Tagesablauf

    Hallo, ich wollte mal fragen ob jemand das kennt oder mir Tipps geben kann.


    Unter der Woche, wenn ich arbeite habe ich einen geregelten Ablauf, zeitig Aufstehen, feste Pausenzeiten usw.


    Aber am Wochenende oder wenn ich frei habe, verliere ich den komplett zumindest in der ersten Tageshälfte.


    Ich schlafe oft bis mittag teilweise noch länger, bzw bleibe im Bett. Und dann nachdem Aufstehen habe ich auch wenig Lust was zu essen, unter der Woche frühstücke ich auch erst so nach einer Stunde auf Arbeit, somit kommt es das ich erst einkaufen gehe und wenn ich dann was koche habe ich erst am Nachmittag was richtiges zu Essen. Das ist natürlich relativ Spät.


    Ich bin inzwischen 30 und habe das aber schon mein halbes Leben so gemacht und mein Körper kam wohl gut klar damit. Zur Zeit habe ich oft Schwindel, Zittern und frage mich ob es was damit zutun hat? Habe aber auch eine Angststörung.


    Ob die Symptome jetzt von der Angst oder meinen Essgewohnheiten kommen ist hier nicht das Thema. Sondern eher wie schaffe ich es mich so zu disziplinieren auch am Wochenende halbwegs früh aufzustehen und die Mahlzeiten einzuhalten?


    Ich wohne allein und unter der Woche stehe ich etwa 7:30 bis 8:00 Uhr auf.

  • 6 Antworten

    Das kenne ich seit der Schulzeit und bei mir ist das oft auch ein großer Unterschied bzw. quasi völlig anderer Tagesablauf. Ganz schlimm ist das in den Ferien, da verschiebt sich mein Tagesrhythmus fast um 12 Stunden in wenigen Tagen und ich werde so nachtaktiv. Ich habe es irgendwann eingestellt, mich an freien Tagen zu einem normalen Tagesrhythmus zu zwingen - auch wenn es denke ich besser ist, durchgehend ein- und denselben Tagesrhythmus zu haben und ich immer noch dieses Mantra in mir drin habe, dass man faul ist, wenn man morgens nicht früh aufsteht (egal wie lange man dafür abends etwas macht). Blöd ist spätestens die Umstellung wieder zurück oder wenn andere Leute tagsüber etwas von einem wollen und man noch schläft usw.. Außerdem bin ich meistens antriebsloser und unmotivierter an solchen verschlafenen Tagen; es ist eben sehr asynchron zu einem normalen Tagesablauf - früher hat mich das nicht gestört, aber heutzutage tut es das. Manchmal habe ich auch Phasen, wo ich auch an freien Tagen früh wach werde und aufstehe, erholt. Aber irgendwie schwankt das letztlich immer.


    Dass du erst später nach dem Aufstehen Hunger hast, bleibt bei dir konstant. Wenn ich dich richtig verstanden habe, isst du an den freien Tagen aber nochmal deutlich später erst nach dem Aufstehen etwas (also mit einer größeren Zeitspanne dazwischen als an Arbeitstagen). ... Da sehe ich kein Problem, wenn du erst dann etwas isst, wenn du hungrig bist. Dein innerer Rhythmus geht ja quasi nach an solchen Tagen und dur würdest an einem Arbeitstag ein, zwei Stunden nach dem Aufstehen morgens auch noch nichts kochen fürs Mittagessen, sondern eher ein Brötchen essen oder ggf. erst gegen Mittag etwas zu dir nehmen.


    Wann genau und in welchem Zusammenhang treten denn deine Beschwerden (Zittern, Schwindel und Zittern) auf? ... Fühlst du dich dabei auch kreislaufmäßig schlapp/angeschlagen?

    Ich habe immer eine recht große To-Do-Liste mit Dingen, die ich erledigen muss oder einfach vorhabe. Daher packe ich mir zu Beginn eines Tages (bzw. bei Feierabend) ein paar Dinge raus, die ich am Tag erledigen will, und plane sie einfach ein. Das Gefühl am Ende des Tages ist auch am Wochenende toll, den Abend genießen zu können, zu feiern oder auf dem Sofa abzuhängen, und trotzdem auf erledigte Dinge zurückzublicken.


    Ob deine Symptome damit zusammenhängen glaube ich nicht so recht, aber vielleicht hellt der Erledigungserfolg ja auch deine Stimmung auf? Probier's mal! Du wirst erstaunt sein, wieviele Dinge sich finden, die man einfach mal machen sollte.

    @ _zuschauer_

    scheint als ob du ein sehr ähnliches problem hast. aber es ist genau das, was mich stört, man ist abgeschlagen, demotiviert und fühlt sich irgendwie faul.


    meistens wenn ich weile nicht gegessen habe, aber schon 2 oder 3 stunden. und wird ich nicht besser wenn es ne kleinigkeit esse.

    @ comran

    ich liege dann morgens auch oft im bett und plane was ich alles machen soll. ich bin echt gut im planen nur umsetzen klappt nicht.


    ich ziehe meine sachen zu oft nicht durch

    Zitat

    meistens wenn ich weile nicht gegessen habe, aber schon 2 oder 3 stunden. und wird ich nicht besser wenn es ne kleinigkeit esse.

    ":/ hm und am Blutdruck liegt es auch nicht? Panikattacken sind es nicht oder? (Ich weiß ja nicht, wie sich deine Angststörung äußert).

    Zitat

    scheint als ob du ein sehr ähnliches problem hast. aber es ist genau das, was mich stört, man ist abgeschlagen, demotiviert und fühlt sich irgendwie faul.

    Ich habe mal gelesen, dass man sich etwas vornehmen soll für den Vormittag, das einen dann auch motiviert, aufzustehen, obwohl man es nicht "müsste". ... An sich finde ich den Tipp gut, aber solche selbstgebastelten Belohnungen motivieren mich persönlich einfach nicht so gut. Wenn meine Chefin mich am Wochenende dagegen um 6 Uhr morgens einbestellen würde dienstlich, würde ich das dagegen schon irgendwie hinbekommen pünktlich dort zu sein und wenn ich im Zweifel dann die Nacht mehr oder weniger durchmachen würde. ... Aber vielleicht funktioniert der Tipp bei dir?

    Zitat

    Ich schlafe oft bis mittag teilweise noch länger, bzw bleibe im Bett. Und dann nachdem Aufstehen habe ich auch wenig Lust was zu essen, unter der Woche frühstücke ich auch erst so nach einer Stunde auf Arbeit, somit kommt es das ich erst einkaufen gehe und wenn ich dann was koche habe ich erst am Nachmittag was richtiges zu Essen. Das ist natürlich relativ Spät.

    Genießt Du generell zu essen? Ißt Du gerne? Kochst Du Dir etwas?

    Zitat

    Ich bin inzwischen 30 und habe das aber schon mein halbes Leben so gemacht und mein Körper kam wohl gut klar damit.

    Und wie lief es das andere halbe Leben ab?

    Zitat

    Zur Zeit habe ich oft Schwindel, Zittern und frage mich ob es was damit zutun hat? Habe aber auch eine Angststörung. Achtest Du denn auf Dich sonst, oder vernachlässsigst Du Dich nur bezüglich Essen? Bist Du Dir wichtig?

    Bist Du in Therapie wegen der Angsstörung bzw. seit wann hast Du die?

    Zitat

    Sondern eher wie schaffe ich es mich so zu disziplinieren auch am Wochenende halbwegs früh aufzustehen und die Mahlzeiten einzuhalten?

    Ich kenne das schon auch, dass ich am WE lange schlafe, weil ich einfach eine Nachteule bin. Trotzdem nutze ich dann die Zeit für die Dinge, die mir Spaß machen. Wenn ich Probleme habe, dann natürlich nicht. Motivation brauche ich nur fürs Putzen. Ich koche gerne und esse gerne, also ist Essen nie ein Problem gewesen, in dem Sinne, dass ich nichts esse. Wie gesagt, für das Putzen habe ich ein Motivationssystem bzw. Selbstbelohnungssystem bzw. habe ich es so organisiert, dass es meinen Bedürfnissen entspricht. Die Dinge, die ich gerne mache, da gibt es kein Problem und die mache ich auch, auch unter der Woche und natürlich auch am WE.

    @ _zuschauer_

    panikattacken könnten es sein. psychisch ist bei mir nur eine angststörung diagnostiziert. seit 2012, der schwindel ist vorallem dieses, zucker wurde getestet hatte auch ein langzeit blutdruck der wenn wohl eher ein wenig zu hoch geht aber trotzdem im grünen bereich. ich habe das auch nicht immer, nur manchmal.


    unter der woche geht es mir mit dem aufstehen auch so, wir haben flexible arbeitszeiten, also ich kann zwischen 6 uhr und 8:30 beginnen und bin aber selten vor 8 uhr auf arbeit. wenn ich um 6 uhr beginnen müßte, könnte ich das auch, aber wenn ich die wahl habe bleibe ich lieber liegen. und am ende ärgere ich mich, weil alle heim gehen können und ich noch 2 stunden arbeiten muß. und wenn ich dann zuhausen bin der tag schon fast vorbei ist, auch gemeinsam was nach der arbeit machen ist dann blöd oder überstunden .... nur frühs intressiert mich das alles nicht. ich denke ich wäre glücklicher wenn ich regelmäßig wenigstens um 7 auf arbeit wäre, aber wie bekomme ich das hin?

    @ kleio

    ich bin sehr schlank, und wenn ich krank bin oder es mir schlecht geht habe ich null appetitt allgemein esse ich aber gern, und inzwischen auch gesünder als bisher, hauptschächlich wasser, früher habe ich fast nur süßzeug getrunken, und mehr obst gemüse, weniger fertiggerichte habe ich schon einige zugenommen.


    in meiner ersten lebenshälfte habe ich bei meinen eltern gewohnt und das hat man auch am wochenende oder im urlaub einen geregelteren tagesablauf als allein.


    ich habe definitiv frühs ein motivationsproblem, tue mich schwer frühs was zu machen auch zu essen, je später der tag umso besser bin ich drauf, motivierter bin ich usw. nur gibts es viele sachen mit den brauch man nachmittags nicht mehr anzufangen :)