Jahr verdient ist die eher gewillt dir 100k€ zu zahlen als der Staat oder eine Uni mit begrenzten Mitteln für die du eher ein Kostenfaktor bist.


    Ja, das denke ich mir auch. Bei einem BWL Studium denke ich jedoch, werden die unzähligen Mitbewerber in Kombination mit meinem Lebenslauf schnell zum Problem. Ich vermute also, dass ein BWL Studium eher ungeeignet ist.


    Pharmazie ist zum Beispiel wieder zu schwierig. Deswegen suche ich ein paar spezifischere Vorschläge. Abseits davon aber genau in dem Stil deines Beitrages :)^

    Plüschbiest schrieb:

    Was hat dich denn die letzten Jahre davon abgehalten zu studieren?

    Wenn du nach der Schule Jahre deines Lebens zu Hause herumgegammelt hast

    dann wird es schwer nach erfolgreichem Studium einem Arbeitgeber zu verklickern dass ausgerechnet du derjenige bist denn er einstellen sollte.

    Stimmt, ich sollte lieber gar nicht arbeiten gehen.

    Danke! Grundschullehrer hatte ich bisher ehrlich gesagt gar nicht berücksichtigt. Das klingt gut.


    Beim Thema BWL Studium sind wir einer Meinung :)

    Dimple schrieb:
    Zitat

    Grundschullehrer werden gesucht ohne Ende.

    Sicheres Arbeitsverhältnis, Verbeamtung, Gehalt im Vergleich zu Dauer des Studiums ok.

    Ist das denn auch nach dem Studium noch so?


    Ich habe tatsächlich etwas angefangen, wo es damals kaum Perspektive gab. Heute bin ich ein gefragter Mann.

    Ein wichtiger Beitrag!

    Ich möchte bei der Studienwahl so wenige Risiken wie möglich eingehen und es möglichst vermeiden, darauf zu "pokern", dass sich die Perspektiven drastisch verbessern werden.

    Nochmal, wie und womit willst du einen Arbeitgeber überzeugen ausgerechnet dich einzustellen?

    Wenn es dir nur ums arbeiten gehen geht, dann könntest du auch ganz einfach die nächste Leiharbeitsfirma aufsuchen und dich von denen vermitteln lassen.

    Die letzten Jahre bist du ja offensichtlich auch ohne großen Lohn über die Runden gekommen.